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Nr. 70433
IHK-Fachkräfte-Summit am 09.11.2026

Zukunftskompetenzen. Wie Unternehmen den Wandel meistern.

Am 9. November veranstaltet die IHK ihren diesjährigen Fachkräfte-Summit im Stuttgarter IHK-Haus. In den Fokus nehmen wir das Thema Zukunftskompetenzen und strategische Personalentwicklung. In diesem Rahmen ehren wir die Fortbildungsbesten 2026 der IHK. Wir freuen uns auf Sie – melden Sie sich gerne an.
Arbeitswelt und Gesellschaft befinden sich in einem tiefgreifenden Wandel. Qualifizierte und motivierte Beschäftigte sind entscheidend dafür, dass Unternehmen die Transformation gestalten und langfristig erfolgreich am Markt agieren können.

Philosoph und Zukunftsforscher Christian Uhle nimmt in seiner Keynote in den Blick, ob und wie Künstliche Intelligenz zu einer lebenswerteren Arbeitswelt und Gesellschaft führen kann.
Mit Experten und Unternehmensvertretern diskutieren wir,
  • wie sich Arbeit im Betrieb verändert und welche Rolle KI dabei spielt,
  • welche Zukunftskompetenzen Unternehmen und ihre Mitarbeitenden brauchen, um ihre Ziele zu erreichen,
  • wie strategische Personalentwicklung Zukunftsfähigkeit und Innovationskraft sichern hilft und
  • wie Unternehmen eine Kultur schaffen können, die Eigenverantwortlichkeit und individuelle Arbeitsmarktfitness fördert.
Im Rahmen des Summits ehren wir exklusiv die Fortbildungsbesten 2026 der IHK Region Stuttgart. Wir erfahren, was die besten Absolventinnen und Absolventen von IHK-Fortbildungsprüfungen motiviert hat, in ihre Zukunftskompetenzen zu investieren, und welche Perspektiven sich damit für sie eröffnen.
Erleben Sie „KI zum Anfassen“ in der KI-Lounge der IHK und lassen Sie den Summit bei Musik und guten Gesprächen ausklingen.

Veranstaltungsinfos

Termin: 9. November 2026, 15:30 bis 18:00 Uhr (Eintreffen ab 15:00 Uhr)
Zielgruppe: Unternehmerinnen und Unternehmer, Personalverantwortliche, Vertreterinnen und Vertreter aus öffentlichen Verwaltungen, Verbänden und Politik
Ort: IHK Region Stuttgart, Jägerstr. 30, 70174 Stuttgart
Anmeldung: bitte bis 30. Oktober 2026 auf unserer Veranstaltungsseite

Speaker

Freuen Sie sich auf Speakerinnen und Speaker aus Wirtschaft und Wissenschaft:
  • Dr. Thorsten Pilgrim | Inhaber ViaMed GmbH und Vize-Präsident der IHK Region Stuttgart
  • Dr. Susanne Herre | Hauptgeschäftsführerin der IHK Region Stuttgart
  • Christian Uhle | Philosoph und Zukunftsforscher, Berlin
  • Simone Friedrich | Leitung Netztechnische Trainings der Netze BW GmbH, Esslingen
  • Dennis Etzl | Geschäftsführer WOLFF & MÜLLER Personalentwicklung GmbH, Stuttgart
  • Michael Mühlegg | Leiter IHK-Bildungshaus der IHK Region Stuttgart
… und unsere BESTEN sowie Blinky | Roboter KI-Lounge der IHK Region Stuttgart
Moderation: Andrea Bosch | Stv. Hauptgeschäftsführerin der IHK Region Stuttgart

Programm + Anmeldung

Neue Checkliste des NUiF

Einwanderung in die Ausbildung – Schritt für Schritt

Die Einstellung von Auszubildenden aus Drittstaaten ist mit besonderen rechtlichen und organisatorischen Anforderungen verbunden.
Die neue Checkliste des „NETZWERKs Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ unterstützt dabei, alle notwendigen Schritte im Blick zu behalten – von der ersten Kontaktaufnahme über das Vorstellungsgespräch und Visum bis zur erfolgreichen Integration in Betrieb und Alltag. Zudem erhält die Checkliste zu jedem Schritt wertvolle Praxistipps von Unternehmen.
  • Voraussetzungen
  • Rekrutierung
  • Bewerbungsprozesss
  • Ausbildungsvertrag
  • Visumverfahren
  • Vor der Einreise
  • Start in die Ausbildung
  • Onboarding
  • Weitere Betreuung
Pressemitteilung 30. September 2026

IHK-Jubiläumsstiftung ermöglicht internationale Erfahrungen

Claus Paal: „Wer Fachkräfte für die Zukunft will, muss ihnen die Welt öffnen“

Vier junge Fachkräfte aus der Region Stuttgart erhalten in diesem Jahr die Chance, mit Unterstützung der IHK-Jubiläumsstiftung internationale Berufserfahrung zu sammeln. Die Stiftung vergibt jährlich Stipendien von bis zu 6.000 Euro für einen zwei- bis sechsmonatigen Auslandsaufenthalt an besonders qualifizierte Absolventinnen und Absolventen einer Berufsausbildung. „Internationale Erfahrungen sind kein nettes Extra, sondern ein echter Wettbewerbsvorteil für Unternehmen und junge Fachkräfte. Junge Menschen, die mutig sind und sich berufliches Wissen im Ausland aneignen, sind ein Gewinn für jedes Unternehmen“, sagt Claus Paal, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart. „Hier können sie nicht nur andere Arbeitsweisen und Technologien kennenlernen und ihre Sprachkenntnisse vertiefen, sondern auch persönlich wachsen.“
Paal betont, dass Auslandsaufenthalte auch ein wichtiges Signal im Wettbewerb um Fachkräfte seien: „Unternehmen, die solche Erfahrungen ermöglichen, zeigen Vertrauen und Zukunftsorientierung. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels macht das einen entscheidenden Unterschied bei der Gewinnung und Bindung qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

„Ich will von den Besten lernen!“

Fynn Abraham hat genaue Vorstellungen, was ihm sein Auslandsaufenthalt bringen soll: Persönlichkeitsentwicklung und neue Technologien kennenlernen und in seiner Firma anwenden.Vielleicht ist das der Grund, warum ihn sein Arbeitgeber EEW Energy from Waste beim Vorhaben „Ab ins Ausland“ unterstützt und ihm beim Schreiben der Bewerbungen unter die Arme greift. Direkt, nachdem er die Zusage fürs Stipendium bekommen hat, wurden die ersten fünf verschickt. Am meisten reizt den jungen Industriemechaniker mit Zusatzqualifikation Elektrofachkraft ein Müllheizkraftwerk in Skandinavien. „Die sind weltmarktführend und ich will von den Besten lernen“, sagt Fynn Abraham. Losgehen soll es im Frühjahr 2027. Abraham sieht es nicht als selbstverständlich an, dass seine Firma ihn so unterstützt und für den Aufenthalt freistellen will. „Alles, was ich lerne, möchte ich später auch bei meinem Arbeitgeber einbringen. Außerdem reizt mich die Herausforderung in einem fremden Land allein zurecht zu kommen und daran persönlich zu wachsen.“

Prozesse optimieren und Sprachkennntisse verbessern

Etwas weiter weg zieht es Nicole Neumann. Die gelernte Kauffrau im Gesundheitswesen möchte ihr Stipendium für einen Einsatz in Australien nutzen. Ihr Arbeitgeber DAK-Gesundheit steht hinter ihr, auch wenn das mit der Freistellung in einem Konzern mit mehreren Standorten nicht so einfach ist. Aber sie hat grünes Licht bekommen und jetzt muss nur noch der passende Termin und ein Unternehmen gefunden werden. „Ich möchte mir ein Bild davon machen, wie sich das Gesundheitswesen in anderen Ländern gestaltet. Und ich denke, dass ich diese Erfahrungen gerne in einem englischsprachigen Land weiter vertiefen würde. Besonders interessant finde ich deshalb Australien, aber auch England kann ich mir für meinen Auslandsaufenthalt sehr gut vorstellen “, sagt Nicole Neumann. Sie will ihre Sprachkenntnisse optimieren und sich anschauen, wie Prozesse in anderen Ländern funktionieren und diese Erkenntnis mit nach Deutschland zurücknehmen. Schon während ihrer Schulzeit konnte die 19-Jährige Auslandserfahrung in den USA und in Frankreich sammeln. Hier wurden ihre Freude und Neugier am Austausch mit anderen Kulturen geweckt.

Anderen Blickwinkel durch kulturelle Unterschiede bekommen

Für Ana Jagarinec steht nicht so sehr das Land des Aufenthalts im Vordergrund, sondern die Agentur, die es dann letztlich wird. Sie würde sich aber sehr darüber freuen, wenn diese ihren Sitz in Belgien hätte. „Das internationale und mehrsprachige Umfeld in Belgien spricht mich besonders an“, sagt die junge Mediengestalterin mit Schwerpunkt Desingkonzeption. Sie erhofft sich, kreative Herangehensweisen und andere Sichtweisen auf Gestaltung und Kommunikation kennenzulernen und diese mit in ihren deutschen Arbeitsalltag mitnehmen zu können. „Ich möchte die Zeit meines Auslandsaufenthalts optimal nutzen und gern auch Verantwortung für ein kleines Projekt übernehmen“, sagt Ana Jagarinec. Ihr Arbeitgeber Branda – Agentur für Marken steht voll hinter ihr und hat die Bewerbung für das Stipendium mit einem sehr guten Empfehlungsschreiben unterstützt. Los gehen soll es allerdings erst im nächsten Jahr. Jetzt werden passende Agenturen gesucht und Bewerbungen geschrieben.

Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft sichern

„Unsere Wirtschaft lebt von Menschen, die neugierig sind, Verantwortung übernehmen und über den Tellerrand hinausblicken. Deshalb wünsche ich mir, dass noch mehr Ausbildungsabsolventinnen und -absolventen den Schritt ins Ausland wagen“, sagt Claus Paal. „Mein Appell richtet sich aber ausdrücklich auch an die Unternehmen: Geben Sie Ihren Nachwuchskräften diese Chance. Wer einen jungen Menschen für einige Monate ziehen lässt, verliert keine Fachkraft, sondern gewinnt eine. Sie kommen mit neuen Ideen, wertvollen Kontakten, frischen Perspektiven und einem deutlich größeren Erfahrungsschatz zurück. Genau solche Mitarbeitende brauchen wir, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft zu sichern.“

Hintergrundinformationen

Die Jubiläumsstiftung wurde 1980 zum 125-jährigen Bestehen der IHK Region Stuttgart ins Leben gerufen. Seither wurden 191 Stipendien vergeben. Die beliebtesten Ziele sind die USA (47), Großbritannien (19) und Kanada (9). Aber auch das europäische Ausland sowie Israel, Costa Rica, Japan, Peru oder Singapur wurden schon von Stipendiaten und Stipendiatinnen zur beruflichen Kurzheimat. Die Durchschnittsdauer des Aufenthalts beträgt vier Monate. Die Kosten pro Auslandseinsatz liegen bei durchschnittlich 5900 Euro und werden somit gut durch das Stipendium abgedeckt.
Für die Förderung ausgewählt werden besonders begabte Absolventinnen und Absolventen einer Berufsausbildung, deren Abschluss weniger als zwei Jahre zurückliegt. Voraussetzungen sind hervorragende Prüfungsleistungen (mindestens 92 Punkte, entspricht der Note 1,4), Fremdsprachenkenntnisse, ein Motivationsschreiben und die Empfehlung des Ausbildungsbetriebes oder des derzeitigen Arbeitgebers. Die Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten trifft das IHK-Präsidium.

Workshops, Seminare und Termine

IHK-Veranstaltungen zur Fachkräftesicherung

Hier finden Sie die Veranstaltungen der IHK Region Stuttgart zu Themen der Fachkräftesicherung. Bei Fragen zu einzelnen Veranstaltungen wenden Sie sich bitte an die angegebenen Ansprechpersonen.

2. Halbjahr 2026

Termin Veranstaltungstitel, Veranstaltungsort, Ansprechpartner/-in
27.10.2026
14:00 bis 17:00 Uhr

Silke Helmholz, Telefon 0711 2005-1533, silke.helmholz@stuttgart.ihk.de

28.10.2026
10:00 bis 11:30 Uhr

Roman Leonov, Telefon 0711 2005-1511, roman.leonov@stuttgart.ihk.de

04.11.2026
09:00 bis 12:00 Uhr

Iris Nonnenmann, Telefon 07031 6201-8232, iris.nonnenmann@stuttgart.ihk.de

04.11.2026
09:15 bis 12:00 Uhr

Karin Barthel, Telefon 07161 6715-8436, Karin.Barthel@stuttgart.ihk.de

09.11.2026
15:00 bis 18:00 Uhr
Ulrike Weber, Telefon 0711 2005-1416, ulrike.weber@stuttgart.ihk.de

10.11.2026
14:00 bis 15:00 Uhr

Barbara Keller, Telefon 0711 39007-8340, barbara.keller@stuttgart.ihk.de

18.11.2026
09:00 bis 11:00 Uhr
Oliver Kettner, Telefon 07151 95969-8724, oliver.kettner@stuttgart.ihk.de

19.11.2026
15:00 bis 16:30 Uhr

Esraa Rabie, Telefon 07112005-1273, esraa.rabie@stuttgart.ihk.de

26.11.2026
09:00 bis 12:00 Uhr
KarinFranziska Lenhardt, Telefon 0711 2005-1267, karinfranziska.lenhardt@stuttgart.ihk.de

26.11.2026
10:00 bis 11:30 Uhr
Tanja Laabs, Telefon 07031 6201-8227, tanja.laabs@stuttgart.ihk.de

27.11.2026
10:00 bis 13:00 Uhr
Ulrike Weber, Telefon 0711 2005-1416, ulrike.weber@stuttgart.ihk.de

02.12.2026
09:00 bis 13:00 Uhr
Liana Meyer-Vogt, Telefon 0711 2005-1568, liana.meyer-vogt@stuttgart.ihk.de

04.12.2026
12:30 bis 17:30 Uhr
Erfolgreich ausgebildet, Telefon 0711 2005-1139, erfolgreich-ausgebildet@stuttgart.ihk.de

10.12.2026
10:00 bis 11:00 Uhr

Ulrike Weber, Telefon 0711 2005-1416, ulrike.weber@stuttgart.ihk.de

Mehr Veranstaltungen zur Fachkräftesicherung? Melden Sie sich an zu unseren kostenfreien Web-Seminaren im Rahmen der Reihe „Fachkräftesicherung mit der IHK“. Ein Angebot der IHKs in Baden-Württemberg.
Veranstaltungen der IHKs im Rahmen der Berufsorientierung für Jugendliche, an denen Sie sich als Unternehmen ggf. beteiligen können, finden Sie auf unserem Portal „Berufsorientierung in Baden-Württemberg“.
In unserem kostenlosen IHK-Newsletter „Fachkräfte, Personalpolitik und Arbeitsmarkt“ informieren wir regelmäßig über unsere Veranstaltungen:
Jetzt Fachkräfte von morgen gewinnen!

Praktikumswochen 2026 – Infos für Betriebe

Auch 2026 finden die landesweiten Praktikumswochen statt und Sie haben erneut die Möglichkeit junge Talente kennenzulernen! Nutzen Sie die Praktikumswochen in Baden-Württemberg, um ohne großen Zusatzaufwand interessierte Schülerinnen und Schüler als Fachkräfte von morgen zu gewinnen.

Was sind die Praktikumswochen?

Während der Praktikumswochen Baden-Württemberg können Sie als Unternehmen an ausgewählten Tagen Schülerinnen und Schüler in Tagespraktika kennenlernen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Möglichkeit, an selbst ausgewählten Tagen jeweils in ein anderes Unternehmen hineinzuschnuppern.
Sie als Unternehmen geben an, wann und für welche Berufsfelder Sie Tagespraktika anbieten. Danach bekommen Sie von der Vermittlungsplattform Praktikantinnen und Praktikanten vorgeschlagen, die sich für Ihre Berufsfelder, zu den von Ihnen festgelegten Terminen interessieren. Mit einem Klick ist der Praktikumsvorschlag angenommen und die Praktikantin beziehungsweise der Praktikant erhält automatisch alle wichtigen Informationen zum Praktikumstag. Ihr Unternehmen – egal ob groß oder klein – profitiert vom geringen Verwaltungsaufwand und der guten Planbarkeit der Praktikumstage.

Wann finden die Praktikumswochen statt?

Die Praktikumswochen Baden-Württemberg finden vom 12. Oktober bis 6. November 2026 (Herbstferien und den beiden Schulwochen zuvor) statt.

Anmeldung und Ablauf

Auf der Aktionswebseite können Sie ab sofort Ihre Praktikumsangebote für 2026 eintragen.
Mehr Informationen zum Ablauf sowie ein Erklärvideo finden Sie auf der Webseite der Praktikumswoche

Ansprechpartner

Bei Fragen und Anliegen zur Anmeldung und Durchführung der Praktikumswochen können Sie sich gerne an support@praktikumswoche.de wenden.

Was kostet die Teilnahme?

Die Teilnahme ist für Schülerinnen und Schüler und für Unternehmen kostenfrei. Das Angebot richtet sich an alle Unternehmen und an Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse.

Unternehmenssprechstunden via Zoom

Um Ihnen das Konzept sowie die Abläufe der Praktikumswoche vorzustellen, werden an mehreren Terminen „Unternehmenssprechstunden“ angeboten. Hier haben Sie die Möglichkeit all Ihre Fragen zu stellen und Best Practice Beispiele kennenzulernen.
Das bereits erfolgreich laufende Angebot „erlebe Berufe“ im Landkreis Ludwigsburg bleibt bestehen und ist über eine direkte Verlinkung auch von der neuen landesweiten Plattform zu erreichen, so dass hier keine Doppelstrukturen geschaffen werden.

Rückblick auf 2025

2025 beteiligten sich an den Praktikumswochen über 2.000 Unternehmen in ganz Baden-Württemberg. Insgesamt fanden über 5.000 Praktikumstage statt. Dabei gaben 84 Prozent der teilnehmenden Schüler an, dass sie sich eine spätere Berufsausbildung in einem der besuchten Unternehmen vorstellen könnten. In der stetigen Weiterentwicklung konnten auch Herausforderungen wie die Verbindlichkeit der Teilnehmenden gesteigert werden.

Nächster Termin 03.03.2027

IHK-Arbeitskreis Ausbildung und Migration

Der IHK-Arbeitskreis „Ausbildung und Migration“ befasst sich mit Fragen rund um die Integration von Menschen mit Flucht- bzw. Migrationsgeschichte in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Er tauscht sich zweimal im Jahr über aktuelle Entwicklungen, Erfahrungen sowie rechtliche Neuerungen aus.
Merken Sie sich gerne die Termine für 2027 vor:
– Mittwoch, 03.03.2027, 14:00 bis 16:00 Uhr
– Mittwoch, 06.10.2027, 14:00 bis 16:00 Uhr

Infos zur Aufnahme in den Verteiler

Möchten Sie in den Verteiler des IHK-Arbeitskreises „Ausbildung und Migration“ aufgenommen werden und regelmäßig Einladungen, Protokolle sowie Infos rund um die Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Zuwanderungs-/Fluchtgeschichte erhalten? Zielgruppe sind insbesondere Unternehmerinnen, Unternehmer, Personal- und Ausbildungsverantwortliche.
Einladung und Anmeldeformular für Unternehmen

Jobmesse für ausländische Fachkräfte und Auszubildende

Unsere Jobmesse am 9. Oktober soll Sie beim Finden von Fach- und Arbeitskräften sowie Auszubildenden mit Flucht- oder Migrationshintergrund unterstützen. Zielgruppe sind insbesondere kleine und mittlere Unternehmen mit Personalbedarf – möglichst im Stadtgebiet Stuttgart oder Umgebung.

Informationen zur Jobmesse

Die Region Stuttgart ist mit ihrer starken Wirtschaft ein attraktives Ziel für Fachkräfte aus dem Ausland. Viele der zugewanderten Menschen bringen Qualifikationen mit, die von den Unternehmen gesucht werden. Agentur für Arbeit Stuttgart, Handwerkskammer Region Stuttgart, IHK Region Stuttgart, Jobcenter Stuttgart und Welcome Service Region Stuttgart veranstalten daher eine Jobmesse für die Vermittlung von Fachkräften, Arbeitskräften und Ausbildungsinteressierten mit Zuwanderungs-, Flucht- oder Migrationshintergrund. Die Messe fokussiert sich auf kleine und mittlere Unternehmen.
Die kostenfreie Jobmesse findet statt am
Freitag, 9. Oktober 2026, 13:00 bis 17:00 Uhr (Aufbau ab 12:00 Uhr)
im Rathaus Stuttgart, Marktplatz 1, 70173 Stuttgart
Anmeldung bitte nur mit diesem Formular
Anmeldeschluss: 25. September 2026
Sie haben dort die Möglichkeit, sich zahlreichen potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern als Arbeitgeber auf einem kleinen Infostand zu präsentieren, können erste Kontakte herstellen und Kennenlerngespräche mit interessierten Kandidaten führen. Die Qualifikationsprofile der Besucherinnen und Besucher gehen von gering- bis hochqualifiziert.
Vor Beginn der eigentlichen Messe erhalten Sie von Jobcenter und Agentur für Arbeit Stuttgart einen exklusiven Input zu Fördermöglichkeiten und Weiterbildungsangeboten für Beschäftigte. Wir informieren Sie insbesondere auch zu Möglichkeiten der Deutschsprachförderung, um noch bestehende Defizite auszugleichen.

Programm

  • 12:00 Uhr: Einlass der Arbeitgeber
  • 12:00 bis 13:00 Uhr: Einrichtung der Stände
  • 13:00 bis 13:45 Uhr: Begrüßung der Arbeitgeber und Input zu Förderinstrumenten der Agentur für Arbeit und des Jobcenters Stuttgart
  • 14:00 bis 17:00 Uhr: Jobmesse
Dies ist eine Veranstaltung im Rahmen der Fachkräfteallianz Region Stuttgart. Kooperationspartner sind Agentur für Arbeit Stuttgart, Handwerkskammer Region Stuttgart, IHK Region Stuttgart, Jobcenter Stuttgart und Welcome Service Region Stuttgart. Die Teilnahme ist für Unternehmen und Bewerber kostenfrei.
Logo der Fachkräfteallianz Region Stuttgart

Anmeldung für Unternehmen

Bitte melden Sie sich mit diesem Formular bis spätestens 25. September 2026 an und teilen uns Ihre Stellenanforderungen mit.
Die Angaben zum Unternehmen und zu den Anforderungen stellen wir den Bewerberinnen und Bewerbern zur Verfügung. Ausgenommen sind die Kontaktdaten der Ansprechpersonen, die wir für die Organisation der Jobmesse benötigen.
Teilnahme bis 05.10.2026 möglich

Umfrage zu Unterstützungsbedarfen in der Ausbildungspraxis

Wie planen und gestalten Sie die Ausbildung in Ihrem Betrieb? Welche Informationen, Materialien und Unterstützungsangebote erleichtern Ihnen den Ausbildungsalltag – und wo wünschen Sie sich noch mehr Unterstützung? Ihre Meinung ist gefragt!
Um Unterstützungsangebote für die Ausbildungspraxis noch besser an die Bedürfnisse des Ausbildungspersonals anzupassen, führt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) eine Online-Befragung durch. Ziel ist es, Informationen darüber zu erhalten, welche Hilfestellungen Betriebe bei der Planung und Durchführung der Ausbildung benötigen.
Teilnahme bis 5.10. möglich
Dauer: ca. 10-15 Minuten
Link zur Umfrage
Die Umfrage richtet sich an alle Personen, die in der betrieblichen Ausbildung tätig sind. Die Befragung wird anonym ausgewertet.

Mit Ihrer Teilnahme helfen Sie dabei, zukünftige Unterstützungsangebote des BIBB noch gezielter auf die Anforderungen in der Ausbildungspraxis auszurichten. So tragen Sie aktiv dazu bei, die betriebliche Ausbildung weiterzuentwickeln und zukunftsfähig zu gestalten.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Ihre Teilnahme!
Was können Unternehmen tun?

Hilfe und Arbeitsmarktzugang für Geflüchtete aus der Ukraine

Millionen von Menschen aus der Ukraine sind laut UNHCR seit Beginn des Krieges auf der Flucht – rund 1,3 Millionen flüchteten nach Deutschland. Die deutsche Bevölkerung, aber auch die Unternehmen fragen, wie sie unterstützen können.
In diesen FAQs geben wir Orientierung zu folgenden Themen:
  • Unterstützungsmöglichkeiten und Bereitstellung von Wohnraum für Geflüchtete aus der Ukraine
  • Einreise und aufenthaltsrechtliche Regelungen
  • Zugang zu Sozialleistungen, Integrations- und Sprachkursen
  • Regelungen zu ukrainischen Führerscheinen
  • Zugang zum Arbeitsmarkt, Einschätzung von Qualifikationen und staatliche Leistungen zur Arbeitsmarktintegration
  • Infos für Arbeitgeber zur Ausbildung und Beschäftigung von Geflüchteten aus der Ukraine und zu deren Integration

1. Wie kann ich mich hier für ukrainische Geflüchtete engagieren?

Sofern vorhanden, könnten Sie geflüchteten Menschen aus der Ukraine eine Unterbringungsmöglichkeit zur Verfügung stellen wie Betriebswohnungen oder leerstehende Immobilien. Am besten wenden Sie sich an Ihre Kommune. Wenn Sie privat und kostenlos Übernachtungsplätze zur Verfügung stellen möchten, finden Sie Infos dazu auf der Seite der Bundesregierung germany4ukraine.
Außerdem könnten Sie oder Ihre Beschäftigten Geflüchtete mit ehrenamtlichem Engagement unterstützen – unter anderem beim Ankommen im Alltag oder beim Zugang zu Behördenleistungen. Bitte wenden Sie sich dafür an Ihre Kommune.

2. Wie kann ich in Stuttgart Wohnraum zur Verfügung stellen?

Für die kurzfristige Unterbringung von Geflüchteten aus der Ukraine sucht die Stadt Stuttgart weiterhin Hotelzimmer oder geeignete Räumlichkeiten für einen Aufenthalt von Tagen bis Wochen. Angebote nimmt die Stadt Stuttgart per Formular entgegen.
Verfügen Sie über privaten Wohnraum in Stuttgart, den Sie längerfristig zur Verfügung stellen möchten? Dann melden Sie sich direkt beim Projekt TürÖffner der Stuttgarter Caritas unter tueroeffner@caritas-stuttgart.de. Nähere Informationen dazu finden Sie auf der Projektwebsite.

3. Können Ukrainerinnen und Ukrainer ohne Visum nach Deutschland einreisen?

Das BMI hat im Oktober 2026 die Ukraine-Aufenthalts-Übergangsverordnung bis zum 04.03.2028 verlängert. Danach sind aus der Ukraine Geflüchtete, die bis zum 04.12.2027 in das Bundesgebiet visumfrei einreisen, für einen Zeitraum von 90 Tagen ab dem Zeitpunkt der erstmaligen Einreise in das Bundesgebiet vom Erfordernis eines Aufenthaltstitels, also auch einer Visumpflicht, befreit, sofern sie
  • nicht bereits in einem anderen Mitgliedstaat vorübergehenden Schutz erhalten haben und
  • ihre nach dem Recht der Ukraine vorgesehenen militärischen Pflichten einhalten bzw. davon befreit sind und einen Nachweis von den ukrainischen Behörden darüber erbringen.
Für Staatenlose und Staatsangehörige anderer Drittstaaten als der Ukraine gilt dies nur, sofern sie am 24. Februar 2022 in der Ukraine internationalen Schutz oder einen gleichwertigen nationalen Schutz genossen haben oder sich mit einem nach ukrainischem Recht erteilten gültigen unbefristeten Aufenthaltstitel rechtmäßig in der Ukraine aufgehalten haben (siehe Nummer 6).
Während des visumfreien Aufenthalts ist keine Beschäftigung möglich.

4. Können Geflüchtete ohne Visum einen längerfristigen Aufenthaltstitel beantragen?

Visumfrei eingereiste Ukrainerinnen und Ukrainer können direkt bei der örtlichen Ausländerbehörde eine langfristige Aufenthaltserlaubnis (zum Zwecke der Erwerbstätigkeit, Ausbildung, Studium, des Familiennachzugs oder aus humanitären oder politischen Gründen) beantragen, sofern sie die jeweiligen Voraussetzungen dafür erfüllen. Sie müssen aufgrund der aktuellen Situation nicht wie ansonsten gefordert ein Visumverfahren in ihrem Heimatland durchführen.

5. Was hat es mit dem vorübergehenden Schutz für Geflüchtete aus der Ukraine auf sich?

Die EU-Kommission hat am 03.03.2022 erstmals die Regeln für den Fall eines „massenhaften Zustroms“ von Vertriebenen in Kraft gesetzt. Ukrainischen Staatsangehörigen, die wegen des russischen Angriffs in die EU kommen, kann so ohne Asylverfahren unverzüglich vorübergehender Schutz mit bestimmten Mindeststandards gewährt werden (nach § 24 AufenthG). Zu den Mindeststandards, die alle EU-Länder garantieren müssen, gehören eine Arbeitserlaubnis, Zugang zu Sozialhilfe und medizinischer Versorgung sowie Bildung für Minderjährige.
Die Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG ist bei der zuständigen Ausländerbehörde zu beantragen. Achtung: Der Anwendungsbereich gilt nur für die unter Nummer 6 genannten Personengruppen.
Am 13.06.2025 hat der Europäische Rat diesen vorübergehenden Schutz bis 04.03.2027 verlängert. In Deutschland wurde die entsprechende Rechtsverordnung angepasst. Aufenthaltserlaubnisse nach § 24 AufenthG, die am 01.02.2026 gültig waren, gelten bis zum 04.03.2027 fort, ohne dass eine Verlängerung durch die Ausländerbehörden im Einzelfall notwendig ist. Dies gilt auch für Aufenthaltstitel, die bereits bis März 2026 verlängert wurden.

Am 15.07.2026 haben die EU-Länder vereinbart, den vorübergehenden Schutz um ein weiteres Jahr bis 04.03.2028 zu verlängern.
Der Durchführungsbeschluss und eine Berichtigung zum Inkrafttreten wurde im EU-Amtsblatt veröffentlicht. Die deutsche Rechtsverordnung muss noch angepasst werden.
Es kann bei Erfüllung der jeweiligen Voraussetzungen in andere längerfristige Aufenthaltstitel gewechselt werden, zum Beispiel zur Berufsausbildung und beruflichen Weiterbildung oder zur Beschäftigung als Fachkraft. Informationen zur Aufenthaltsverfestigung für Geflüchtete aus der Ukraine finden Sie in einem Merkblatt des NETZWERKs Unternehmen integrieren Flüchtlinge (pdf). Auch ein Wechsel zurück in den vorübergehenden Schutz ist möglich.
Der vorübergehende Schutz berührt nicht die Anerkennung des Flüchtlingsstatus nach Genfer Flüchtlingskonvention. Das Recht, Asyl zu beantragen, besteht davon unabhängig fort (Art. 17 GG).

6. Für welche Personengruppen gilt der vorübergehende Schutz nach § 24 AufenthG?

Der vorübergehende Schutz gilt zusammengefasst für folgende Personengruppen. Weitere Details und Präzisierungen finden Sie im Schreiben des BMI vom 05.10.2026 (pdf).
  • ukrainische Staatsangehörige und deren Familienangehörige, die vor dem 24.02.2022 ihren Aufenthalt in der Ukraine hatten
  • Staatenlose und nicht-ukrainische Drittstaatsangehörige und deren Familienangehörige, die vor dem 24.02.2022 in der Ukraine internationalen Schutz oder einen gleichwertigen nationalen Schutz genossen haben
  • Staatenlose und nicht-ukrainische Drittstaatsangehörige, die sich am 24.02.2022 auf Grundlage eines nach ukrainischem Recht erteilten gültigen unbefristeten Aufenthaltstitels rechtmäßig in der Ukraine aufgehalten haben
  • ukrainische Staatsangehörige, die sich bereits mit einem Aufenthaltstitel im Bundesgebiet aufhalten (z. B. als Studierende, Fachkraft, Familienangehörige), wenn der ursprüngliche Aufenthaltstitel nicht verlängert werden kann (z. B. Scheitern des Studiums, Arbeitsplatzverlust, Trennung)
1. Nicht anspruchsberechtigt sind Personen, die ab dem 05.08.2026 in das Bundesgebiet einreisen und nach dem Recht der Ukraine militärischen Pflichten unterliegen, es sei denn, sie weisen nach, dass sie die Ukraine nicht nur vorübergehend verlassen haben oder von militärischen Verpflichtungen befreit sind. Bereits bestehende Schutzberechtigungen bleiben hiervon unberührt.
→ siehe auch Handreichung für die Prüfung von Nachweisen über die Erfüllung militärischer Pflichten des BMI (pdf)

2. Ein Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG soll durch die Ausländerbehörde abgelehnt werden, wenn der Person bereits vorübergehender Schutz in einem anderen EU-Mitgliedstaat gewährt wird.
→ siehe auch Hinweisschreiben des Justizministeriums BW vom 13.08.2025 (pdf)

7. Haben Geflüchtete aus der Ukraine Zugang zu Sozialleistungen?

Bereits vor der Erteilung der Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG besteht Anspruch auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Zuständig ist die örtlich zuständige Leistungsbehörde (z. B. Landratsamt des Wohnorts).
Seit 01.06.2022 können Personen mit vorübergehendem Schutz Leistungen nach SGB II (Grundsicherung) bzw. SGB XII (Hilfe zum Lebensunterhalt) erhalten. Damit werden sie auch in die reguläre Krankenversicherung aufgenommen. Bei der Gemeinnützigen Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender e. V. (GGUA) gibt es eine Übersicht zum vorübergehenden Schutz nach § 24 AufenthG (pdf) mit Informationen zum Zugang zu Arbeit, Sozialleistungen, Krankenversicherungen o. ä.
Das Bundeskabinett hat beschlossen, dass aus der Ukraine geflüchtete Menschen, die nach dem 01.04.2025 eingereist sind, bei Bedürftigkeit Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und nicht mehr Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende erhalten. Das Gesetz muss noch das parlamentarische Verfahren durchlaufen. Fragen und Antworten dazu hat die Servicestelle SGB II des Bundesarbeitsministeriums auf ihrer Website zusammengestellt.

8. Haben Personen mit vorübergehendem Schutz Zugang zu Integrations- bzw. Sprachkursen?

Ja, die Teilnahme an den Angeboten zur Integrations- und Sprachförderung ist auf Antrag bei der zuständigen Regionalstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (siehe BAMF-NAvI) oder bei den Trägern der Integrationskurse im Rahmen freier Kursplätze und Haushaltsmittel kostenfrei möglich. Sind die Geflüchteten beim Jobcenter gemeldet, erfolgt die Ausstellung der Teilnahmeberechtigung durch das zuständige Jobcenter.
Integrationskurse finden Sie im BAMF-NAvI.
Für einen Einstieg in die deutsche Sprache können auch kostenfreie Selbstlernangebote genutzt werden, z. B. auf dem Lernportal der Volkshochschule oder beim Goethe-Institut.
Der Erwerb der deutschen Sprache ist ein Schlüssel für die Integration – auch im Unternehmen. Wir haben Informationen zusammengestellt, wie Unternehmen ihre Beschäftigten beim Deutschlernen unterstützen können.

9. Welche Regelungen gibt es zum Thema Führerschein?

Die seit 18.08.2026 geltende Erste Verordnung zur Änderung der Berufskraftfahrerqualifikationsverordnung und anderer straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften bringt für ukrainische Führerscheininhaber spürbare Erleichterungen mit sich. Hier relevante Regelungen:
  • Die Ukraine ist in die Anlage 11 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) aufgenommen worden. Dies bedeutet, ukrainische Führerscheine (Klasse A1, A, B, BE, C1, C1E, C, CE, D1, D1E, D, DE) können prüfungsfrei umgeschrieben werden. Dazu ist die amtliche Anmerkung in Anlage 11 FeV zu beachten.

  • Für ukrainische Berufskraftfahrer gilt: Abhängig vom Ausstellungsdatum ist zu prüfen, ob ein Besitzstand für die Berufskraftfahrerqualifikation gilt. Sollte kein Besitzstand gelten, muss eine Grundqualifikation erlangt werden. Diese kann für die beschleunigte Grundqualifikation nun in Ukrainisch erfolgen.
    Infos zur Berufskraftfahrerqualifikation finden Sie auf unserer Website.

  • Zusätzlich wurde der Sprachenkatalog für die theoretische Fahrerlaubnisprüfung unter anderem um Ukrainisch erweitert.

10. Haben Betroffene Zugang zum Arbeitsmarkt?

Ja, Betroffene können für den Zeitraum des vorübergehenden Schutzes nach § 24 AufenthG eine selbstständige oder abhängige Erwerbstätigkeit (inklusive Zeitarbeit) ausüben. Dies ist im Aufenthaltstitel mit den Worten „Erwerbstätigkeit erlaubt/gestattet“ vermerkt.
Bei visumfreier Einreise gilt grundsätzlich ein Arbeitsverbot. Mit Beantragung eines Aufenthaltstitels auf vorübergehenden Schutz wird dieses aufgehoben. Die Ausländerbehörde stellt dann zunächst eine Fiktionsbescheinigung nach § 81 Abs. 5 AufenthG ebenfalls mit dem Vermerk „Erwerbstätigkeit erlaubt/gestattet“ aus, womit Antragsteller und Arbeitgeber diese Erlaubnis nachweisen können.

11. Müssen Geflüchtete ihren Berufsabschluss anerkennen lassen, wenn Sie in Deutschland arbeiten möchten?

Es ist zu unterscheiden zwischen reglementierten und nicht-reglementierten Berufen. Zu den reglementierten Berufen gehören zum Beispiel die akademischen Heilberufe, Gesundheitsfachberufe, Lehrer/-innen, Erzieher/-innen sowie bestimmte Handwerks- und Meisterberufe. Hier ist für die Berufsausübung in Deutschland eine Berufsanerkennung und ggf. Nachqualifizierung erforderlich. Die Geflüchteten können bei der AWO Stuttgart eine Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung erhalten.
Die IHK-Berufe gehören zu den nicht reglementierten Berufen. Geflüchtete mit einem Aufenthaltstitel nach § 24 AufenthG benötigen keine Anerkennung ihres ausländischen Berufsabschlusses, um hier in diesen Berufen zu arbeiten. Eine Berufsanerkennung kann jedoch sinnvoll sein, um vorhandene Abschlüsse und Qualifikationen nachzuweisen, oder für die Eingruppierung nach einem Tarifvertrag. Die Anerkennung für die IHK-Berufe führt die IHK Foreign Skills Approval (IHK-FOSA) durch.
In unseren FAQs zur Berufsanerkennung finden Sie Antworten auf wichtige Fragen zum Verfahren, zu Zweck und Nutzen für Antragstellende und Unternehmen, den zuständigen Anerkennungsstellen sowie Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten.

12. Können Unternehmen für die Einschätzung von ukrainischen Berufsabschlüssen Unterstützung erhalten?

  • Infos zu den Berufsabschlüssen in der Ukraine gibt es im Informationsportal für ausländische Berufsqualifikationen des Bundeswirtschaftsministeriums (BQ-Portal). Dieses hilft dabei, ausländische Aus- und Fortbildungsabschlüsse besser zu bewerten und einzuschätzen.

  • Für die Berufe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen bieten die IHKs eine individuelle Erstberatung an. Dort wird besprochen, welche ukrainischen Abschlüsse und einschlägigen Berufserfahrungen vorhanden sind und welcher deutsche Referenzberuf für ein Anerkennungsverfahren infrage kommen könnte. Der Antrag auf Berufsanerkennung muss dann bei der IHK Foreign Skills Approval (IHK-FOSA) gestellt werden.

  • Liegen keine staatlich anerkannten Abschlüsse oder Zeugnisse vor, kann bei der IHK ein (kostenpflichtiges) Validierungsverfahren durchgeführt werden, mit dem Personen ihre beruflich erworbenen Kompetenzen erfassen, bewerten und zertifizieren lassen können.

  • Kompetenzfeststellungen führen zudem auch die Agenturen für Arbeit und die Jobcenter durch. Zur Selbsteinschätzung beruflicher Kompetenzen stehen verschiedene Tools online zur Verfügung, zum Beispiel die Website der Bertelsmannstiftung „Meine Berufserfahrung“ oder der AiKompass der AgenturQ.

13. Können Betroffene eine Berufsausbildung in Deutschland absolvieren?

Ja, eine Berufsausbildung ist bereits mit dem vorläufigen Schutz nach § 24 AufenthG möglich. Es kann aber auch bei Vorliegen der Voraussetzungen gleich ein Aufenthaltstitel zur Ausbildung (§ 16a AufenthG) beantragt werden bzw. in diesen Aufenthaltstitel während des vorübergehenden Schutzes gewechselt werden.
Nach erfolgreicher Ausbildung kann die Person als Fachkraft im Unternehmen weiterbeschäftigt werden (§ 18a AufenthG).
Wichtiger Hinweis: Wir empfehlen für eine Berufsausbildung das Sprachniveau B2 nach dem „Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER)“ (auch wegen des Besuchs der Berufsschule).
Weitere Tipps und Infos enthalten unsere FAQs zur Ausbildung von Geflüchteten.

14. Erhalten die Betroffenen Unterstützungsleistungen der Bundesagentur für Arbeit/Jobcenter?

Zuständig für die Geflüchteten mit vorübergehendem Schutz sind die Jobcenter der Wohnorte. Dort können die Betroffenen Leistungen der Beratung und Vermittlung erhalten. Möglich sind ausbildungsvorbereitende Maßnahmen (z. B. Einstiegsqualifizierungen), Eingliederungszuschüsse oder Förderungen der beruflichen Weiterbildung. Infos finden Sie dazu in einem Merkblatt der Bundesagentur für Arbeit (pdf).
Neben der Zugangsmöglichkeit müssen auch die individuellen Fördervoraussetzungen erfüllt sein. Dies muss in jedem Einzelfall im Vorfeld durch die Jobcenter geprüft werden. Bitte wenden Sie sich frühzeitig an den Arbeitgeberservice des zuständigen Jobcenters.
Mit dem Job-Turbo will die Bundesregierung Geflüchtete und deren Arbeitgeber noch mehr unterstützen, um eine frühzeitige Arbeitsaufnahme und eine nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt zu erreichen. Informationen zu den Fördermöglichkeiten gibt es bei der Bundesagentur für Arbeit.

15. An wen wende ich mich, wenn ich ein Arbeitsangebot oder einen Ausbildungsplatz für geflüchtete Menschen habe?

Manche Geflüchtete, die aus der Ukraine nach Deutschland gekommen sind, möchten so schnell wie möglich eine Arbeit aufnehmen. Stellenangebote für Geflüchtete können Sie an den Arbeitgeberservice Ihres örtlichen Jobcenters übermitteln. Dort erhalten Sie Vermittlungsvorschläge und Unterstützung bis zum Abschluss des Arbeitsvertrags.
Für die Vermittlung von Geflüchteten in Ausbildung stehen bei der IHK die Kümmerer des Projekts „Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Zugewanderte“ bereit, die Sie gerne kontaktieren können. Die Kümmerer betreuen und begleiten junge Geflüchtete und Zugewanderte sowie die Ausbildungsunternehmen für einen guten Start in eine Berufsausbildung.

16. Was muss ich beachten, wenn ich Geflüchtete aus der Ukraine einstelle?

Der Arbeitgeber muss vor Beschäftigung die Aufenthaltspapiere prüfen. Auf der Aufenthaltserlaubnis (bzw. der Fiktionsbescheinigung) muss der Vermerk „Erwerbstätigkeit erlaubt/gestattet“ stehen. Für die Dauer der Beschäftigung muss der Arbeitgeber eine Kopie in elektronischer oder schriftlicher Form aufbewahren. Auf den Ablauf des Aufenthaltstitels ist zu achten.
Nachdem die EU eine dritte Verlängerung des vorübergehenden Schutzes beschlossen hat, wurde in Deutschland die entsprechende Rechtsverordnung verlängert, nach der diese Aufenthaltserlaubnisse bis zum 04.03.2027 fortgelten, ohne dass eine Verlängerung durch die Ausländerbehörden im Einzelfall notwendig ist. Auf zahlreichen weiterhin gültigen Aufenthaltserlaubnissen nach § 24 AufenthG steht aufgrund der mehrfachen Verlängerungen nach wie vor das Ablaufdatum 04.03.2024. (siehe Nummer 5)

17. Wie kann ich Geflüchtete aus der Ukraine in meinem Unternehmen bei der Integration unterstützen?

Ob Behördengänge, Schulanmeldung oder Suche nach Wohnung oder Kinderbetreuungsmöglichkeiten – als Arbeitgeber können Sie hier oft mit einfachen Tipps helfen, da die Geflüchteten mit den örtlichen Gegebenheiten nicht vertraut sind. Gerade wenn die neuen Kolleginnen und Kollegen noch nicht so gut Deutsch sprechen, hilft eine Begleitung bei den notwendigen Terminen. Auch eine Einbindung in Freizeitaktivitäten und Sportvereine kann beim Ankommen in Deutschland helfen. Sehr hilfreich kann es sein, der Person im Betrieb einen Paten oder eine Patin zur Seite zu stellen.

18. Links zu weitergehenden Informationen


Diese Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie wird aufgrund der veränderlichen Lage ständig aktualisiert und erweitert.
Veranstaltung am 27.07.2026

Internationale Fachkräfte im Fokus – Strategien für eine starke Region

Der zunehmende Fachkräftemangel und die Notwendigkeit, neue Zielgruppen aus dem Ausland für den Arbeitsmarkt zu erschließen, zählen zu den zentralen Herausforderungen der heutigen und zukünftigen Arbeitswelt. In einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Handwerkskammer und dem Welcome Service Region Stuttgart am 27. Juli 2026 erhalten Unternehmen einen praxisnahen Überblick über Strategien, Berufsanerkennung, Qualifizierungsprogramme und Unterstützungsangebote zur Fachkräftesicherung.
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wird deutlich, wie wichtig es ist, vielfältige Wege der Fachkräftegewinnung und Fachkräftesicherung sichtbar zu machen und zu nutzen. Die Erschließung vorhandener Fachkräftepotenziale gelingt dabei nur durch ein koordiniertes und partnerschaftliches Zusammenwirken aller beteiligten Akteure.
In einem Überblicksvortrag und einer anschließenden Podiumsdiskussion werden die unterschiedlichen Ansätze aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und Erfahrungen aus der Praxis vorgestellt.
Im Anschluss haben Sie die Möglichkeit, sich an Informationsständen u. a. der Agentur für Arbeit, der AWO, der HWK, der IHK und des Welcome Service Region Stuttgart zu individuellen Fragen und konkreten Anliegen rund um Anerkennung, Validierung, Förderung und Berufssprachkurse individuell beraten zu lassen und gezielt über Qualifizierungs-, Anerkennungs- und weitere Unterstützungsangebote zu informieren.
Wann: Montag, 27.07.2026, 13:00 bis 16:00 Uhr
Wo: Handwerkskammer Region Stuttgart, Heilbronner Str. 43, 70191 Stuttgart
Weitere Infos und Anmeldung: über die Anmeldeseite der HWK Region Stuttgart
Anmeldeschluss: 20.07.2026
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Onlinebefragung des BIBB

Generative KI in der Berufsbildung: Ihre Erfahrungen sind gefragt

Generative Künstliche Intelligenz (KI) verändert zunehmend den Alltag in der beruflichen Bildung. Doch wie genau wird sie aktuell eingesetzt? Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich für Ausbildung, Unterricht und Prüfungspraxis? Diesen Fragen geht das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in einer aktuellen, bundesweiten Onlinebefragung nach.

Ihre Erfahrungen sind gefragt

Die Umfrage richtet sich an alle Akteurinnen und Akteure der beruflichen Bildung – egal ob in Betrieben, Berufsschulen, Kammern oder anderen Bildungseinrichtungen tätig. Dabei spielt es keine Rolle, ob bereits umfangreiche Erfahrungen mit generativer KI bestehen oder ob man dem Thema noch zurückhaltend begegnet.
Ziel ist es, ein realistisches Bild davon zu erhalten, wie KI heute den Ausbildungsalltag prägt und welche Entwicklungen sich abzeichnen.

Zentrale Themen der Befragung

Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen unter anderem die Fragestellungen:
  • Wie wird generative KI aktuell in der Praxis genutzt?
  • Welche Veränderungen ergeben sich für Tätigkeiten, Arbeitsweisen und Kompetenzanforderungen?
  • Welche Rolle spielt KI bei Prüfungen und prüfungsnahen Leistungen?
  • Welche Herausforderungen und Hürden bestehen im Einsatz?
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) ist die zentrale Einrichtung des Bundes für die Erforschung und Weiterentwicklung der beruflichen Aus- und Weiterbildung in Deutschland. Es unterstützt Politik und Praxis durch wissenschaftliche Analysen, entwickelt und modernisiert Ausbildungsberufe und stellt wichtige Daten und Statistiken zur Lage des Ausbildungsmarktes bereit.
  • Für die Bearbeitung der Befragung sollten Sie etwa 20 Minuten einplanen. Teilnehmen können Sie direkt auf der Seite des Bundesinstitutes für Berufsbildung. Teilnahmeschluss ist der 24.07.2026
  • Bei Fragen zur Umfrage melden Sie sich bitte beim zuständigen Mitarbeiter im BIBB, Dr. Oliver Nahm, Tel: +49 228 107 2059, oliver.nahm@bibb.de
SCHULEWIRTSCHAFT-Preis 2026

SCHULEWIRTSCHAFT-Preis 2026: „Engagement sichtbar machen!“

Unternehmen und Schul-Unternehmens-Kooperationen, die sich mit besonderem Einsatz für die berufliche Orientierung und die ökonomische Bildung engagieren, können sich ab sofort für den SCHULEWIRTSCHAFT-Preis 2026 bewerben. Der bundesweite Wettbewerb steht unter dem Motto „Engagement sichtbar machen“ und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.
Ausgezeichnet werden vorbildliche Aktivitäten an der Schnittstelle von Schule und Beruf in vier Kategorien:
  • SCHULEWIRTSCHAFT-Unternehmen
  • SCHULEWIRTSCHAFT-Starter
  • Kooperation Schule – Unternehmen
  • Starter-Kooperation Schule – Unternehmen
Gesucht werden Unternehmen sowie Kooperationen, die jungen Menschen praxisnahe Einblicke in die Arbeitswelt ermöglichen und damit einen wichtigen Beitrag zur Berufsorientierung leisten – beispielsweise in den Bereichen digitale Bildung, MINT oder ökonomische Bildung.
Bewerbungsschluss ist der 26. Juli 2026.
Interessierte erhalten weitere Informationen im Rahmen der monatlichen Informationsveranstaltungen von SCHULEWIRTSCHAFT. Dort wird der Bewerbungsprozess sowie die Teilnahmebedingungen vorgestellt.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Bewerbung finden Sie auf der Website von SCHULEWIRTSCHAFT.
Integration in den Arbeitsmarkt

Geflüchtete beschäftigen und ausbilden

Wir geben Ihnen wertvolle Tipps und Hinweise, wenn Sie Geflüchtete in Ihrem Unternehmen beschäftigen möchten. Umfangreiche Unterstützung bei der Ausbildung von Menschen mit Flucht- oder Zuwanderungsgeschichte erhalten Sie durch die Kümmerer im Projekt „Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Zugewanderte“.
Anlaufstellen und Infos
afrikanische Frau und Mann beim Sprachkurs

Viele Unternehmen sind bereit, Geflüchtete zu beschäftigen. Die IHK hilft den Betrieben dabei, Asylbewerber, Asylberechtigte und Geduldete in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu integrieren. Hier finden Sie erste Informationen und Anlaufstellen.

Was können Unternehmen tun?
Das Büroteam schaut auf eine Laptop-Präsentation

Wir haben Infos und Links zusammengestellt, wie Unternehmen Geflüchtete aus der Ukraine unterstützen können, und beantworten Fragen zu deren rechtlichen Lage und Arbeitsmarktzugang in Deutschland – mit aktuellen Infos.

Aufenthaltsverfestigung
Kundenberaterin mit Geflüchtetem im Gespräch

Das Aufenthaltsrecht ermöglicht es Geduldeten, die eine Ausbildung machen bzw. anstreben oder schon länger einer Beschäftigung nachgehen, ihren Aufenthalt zu verfestigen. Geflüchtete und Arbeitgeber erhalten Schutz vor Abschiebung und mehr Sicherheit.

Die IHK unterstützt
junger Migrant in der Fabrik bei der Arbeit an einer Maschine

Interessieren Sie sich für die Ausbildung von Geflüchteten in Ihrem Unternehmen? Hier beantworten wir häufige Fragen dazu und geben erste Tipps und Hinweise.

IHK-Termine
Aufgeschlagener Terminplaner mit Stift

Erfahren Sie mehr zur Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten und Fachkräftezuwanderung aus dem Ausland! Kommen Sie in Kontakt zu potenziellen neuen Mitarbeitenden z. B. bei der Jobmesse für ausländische Fachkräfte, Arbeitskräfte und Auszubildende!

Anlaufstellen, Publikationen
Geschäftsfrau bedient Tablet-PC

Links zu den Themen berufliche Integration von Geflüchteten, Bildung und Sprachkurse, Anerkennung ausländischer Abschlüsse sowie zu psychosozialen Zentren für traumatisierte Geflüchtete.

Angebot für Auszubildende aus dem Ausland

Kurztraining: Deutsch für den Ausbildungsstart

Unternehmen rekrutieren junge Menschen aus Drittstaaten, um hier eine duale Ausbildung durchzuführen. Gute Deutschkenntnisse sind hierfür eine wichtige Basis. Doch gerade in der Zeit zwischen Vertragsabschluss und Einreise bleibt das Deutschlernen häufig auf der Strecke. Die Folge: Das Sprachniveau stagniert oder geht sogar bis zum Ausbildungsstart zurück. Wir bieten Ausbildungsbetrieben zur Überbrückung ein kostenloses Online-Sprachtraining für ihre Auszubildenden aus dem Ausland an – jetzt Plätze sichern!

Was ist das Kurztraining Deutsch für den Ausbildungsstart?

Das Sprachförderangebot „Kurztraining: Deutsch für den Ausbildungsstart“ führt die IHK Region Stuttgart in Kooperation mit dem Goethe-Institut und dem „NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ durch. Es wendet sich an Ausbildungsbetriebe, die junge Menschen aus Drittstaaten ausbilden, und findet online noch vor deren Einreise nach Deutschland statt.
Ziel ist es, die Azubis zwischen Vertragsabschluss und Einreise nach Deutschland zu motivieren, ihre Deutschkenntnisse – insbesondere das mündliche Ausdrucksvermögen – nach bestandener B1-Prüfung weiter auszubauen. Zusätzlich erhalten die Azubis einen Überblick über das duale Ausbildungssystem, das (Alltags-)Leben in Deutschland, Fördermöglichkeiten und die Möglichkeit, sich mit anderen Azubis, die ebenfalls in die Region einreisen, zu vernetzen.
Bitte beachten Sie: Das Kurztraining ersetzt keinen zertifizierten Sprachkurs. Weitere Sprachfördermaßnahmen (auch ausbildungsbegleitend in Deutschland) werden empfohlen. Wir empfehlen ein Sprachniveau von B2 für die Ausbildung.
  • Ihre Azubis starten sprachlich sicherer in die Ausbildung
  • weniger Missverständnisse im Arbeitsalltag
  • bessere Integration in Betrieb und Berufsschule

Das Programm im Überblick

  • Zielgruppe:
    • Auszubildende aus Drittstaaten mit Sprachniveau B1/B2
    • Ausbildungsstart: August/September 2026
    • die Teilnehmenden befinden sich während des Sprachtrainings noch im Ausland
  • Format:
    • online in kleinen Klassen
    • 5 Live-Trainings à 120 Minuten via Zoom (Themen: Kommunikation im Betrieb und in der Berufsschule)
    • einmal 90 Minuten „Gemeinsam Ankommen: Ausbildung, Leben & Lernen in Deutschland“ durch die IHK Region Stuttgart und das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge (mit Community-Building zwischen den Azubis)
    • die Trainings laufen bis September 2026
  • Kosten: das Angebot ist kostenfrei für Sie als Ausbildungsbetrieb und Ihre angehenden Azubis – jede/r Azubi kann das Sprachtraining nur einmal besuchen

Anmeldung

Die Anmeldung ist nur über die Ausbildungsbetriebe möglich.
Fragen zur Anmeldung oder zum Programm?

Wir bedanken uns herzlich beim Integrationsteam der IHK für München und Oberbayern für die Entwicklung der Formatidee. Das Angebot wird über das Goethe-Institut vom Asyl-, Integrations- und Migrationsfond (AMIF) kofinanziert. Für die Fördernachweise sind im Rahmen der Anmeldung Angaben zu den Teilnehmenden erforderlich. Weitere Informationen zum Projekt und weitere kostenlose Projekt-Angebote finden Sie beim Goethe-Institut.
Migration und Integration

Aktuelle Veranstaltungen

Workshops, Seminare und Arbeitskreise bieten Ihnen – in Präsenz oder online – aktuelle Informationen und Praxistipps zur Ausbildung und Beschäftigung von Geflüchteten und Zugewanderten sowie rund um die Fachkräfteeinwanderung. Bei unseren Jobmessen können Sie Kandidatinnen und Kandidaten kennenlernen. Melden Sie sich an!
Mitarbeiterin beim Webinar
Recruiting Days vom 01.12. bis 03.12.2026

Lernen Sie bei den virtuellen Recruiting-Days des Projekts „Hand in Hand for International Talents“ Fachkräfte aus den Bereichen Elektro, Metall und Mechatronik, Fachinformatik oder Hotellerie/Gastronomie kennen.

junger Mirgant in Fabrik
Nächster Termin 03.03.2027

Der IHK-Arbeitskreis tauscht sich über aktuelle Entwicklungen und Erfahrungen rund um Ausbildung und Beschäftigung von Zugewanderten und Geflüchteten aus. Vertreten sind Unternehmen, Institutionen und weitere Arbeitsmarktakteure. Machen Sie mit!

Junge Frau berät zwei Ausländer.
Fachkräfteallianz Region Stuttgart

Auf der Jobmesse für ausländische Fach-, Arbeitskräfte und Auszubildende können Unternehmen erste Kontakte zu Bewerberinnen und Bewerbern knüpfen. Interessierte Arbeitgeber können sich bei uns melden.

lächelnde Unternehmerin
Workshops, Seminare und Termine

Hier erhalten Sie eine Übersicht über IHK-Veranstaltungen zu Themen der Fachkräftesicherung ab Oktober 2026.

Vielfalt am Arbeitsplatz

Diversity Management und Willkommenskultur fördern

Vielfalt managen

Diversity Management ist ein wichtiges Zukunftsthema – für Politik und Gesellschaft genauso wie für die Wirtschaft. Die Belegschaften werden älter, internationaler und vielfältiger. Die Vielfalt der Belegschaft als Erfolgsfaktor erkennen, fördern, wertschätzen – und dadurch wirtschaftliche Erfolge steigern, das ist der Grundgedanke von Diversity Management. Es gilt, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen ist. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität, aber auch zum Beispiel von Familienstand, Berufserfahrung, Ausbildung oder Betriebszugehörigkeit.

Internationale Fachkräfte integrieren

Kulturelle Vielfalt am Arbeitsplatz zahlt sich aus: Eine vielfältige Belegschaft führt zu neuen Perspektiven, kreativen Lösungsstrategien, Innovationen oder neuen Märkten. Eine entsprechende Willkommenskultur im Unternehmen erleichtert es, die vielfältigen Potenziale der Beschäftigen unterschiedlicher Herkunft einzusetzen.
Wichtig ist ein gutes Onboarding für einen erfolgreichen Start im Betrieb. Um die neuen Kollegen/-innen zu integrieren und langfristig ans Unternehmen zu binden, muss sich auch die Stammbelegschaft auf kulturelle Unterschiede einstellen und kann ggf. durch interkulturelle Sensibilisierung und Trainings mitgenommen werden.
Die zunehmende Internationalität der Kunden bewirkt, dass die interkulturelle Kompetenz der Belegschaft zum wichtigen Wettbewerbsfaktor wird. Hochqualifiziertes Personal aus dem Ausland lässt sich leichter anwerben und halten, wenn der Arbeitgeber sich um dessen Integration bemüht.

Diversity-Maßnahmen

Diversity-Maßnahmen können
  • das Firmenimage verbessern
  • die Innovationsfreude und Kreativität erhöhen
  • die Gewinnung und Bindung hochqualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erleichtern
  • die Kundenzufriedenheit erhöhen
  • die Fluktuationsrate verringern
  • den Marktzugang erleichtern

Beispiele für Maßnahmen

  • Offene und wertschätzende Unternehmenskultur/Leitbild/Verhaltenskodex einführen und pflegen
  • Führungskräfte für Diversity Management sensibilisieren und eine entsprechende Führungskultur etablieren
  • Lebensphasenorientierte und familienbewusste Personalpolitik betreiben
  • Arbeitsplätze und -umgebung behinderten- und alter(n)sgerecht gestalten
  • Stellenausschreibungen überprüfen und anpassen
  • Onboarding professionalisieren (Vorbereitungs-, Orientierungs-, Integrationsphase)
  • Teamzusammensetzung optimieren (gemischte Teams)
  • Tandems einführen (verschiedene Kulturen, Alter etc.)
  • Sensibilitäts- und Kompetenztrainings durchführen
  • Sprachkurse anbieten, Sprachförderung betreiben
  • Kultursensibles Speisenangebot in der Kantine bereitstellen
  • Feiertage respektieren, Fastenzeiten berücksichtigen, Gebetspausen ermöglichen
  • Gemeinsame Unternehmungen der Belegschaft durchführen
  • Ggf. gemeinsam an Wettbewerben und Aktivitäten teilnehmen
  • Kommunikation nach innen wie nach außen betreiben
  • Netzwerke knüpfen und pflegen

Internetangebote und Publikationen

Eine Vielzahl praktischer Anregungen, wie durch Personalrekrutierung und Personalentwicklung das Potenzial unterschiedlicher Menschen in der Belegschaft genutzt werden kann, bietet das Webportal des Vereins „Charta der Vielfalt“. Die Initiative will die Vielfalt in Unternehmen und Institutionen fördern.
Die Fachstelle „Übergänge in Ausbildung und Beruf (überaus)“ bietet in einem Dossier über Sprache und Kultur in der Ausbildung Videos zu interkulturellen Konflikten aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Allgemeine Leitfäden und Tools zu Diversity Management und Willkommenskultur

Begegnung von Vorurteilen im Unternehmen

Ankommen, Onboarding und Einarbeitung im Unternehmen

Religion

IHK-Weiterbildungen und weitere Qualifizierungen

Die IHK-Organisation bietet folgende Zertifikatslehrgänge an, mit denen man sich qualifizieren kann, um die Integration internationaler Fach- und Führungskräfte im Unternehmen zu unterstützen – weitere Infos dazu gibt es bei der DIHK Bildungs gGmbH:
Im Internet finden Sie neben den Anbietern der IHK-Zertifikatslehrgänge zahlreiche Anbieter interkultureller Trainings und weiterer Formate zum Erlernen interkultureller Kompetenzen und zur Einführung eines Diversity Managements.
Kleine und mittlere Unternehmen aus Baden-Württemberg können sich zudem an das Projekt klever-iq.de im Förderprogramm IQ (Integration durch Qualifizierung) wenden, das Beratungen und Fortbildungen anbietet.
Veranstaltung am 08.07.2026

Snack & Connect – Impulse zur Ernährungsbildung junger Erwachsener

Am Mittwoch, 8. Juli 2026 lädt das Landeszentrum für Ernährung Baden-Württemberg (LErn BW) zu „Snack & Connect“ ins futurum nach Stuttgart ein. Von 16:30 bis 20:00 Uhr dreht sich alles um Impulse und Austausch zur Ernährungsbildung junger Erwachsener.
Der Fokus der kostenfreien Veranstaltung liegt auf dem Austausch zwischen Personen, Institutionen und Expertinnen und Experten, die ansprechende und wirkungsvolle Ernährungsbildungskonzepte für junge Erwachsene ermöglichen und anbieten möchten.
In Impulsvorträgen werden relevante Themen wie Kommunikationsvorlieben der Generation Z, Subjektorientierung als ein Leitprinzip der Ernährungsbildung und Ernährungstrends auf Social Media behandelt. Diese können im Anschluss in Diskussions- und Austauschrunden (Connections) vertieft werden. Hier gibt es Raum für Nachfragen und es können persönliche Erfahrungen, Herausforderungen und Lösungsansätze geteilt und diskutiert werden.
Ein leckeres Fingerfood-Buffet, Vernetzungsmöglichkeiten und eine anregende Ausstellung runden den Abend ab.

Die Anmeldung zur Veranstaltung ist auf der Seite des Landeszentrum für Ernähung Baden-Württemberg möglich.
Ausbildung

Juni ist TZA-Monat – Veranstaltungen zur Teilzeitausbildung in Baden-Württemberg

Vom Netzwerk Teilzeitausbildung Baden‑Württemberg
Im Juni finden landesweit zahlreiche Veranstaltungen rund um das Thema Teilzeitausbildung statt. Über 200 Mitglieder des Netzwerks Teilzeitausbildung Baden‑Württemberg sowie deren Kooperationspartner*innen bieten in ganz Baden‑Württemberg vielfältige Informations‑, Austausch‑ und Beratungsformate an.
Informieren Sie sich über die Angebote vor Ort und kommen Sie mit Betrieben und Beratungsstellen ins Gespräch.
Weitere Informationen und die Übersicht aller Veranstaltungen finden Sie hier:
https://netzwerk-teilzeitausbildung-bw.de/tza-bw/Netzwerk-Teilzeitausbildung/TZA-Monat/
Anlässlich seines Jubiläums lädt das Netzwerk Teilzeitausbildung Baden‑Württemberg am 30. Juni 2026 zu einer Jubiläumsveranstaltung im Haus der Wirtschaft ein. Die Einladung finden Sie unter folgendem Link:
Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an das Netzwerk Teilzeitausbildung Baden‑Württemberg, c/o LAG Mädchen*politik Baden-Württemberg.
Veranstaltung am 29.07.2026

Fortbildung gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz – Handlungssicherheit für Personalverantwortliche

Diskriminierende Sprüche oder Gesten stören nicht nur das Miteinander im Betrieb – sie gefährden den Betriebsfrieden.
Gerade Personal- und Ausbildungsverantwortliche tragen hier eine besondere Verantwortung.
Doch wie reagiert man wirksam und souverän?
Antworten auf diese und weitere Fragen erhalten Sie kostenfrei:
Termin: Mittwoch, 29. Juli 2026
Uhrzeit: 9:30 – 16:30 Uhr
Ort: Südwestmetall, Look 21, Türlenstraße 2, 70199 Stuttgart
Anmeldung: www.swm-direkt.de/gegenDiskriminierung
Passwort: WS07
Gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und in Kooperation mit der IHK Region Stuttgart vermittelt Südwestmetall praktische und wirksame Handlungsmethoden und bietet Ihnen die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch.

Inhalte der Fortbildung:
  • Was ist Diskriminierung – und wie äußert sie sich im Arbeitsalltag?
  • Praktische Handlungsoptionen bei abwertendem Verhalten
  • Strategien entwickeln für diskriminierende Situationen im Ausbildungs- und Berufsleben
  • Erfahrungsaustausch mit anderen Führungskräften und Ausbildungsverantwortlichen
Ziel: Handlungssicherheit für ein respektvolles, diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld. Die erfahrenen Referenten der Landeszentrale für politische Bildung führen durch den Tag.
Modernisierte Zusatzqualifikation

Internationales Wirtschaftsmanagement mit Fremdsprachen und digitaler Wirtschaftskompetenz

Die IHK Region Stuttgart hat einen wichtigen Schritt zur Weiterentwicklung der Zusatzqualifikation „Internationales Wirtschaftsmanagement mit Fremdsprachen“ unternommen. Mit Beschluss des Berufsbildungsausschusses im November 2025 wurde die Rechtsvorschrift umfassend modernisiert – mit dem Ziel, die Ausbildung noch stärker an den Anforderungen einer zunehmend digitalisierten globalen Wirtschaft auszurichten.

Einladung zur Info-Veranstaltung

Zur Vorstellung der neuen Zusatzqualifikation lädt die IHK Region Stuttgart herzlich ein:
Mittwoch, 20. Mai 2026
14:00 Uhr
Virtuelle Informationsveranstaltung
Anmeldungen erfolgen direkt über das Anmeldeformular.

Warum eine Modernisierung notwendig war

Ausbildungsunternehmen signalisierten in den vergangenen Jahren einen klaren Bedarf: Internationale Geschäftsprozesse erfordern heute weit mehr als Fremdsprachenkenntnisse und betriebswirtschaftliches Verständnis. Digitale Tools, Datenanalysen und moderne Kommunikationsformen prägen den Arbeitsalltag – Fähigkeiten, die in der bisherigen Zusatzqualifikation nur teilweise berücksichtigt waren.
Die neue Fassung stellt nun sicher, dass Auszubildende optimal auf internationale, digital geprägte Arbeitsumfelder vorbereitet werden.

Die wichtigsten Neuerungen im Überblick

Stärkere digitale Ausrichtung

Die modernisierten Inhalte umfassen künftig unter anderem:
  • Business Intelligence
  • Medien zielorientiert gestalten und kollaborativ einsetzen
  • Digitale Trends erkennen und anwenden
Damit erwerben Auszubildende digitale Kompetenzen, die im internationalen Wirtschaftskontext zunehmend unverzichtbar sind.

Optimiertes Prüfungsverfahren

Neu ist ein Fachgespräch im Prüfungsbereich „Digitale Wirtschaftskompetenz“, das den Praxistransfer digitaler Fähigkeiten noch besser abbildet.

Neuer offizieller Titel

Die Zusatzqualifikation trägt nun den erweiterten Titel:
„Internationales Wirtschaftsmanagement mit Fremdsprachen und digitaler Wirtschaftskompetenz“
Sie steht Auszubildenden folgender Berufe offen:
  • Industriekaufmann/-frau
  • Kaufmann/-frau für Groß- und Außenhandelsmanagement
  • Kaufmann/-frau für Büromanagement

Inkrafttreten und erste Prüfungen

Die modernisierte Rechtsvorschrift ist seit 31.12.2025 gültig.
Prüfungen nach der neuen Regelung finden erstmals im Winter 2027/2028 statt.
Auszubildende, die im September 2025 ihre Ausbildung begonnen haben, werden bereits nach den aktualisierten Lerninhalten unterrichtet.

Weitere Informationen und Unterstützung

Lesen Sie die vollständige Rechtsvorschrift auf unserer Homepage.
Veranstaltung am 29.04.2026

Jubiläum – 10 Jahre Kümmerer Projekt

Seit vielen Jahren setzen sich die „Kümmerinnen und Kümmerer“ mit großem Einsatz dafür ein, Menschen und Betriebe zusammenzubringen, Perspektiven zu schaffen und Integration in Ausbildung und Arbeit erfolgreich zu begleiten. Dieses besondere Engagement ist ein guter Anlass, innezuhalten, zurückzublicken und nicht zuletzt, nach vorne zu schauen.
Bei der Jubiläumsveranstaltung der Kümmerer erwarten Sie inspirierende Einblicke in die Arbeit des Programms und Raum für Austausch und Vernetzung. Lernen Sie Menschen kennen, die das Projekt geprägt haben, hören Sie Erfolgsgeschichten und diskutieren Sie, welche Impulse und Chancen sich für die Zukunft ergeben.
Die Veranstaltung richtet sich an Unternehmen, Projektbeteiligte, Netzwerkpartner und alle, die sich für Fachkräftesicherung, Ausbildung und Integration interessieren – kompakt, informativ und mit genügend Zeit für Gespräche in angenehmer Atmosphäre.

Veranstaltungsdetails

Datum: Mittwoch, 29. April 2026
Uhrzeit: 16:00 bis 18:00 Uhr
Ort: Landratsamt Esslingen, Großer Sitzungssaal
Alle Informationen zur Veranstaltung sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf der offiziellen Anmeldeseite.
Neuer Sprachflyer des NUiF

Kleines Wörterbuch für den Tiefbau

Mit seinen Sprachflyern erleichtert das „NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ (NUiF) den Berufseinstieg für Geflüchtete und Zugewanderte.
Das NUiF hat gemeinsam mit einem Tiefbauunternehmen einen praktischen und handlichen Vokabelflyer für Mitarbeitende im Tiefbau erstellt. Der Flyer enthält die zentralen Fachbegriffe in 14 Sprachen und im kompakten Format zum Mitnehmen.
Ob als Lernhilfe für den Einstieg oder als Unterstützung im Arbeitsalltag: Der Flyer ist ein hilfreiches Werkzeug zum Erlernen der Fachsprache und um Sprachbarrieren im Team zu überwinden.
Hier geht es zu den Sprachflyern in den unterschiedlichen Sprachfassungen:
Das NUiF hat zahlreiche weitere Sprachflyer für die Bereiche Bäckereihandwerk, Büro, Bus- & Berufskraftfahrer/-innen, Digital- & IT-Branche, Elektrobranche, Erziehungswesen, Floristik, Friseurhandwerk, Garten-, Landschafts- & Sportplatzbau, Gastronomie, Hotellerie & Touristik, Gebäudereinigung, Handel, Kfz-Mechatroniker/-innen, Lager & Logistik, Maler & Lackierer, Metallbau, Pflege, Post & Zustellung, Schweißen, Textilindustrie erstellt. Sie können auf der NUiF-Website heruntergeladen oder als Papierflyer bestellt werden.

Ausbildung

Modernisierung der Bauberufe ab dem 1. August 2026

Die Neuordnung der Ausbildungsberufe in der Bauwirtschaft wurde im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Damit ist das bisher größte Neuordnungsverfahren mit insgesamt 19 Ausbildungsordnungen abgeschlossen. Die Neuordnung tritt erst zum 1. August 2026 in Kraft.
Die größte Neuerung besteht in der Einführung der gestreckten Abschlussprüfung bei den 16 dreijährigen Ausbildungsberufen. Somit wird die bisherige Zwischenprüfung aufgewertet. Das Ergebnis der Abschlussprüfung Teil 1 fließt in die Gesamtnote der Abschlussprüfung ein.
Die drei zweijährigen Ausbildungsberufe Tief-, Hoch- und Ausbaufacharbeiter werden mit dem sogenannten Anrechnungsmodell ausgestattet. Dies bedeutet, dass die Auszubildenden des zweijährigen Berufs und die des dreijährigen Berufs nach zwei Jahren an derselben Prüfung teilnehmen. In der konkreten Prüfungssituation vor Ort kann nicht unterschieden werden, ob jemand eine Abschlussprüfung eines zweijährigen Berufes absolviert oder ob es sich um eine Teil 1 Abschlussprüfung im Rahmen einer dreijährigen Ausbildung handelt. Hinsichtlich der Inhalte und Methoden sind die Prüfungsanforderungen identisch. Die umfassende Revision der Ausbildungsinhalte wurde insbesondere vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit, des Klimaschutzes und der Digitalisierung durchgeführt.

Verordnungen

Auf der Seite des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) finden Sie weiterführende Informationen und die aktuellen Ausbildungsverordnungen in der Bauwirtschaft.

Veranstaltung

Gerne lädt Sie die IHK Region Stuttgart in Kooperation mit der DIHK herzlich zu einer kostenlosen digitalen Informationsveranstaltung ein.
Inhalte der Veranstaltung:
  • Neuordnung von 19 Bauberufen
  • Einführung der gestreckten Abschlussprüfung
  • Anrechnungsmodell und Anschlussfähigkeit der zweijährigen Ausbildungsberufe
Termin:
  • Freitag, 06.02.2026 von 10:00 bis 12:00 Uhr
In unserer Veranstaltungsdatenbank können Sie sich anmelden.

Bei weitergehenden Fragen zur Umsetzung stehen Ihnen Ihre Ausbildungsberaterinnen und Ausbildungsberater der IHK Region Stuttgart gerne zur Verfügung.

Webinarreihe des NUiF ab 20.01. bis 17.03.2026

Was Sie über die Beschäftigung Geflüchteter wissen müssen

Geflüchtete können helfen, den Fachkräftemangel im Unternehmen abzumildern. Bei ihrer Ausbildung oder Beschäftigung gibt es jedoch einige Punkte zu beachten.
In neun kurzen Webinaren des „NETZWERKs Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ können interessierte Unternehmen jetzt die wichtigsten Regelungen kennenlernen – von der Ausbildungs-Aufenthaltserlaubnis über Mitwirkungspflichten und Identitätsklärung bis hin zur Einbürgerung.
Jeweils von 10:00 bis 10:30 Uhr sind folgende Termine vorgesehen:
  • 20. Januar: Wer darf wann arbeiten?
  • 27. Januar: Ausbildungs-Aufenthaltstitel für Geduldete & Ausbildungsduldung
  • 3. Februar: Wohnsitzauflage und Residenzpflicht
  • 10. Februar: Geflüchtete aus der Ukraine: Titelwechsel zur Aufenthaltsverfestigung
  • 17. Februar: Mitwirkungspflichten und Identitätsklärung
  • 24. Februar: Niederlassungserlaubnis und Daueraufenthalt-EU (Zielgruppe Geflüchtete)
  • 3. März: Einbürgerung: Chancen und Verfahren im Überblick
  • 10. März: Auszubildende aus Drittstaaten: Rechtliche Grundlagen und praktische Tipps
  • 17. März: Umgang mit Diskriminierung und Rassismus: Handlungsmöglichkeiten für Unternehmen
Im Anschluss an jeden Termin bietet das NUiF optional eine Fragerunde von 10:30 bis 11:00 Uhr an.

Das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge ist eine Initiative der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.
Informationspflicht seit 1. Januar 2026

Faire Integration: Neue Pflicht für Arbeitgeber

Seit 1. Januar 2026 gibt es im Zusammenhang mit der Fachkräftegewinnung aus Drittstaaten eine neue Pflicht für Arbeitgebende. Sie müssen spätestens am ersten Tag der Arbeitsleistung auf die Möglichkeit einer unentgeltlichen Information oder Beratung zu arbeits- und sozialrechtlichen Fragen durch die Beratungsstellen „Faire Integration“ hinweisen. Hier finden Sie Informationen des Bundesarbeitsministeriums für Sie als Arbeitgeber und zur Verwendung für Ihre Beschäftigten.
Grundlage für die neue Arbeitgeberpflicht ist § 45c AufenthG, der am Jahresanfang 2026 in Kraft getreten ist. Die neue Regelung gilt für Drittstaatler, die ab dem 01.01.2026 die Arbeit bzw. betriebliche Ausbildung in Ihrem Unternehmen aufnehmen.
  • Arbeitgeber mit Sitz in Deutschland
  • Abschluss eines Arbeits- oder Ausbildungsvertrags mit einem Drittstaatsangehörigen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Ausland
  • Beschäftigung soll in Deutschland erfolgen
  • Beschäftigte müssen spätestens am ersten Tag der Arbeitsleistung informiert werden; eine rechtzeitige Meldung muss belegt werden können
  • Information muss in Textform (z. B. E-Mail, Vertragsanlage, Brief) erfolgen
  • Inhalte der Information:
    • Hinweis auf die Möglichkeit einer kostenlosen Information oder Beratung zu arbeits- und sozialrechtlichen Themen nach § 45b Absatz 1 Satz 1 und 2 AufenthG (Beratungsangebot „Faire Integration“)
    • Angabe von aktuellen Kontaktdaten der vom Arbeitsplatz nächstgelegenen Beratungsstelle
Zur Erfüllung Ihrer Arbeitgeberpflicht können Sie folgendes Informationsblatt verwenden – zur Verfügung gestellt vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS):

Informationsblatt für Arbeitnehmende (pdf)

Das Informationsblatt in weiteren Sprachen (Englisch, Arabisch, Türkisch, Ukrainisch, Russisch) finden Sie auf der Webseite von „Faire Integration“.

  • Arbeitsvertrag
  • Lohn, Mindestlohn
  • Arbeitszeit, Urlaub, Krankheit
  • Abmahnung, Kündigung
  • Leiharbeit, Saisonarbeit
  • Sozialversicherungen (Kranken-, Renten-, Unfallversicherung etc.)
  • Rechte und Pflichten von Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden

„Faire Integration“ ist ein bundesweites, unentgeltliches und mehrsprachiges Beratungsangebot für Drittstaatsangehörige. Das Angebot richtet sich an Drittstaatsangehörige, die sich bereits in Deutschland befinden oder in Deutschland arbeiten möchten.
Übersicht der Beratungsstellen: www.faire-integration.de/beratungsstellen
Rückfragen zu Standorten oder Struktur von „Faire Integration“: Fachstelle Faire Integration, ffi@iq-consult.de

Potenziale nutzen, Fachkräfte finden

Inklusion von Menschen mit Behinderung im Betrieb

Auch (schwer)behinderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können auf dem richtigen Arbeitsplatz voll einsatzfähig sein. Viele Unternehmen schätzen das besondere Engagement sowie die hohe Motivation und Zuverlässigkeit dieser Fachkräfte.

Rechtliche Hinweise

Schwerbehinderten Menschen kommt im Arbeitsleben eine Reihe von besonderen Schutzvorschriften zugute. Wir informieren Sie, was bei der Beschäftigung schwerbehinderter Menschen zu beachten ist.

Ausbildungsberufe für Menschen mit Behinderung

Junge Menschen, für die wegen Art und Schwere ihrer Behinderung eine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf nicht in Betracht kommt, haben die Möglichkeit, eine angepasste Fachpraktiker-Ausbildung zu absolvieren. Außerdem können sie einen Nachteilsausgleich bei Prüfungen erhalten.

Wichtige Anlaufstellen

Wer schwerbehinderte Menschen beschäftigt, bekommt finanzielle Unterstützung und kompetente, umfangreiche Beratung und Begleitung durch die Arbeitsagentur, das Inklusions- und Integrationsamt des Kommunalverbandes für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) und seine Inklusions- und Integrationsfachdienste (IFD).
Eine Lotsenfunktion übernehmen die Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber (EAA). Sie informieren, beraten und unterstützen Arbeitgebende bei der Ausbildung, Einstellung und Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Sie sind in Baden-Württemberg bei den Inklusions- und Integrationsfachdiensten angesiedelt.
  • Maßnahme bei einem Arbeitgeber: Praktikum zur Eignungsabklärung
  • Ausbildungszuschuss für Rehabilitanden und schwerbehinderte Menschen: Zuschuss für die gesamte Dauer der betrieblichen Ausbildung
  • Probebeschäftigung: Übernahme des Arbeitsentgelts und der Sozialversicherungsbeiträge für bis zu drei Monate
  • Eingliederungszuschuss für Rehabilitanden und schwerbehinderte Menschen sowie besonders betroffene schwerbehinderte Menschen: Zuschuss zu den Lohnkosten
  • Technische Hilfen: Arbeitsplatzausstattung die wegen Art oder Schwere der Behinderung zur Berufsausübung erforderlich ist
  • Sonstige Hilfen: Kfz-Hilfe, Arbeitsassistenz
  • Ansprechstelle: Arbeitgeberservice oder kostenlose Arbeitgeberhotline unter Telefon 0800 4555520
  • Behindertengerechte Gestaltung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen (hier steht ein technischer Fachdienst zur Verfügung)
  • Finanzielle Zuschüsse für die Neuschaffung und Einrichtung von Arbeitsplätzen für schwerbehinderte Mitarbeitende
  • Lohnkostenzuschüsse für Arbeitgeber bei Minderleistung von schwerbehinderten Mitarbeitenden oder wenn eine Betreuung am Arbeitsplatz erforderlich ist
  • Besonderer Kündigungsschutz
  • Ausgleichsabgabe
  • Passgenaue Vermittlung behinderter Arbeitskräfte, Beratung bei Auswahl und Einarbeitung
  • Beratung über finanzielle Zuschüsse bei Einstellung schwerbehinderter Menschen
  • Beratung und Unterstützung bei Leistungsschwierigkeiten, längerer Erkrankungen, Konflikten am Arbeitsplatz, sozialen Anpassungsproblemen, Kommunikationsschwierigkeiten, Abmahnungen, drohender Kündigung

Hilfreiche Informationen

  • REHADAT ist ein Informationsangebot zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung – getragen von den Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen, den Integrationsämtern, der Bundesagentur für Arbeit, dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales und vielen weiteren Organisationen. Informiert wird zu Aspekten wie Hilfsmittel, Praxisbeispiele, Rechtliches, Kontaktdaten, Literatur, Forschung, Statistik, Werkstätten, Ausgleichsabgabe und Weiterbildung.

  • Die Seite Inklusion am Arbeitsplatz des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung KOFA enthält Informationen, Handlungsempfehlungen und Checklisten zu den Themen Kontakt und Rekrutierung, Ausbildung sowie Beschäftigung von Menschen mit Behinderung.
Ausbildung

Digitales Berichtsheft

Bitte beachten!

Wir bedauern, dass das Digitale Berichtsheft im Portal “meine IHK digital” zum 31. Dezember 2026 eingestellt und ab diesem Zeitpunkt nicht mehr angeboten wird.
Wichtig: Für die Zulassung zur Abschlussprüfung ist das ordnungsgemäße Führen des Ausbildungsnachweises weiterhin verpflichtend.
Sollte die Ausbildungszeit über diesen Termin hinausgehen, müssen die Auszubildenden ihr Berichtsheft rechtzeitig vor Ablauf exportieren und lokal abspeichern, um es anderweitig weiterführen zu können.
Im Internet gibt es verschiedene Anbieter von digitalen Berichtsheften. Aufgrund der Vielfalt der Angebote können wir keine Empfehlung aussprechen. Wir empfehlen, dass ein digitales Tool folgende Funktionen beinhaltet.
Funktionen eines digitalen Berichtshefts:
  • Führen des Berichtshefts auf Tages- und Wochenbasis in Stichpunkt- oder Freitextform
  • Online-Einreichung von Berichtsheftwochen an die/den Ausbilderin/Ausbilder zur Freigabe
  • Anhänge und Kommentare zu den Berichtshefteintragungen
  • Wenn möglich: Tracking des Ausbildungsfortschritts für Ausbilderinnen/Ausbilder und Auszubildende
  • Stundenangaben sind optional
Selbstverständlich können die Ausbildungsnachweise auch in herkömmlicher Weise geführt werden. Auf dieser Internetseite finden Sie auch weitere Informationen zum Führen des schriftlichen und elektronischen Berichtshefts.
Falls Sie das Digitale Berichtsheft bereits nutzen, ist es noch bis 31.12.2026 für Sie erreichbar:

Login für Unternehmensadministratoren: Self Service Portal
Login für Auszubildende, Ausbilder, Ausbildungsbeauftragte: meine IHK digital (https://meineihk.service.ihk.de)

Anleitungen

Ein Handbuch speziell für die Nutzung des Serviceportals und der Online-Berichtsheftfunktion stehen Ihnen auf der Hilfeseite zur Verfügung.
Fiktionswirkung und -bescheinigung

Abgelaufene Aufenthaltstitel und Weiterbeschäftigung

Generell gilt bei Drittstaatlern: ohne entsprechende gültige Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis keine Beschäftigung! Für spezielle Fälle gibt es Ausnahmen. Wir zeigen Ihnen, wann eine Weiterbeschäftigung trotz eines abgelaufenen Aufenthaltstitels möglich ist und wann nicht.
Das Ministerium der Justiz und für Migration Baden-Württemberg hat für Arbeitgebende und Betroffene ein Merkblatt zur Fiktionswirkung bei Anträgen auf Erteilung bzw. Verlängerung von Aufenthaltstiteln herausgegeben. In unserem Artikel finden Sie die wichtigsten Infos. Daneben geben wir Hinweise zum Sonderfall des § 24 AufenthG für Geflüchtete aus der Ukraine.
Bitte beachten: Eine Duldung ist kein Aufenthaltstitel. Mit einer abgelaufenen Duldung ist eine Weiterbeschäftigung nicht möglich.

Fortgeltungsfiktion – Erwerbstätigkeit im gleichen Umfang erlaubt

Wird eine Aufenthaltserlaubnis nicht rechtzeitig von der Ausländerbehörde (ABH) verlängert oder nicht vor Ablauf des entsprechenden Einreisevisums ausgestellt, kann der/die ausländische Mitarbeitende unter bestimmten Voraussetzungen weiterbeschäftigt werden und muss nicht vom Arbeitgeber freigestellt werden.
Dafür ist entscheidend,
  1. dass die Person bereits über einen Aufenthaltstitel verfügte, der eine Beschäftigung erlaubt (möglich sind Aufenthaltstitel gemäß Auflistung in § 4 Abs. 1 AufenthG mit Ausnahme des Schengenvisums), und
  2. dass der Antrag bei der zuständigen ABH rechtzeitig vor Ablauf dieses Aufenthaltstitels gestellt wurde.
Dann tritt die so genannte Fortgeltungsfiktion (§ 81 Abs. 4 AufenthG) ein, die den Antragstellenden so stellt, als würde sein „alter“ (abgelaufener) Aufenthaltstitel fortgelten, bis die ABH über den Antrag entschieden hat. Somit kann die Beschäftigung – im gleichen Umfang wie vorher erlaubt – weiter ausgeübt werden. War im abgelaufenen Aufenthaltstitel beispielsweise eine Arbeitgeberbindung oder eine bestimmte Tätigkeit eingetragen, ist dies weiterhin zu beachten.
Um diese Fiktionswirkung zu bescheinigen, kann die ABH eine so genannte Fiktionsbescheinigung ausstellen. Die Fiktionswirkung gilt aber unabhängig von der Fiktionsbescheinigung.
Liegt keine gültige Fiktionsbescheinigung vor, kann der Nachweis über die rechtzeitige Antragstellung anderweitig erbracht werden: der bzw. die Antragstellende sollte die E-Mail bzw. den Screenshot des elektronischen Antrags- oder Terminbuchungsformulars an die ABH sowie die automatische Eingangsbestätigung der ABH aufbewahren. Diese sollte sich der Arbeitgeber unbedingt vorlegen lassen, bevor die Weiterbeschäftigung erfolgt. Zudem empfiehlt es sich, dass die Person diese Nachweise zusammen mit dem abgelaufenen Aufenthaltstitel mit sich führt.
→ Infos zu Fortgeltungsfiktion und Beschäftigung siehe Merkblatt des Justizministeriums (pdf) unter II. und IV.
Bei einem Zweckwechsel von einer Ausbildung in eine Beschäftigung beachten Sie bitte die Hinweise in unserem Artikel Nahtloser Übergang von der Ausbildung in den Job

Während der Gültigkeitsdauer der Fiktionsbescheinigung sind die Ausreise ins Ausland und eine anschließende Wiedereinreise nach Deutschland möglich – ggf. sind dabei abweichende Regelungen ausländischer Staaten zu beachten.
Achtung: Mit einer abgelaufenen Fiktionsbescheinigung ist eine Wiedereinreise nach Deutschland nicht möglich!
→ Infos zur Reisetätigkeit siehe Merkblatt des Justizministeriums (pdf) unter V.

Erlaubnisfiktion – Erwerbstätigkeit nicht erlaubt

Von der Fortgeltungsfiktion unterscheidet sich die so genannte Erlaubnisfiktion (§ 81 Abs. 3 AufenthG). Diese tritt ein, wenn eine Person mit Drittstaatsangehörigkeit einen Antrag auf eine Aufenthaltserlaubnis stellt, die sich ohne Aufenthaltstitel rechtmäßig in Deutschland aufhält (z. B. bei visumbefreiter Einreise). Die Erlaubnisfiktion stellt lediglich den weiteren rechtmäßigen Aufenthalt in Deutschland sicher. Eine Erwerbstätigkeit ist nicht erlaubt. Eine Ausreise ins Ausland und eine anschließende Wiedereinreise nach Deutschland sind i. d. R. nicht möglich.
→ Infos zu Erlaubnisfiktion und Beschäftigung siehe Merkblatt des Justizministeriums (pdf) unter I. und IV.

Wichtig: Möchten Sie eine Person beschäftigen, die visumbefreit eingereist ist oder über eine Erlaubnisfiktion verfügt, muss vorher eine entsprechende Aufenthaltserlaubnis zur Beschäftigung bei der zuständigen ABH eingeholt werden.

Sonderfall ukrainische Geflüchtete – Fortgeltung von Aufenthaltserlaubnissen nach § 24 AufenthG

Nachdem der „vorübergehende Schutz“ für ukrainische Geflüchtete nach § 24 AufenthG mehrmals verlängert wurde, gilt eine besondere rechtliche Regelung für die Fortgeltung dieser Aufenthaltserlaubnisse:
  • Aufenthaltserlaubnisse nach § 24 AufenthG, die am 01.02.2026 gültig waren, gelten einschließlich ihrer Auflagen und Nebenbestimmungen bis zum 04.03.2027 fort, ohne dass eine Verlängerung durch die ABH im Einzelfall notwendig ist.
  • Auf zahlreichen weiterhin gültigen Aufenthaltserlaubnissen nach § 24 AufenthG steht aufgrund der mehrfachen Verlängerung nach wie vor das ursprüngliche Ablaufdatum 04.03.2024.
  • Die Erwerbstätigkeit ist während des vorübergehenden Schutzes i. d. R. erlaubt. Prüfen Sie die Angaben auf der Aufenthaltserlaubnis und ggf. auf dem Zusatzblatt.
  • Bitte beachten Sie, dass der vorübergehende Schutz für aus der Ukraine geflüchtete Staatenlose und Staatsangehörige anderer Drittstaaten nicht in allen Fällen verlängert wurde.
    → FAQs zu Hilfe und Arbeitsmarktzugang für Geflüchtete aus der Ukraine: „Für welche Personengruppen gilt der vorübergehende Schutz?“
Lassen Sie sich in Zweifelsfällen beraten. IHK-Mitgliedsunternehmen können sich gerne an unseren Unternehmensservice Internationale Fachkräfte UIF, uif@stuttgart.ihk.de wenden.
Ausbildung

Abschlussprüfung Teil 1 und Zwischenprüfung in anerkannten Ausbildungsberufen

Prüfungstermine

In diesem Dokument finden Sie alle wesentlichen Termine rund um die Prüfung.
Anmeldeschluss für die Abschlussprüfung Teil 1 und Zwischenprüfung im Frühjahr 2027 für gewerbliche und kaufmännische Berufe ist der 31. Oktober 2026.

Abschlussprüfungen Teil 1 im Frühjahr 2027

Die Anmeldungen zur Gestreckten Abschlussprüfung Teil 1 sind bis spätestens 31. Oktober 2026 bei der IHK Region Stuttgart einzureichen. Der Versand der Anmeldeformulare erfolgt bis Mitte Oktober 2026 durch die IHK.
Zu diesem Prüfungstermin werden zur Prüfungsanmeldung aufgefordert:
  1. Auszubildende/Umschüler entsprechend den Vorgaben zum Prüfungszeitpunkt der Abschlussprüfung Teil 1 in der Ausbildungsverordnung bzw. der Eintragungsbestätigung.
  2. Prüfungsteilnehmer, die den Teil 1 der Abschlussprüfung wiederholen bzw. nachholen müssen.
Für Auszubildende, die zum Zeitpunkt der Gestreckten Abschlussprüfung Teil 1 das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, ist der Ausbildungsbetrieb verpflichtet, eine Kopie der ärztlichen Bescheinigung über die erste Nachuntersuchung gem. § 35 Abs. 2 BBiG in Verbindung mit § 33 Abs. 1 JArbSchG vorzulegen.
Die Teilnahme an der Gestreckten Abschlussprüfung Teil 1 ist nur möglich, wenn die Anmeldung rechtzeitig erfolgt und die Zulassungsbedingungen erfüllt sind.

Zwischenprüfung im Frühjahr 2027

Ausbildungsbetriebe, für deren Auszubildende die Teilnahme an der Zwischenprüfung im Frühjahr 2027 vorgesehen ist, erhalten bis Mitte Oktober 2026 ein Aufforderungsschreiben von der IHK Region Stuttgart. Eine Anmeldung zur Zwischenprüfung ist für die aufgeforderten Auszubildenden nicht erforderlich. Sollen jedoch weitere Auszubildende an diesem Prüfungstermin teilnehmen oder aufgeforderte Auszubildende nicht teilnehmen, ist dies der IHK Region Stuttgart schriftlich bis zum 31. Oktober 2026 zu melden.
Zu diesem Prüfungstermin werden aufgefordert:
  1. Auszubildende mit einer 2-jährigen Ausbildungszeit, deren Ausbildung zwischen dem 1. Oktober 2025 und 30. April 2026 begonnen hat.
  2. Auszubildende, deren Ausbildung vor dem 1. Oktober 2025 begonnen hat und die bislang noch an keiner Zwischenprüfung teilgenommen haben.
Die Teilnahme an der Zwischenprüfung ist Zulassungsvoraussetzung für die Abschlussprüfung.
Für Auszubildende, die zum Zeitpunkt der Zwischenprüfung das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, ist der Ausbildungsbetrieb verpflichtet, eine Kopie der ärztlichen Bescheinigung über die erste Nachuntersuchung gem. § 35 Abs. 2 BBiG in Verbindung mit § 33 Abs. 1 JArbSchG vorzulegen.
In den kaufmännischen Ausbildungsberufen und allen IT-Berufen findet eine schriftliche Prüfung statt.
In den gewerblichen Ausbildungsberufen und einzelnen kaufmännischen Berufen wird zusätzlich eine praktische Prüfung abgenommen.
Erleichterungen für Azubis aus Drittstaaten und deren Ausbildungsbetriebe

Nahtloser Übergang von der Ausbildung in den Job

Gute Nachricht für Auszubildende aus Drittstaaten und deren Ausbildungsbetriebe: Mit den seit Mitte August 2025 ausgestellten Aufenthaltserlaubnissen für die Ausbildung können die jungen Menschen nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss direkt in eine Vollzeitstelle wechseln. Mit den vorher ausgestellten Aufenthaltserlaubnissen war nach Ausbildungsende allenfalls eine Nebenbeschäftigung von 20 Wochenstunden möglich, bis die Anschluss-Aufenthaltserlaubnis zur Beschäftigung als Fachkraft vorlag.
Das Ministerium der Justiz und für Migration Baden-Württemberg hat auf seiner Website ein Schreiben an die Regierungspräsidien bzw. Ausländerbehörden vom 14.08.2025 zum Übergang von der Ausbildung (§ 16a AufenthG) in die Beschäftigung als Fachkraft (§ 18a AufenthG) veröffentlicht. Darin gibt das Ministerium Hinweise zu einer neuen Verfahrenspraxis der Ausländerbehörden und greift damit eine wesentliche IHK-Forderung zur Vereinfachung der Fachkräfteeinwanderung auf.
  • Im nicht-reglementierten Bereich (u. a. IHK-Berufe) werden seit Mitte August 2025 die Aufenthaltserlaubnisse (AE) zur Ausbildung analog zum reglementierten Bereich 3 Monate länger als das avisierte Ausbildungsende ausgestellt werden.

  • Die Nebenbestimmungen in der AE zur Ausbildung werden ergänzt: „Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung gilt: Erwerbstätigkeit erlaubt.“
    • Dies erlaubt eine nahtlose Vollzeit-Anschlussbeschäftigung an die Ausbildung ohne vorherigen Gang zur zuständigen Ausländerbehörde.
    • Parallel dazu kann dann die neue AE zur Beschäftigung als Fachkraft beantragt und ausgestellt werden. Beachten Sie, dass der Ausbildungsabsolvent den Antrag vor Ablauf der AE zur Ausbildung stellt.

  • In den Altfällen (AE zur Ausbildung wurde bereits vor Mitte August 2025 ausgestellt) sollen die Ausländerbehörden nach Ausbildungsende Fiktionsbescheinigungen ausstellen mit dem Zusatztext, dass die Erwerbstätigkeit erlaubt ist.
    Wichtig: Die Ausbildungsabsolventen müssen dazu rechtzeitig auf ihre zuständige Ausländerbehörde zugehen.

  • Die Ausländerbehörden werden angehalten, die AE für den Übergang Ausbildung in Beschäftigung weiterhin prioritär zu bearbeiten und frühzeitig die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit einzuholen. Die Behörden können die Zustimmungsanfrage bei der Bundesagentur bereits dann stellen, wenn ein entsprechender Arbeitsvertrag vorgelegt wird. Sobald das Abschlusszeugnis vorliegt, wird bei Erfüllung aller weiteren Voraussetzungen die Anschluss-Aufenthaltserlaubnis erteilt. Hierzu liegt ein Schreiben des Justizministeriums vom 06.10.2025 vor.
Bei Fragen können sich IHK-Mitgliedsunternehmen gerne an unseren Unternehmensservice Internationale Fachkräfte UIF, uif@stuttgart.ihk.de wenden.
Ausbildung

Abschlussprüfungen Winter 2026/2027

Prüfungstermine

In diesem Dokument finden Sie alle wesentlichen Termine rund um die Prüfung.

Anmeldung

Die Anmeldungen zu den Prüfungen und die Anträge auf vorzeitige Zulassung gemäß § 45 Abs. 1 Berufsbildungsgesetz (BBiG) sind bis spätestens 31. Juli 2026 bei der IHK Region Stuttgart einzureichen. Der Versand der Anmeldeformulare erfolgt bis Ende Juni 2026 durch die IHK.
Zur Gestreckten Abschlussprüfung Teil 1 werden aufgefordert:
  1. Auszubildende/Umschüler, entsprechend den Vorgaben zum Prüfungszeitpunkt der Abschlussprüfung Teil 1 in der Ausbildungsverordnung bzw. der Eintragungsbestätigung.
  2. Prüfungsteilnehmer, die den Teil 1 der Abschlussprüfung wiederholen bzw. nachholen müssen.
Für Auszubildende, die zum Zeitpunkt der Gestreckten Abschlussprüfung Teil 1 das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, ist der Ausbildungsbetrieb verpflichtet, eine Kopie der ärztlichen Bescheinigung über die erste Nachuntersuchung gem. § 35 Abs. 2 BBiG in Verbindung mit § 33 Abs. 1 JArbSchG vorzulegen.
Zur Abschlussprüfung und Gestreckten Abschlussprüfung Teil 2 in technischen, kaufmännischen und kaufmännisch-verwandten Ausbildungsberufen werden aufgefordert:
  1. Auszubildende/Umschüler, deren vertragliche Ausbildungs-/ Umschulungszeit bis zum 30. April 2027 endet
  2. Prüfungsteilnehmer, die einzelne Prüfungsfächer, Prüfungsbereiche, einen Prüfungsteil oder die gesamte Abschlussprüfung wiederholen müssen.
Die Teilnahme an den Prüfungen ist nur möglich, wenn die Anmeldung rechtzeitig erfolgt und die Zulassungsbedingungen erfüllt sind.

Anmeldeschluss

Anmeldeschluss für alle regulären Prüfungsteilnehmer inklusive Zusatzqualifikationsprüfungen sowie Abgabe der Anträge auf vorzeitige Zulassung zu den Abschlussprüfungen im Winter 2026/2027 ist der 31. Juli 2026.
Anmeldeschluss für Prüfungsteilnehmer nach § 43 Absatz 2 (Vollzeitschüler) und
§ 45 Absatz 2 BBiG (Externe) zu den Abschlussprüfungen im Winter 2026/2027 ist am 1. Juli 2026.

Ausbildung

Neue Ausbildungsverordnung Florist/Floristin

Zum 1. August 2025 tritt die neue Ausbildungsverordnung über die Berufsausbildung zum Floristen/zur Floristin in Kraft. Die Änderungen gelten für alle Ausbildungsverhältnisse, die ab diesem Zeitpunkt starten.
Die bisherige Verordnung wurde modernisiert und an die aktuellen Bedarfe und Standards angepasst. Das Kompetenzprofil des Berufes greift dabei aktuelle Entwicklungen auf: Neben den Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit zählen dazu beispielsweise die umfangreicher gewordenen Dienstleistungen, die kundenorientiert angeboten und erbracht werden.
Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Neuordnung ist die Einführung der gestreckten Abschlussprüfung.
Die Verordnung über die Berufsausbildung zum Floristen und zur Floristin ist am 6. Februar 2025 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden: Bundesgesetzblatt I - Verordnung über die Berufsausbildung zum Floristen/zur Floristin

Wie sieht die gestreckte Abschlussprüfung aus?

Die sogenannte gestreckte Abschlussprüfung besteht aus Teil 1 und Teil 2. Beide Teile bilden als Abschlussprüfung eine Einheit – auch wenn die Prüfungsleistungen an unterschiedlichen Terminen erbracht werden. Teil 1 findet bereits zur Mitte der Ausbildung statt. Teil 2 wird zum Ende der Ausbildung geprüft.
Die Prüfungsbereiche im Überblick:
Prüfungsinstrument Prüfungszeit Teilgewichtung Gesamt-
gewichtung
Gestreckte Abschlussprüfung Teil 1
„Herstellen floraler Werkstücke“ Schriftliche Aufgaben
60 Minuten
30 %
20 %
4 Arbeitsaufgaben
150 Minuten
70 %
Gestreckte Abschlussprüfung Teil 2



„Angewandte Technologie“ Schriftliche Aufgaben
90 Minuten

15 %
„Warenwirtschaft“ Schriftliche Aufgaben
90 Minuten

15 %
„Wirtschafts- und Sozialkunde“ Schriftliche Aufgaben
60 Minuten

10 %
„Entwerfen und Umsetzen floraler Projekte“


40 %
  • Arbeitsaufgabe
Planung
120 Minuten
30%
Präsentation
15 Minuten
Fachgespräch
15 Minuten
  • Anfertigung der Prüfstücke
Umsetzung Arbeitsaufgabe
210 Minuten
70 %

Bestehensregelung

Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Prüfungsleistungen wie folgt bewertet worden sind:
  1. im Gesamtergebnis von Teil 1 und Teil 2 mit mindestens „ausreichend“,
  2. im Ergebnis von Teil 2 mit mindestens „ausreichend“,
  3. in mindestens drei Prüfungsbereichen von Teil 2 mit mindestens „ausreichend“ und
  4. in keinem Prüfungsbereich von Teil 2 mit „ungenügend“.
Die vollständigen und korrekten Formulierungen zur gestreckten Abschlussprüfung und zu deren Bestehen entnehmen Sie bitte der Ausbildungsverordnung.

Hinweis für Ausbildungsbetriebe

Mit Inkrafttreten der neuen Ausbildungsverordnung ändern sich die Prüfungszeiträume für angehende Floristinnen und Floristen. Bitte berücksichtigen Sie die nachfolgend dargestellten Termine frühzeitig bei der Planung der betrieblichen Ausbildung.
Frühjahr
Sommer
Gestreckte Abschlussprüfung Teil 1


  • Schriftlich
✓

  • Praktisch

✓
Gestreckte Abschlussprüfung Teil 2


  • Schriftlich

✓
  • Praktisch

✓
Bei weitergehenden Fragen zur Umsetzung stehen Ihnen Ihre Ausbildungsberaterinnen und Ausbildungsberater der IHK Region Stuttgart gerne zur Verfügung.

Pressemitteilung vom 25.03.2025

Neue Bildungspartnerschaft

Karl Dungs GmbH & Co. KG und Grafenbergschule Schorndorf besiegeln Bildungspartnerschaft.

Waiblingen, 25.03.2025 – Die Karl Dungs GmbH & Co. KG und die Grafenbergschule in Schorndorf haben im März 2025 ihre neue Bildungspartnerschaft offiziell besiegelt. Die IHK-Bezirkskammer Rems-Murr begleitet und unterstützt die Kooperation, die für beide Seiten eine wertvolle Ergänzung darstellt.
Die Karl Dungs GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Urbach ist ein weltweit führender Spezialist für Sicherheits- und Regelungstechnik in der Heiz- und Prozesswärmetechnik. Mit über 490 Mitarbeitern am Standort Urbach und einem Jahresumsatz von mehr als 130 Millionen Euro zählt das Unternehmen zu den sogenannten "Hidden Champions" der Region.
Für die Schule ist dies bereits die dritte, für das Unternehmen die vierte Bildungspartnerschaft. „Wir müssen die Lage auf dem Ausbildungsmarkt genau im Blick behalten. Durch die instabile politische Situation fehlt uns oft die langfristige Planungssicherheit, dabei müssen wir vier bis fünf Jahre in die Zukunft rechnen – von der Rekrutierung bis zur Übernahme nach der Ausbildung. Daher ist die Ausbildung für Dungs ein zentrales Element der Unternehmensstrategie“, betont Peter Herrmann, Chief Financial Officer der Karl Dungs GmbH & Co. KG.
Die Bildungspartnerschaft umfasst zahlreiche Maßnahmen, um Schüler frühzeitig an berufliche Möglichkeiten heranzuführen. Geplant sind unter anderem Betriebsbesichtigungen und Vorstellungen von Berufen und Studiengängen durch Azubis und Ausbilder direkt an der Schule.
„Geografisch liegen Dungs und die Grafenbergschule nah beieinander. Wir gehen Bildungspartnerschaften sehr bewusst ein und möchten passgenaue Angebote machen. Daher halten wir die Anzahl der Kooperationen bewusst gering, leben diese aber umso intensiver. Unser Ziel ist eine Win-Win-Situation für beide Seiten“, erklärt Rainer Bay, Schulleiter der Grafenbergschule.
Jovana Mladenovic, Leiterin für die technische und kaufmännische Berufsausbildung bei Dungs, ergänzt: „Den kaufmännischen Bereich haben wir mit unserer Bildungspartnerschaft mit der Johann-Philipp-Palm-Schule im vergangenen Jahr abgedeckt. Nun möchten wir den technischen Bereich intensivieren – und mit der Grafenbergschule haben wir dafür den perfekten Partner gefunden.“
Die IHK unterstützt die Anbahnung und Ausgestaltung von Bildungspartnerschaften. Aktuell existieren im Rems-Murr-Kreis 331 solcher Partnerschaften. „Von einer Bildungspartnerschaft profitieren alle Seiten: Schüler erhalten Einblicke in viele spannende Unternehmen und Berufe. Schulen können ihren Unterricht praxisnah und abwechslungsreich gestalten. Und die Betriebe können damit zu einer Verbesserung der Ausbildungsreife beitragen und ihre Ausbildungsplätze optimal besetzen,“ fasst IHK-Geschäftsführer Markus Beier die Vorteile der Initiative zusammen.
Ausbildung

Neue Ausbildungsordnung Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement

Zum 1. August 2025 ist die neue bzw. aktualisierte Ausbildungsverordnung der Kaufleute für Büromanagement in Kraft getreten. Die bis zu diesem Zeitpunkt gültige Erprobungsverordnung wird in Dauerrecht überführt. Änderungen betreffen maßgeblich die Integration der neuen Standardberufsbildpositionen (u. a. „Digitalisierte Arbeitswelt“), die restlichen Inhalte wurden redaktionell angepasst und bleiben im Wesentlichen inhaltlich unberührt. Die gestreckte Abschlussprüfung bleibt bestehen.
Die Ausbildungsordnung über die Berufsausbildung zu den Kaufleuten für Büromanagement ist am 28. Februar 2025 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden (Bundesgesetzblatt Teil I - Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann für Büromanagement und zur Kauffrau für Büromanagement - Bundesgesetzblatt).
Eine kostenlose Umsetzungshilfe wird vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) angeboten. Sie beschreibt die Umsetzung der Ausbildungsordnung sowie des Rahmenlehrplans in die Praxis und gibt Tipps für die Planung und Durchführung der Ausbildung.
Bei weiteren Fragen zum Ausbildungsberuf stehen Ihnen Ihre Ausbildungsberaterinnen und Ausbildungsberater der IHK Region Stuttgart gerne zur Verfügung.
IHK-Angebote, geförderte Projekte und Programme

Unterstützung für Migrantinnen

Um mehr Frauen mit Flucht- oder Migrationsbiografie in Ausbildung und Beschäftigung zu bringen, können Unternehmen vieles tun. Die IHK gibt Ihnen Tipps und Hinweise. Es gibt aber auch Unterstützung durch geförderte Projekte und Programme speziell für diese Zielgruppe. Dorthin können Sie sich wenden, falls Sie für Ihr Unternehmen Migrantinnen als Mitarbeiterinnen gewinnen möchten.
Zum Stand 2022 waren 910.000 Personen bzw. rund 30 Prozent der Bevölkerung zwischen 25 und unter 45 Jahren in Baden-Württemberg zugewandert, darunter 448.000 Frauen. Rund zwei Drittel der Migrantinnen mit eigener Migrationserfahrung waren 2022 erwerbstätig. Ihre Erwerbsquote lag damit deutlich unter der von Migrantinnen ohne eigene Migrationserfahrung (rund 80 Prozent) und der von Frauen ohne Migrationshintergrund (rund 90 Prozent).
(Quelle: Gesellschaftsreport BW)

Was Unternehmen tun können

Unternehmen können aktiv Maßnahmen ergreifen, um die Integration von zugewanderten Frauen zu erleichtern. Im Folgenden finden Sie ein paar Beispiele:
  • Netzwerke/Austausch-Plattformen für Migrantinnen schaffen bzw. Mentoring-Programme initiieren
  • gute Beispiele als Vorbilder im Unternehmen sichtbar machen
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie, z. B. durch flexible Arbeitsmodelle oder Maßnahmen betrieblicher Kinderbetreuung, verbessern
  • Rekrutierungsprozesse anpassen, z. B. durch Offenheit für atypische Bewerbungsunterlagen, mehr Fokus auf Kompetenzen statt auf Abschlüsse legen
  • gezielte Sprachförderung und Weiterbildung anbieten
  • Onboarding und nachhaltige Integration fördern

IHK-Informationen und -Angebote

In Ihrem Unternehmen können Sie zugewanderte Frauen wirksam unterstützen und so motivierte und qualifizierte Mitarbeiterinnen hinzugewinnen. Die IHK gibt Ihnen praktische Tipps und Hilfestellung bei den Themen:
  • Flexibles und mobiles Arbeiten
    Mit flexiblen Arbeits(zeit)modellen können Unternehmen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern. Wir zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten es gibt und was Sie beachten müssen.

  • Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung
    Unternehmen können auf vielfältige Art und Weise ihre Beschäftigten bei der Betreuung ihrer Kinder unterstützen – von Zuschüssen über Kooperationen bis hin zum Angebot eigener Betreuungsplätze.

  • Betriebliche Ausbildung in Teilzeit
    Eine betriebliche Ausbildung in Teilzeit ermöglicht es Müttern, eine qualifizierte Berufsausbildung über eine längere Ausbildungsdauer zu absolvieren und daneben Zeit für die Betreuung ihrer Kinder zu haben.

  • Feststellung und Zertifizierung beruflicher Kompetenzen
    Viele Migrantinnen konnten berufliche Erfahrungen sammeln, haben aber keinen formellen Berufsabschluss. Mit dem Validierungsverfahren kann die IHK diese Kompetenzen erfassen, beurteilen und für die Unternehmen transparent machen.

  • Teilqualifikationen
    Teilqualifikationen sind kürzere Bildungseinheiten, die aus anerkannten Ausbildungsberufen abgeleitet werden. Nach jedem Modul kann ein Zertifikat erworben werden. Sie ermöglichen es, schrittweise berufliche Kenntnisse und Fertigkeiten zu erwerben und am Ende einen Berufsabschluss nachzuholen.

  • Weiterbildung
    Mit IHK-Fortbildungsabschlüssen und -Zertifikaten können Sie Ihren Beschäftigten attraktive Entwicklungsmöglichkeiten anbieten und sie an Ihr Unternehmen binden. Die IHK informiert und berät Sie kompetent in Fragen der Weiterbildung.

  • Deutsch für den Beruf
    Die Sprache ist der Schlüssel zur erfolgreichen Integration – auch in Ihr Unternehmen. Sie erhalten Tipps zur Kommunikation und für den betrieblichen Alltag, Angebote und Hilfsmittel zum Erlernen von berufsbezogenem Deutsch sowie Infos zu Förderprogrammen und Sprachkursen.

  • Diversity Management und Willkommenskultur
    Mit einer offenen und wertschätzenden Unternehmenskultur und Diversity-Maßnahmen erleichtern Sie Migrantinnen den Einstieg in Ihr Unternehmen und profitieren von der Vielfalt in Ihrer Belegschaft.

Geförderte Projekte und Programme

Um Frauen mit Migrations- bzw. Fluchtgeschichte bei der Aufnahme einer Beschäftigung oder Ausbildung gezielt zu unterstützen, gibt es zahlreiche – auch öffentlich geförderte – Projekte und Programme. Im folgenden finden Sie Beispiele. Nehmen Sie gerne Kontakt auf, um passende Kandidatinnen für Ihr Unternehmen zu finden.

Mentorinnen-Programm für Migrantinnen

Das Mentorinnen-Programm des Landes Baden-Württemberg will Frauen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte bei der Berufsorientierung und Arbeitsplatzsuche helfen. Eine beruflich erfahrene Mentorin unterstützt ihre Mentee mit ihrem Wissen und ihren Kontakten bei der Berufswegplanung und dem Aufbau eigener Netzwerke. Die Mentorin gibt wertvolle Tipps, vermittelt Kontakte und Einblicke in die deutsche Berufswelt. Der Mentoringprozess ist auf sechs bis acht Monate angelegt. Im Angebot sind ebenfalls Webinare für Mentees und Mentorinnen. Das Mentorinnen-Programm ist bei den Kontaktstellen Frau und Beruf angesiedelt.
Unternehmen können das Programm und damit den Berufseinstieg geflüchteter Frauen folgendermaßen unterstützen:
  • Mentorinnen und Mentees aus ihrem Umfeld empfehlen,
  • Firmenbesuche ermöglichen oder zu Veranstaltungen einladen,
  • das Programm in ihren Netzwerken bekannt machen.
In Stuttgart ist das Mentorinnen-Programm bei „Berufliche Förderung von Frauen e. V.“ (BeFF) angesiedelt. Dort gibt es weitere Angebote für Frauen mit Migrationsgeschichte zur Unterstützung bei der Aufnahme einer Beschäftigung.

MY TURN − Frauen mit Migrationserfahrung starten durch

Mit dem ESF Plus-Bundesprogramm MY TURN sollen Frauen mit Migrationserfahrung in Qualifizierung, Ausbildung und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung individuell begleitet werden. Das Programm richtet sich an neuzugewanderte Frauen, die (formal) geringqualifiziert sind und erhöhten Unterstützungsbedarf auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt haben.
Bis Ende 2025 werden deutschlandweit über 140 Träger in fast 70 Einzel- oder Verbundprojekten gefördert, die die Migrantinnen mit frauenspezifischen und lebenslagenorientierten Angeboten unterstützen sollen. Eine Vernetzungsstelle für das Programm wird durch die gsub mbH umgesetzt. Sie ist erreichbar unter myturn@gsub.de.

Merva − Migrantinnen empowern respektieren vermitteln ansprechen

Das Projekt „Merva – Migrantinnen empowern respektieren vermitteln ansprechen“ wendet sich an Frauen mit Migrationserfahrung im Alter von 16 bis 55 Jahren in der Region Stuttgart und unterstützt sie mit folgenden Angeboten:
  • Vermittlung von Praktika, Ausbildungs- und Arbeitsplätzen
  • Hilfe bei der Suche nach geeigneten Weiterbildungsangeboten
  • Unterstützung bei der Anerkennung von Schul- und Berufsabschlüssen
  • Beratung zu verschiedenen Kinderbetreuungsmöglichkeiten; Vermittlung und Begleitung
  • Individuelle Beratung in Einzelgesprächen
  • Trainings und Workshops zu Themen wie Bewerbung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Stärkung des Selbstbewusstseins und Umgang mit Diskriminierung
Merva wird im Rahmen des Programms MY TURN umgesetzt und ist ein Verbundprojekt folgender Partner:

Empowerment und Perspektive Arbeit – geförderte Projekte des Landes Baden-Württemberg

Das Land Baden-Württemberg unterstützt das projektbezogene Empowerment für Frauen mit Zuwanderungsgeschichte und hat dazu 2024/2025 landesweit 36 Projekte mit dem Ziel gefördert, die Teilhabe von Migrantinnen an der Gesellschaft und am Erwerbsleben gezielt vor Ort zu stärken. Eine Übersicht über die Projekte (pdf) steht auf der Website des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg zur Verfügung. 2025/2026 werden 20 weitere Empowerment-Projekte gefördert.
In der Förderlinie „Perspektive Arbeit – Aufwind für Frauen mit Migrationserfahrung“ werden von Juni 2026 bis Dezember 2028 18 Projekte an der Schnittstelle zwischen Integrationskurs und Erwerbstätigkeit unterstützt.

Hilfreiche Publikationen


Azubis in den Schulklassen

Initiative "Ausbildungsbotschafter"

Auszubildende im Rems-Murr-Kreis werben für ihren Beruf und gewinnen junge Menschen für eine Ausbildung.

Wer profitiert von der Initiative Ausbildungsbotschafter?

Unternehmen:

  • Agieren zukunftsorientiert und sichern sich Fachkräfte
  • Fördern den direkten Kontakt zu Schülern
  • Repräsentieren ihre Ausbildung durch den Botschafter

Auszubildende:

  • Stärken ihre persönlichen Kompetenzen
  • Lernen Präsentationstechniken in einer Schulung
  • Stellen ihre Fachkompetenz vor

Schüler:

  • Erhalten Einblicke in verschiedene Berufe auf Augenhöhe
  • Stärken die Berufsorientierung
  • Erweitern ihre Perspektiven nach dem Schulabschluss

Wie funktioniert das Projekt Ausbildungsbotschafter?

Das Projekt Ausbildungsbotschafter ist eine Initiative des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg. Die IHK-Bezirkskammer Rems-Murr koordiniert und organisiert die Einsätze der Ausbildungsbotschafter in regionalen Schulen, schult die Teilnehmer im Vorfeld und unterstützt als Ansprechpartner in allen Fragen.
Derzeit sind rund 4.200 Ausbildungsbotschafter aus 205 Berufen aktiv und immer mindestens zu zweit in baden-württembergischen Schulen unterwegs. Bisher fanden rund 17.470 Schuleinsätze im Land statt und dabei wurden 438.762 Schülerinnen und Schüler erreicht.

Was sind Ausbildungsbotschafter?

Ausbildungsbotschafter sind Auszubildende, die mitten in der Ausbildung stehen und daher glaubwürdig berichten können, warum ihre Berufsausbildung empfehlenswert ist.
Hauptsächlich in Schulen berichten sie von Inhalten der Ausbildung und ihren persönlichen Erfahrungen. Auf Augenhöhe geben sie Schülern Einblick in Ausbildungsberufe und werben so für eine Berufsausbildung nach dem Schulabschluss.
Auszubildende, die sich zusammen mit ihrem Unternehmen dazu entscheiden, Ausbildungsbotschafter zu werden, nehmen an einer kostenlosen eintägigen Schulung der IHK Rems-Murr teil. Sie werden darauf vorbereitet, ihre Erfahrungen und ihr Wissen weiterzugeben. Daraufhin werden sie in Absprach mit ihrem Ausbildungsunternehmen von dem Koordinator der IHK eingesetzt. In Schulen berichten Botschafter im Tandem von ihren Berufen und beantworten die Fragen der Schüler.
Für ihre Einsätze werden die Auszubildenden geehrt, erhalten eine Urkunde und lernen in der Schulung und im Schuleinsatz Präsentationstechniken, stärken ihre persönliche Kompetenz und stellen authentisch ihr Fachwissen unter Beweis.

Warum soll mein Auszubildender Ausbildungsbotschafter werden?

Unternehmen wecken über ihren Ausbildungsbotschafter Interesse an einer Berufsausbildung und handeln zukunftsorientiert. Sie fördern den direkten Weg der Schüler in eine Ausbildung und sichern sich so langfristige Fachkräfte.
Interessierte Unternehmen und Auszubildende sind immer herzlich willkommen und melden sich bitte bei Eleonora Martian, Koordinatorin Ausbildungsbotschafter IHK Region Stuttgart, Bezirkskammer Rems-Murr.

Weiterführende Informationen zu der Initiative Ausbildungsbotschafter erhalten Sie auf der Internetseite „gut-ausgebildet.de”.
IHK Azubi Guide

Die IHK Region Stuttgart informiert dich auf Instagram

Ausbildung? Klar! Aber wie läuft das eigentlich genau ab?
Mit dem @ihk_azubi_guide auf Instagram bietet die IHK Region Stuttgart jungen Menschen eine Plattform, die Orientierung, Tipps und echte Einblicke in die Welt der Ausbildung gibt – direkt, authentisch und auf Augenhöhe.

Was ist der Azubi Guide?

Der Azubi Guide ist der offizielle Instagram-Kanal der IHK Region Stuttgart für Auszubildende und Ausbildungsinteressierte. Hier dreht sich alles um den Start ins Berufsleben, den Alltag in der Ausbildung und die vielen Möglichkeiten, die eine duale Ausbildung bietet. Ob Bewerbungstipps, Prüfungsinfos, Erfahrungsberichte oder spannende Einblicke hinter die Kulissen regionaler Ausbildungsbetriebe – der Azubi Guide ist dein täglicher Begleiter durch die Ausbildungszeit.

Was erwartet dich?

  • Tipps & Tricks rund um Bewerbung, Vorstellungsgespräch und Ausbildungsstart
  • Reels & Stories mit echten Azubis aus der Region
  • Infos zu Prüfungen, Rechten und Pflichten in der Ausbildung
  • Veranstaltungshinweise und Mitmachaktionen
  • Antworten auf deine Fragen – direkt in den Kommentaren oder per DM

Warum folgen?

Weil du hier alles findest, was du für eine erfolgreiche Ausbildung brauchst – kompakt, verständlich und immer aktuell. Der Azubi Guide ist nicht nur informativ, sondern auch unterhaltsam und interaktiv. Du kannst dich mit anderen Azubis vernetzen, Fragen stellen und sogar selbst Teil des Kanals werden.

Die Community wächst und wächst und mit ihr unsere Kanäle. Seit September 2018 sind wir für euch auf Instagram unterwegs und versorgen derzeit rund 5.000 Abonnenten mit spannenden Azubi-Themen im Feed und in den Stories.

Damit die Zukunft nicht in den Sternen steht

Bundesweiter Ausbildungsfinder

Der Bundesweite Ausbildungsfinder bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Ausbildungsplatzangebote gebündelt einer breiten Masse an Ausbildungssuchenden zu präsentieren. Gleichzeitig sehen Ausbildungssuchende Stellenangebote an einem Ort und können nach ihren Wunschplätzen suchen.

Für Unternehmen

Tipps für erfolgreiches Auslesen von Stellenanzeigen, um im Bundesweiten Ausbildungsfinder gefunden und sichtbar zu werden, finden Sie im Bereich “Für Unternehmen” auf der Ausbildungsfinder-Homepage.
Voraussetzungen sind unter anderem, dass Sie Ihre Ausbildungsstellen in irgendeiner Börse (zum Beispiel bei der Agentur für Arbeit, aber auch kommerziellen Börsen) oder Ihrer eigenen Homepage veröffentlicht haben und Ihre Homepage keine Crawler (Meta-Suchmaschinen) blockiert.

IHK-Bewerbervermittlung

Die Kolleginnen und Kollegen der IHK-Bewerbervermittlung stehen Ihnen bei der Suche nach geeigneten Auszubildenden unterstützend zur Seite.
Weitere Infos und Kontaktdaten finden Sie auf unserer Homepage unter der Dokumentnummer 1461854.
Bei Interesse füllen Sie bitte das Anmeldeformular aus. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Team „Azubi gesucht?“ unterstützen Sie gerne!

Für Jugendliche

Du bist auf der Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz? Dann unterstützen dich die Kolleginnen und Kollegen von „Azubi gesucht?“ – IHK-Bewerbervermittlung gerne bei der Suche.
Melde dich bei uns zu einer kostenlosen Beratung an. Fülle dazu das Online-Formular „Ausbildungsplatz gesucht? aus und wir melden uns mit einem Terminvorschlag bei dir.

IHK Region Stuttgart

Gemeinsam in die Zukunft: Die TÜFTLEREI fördert Technikbegeisterung

Kreative, neugierige und gut ausgebildete Fachkräfte sind das Fundament für eine starke Wirtschaft, innovative Unternehmen und den Fortschritt in Wirtschaft und Gesellschaft. Doch die Realität zeigt, dass gerade in den technischen Berufen an Nachwuchs fehlt. Der Schlüssel zur Bewältigung dieses Mangels liegt in der frühzeitigen Förderung technischer Kompetenzen – denn Begeisterung für Technik entsteht schon in der Kindheit!

In der TÜFTLEREI Neugier wecken, Begeisterung entfachen

Die Grundlagen für kreatives Denken und technische Neugier werden in jungen Jahren gelegt. Mit der ersten und neuen element-i Kinderwerkstatt „TÜFTLEREI“ für Kita- und Grundschulkinder schafft die element-i Bildungsstiftung hierfür den richtigen Raum: Kinder entdecken und forschen in Bereichen wie Holz, Metall, Elektro und Robotik. Sie entwickeln eigene Projekte und lernen spielerisch, was Technik möglich macht. Egal ob Mädchen oder Junge – Kinder lieben es, Neues zu entdecken und spannenden Fragen nachzugehen.

In der TÜFTLEREI haben alle Kinder dazu die Möglichkeit – unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund und ganz im Sinne der Bildungsgerechtigkeit. Ziel ist es, nicht nur Talente zu fördern, sondern auch Kinder zu erreichen, die ansonsten weniger Zugang zu solchen Angeboten haben.

Erfolgreiche Partnerschaft: Kinder stärken, Unternehmen profitieren

Eine starke Zukunft braucht starke Partnerschaften. Ausbildungsbetriebe können z. B. durch Kooperationsprojekte aktiv dazu beitragen, junge Menschen für Technik zu begeistern. Ihre Auszubildenden können als Mentorinnen und Mentoren wirken und dabei nicht nur ihr Wissen, sondern auch ihre Leidenschaft für technische Themen weitergeben. Gleichzeitig entstehen durch solche Kooperationen wertvolle Verbindungen zwischen den Generationen, die langfristig die Basis für einen stabilen Fachkräftenachwuchs schaffen.

Sie haben Interesse an mehr Informationen an einer Zusammenarbeit? Dann wenden Sie sich direkt an meike.betz-seelhammer@element-i-bildungsstiftung.de.
Während der Ausbildung ins Ausland

Servicestelle Go.for.europe

Es ist wieder so weit: Auch im Herbst 2026 unterstützt Go for europe die Internationalisierung der dualen Ausbildung und stärkt die Fremdsprachenkenntnisse sowie die interkulturelle Kompetenz junger Fachkräfte aus Baden-Württemberg.
Ansprechpartnerin:
Alina Golikova
Telefon: 0711 2005-1583
E-Mail: alina.golikova@bw.ihk.de

Weitere Ansprechpartner finden Sie auf der Go.for.europe-Website.
Das Programm EuroTrainee organisiert voll integrierte Auslandspraktika, die eng mit der Ausbildung verknüpft sind. Es richtet sich an baden-württembergische Auszubildende im dualen Ausbildungssystem aus folgenden IHK-Ausbildungsberufen:
  • Alle kaufmännischen Berufe
  • Handel/Dienstleistungsberufe
  • Berufe im Hotel- und Gaststättengewerbe
Dank der großzügigen Unterstützung durch Erasmus+ Berufsbildung ist lediglich ein Eigenanteil zwischen 150 und 700 Euro (für Flug, Unterkunft, Transfer, Versicherung u. a.) von den Teilnehmenden zu tragen.

📌 Das sind die Ziele im Herbst 2026:

  • Polen, Krakau (27.09.-24.10.2026)
  • Malta (27.09.-24.10.2026)
  • Bulgarien, Sofia (27.09.-24.10.2026)
  • Slowenien, Maribor (11.10.–07.11.2026)
  • Portugal, Madeira (Nur für Auszubildende aus den Bereichen Hotellerie und Gastronomie) (11.10.–07.11.2026)
  • Spanien, Valencia (04.10.–31.10.2026)
  • Irland, Dublin (08.11.–05.12.2026)
  • Belgien, Brüssel (14.11.–12.12.2026)

An wen sende ich meine Bewerbung, Bewerbungsfristen und wie bewerbe ich mich richtig?

  • Für Malta, Polen, Slowenien, Bulgarien, Portugal, Spanien: 14.06.2026
  • Für Irland und Belgien: 21.06.2026
Zusätzlich zu den oben genannten Zielen können auch Auszubildende in gewerblich-technischen IHK-Berufen sowie im Handwerk ausbildungsintegrierte Auslandspraktika im Rahmen von Go for Europe absolvieren. Ausführliche Informationen zum Programm sowie zum Bewerbungsverfahren finden Sie auf der Website: www.goforeurope.de
  • Malta, Polen, Portugal, Slowenien & Bulgarien:
    Alina Golikova (BW IHK-Tag)
    Tel.: +49 (711) 2005-1583
    E-Mail: alina.golikova@bw.ihk.de
  • Irland, Spanien, Belgien:
    Michael Uriot (BW IHK-Tag)
    Tel.: +49 (7821) 2703-659
    E-Mail: michael.uriot@bw.ihk.de
Wir freuen uns darauf, die Auszubildenden bei ihren internationalen Erfahrungen zu unterstützen!

Warum als Azubi ins Ausland?

Ausbildungsintegrierte Auslandspraktika fördern die Internationalisierung der dualen Ausbildung und stärken die Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Kompetenz des Fachkräftenachwuchses. Durch ein Auslandspraktikum zeigen Auszubildende, dass sie engagiert, lernbereit, mobil und flexibel sind und verbessern so perspektivisch ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
Das Ausbildungsverhältnis bleibt während eines Auslandspraktikums unverändert bestehen, so erhalten die Azubis weiterhin ihre Ausbildungsvergütung und haben auch im Ausland die Pflicht, Berichtsheft zu führen. Eine finanzielle Unterstützung mit Blick auf die entstehenden Reise- und Aufenthaltskosten erhalten Teilnehmende durch Zuschüsse aus dem EU-Berufsbildungsprogramm „Erasmus + Berufsbildung“.

Wer steht hinter Go.for.europe?

Go.for.europe ist ein Gemeinschaftsprojekt von drei Trägern der baden-württembergischen Wirtschaft:
  • Baden-Württembergischer Industrie- und Handelskammertag e. V.
  • BBQ Berufliche Bildung und Qualifizierung gGmbH, ein Unternehmen des Bildungswerks der Baden-Württembergischen Wirtschaft e.V.
  • Handwerk International Baden-Württemberg
Zusätzlich bietet „Go for europe“ ausbildungsintegrierte Auslandspraktika für Azubis aus gewerblich-technischen IHK-Berufen und aus dem Handwerk an. Ausführliche Informationen zum Programm sowie zum Bewerbungsverfahren finden Sie auf der Website: https://www.goforeurope.de/
Berufsorientierung

Girls'Day & Boys'Day am 23. April 2026

Der Girls'Day und Boys'Day sind keine gewöhnlichen Berufsorientierungstage. An diesem Tag sollen Mädchen und Jungen Berufe kennenlernen, in denen der Anteil von Frauen bzw. Männern noch bei weniger als 40 Prozent liegt.

Girls'Day

Beim Girls'Day bietet sich die Chance mehr Mädchen für MINT-Ausbildungsberufe zu begeistern und den benötigten Nachwuchs zu sichern! An diesem Tag stehen Berufe im Fokus, in denen der Anteil weiblicher Auszubildender unter 40 Prozent liegt.
Am Girls'Day lernen Mädchen technische Berufe kennen und können sich ausprobieren. Eine Liste der möglichen Berufe ist auf der Seite des Girls´Day zu finden. Die IHK unterstützt den Aktionstag. Fast 40 Prozent der Unternehmen erhalten später Bewerbungen von ehemaligen Girls'Day-Teilnehmerinnen.

Boys'Day

Auch die Jungs sollen für untypische Berufe begeistert werden. Dies ist am Boys'Day möglich, der ebenfalls am 23. April 2026 stattfindet. Neben den sozialen Berufen, können Sie mit Ausbildungsberufen aus den Bereichen Hotel- und Gaststätten, sowie einigen kaufmännischen Berufen beim Boys'Day teilnehmen. Informationen zu den möglichen Berufen und zur Teilnahme finden Sie auf der Seite des Boys´Day.

Ihr Girls'Day & Boys'Day-Angebot - so planen Sie einen erfolgreichen Aktionstag

Sie haben bereits entschieden, bei dem Aktionstag mitzumachen, sind aber noch unsicher, wie Sie den Tag gestalten können? Dann sind Sie bei den Workshops der bundeweiten Koordinierungsstelle genau richtig. Sie erhalten Tipps und Tricks, wie Sie ein gutes Girls'Day/ Boys'Day-Angebot konzipieren können. Zudem erhalten Sie gute Beispiele von den vergangenen Aktionstagen und bekommen die Möglichkeit, sich mit anderen Unternehmen und Institutionen auszutauschen.
Digitale Inforeihe:
Alle Workshops der bundesweiten Koordinierungsstelle finden Sie auf der Website des Girls'Days.

IHK-Girls'Day: „Ich werde Chefin“

Die IHK unterstützt beim diesjährigen Girls’ Day auch die Aktion „Ich werde Chefin“. Ziel ist es, Schülerinnen dazu zu inspirieren, später eine Firma zu gründen oder zu leiten. Unternehmerinnen und Gründerinnen erklären den zukünftigen Chefinnen die Idee der Selbstständigkeit und begeistern sie dafür.

Elterninfo zum Girls'Day

Anlässlich des Girls’Day veranstaltet die Landesinitiative „Frauen in MINT-Berufen“ gemeinsam mit den Bündnispartnern am 21. April 2026 ab 18 Uhr einen digitalen Elternabend zum Thema “Girls go MINT”
Folgende Inhalte sind vorgesehen:
• Hilfestellungen zur Berufswahl
• Gespräch mit weiblichen MINT-Fachkräften
• Antworten auf Fragen der Teilnehmenden
• Links, Tipps und Kontakte
Weitere Infos und Möglichkeit zur Teilnahme
Hier finden Sie alle weiteren Informationen zur Veranstaltung ” sowie den Link zur Teilnahme.


Digital durch die Ausbildung

Azubi-Infocenter

Das Azubi-Infocenter hält für dich digital zahlreiche wichtige Informationen rund um deine Ausbildung bereit.
Melde dich direkt beim Azubi-Infocenter an.

Was ist das Azubi-Infocenter?

Jederzeit bequem und einfach per Smartphone, Tablet oder PC alle wichtigen Informationen über das digitale Azubi-Infocenter rund um deine Ausbildung abrufen, wie zum Beispiel:
  • deine Ansprechpartner bei der IHK
  • deine digitale AzubiCard
  • deine Online Prüfungsanmeldung
  • die Zwischen- und Abschlussprüfungstermine
  • deine Prüfungsergebnisse
  • Abgabe von Projektanträgen, Dokumentationen und Reporten

Was kann das Azubi-Infocenter?

Aktuell stehen dir folgende Features zur Verfügung:

Deine Ansprechpartner/-innen

Hast du eine Frage oder ein Problem? Dann steht dir dein zuständiger Ausbildungsberater/deine zuständige Ausbildungsberaterin gerne zur Verfügung.

Informationen zum Ausbildungsvertrag

Alle Daten zu deinem Ausbildungsvertrag werden dir im Azubi-Infocenter angezeigt.

Persönliche Daten bequem ändern

Hat sich deine Wohnanschrift, E-Mailadresse oder Telefonnummer geändert? Dann kannst du die Daten ganz einfach und jederzeit online ändern. So verpasst du auch keine wichtigen Briefe oder Anrufe mehr.

Informationen rund um deine Prüfung

  • Prüfungseinladung
  • Prüfungstermine, -orte und -räume
  • Prüfungsergebnisse

Registrierung

Wie bekomme ich meine Zugangsdaten?

Deine persönlichen Zugangsdaten kommen automatisch nach Ausbildungsbeginn per Briefpost direkt zu dir nach Hause.
Hast du noch keine Zugangsdaten erhalten oder sie verloren? Dann kannst du deine Zugangsdaten bequem online über unser Formular anfordern.

Wie registriere ich mich?

  1. Gehe auf die Internetseite https://azubi.gfi.ihk.de/infocenter
  2. Klicke auf „Registrieren“ und gib deine persönlichen Daten ein.
    Im Aktionsfeld „Meine IHK ist“, wählst du „IHK Region Stuttgart“ aus.
  3. Nach der Registrierung erhältst du eine E-Mail mit einem Bestätigungslink für deinen Account. Klicke diesen Link an, um dein Konto erfolgreich freizuschalten. Erst dann ist die Registrierung vollständig abgeschlossen.
  4. Melde dich danach mit deiner E-Mailadresse und deinem Passwort an.
  5. Aktiviere dein Konto mit deinen persönlichen Zugangsdaten
Pressemitteilung vom 29.11.2024

Integration durch Ausbildung: Projekt geht in die nächste Runde

IHK zieht positive Bilanz bei „Kümmerer-Programm“
Waiblingen, 29.11.2024 – Das vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg finanziell geförderte Projekt „Integration durch Ausbildung - Perspektiven für Zugewanderte“ (kurz: Kümmerer-Programm) wird um weitere zwei Jahre verlängert. Im Rahmen dieses Projekts erhalten ausbildungsinteressierte Zugewanderte unter anderem Hilfe bei der Berufswahl, werden bei der Suche nach dem passenden Ausbildungs- und Praktikumsplatz unterstützt sowie auf Vorstellungsgespräche vorbereitet. Auch in den Monaten nach der Vermittlung bleiben die projektverantwortlichen Ansprechpartner für die Teilnehmenden. Zudem bietet das Projekt eine Anlaufstelle für Betriebe, beispielsweise in Fragen zu Unterstützungsmöglichkeiten während der Ausbildung oder zum Asyl- und Ausländerrecht.
Das Kümmerer-Programm wurde bereits 2016 ins Leben gerufen. Seit 2018 engagiert sich die IHK-Bezirkskammer Rems-Murr im Rahmen dieses Projektes. Seitdem konnten 318 Migrantinnen und Migranten betreut und vermittelt werden: 94 in eine Ausbildung, 16 in eine Beschäftigung mit Perspektive auf Ausbildung und 208 in ein Praktikum.
„Die bisherigen Vermittlungserfolge sind ein Beleg für die Wirksamkeit des Kümmerer-Programms. Wir begrüßen es daher sehr, dass das Wirtschaftsministerium weiterhin auf diese Maßnahme setzt und freuen uns, die erfolgreiche Integrationsarbeit fortsetzen zu können“, so IHK-Geschäftsführer Markus Beier. Für Beier liegen die Vorteile des Projekts auf der Hand: „Zugewanderte erhalten eine Chance, als Fachkraft in Deutschland Fuß zu fassen und sich so gut zu integrieren. Gleichzeitig bekommen Betriebe Unterstützung bei der Gewinnung dringend benötigter Fachkräfte.“
Die Beratung und Betreuung ist für Zugewanderte kostenfrei. Diese sollten Interesse an einer Ausbildung haben und über das Sprachniveau B1/B2 verfügen. Nina Lesic Calo betreut das Kümmerer-Programm bei der IHK-Bezirkskammer Rems-Murr.
Rechtsgrundlagen

Hinweise zum Berufsschulbesuch

Berufsschulpflicht

Jugendliche sind nach §§ 77, 78 Schulgesetz für Baden-Württemberg (SchG) zum Besuch der Berufsschule verpflichtet. Das gilt auch für Auszubildende, die zu Beginn der Ausbildung minderjährig waren, inzwischen aber volljährig sind.
Bei volljährigen Auszubildenden ergibt sich die Verpflichtung zum Besuch der Berufsschule in aller Regel aus dem Ausbildungsvertrag. In diesem wird regelmäßig die Pflicht zum Besuch der Berufsschule vereinbart.
Die Anmeldung erfolgt durch den Ausbildungsbetrieb bei der zuständigen Berufsschule.

Jugendliche

Bei Auszubildenden unter 18 Jahren sind zudem die Vorschriften des Jugendarbeitsschutzgesetzes zu beachten.

Freistellungspflicht

Auszubildende sind nach § 15 Berufsbildungsgesetz (BBiG) für die Teilnahme am Berufsschulunterricht vom Ausbildungsbetrieb freizustellen. Gemäß § 19 BBiG ist für die Zeit der Freistellung die Vergütung zu bezahlen.
Es gilt, dass Azubis:
  • nicht vor einem vor 09:00 Uhr beginnenden Berufsschulunterricht beschäftigt werden dürfen.
  • für die Teilnahme am Berufsschulunterricht freizustellen sind. Dabei wird die Berufsschulunterrichtszeit samt der Pausen auf die Ausbildungszeit angerechnet.
  • an einem Berufsschultag mit mehr als 5 Unterrichtsstunden von mindestens je 45 Minuten, einmal in der Woche freizustellen sind. Eine Anrechnung der Berufsschultage erfolgt mit der durchschnittlichen täglichen Ausbildungszeit. Im Anschluss an einen zweiten Berufsschultag in einer Woche dürfen Azubis und Jugendliche unter Berücksichtigung des § 8 JArbSchG (vgl. Dok. Nr. 8064), beschäftigt werden.
  • in Berufsschulwochen mit einem planmäßigen Blockunterricht von mindestens 25 Stunden an mindestens fünf Tagen freizustellen sind. Eine Anrechnung der Berufsschulwochen erfolgt mit der durchschnittlichen wöchentlichen Ausbildungszeit.
  • für die Teilnahme an Prüfungen und Ausbildungsmaßnahmen, die aufgrund öffentlich-rechtlicher oder vertraglicher Bestimmungen außerhalb der Ausbildungsstätte durchzuführen sind, samt Pausen, freigestellt werden müssen.
  • an dem Arbeitstag, der der schriftlichen Abschlussprüfung unmittelbar vorangeht, freizustellen sind. Anzurechnen ist die Freistellung mit der durchschnittlichen täglichen Ausbildungszeit. Dies gilt für gestreckte Abschlussprüfungen Teil 1 und Teil 2. Die Freistellung ist auch bei Wiederholungsprüfungen zu gewähren. Bei Zwischenprüfungen ist der Tag unmittelbar bevor nicht freizustellen.
Zum Besuch der Berufsschule gehört auch die Wahrnehmung der Aufgaben der Schülermitverantwortung (SMV) als Schülervertreter.
Den gewählten Schülervertretern ist deshalb vom Betrieb über die Teilnahme am Pflichtunterricht hinaus die Möglichkeit zu geben, ihre Verpflichtungen im Rahmen der schulrechtlichen Bestimmung nachzukommen.
Die Einladung zu SMV-Veranstaltungen sind dem Ausbildenden auf Anforderung durch eine Bestätigung der Schulleitung oder des damit beauftragten Verbindungslehrers nachzuweisen.
Die Beanspruchung eines Schülervertreters über den Pflichtunterricht hinaus soll fünf Tage bzw. zehn Halbtage im Schuljahr nicht überschreiten

Freistellungspflicht bei Nichtübernahme

Wenn Auszubildende die Mitteilung erhalten, dass sie nach der Ausbildung nicht übernommen werden, kann die Bewerbung für eine neue Stelle losgehen.
Kommt es zu einem Vorstellungsgespräch noch während der Ausbildungszeit, sind Auszubildende nach § 629 BGB für das Vorstellungsgespräch oder Auswahlverfahren unter Fortzahlung der Vergütung freizustellen.
Der Antrag ist beim Arbeitgeber rechtzeitig zu stellen und durch z.B. eine Einladung zum Vorstellungsgespräch zu belegen.

Anrechnung der Wegezeiten

Nach § 15 BBiG gehören zu den Zeiten der Teilnahme am Berufsschulunterricht auch die notwendigen Wegezeiten zwischen Berufsschule und Ausbildungsbetrieb.
Sie gehören zu den Zeiträumen, in denen Auszubildende zwar nicht am Berufsschulunterricht teilnehmen müssen, aber wegen des Schulbesuchs aus tatsächlichen Gründen gehindert sind, im Ausbildungsbetrieb an der betrieblichen Ausbildung teilzunehmen.
Nicht angerechnet wird dagegen die Wegezeit, die Auszubildende von der Wohnung bis zur Berufsschule benötigen oder nach der Schule zur eigenen Wohnung.

Kosten für den Besuch der Berufsschule

Wird die zuständige Berufsschule besucht, so hat grundsätzlich der Auszubildende die Wege- und Unterbringungskosten zu tragen. Teilweise gibt es hierzu Sonderregelungen in Tarifverträgen. Auch im einzelnen Ausbildungsvertrag kann eine (ggf. anteilige) Kostenübernahme durch den Ausbildungsbetrieb vereinbart werden.
Sollten für die Beschulung selbst Kosten entstehen, so dürfen diese hingegen nicht dem Auszubildenden auferlegt werden, sondern sind vom Ausbildungsbetrieb zu tragen. Besucht der Auszubildende auf Veranlassung des Ausbildungsbetriebs eine andere als die zuständige Berufsschule, so sind die Kosten (Wegekosten, ggf. Unterbringung) hierfür vom Ausbildungsbetrieb zu tragen.

Kostenerstattung beim verpflichtenden Besuch einer auswärtigen Berufsschule

Mit dem Schuljahr 2026/2027 gelten neue Regelungen zur Bezuschussung von Berufsschülerinnen und Berufsschülern bei einer auswärtigen Unterbringung während des Blockunterrichts.
Grundlage für die Förderung ist künftig eine sogenannte Positivliste. Ob eine Förderung möglich ist, hängt unter anderem von der besuchten Fachklasse, dem Berufsschulstandort, dem Ausbildungsjahr und teilweise auch vom Standort des Ausbildungsbetriebs ab. Die neuen Regelungen können sowohl neue als auch bereits bestehende Ausbildungsverhältnisse betreffen.
Über die Bewilligung eines Zuschusses entscheiden ausschließlich die zuständigen Behörden.
Neuordnung zum 01.08.2024

Neuordnung der umwelttechnischen Berufe

Die Verordnungen zur Neuordnung in den vier Umweltberufen wurden am 22. Dezember 2023 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und sind zum 1. August 2024 in Kraft getreten.
Neben neuen Berufsbezeichnungen wurden die Berufe inhaltlich modernisiert und es wird die gestreckte Abschlussprüfung eingeführt.
Künftig wird in den Berufen
  • Umwelttechnologe/-technologin für Wasserversorgung,
  • Umwelttechnologe/-technologin für Abwasserbewirtschaftung,
  • Umwelttechnologe/-technologin für Kreislauf und Abfallbewirtschaftung
  • Umwelttechnologe/-technologin für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen.
ausgebildet.
Einen Überblick über die Neuordnungen und weitere wichtige Informationen, erhalten Sie auf der Homepage des Bundesinstitut für Berufsbildung.
Ausbildung erfolgreich starten

Ausbildungsbeginn – Tipps für einen erfolgreichen Ausbildungsstart

Die erste Woche in der dualen Ausbildung ist ein aufregender, aber auch bedeutsamer Schritt im Leben eines jungen Menschen. Daher ist es wichtig, dass sowohl Auszubildende als auch Ausbilder diesem Neuanfang die nötige Aufmerksamkeit schenken, um eine Ausbildung erfolgreich zu beginnen.
Eine Ausbildung kann grundsätzlich zu jedem Zeitpunkt begonnen werden. Der reguläre Ausbildungsbeginn ist der 1. August oder 1. September eines jeden Jahres.
Bei einem abweichenden Ausbildungsbeginn sollte Rücksprache mit der zuständigen Ausbildungsberatung gehalten werden.
Ideen und Tipps wie Sie erfolgreich in eine Ausbildung starten:

Einführung und Orientierung

  • Informieren Sie die einbezogenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über den Ausbildungsstart.
  • Planen Sie den 1. Tag/die 1. Woche für den oder die neuen Auszubildenden.
  • Stellen Sie sicher, dass der oder dem Auszubildenden das Unternehmen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und grundlegende Abläufe vorgestellt werden. Eine Führung durch das Unternehmen kann ebenfalls sehr hilfreich sein.
  • Nutzen Sie Ihren betrieblichen Ausbildungsplan (Grundlage Sachliche und Zeitliche Gliederung), so haben Sie und Ihre Auszubildende auch einen guten Überblick wann der oder die Auszubildende wo eingesetzt ist.
Als aktivierender Auftakt für neue Auszubildende sind unsere Einführungsseminare für die Ausbildungsbetriebe ideal. Das Bildungshaus der IHK Region Stuttgart bietet hier für kaufmännische und gewerblich-technische Auszubildende verschiedene Einführungsseminare an.

Einführungsgespräch

Klären Sie Erwartungen, Ziele und eventuelle Ängste sowie die wichtigsten Rechte und Pflichten, wie zum Beispiel das Führen eines Berichtsheftes.

Ansprechpartner benennen

Alle Auszubildende sollten feste Ansprechpartnerinnen oder Ansprechpartner haben, an den er oder sie sich bei Fragen oder Problemen wenden kann.

Ausbildungsmaterial

Stellen Sie sicher, dass die oder der Auszubildende alle erforderlichen Materialen (zum Beispiel Werkzeuge, Laptop etc.) erhält, um die Aufgaben zu erfüllen.

Feedback

Auszubildende sollen durch konstruktives Feedback die Möglichkeit gegeben werden, aus Fehlern zu lernen und individuelle Stärken noch bewusster einzusetzen. Darüber hinaus bietet das Beurteilungsgespräch Auszubildenden Gelegenheit zu der Beurteilung Stellung zu nehmen bzw. Fragen zu stellen.

Forum für Ausbilderinnen und Ausbilder

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat in seinem Forum für Ausbilderinnen und Ausbilder www.leando.de ein Online-Angebot für Ausbildungs- und Prüfungspersonal veröffentlicht. Der Online-Leitfaden soll ausbildenden Fachkräften Hinweise und Impulse für den Umgang mit Auszubildenden geben und Lernprozesse erleichtern. Er gibt anschauliche Anregungen zum Ausbildungsalltag und gibt gute Beispiele, wie auch schwierige Situationen gemeistert werden können.

Und sollte es doch mal nicht rund laufen, bieten unsere Ausbildungsbegleiter Unterstützung zur Klärung der Situation, bei Konflikten, Problemen in der Berufsschule oder persönlichen, sozialen oder gesundheitlichen Schwierigkeiten mit Auszubildenden, wenn die Ausbildung von einem Abbruch bedroht ist.

Veranstaltungen

Sie haben Fragen zur Ausbildung und möchten diese offen, unkompliziert und direkt stellen? Dann laden wir Sie herzlich zu unserer virtuellen Ask Me Anything (AMA)-Session für Ausbilderinnen und Ausbilder ein.
Melden Sie sich jetzt direkt über unsere Veranstaltungsdatenbank an.

Die IHK Region Stuttgart auf Social Media

Da sein, wo gesucht wird.

In der mobilen Nutzung des Internets ist Social Media nicht mehr wegzudenken. Viele Menschen sind jeden Tag im Social Web unterwegs, um sich zu vernetzen, gezielt nach Informationen zu suchen und sich unterhalten zu lassen. Deswegen informiert die IHK Region Stuttgart ihre Zielgruppen über LinkedIn, Facebook und Instagram mit relevanten Neuigkeiten aus der IHK-Welt.

Angebot speziell für Azubis

Für junge Menschen und Auszubildende in der Region gibt es ein spezielles Angebot: den AzubiGuide.
  • Welche Ausbildungsberufe gibt es?
  • Was muss ich im Azubialltag wissen und beachten?
  • Wie kann man während der Ausbildung ins Ausland?
  • Was ist beim Schreiben des Berichtshefts zu beachten?
  • Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung?
Auf diese und viele andere Fragen gibt es auf Instagram Antworten aus erster Hand.
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Veranstaltung am 13.06.2024

Azubi Speed-Dating der IHK Bezirkskammer Böblingen

Melde dich direkt über das Onlineformular am Ende des Artikels an und lerne deinen zukünftigen Ausbildungsbetrieb kennen.

Warum ein Azubi Speed-Dating?

Du bist noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder dualen Studienplatz für September 2024? Dann ist dies die TOP-Veranstaltung für dich: Du triffst auf 15 renommierte Unternehmen aus der Region, die noch Auszubildende und duale Studenten in kaufmännischen, gewerblichen, gastronomischen, pflegerischen und IT-Berufen für 2024 suchen.
In 10 bis 15minütigen Gesprächen kannst du dich bei mehreren Unternehmen an diesem Tag vorstellen und sie von dir überzeugen.

Wer kann teilnehmen?

Du bist herzlich willkommen, wenn du einen Schulabschluss hast oder 2024 anstrebst und für September 2024 einen Ausbildungs- oder dualen Studienplatz suchst.

Welche Unternehmen bieten welche Ausbildungsberufe?

Wir haben die Liste der teilnehmenden Unternehmen mit ihren noch offenen Ausbildungs- und Studienplätzen für dich zum Download bereitgestellt.

Was kostet die Teilnahme?

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Muss ich mich anmelden?

Du solltest dich vorab für einen der beiden Zeitslots anmelden. Innerhalb dieses Zeitslots kannst du – je nach Anzahl der Teilnehmer - mit max. 6 Unternehmen sprechen. Bitte fülle dazu das untenstehende Formular aus und lade deinen Lebenslauf mit Bild hoch.

Noch Fragen?

Dann melde dich bei Christiane Schullerus-Sixt per Mail unter Christiane.Schullerus@stuttgart.ihk.de oder ruf an unter 07031 6201-8246.

Veranstaltungsdetails

Wann: Donnerstag 13. Juni 2024
9:00 bis 10:30 Uhr
10:45 bis 12:15 Uhr

Liste teilnehmender Unternehmen

Wo: Kaufmännisches Schulzentrum Böblingen, Aula Gebäude A
Steinbeisstr. 2, 71034 Böblingen

Anmeldeformular

Einstiegsqualifizierung (EQ) mit IHK Zertifikat

Einstiegsqualifizierung (EQ-Vertrag)

Ein Einstieg in die Berufsausbildung für Jugendliche, die noch nicht voll für eine klassische Ausbildung geeignet sind, sind die Einstiegsqualifizierungen mit IHK-Zertifikat. Für Unternehmen sind die "EQs" eine weitere Option, Talente zu entdecken.

Was ist eine Einstiegsqualifizierung?

Eine Einstiegsqualifizierung (EQ) ist eine vorgeschaltete Maßnahme für die Ausbildung. Jugendliche haben die Chance während der Praktikumszeit von mindestens vier bis maximal zwölf Monaten Teile eines Ausbildungsberufes, einen Betrieb und das Berufsleben kennenzulernen.
Ebenso haben die Unternehmen die Möglichkeit, die Jugendlichen praxisnah auf die Ausbildung vorzubereiten, da eine Übernahme in die Ausbildung angestrebt werden soll. Bei einem guten betrieblichen Zeugnis und einem vollständig geführten Berichtsheft erhalten die Praktikanten ein IHK-Zertifikat. Hierzu sind Berichtsheft und betriebliches Zeugnis bei der IHK einzureichen. Die Einstiegsqualifizierung kann auf eine spätere Ausbildung angerechnet werden.

Zielgruppe:
Schulabgänger ohne Ausbildungsplatz, Jugendliche mit Migrationshintergrund und Geflüchtete.

Was müssen Unternehmen tun?

Die Unternehmer schließen mit den Jugendlichen einen Vertrag über die Einstiegsqualifizierung.
  • Sie setzen die Jugendlichen in ihrem Unternehmen ein und vermitteln die fachspezifischen und sozialen Kompetenzen. Die Jugendlichen verpflichten sich zu lernen.
  • Bei Berufsschulpflicht (landesspezifisch unterschiedlich) ermöglichen die Unternehmen den Jugendlichen den Schulbesuch.
  • Die Agentur für Arbeit bezuschusst die Vergütung der EQ. Der Zuschuss wird regelmäßig angepasst. Zusätzlich zahlt sie einen pauschalierten Zuschuss zum Gesamtsozialversicherungsbeitrag, der ebenfalls regelmäßig angepasst wird.
  • Die Unternehmen stellen am Ende der Einstiegsqualifizierung ein betriebliches Zeugnis aus und bewerten die Leistungen.
  • Die IHK vergibt ein Zertifikat, das den Übergang in eine spätere Ausbildung oder Berufstätigkeit erleichtert.
  • Bei einer anschließenden Ausbildung im selben Beruf kann – auf Antrag und nach Einzelfallprüfung durch die zuständige IHK – der Anteil der EQ zeitlich angerechnet werden, der nachweislich auch in Inhalt und Umfang dem Ausbildungsberuf entspricht.

Vertrag

Betrieb und Praktikanten schließen einen schriftlichen Vertrag, bei Minderjährigen auch mit deren Erziehungsberechtigten. Nutzen Sie hierzu gerne die Vertragsvorlage (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 251 KB).
Der Vertrag wird zur Prüfung und Eintragung zeitnah bei der zuständigen IHK eingereicht. Die IHK muss umgehend informiert werden, falls das Vertragsverhältnis verlängert oder vorzeitig gelöst wird. Für die Vertragsverlängerung verwenden Sie bitte den Verlängerungsvertrag (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 147 KB).
Zwischen 1. Oktober und 1. Mai kann das EQ-Praktikum jederzeit begonnen werden. Die Vertragsdauer beträgt mindestens vier bis maximal zwölf Monate.

Vergütung und Förderung

Die Vergütung entspricht mindestens der Höhe des Förderbetrags der Agentur für Arbeit. Dies sind zur Zeit monatlich 276 Euro.
Die vertraglich festgelegte Vergütung wird vom Betrieb monatlich ausbezahlt, unabhängig davon, ob die EQ gefördert wird.Die Pflicht zur Zahlung des Mindestlohns gilt nicht.
Betriebe können sich die Vergütung fördern lassen. Reichen Sie den Förderantrag vor Praktikumsbeginn bei dem zuständigen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit ein. Bitte beachten Sie den Förderzeitraum. Einzelheiten zu den Fördervoraussetzungen erfahren Sie bei der Agentur für Arbeit.
Sozialversicherung: Das Praktikum ist eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit. Auf Antrag kann der Betrieb von der Agentur für Arbeit einen pauschalierten Anteil zur Sozialversicherung erhalten.

Inhalte und Pflichten

Betrieb und Berufsschule verpflichten sich, erste Ausbildungsinhalte eines anerkannten Ausbildungsberufes zu vermitteln. Die Inhalte für die jeweilige Einstiegsqualifizierung sind in einer sachlichen Gliederung festgelegt.
Die Praktikanten verpflichten sich, regelmäßig pünktlich zur Arbeit zu kommen und zuverlässig und kooperativ mitzuarbeiten. Sie werden vom Betrieb unter Anleitung in den täglichen Arbeitsprozess integriert. Im Krankheitsfall gelten die gleichen Regeln wie für die anderen Arbeitnehmer des Betriebs.

Berichtsheft

Die Praktikanten schreiben ein Berichtsheft. Es gelten die gleichen Bestimmungen und Anforderungen wie für Auszubildende.

Berufsschule

Praktikanten unter 18 Jahren sind in der Regel berufsschulpflichtig.

EQ-Plus

Die Einstiegsqualifizierung wird bei EQ-Plus mit gezielten Unterstützungsmaßnahmen wie durch ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) oder sozialpädagogische Betreuung kombiniert, damit diese Jugendlichen die Einstiegsqualifizierung möglichst erfolgreich absolvieren und in eine Ausbildung übergehen.
Berufsorientierung

Elternhotline

Telefonberatung unterstützt in der Berufsorientierung
Der Service „Azubi gesucht – IHK Bewerbervermittlung“ der IHK-Bezirkskammer Böblingen bietet einmal monatlich eine Telefonhotline für Eltern an, die Unterstützung für ihre Kinder bei der Berufsorientierung suchen oder deren Kinder auf der Suche nach einem Praktikum oder Ausbildungsplatz sind.
Jeden ersten Dienstag im Monat können interessierte Eltern sich von 14:00 – 16:30 Uhr mit ihren Anliegen und Fragen telefonisch bei der IHK-Bezirkskammer Böblingen melden.
Die Hotline ist erreichbar unter Tel. 07031 6201-8246.
Tipp, Hilfsmittel und Sprachkursangebote

Deutsch für den Beruf

Das Beherrschen der deutschen Sprache ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die erfolgreiche Integration von Zugewanderten in den Arbeitsmarkt. Für den Deutschspracherwerb gibt es zahlreiche Unterstützungsangebote – unter anderem die Job-Berufssprachkurse des BAMF. Hier finden Sie neben zahlreichen Tipps und Hilfsmitteln für den Spracherwerb eine Checkliste für Betriebe, die Sie bei der Einrichtung solcher Kurse unterstützen soll.
In den meisten Fällen reichen die im Integrationskurs erworbenen Kenntnisse nicht aus, um die im Unternehmen notwendige Kommunikation zu bewältigen. Weitere Maßnahmen und fachspezifisches Vokabular sind häufig erforderlich, um ausländische Bewerberinnen und Bewerber für eine Beschäftigung oder Ausbildung fit zu machen.
Die beste Umgebung, um Deutsch für den Beruf zu erlernen, ist der Arbeitsplatz. Vieles können Sie im Unternehmen selbst tun, um Zugewanderten und Geflüchteten den Umgang mit der deutschen Sprache zu erleichtern. Hier erhalten Sie erste Tipps und Anregungen. Außerdem finden Sie verschiedene Hilfsmittel, Informationen und Links zu Fördermöglichkeiten sowie Ansprechstellen.

Praktische Hinweise für den betrieblichen Alltag

  • Führungskräfte, Kolleginnen und Kollegen für Schwierigkeiten und potenzielle Missverständnisse in der Kommunikation sensibilisieren
  • lernförderliche Arbeitsumgebung schaffen, zum Beispiel durch den Einsatz von Bildern, Piktogrammen, kleinen Handbüchern oder Vokabel-Apps
  • einfache und gut verständliche Sprache verwenden, z. B. für Dokumente, die im Betrieb zum Einsatz kommen (siehe „Tipps zur Kommunikation“)
  • „Sprachmentoren“ aus der Stammbelegschaft gewinnen
  • Sprachtandems oder Lerngruppen einrichten
  • eigene berufsbezogene Deutschkurse im Betrieb organisieren
  • Teilnahme an Kursangeboten ermöglichen, Kosten für Deutschkurse übernehmen
  • Lernmedien zur Verfügung stellen

Tipps zur mündlichen und schriftlichen Kommunikation

  • Informationen gut strukturieren
  • einfache, aber korrekte Sprache verwenden:
    – langsam und deutlich sprechen, einfache Wörter verwenden
    – kurze Sätze möglichst ohne Füllwörter, eine Aussage pro Satz
    – Verben statt Substantive
    – Aktiv statt Passiv
    – kein Dialekt, keine Redewendungen, keine Ironie
    – keine „Kindersprache“
  • Sprache durch Gestik und Mimik unterstützen
  • mit Grafiken, Bildern und Fotos visualisieren
  • Abkürzungen und Fachbegriffe erklären
  • international bekannte Fremdwörter verwenden
  • Nachfragen ermöglichen, Inhalte in eigenen Worten wiedergeben lassen

Hilfsmittel und Wortschatzaufbau

Folgende Hilfsmittel sensibilisieren und unterstützen Vorgesetzte, Kolleginnen und Kollegen bei der sprachlichen Verständigung (→ geeignet nicht nur für die Ausbildung!):

Materialien zum Wortschatzaufbau für verschiedene Berufsfelder

Links zu kostenfreien Sprachlernangeboten

  • VHS-Lernportal der Volkshochschulen: Online-Kurse und -Lektionen, u. a. B1- und B2-Deutschkurs Beruf sowie Wortschatztrainings für die Bereiche Pflege, Berufskraftfahrer, Lager/Logistik, Hotel- und Gastronomie
  • Goethe-Institut: Online-Übungen mit wichtigen Wörtern für ausgewählte Berufsbilder wie soziale Berufe, Wissenschaft und Technik, Büro, Dienstleistungen, Kulturberufe, Handwerk
  • Deutsche Welle: Video-Lektionen und Online-Aufgaben für verschiedene Bereiche wie Gastronomie, Anlagenmechanik, Gebäudereinigung, Krankenpflege, Einzelhandel, Erziehung

Berufsbezogene Deutschförderung und -kurse

Es gibt verschiedene Fördermöglichkeiten, um ausländische Mitarbeitende beim Erlernen von berufsbezogenem Deutsch zu unterstützen. Dies geht von staatlich geförderten Deutschkursen über Sprachförderung vor und während der Berufsausbildung bis hin zur Steuerfreistellung von betrieblichen Deutschkursen.

Geförderte Berufssprachkurse

  1. Kurse im Rahmen der berufsbezogenen Deutschsprachförderung des BAMF – für Deutsche mit Migrationshintergrund, EU-Bürger, Zugewanderte und Geflüchtete:
  2. Kurse im Rahmen der Verwaltungsvorschrift „Deutsch“ des Sozialministeriums Baden-Württemberg – für Geflüchtete und andere Menschen mit Migrationshintergrund ohne Zugang zu BAMF-Kursen

Weitere Deutschförderung vor und während der Ausbildung

Steuerfreiheit von betrieblichen Deutschkursen

  • Betriebliche Deutschkurse zur beruflichen Integration von Flüchtlingen müssen nicht vom Arbeitnehmer als geldwerter Vorteil versteuert werden: Sie führen nicht zu Arbeitslohn, wenn der Arbeitgeber die Sprachkenntnisse in dem für den Arbeitnehmer vorgesehenen Aufgabengebiet verlangt
  • Für Unternehmen gilt: als Fortbildungskosten sind die Kursgebühren steuerfrei

Checkliste für Betriebe: Wie kann ich einen geförderten Job-Berufssprachkurs für meine Beschäftigten anbieten?

  • Zielgruppe:
    Teilnahmeberechtigt sind u. a. Beschäftigte, deren Deutschkenntnisse nicht ausreichen, um den Arbeitsalltag zu meistern; Eingangssprachniveau A2

  • Förderberechtigter Personenkreis:
    Deutsche mit Migrationshintergrund, EU-Bürger, Zugewanderte und Geflüchtete

  • Inhalt und Vorteile:
    Auf den Arbeitsplatz bezogener, gezielter Spracherwerb, d. h. die Lerninhalte werden im Unternehmen ermittelt – dafür können die Lehrkräfte am Arbeitsplatz hospitieren; der Job-BSK umfasst 100 bis 150 Unterrichtseinheiten (UE); eingeschlossen ist ein individuelles Sprachcoaching inkl. Lernberatung

  • Teilnahmekosten:
    • Eigenbeteiligung von 2,56 Euro je UE für Beschäftigte, d. h. bei einem Kurs von 100 UE insgesamt 256 Euro – Übernahme durch den Arbeitgeber möglich
    • kostenfrei für Beschäftigte, deren Bruttoentgelt 33 Prozent der jährlichen Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung nicht übersteigt (2026 entspricht dies 33.462 Euro/Jahr); sind Kinder vorhanden, erhöht sich diese Grenze (z. B. Bruttoentgelt bei einem Kind: 43.602 Euro/Jahr, bei zwei Kindern: 53.742 Euro/Jahr)

  • Vorgehensweise:
  1. Arbeitgeber identifiziert eine hinreichend große Gruppe an Teilnehmenden: ideal 7, mind. 3 Personen mit ähnlichen Arbeitsplatzanforderungen/Berufen
    → Kursteilnehmende können während der Unterrichtszeit durch den Arbeitgeber unter Lohnfortzahlung freigestellt werden
    Benötigen nur einzelne Personen in Ihrem Unternehmen einen Sprachkurs? Sie können sich mit anderen Arbeitgebern zusammenschließen und gemeinsam einen Kurs initiieren.
  2. Arbeitgeber meldet den Bedarf an die zuständige Regionalstelle des BAMF
  3. BAMF unterstützt bei der Identifizierung des durchführenden Kursträgers
  4. Arbeitgeber stellt Anträge auf Teilnahmeberechtigung beim BAMF: möglichst gebündelte Einreichung der Anträge mit Postvollmacht
  5. BAMF prüft Anträge und stellt Teilnahmeberechtigungen aus
  6. Kurse werden individuell zugeschnitten: zusammen mit dem Arbeitgeber werden spezifische Situationen und Bedarfe am Arbeitsplatz ermittelt
  7. Flexible Möglichkeiten der Kursdurchführung:
    – im Blockunterricht, in Voll- oder Teilzeit, als Vormittags-, Nachmittags-, Abendkurse
    – auch in den Räumen des Arbeitgebers
    – bei Bedarf auch online oder in virtuellen Klassenzimmern bzw. hybrid

Weiterführende Infos und Ansprechstellen

Folgende Leitfäden zeigen, wie Sie Sprachkenntnisse einschätzen können, welche Angebote und Förderungen es zum Deutschlernen gibt und was Sie im Betrieb selbst tun können:
Die Fachstelle Berufsbezogenes Deutsch gibt Ihnen Hilfestellung, wie Sie als Unternehmen Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Deutschlernen unterstützen können – sei es durch Organisation von Deutschkursen, Sprachcoaching oder Sprachmentoring. Hier finden Sie hilfreiche Publikationen der Fachstelle:
Änderungen 2024

Gesetzliche Regelungen in 2024

Zahlreiche neue Gesetze, Gesetzesänderungen und Regelungen treten zum 1. Januar 2024 in Kraft. Welche Regelungen müssen Unternehmen ab 2024 beachten?

Die DIHK hat die wichtigsten Änderungen, nach Themenfeldern zusammengestellt und wird dies zudem fortlaufend ergänzen.
Die Themenbereiche reichen von Arbeitswelt, Digitales, Finanzen, Steuern, Gesellschafts- und Bilanzrecht, Handel, Gastgewerbe, Internationales, bis hin zu Energie, Umwelt und Verkehr. Sie finden dort beispielsweise Informationen zu Einwegkunststoffen, Pfandregelungen, CO2, CBAM, Fachkräfteeinwanderung, Maut und vieles mehr….
Auf der Webseite des DIHK sind diese zusammengestellt und werden fortlaufend ergänzt.


Schwangerschaft und Ausbildung

Schwanger in der Ausbildung - was jetzt?

Du bist schwanger und noch in deiner Ausbildung? Keine Angst, du kannst wegen einer Schwangerschaft deinen Ausbildungsplatz nicht verlieren. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie du trotz Schwangerschaft deine Ausbildung beenden kannst.
Während einer Schwangerschaft stehst du unter besonderem Schutz. Der Betrieb muss in Fällen einer Schwangerschaft, egal, ob in der Ausbildung oder Berufstätigkeit, Pflichten zu Schutzfristen und -maßnahmen nachkommen.
Daher solltest du deinen Betrieb über deine Schwangerschaft in Kenntnis setzten, sobald dir diese bekannt ist. Viele Frauen tun dies nach dem dritten Monat, da aus medizinischer Sicht erst dann die kritische Zeit der Schwangerschaft vorbei ist. Am besten sprichst du mit deinem Arzt/deiner Ärztin darüber, wann du mit deinem Ausbildungsbetrieb reden solltest.
Wichtig ist, dass du deinen Betrieb rechtzeitig darüber informierst, dass du schwanger bist.
Wenn du deinen Betrieb über deine Schwangerschaft informierst, hat der Arbeitgeber eine sogenannte Schweigepflicht gegenüber Dritten. Jedoch gibt es Personen in deinem Betrieb, die darüber informiert werden müssen, dies sind z.B. die Personalabteilung, deine Vorgesetzte/dein Vorgesetzter und Personen, die für den Arbeitsschutz zuständig sind.
Sobald deine Ausbildenden von der Schwangerschaft wissen, gelten für dich die besonderen Schutzbestimmungen des Mutterschutzgesetzes. Dein Betrieb kann eine Bestätigung (von deiner Ärztin, deinem Arzt oder deinen Geburtshelfenden) über deine Schwangerschaft und den voraussichtlichen Geburtstermin verlangen. Diese Informationen benötigt er, weil er die Mutterschutzfristen für dich ausrechnen muss. Die Kosten für die Bestätigung muss der Arbeitgeber übernehmen.
Du fragst dich jetzt bestimmt, welche Schutzmaßnahmen während und nach der Schwangerschaft für dich gelten.

Vorsorgeuntersuchung

Dein Betrieb muss dich für die Vorsorgeuntersuchungen unter Fortzahlung deines Gehaltes freistellen, falls die Termine nur zur Arbeitszeit möglich sind. Die daraus entstehenden Fehlzeiten müssen nicht vor- oder nachgearbeitet werden. Der Termin wird wie ein „normaler“ Arzttermin wahrgenommen.

Mutterschutzfrist

Die Mutterschutzfristen sind die sechs Wochen vor und die acht Wochen nach der Entbindung. Während dieser Zeit bist du von der Arbeit befreit.
Bei Früh- oder Mehrlingsgeburten verlängert sich die Frist von acht auf zwölf Wochen nach der Geburt. Wird bei einem Kind innerhalb von acht Wochen nach der Entbindung eine Behinderung festgestellt, verlängert sich die Schutzfrist ebenfalls von acht auf zwölf Wochen.
Du kannst dich jedoch auch dafür entscheiden, bis zur Geburt weiterzuarbeiten. Diese Entscheidung kannst du jederzeit rückgängig machen. Beachte jedoch, dass du nach der Entbindung, während der Schutzfrist, nicht arbeiten darfst. Bei einer Frühgeburt verlängert sich die Mutterschutzfrist um die Tage, die du vor der Entbindung nicht in Anspruch nehmen konntest. Trotz Mutterschutz steht dir dein normaler Erholungsurlaub in voller Höhe zu. Solltest du wegen der Schwangerschaft bzw. Mutterschutz deinen Resturlaub im laufenden Jahr nicht nehmen können, so bleibt er dir auch noch nach dem 31.03. des darauffolgenden Jahres erhalten. Deine Ausbildungsdauer verlängert sich durch die Mutterschutzfristen nicht.
Während der Mutterschutzfristen bekommst du weiterhin dieselbe Ausbildungsvergütung wie vorher. Deine Vergütung setzt sich aus dem Mutterschaftsgeld, das von der Krankenkasse gezahlt wird, und einem Arbeitgeberzuschuss zusammen.

Arbeitszeit

Während deiner Schwangerschaft sowie über die Dauer der Stillzeit darfst du ohne deine ausdrückliche Erlaubnis/Einwilligung nicht mit Mehrarbeit, Nachtarbeit zwischen 20 und 6 Uhr sowie nicht an Sonn- und Feiertagen beschäftigt werden. Zudem muss dein Betrieb bei einer Beschäftigung zwischen 20 und 22 Uhr eine Bestätigung bei der zuständigen Aufsichtsbehörde einholen und dein Arzt/deine Ärztin müssen dies erlauben.
Deine Arbeitszeit darf 8,5 Stunden pro Tag oder 90 Stunden in der Doppelwoche nicht überschreiten. Bei Minderjährigen darf die Arbeitszeit nicht über acht Stunden täglich oder 80 Stunden in der Doppelwoche hinausgehen.

Schutzmaßnahmen und Beschäftigungsverbote

Kannst du in Absprache mit deiner Frauenärztin bzw. deinem Frauenarzt bestimmte Tätigkeiten aus medizinischen Gründen nicht mehr bewältigen oder gefährden diese deine Gesundheit oder die Gesundheit deines Kindes, kann dir dein Frauenarzt bzw. deine Frauenärztin hierfür ein Attest ausstellen.
Ein Beispiel hierfür wäre:
Du hast viele Tätigkeiten, die überwiegend im Stehen oder im Sitzen bewältigt werden müssen? Dann ist dein Betrieb verpflichtet, hierfür eine Abhilfe oder einen Ausgleich zu schaffen. Dies kann z.B. eine Liege oder ein Sofa zum Ausruhen sein.
Es gibt eine Reihe von Tätigkeiten, die Schwangere sowie stillende Frauen grundsätzlich nicht ausführen dürfen, wie zum Beispiel das Heben sowie der Transport von Gegenständen per Hand, die mehr als 5 kg (regelmäßig) oder mehr als 10 kg (gelegentlich) wiegen. Nach dem fünften Schwangerschaftsmonat darfst du nicht mehr länger als vier Stunden täglich stehen.
Dasselbe gilt für Tätigkeiten, bei denen du dich häufig beugen, strecken oder bücken musst. Akkordarbeit und Fließbandarbeit mit vorgeschriebenem Tempo, extremer Lärm oder der Kontakt mit Gefahrstoffen (z.B. Lacke, giftige Dämpfe durch Reinigungsmittel, Röntgenstrahlen etc.) sind ebenfalls verboten.
Gilt bei dir ein Beschäftigungsverbot für bestimmte Tätigkeiten, kann dein Betrieb nach anderen Beschäftigungsmöglichkeiten suchen, dies jedoch nur, wenn die neue Tätigkeit mit deiner Ausbildung zu tun hat: z.B. Telefondienst statt Patientenkontakt, Lieferscheinkontrolle statt Paletten abladen, Marketingaktionen planen statt Kunden bedienen usw. Sollte es keine Möglichkeit geben, dich ausbildungsgerecht und gefährdungsfrei zu beschäftigen, muss dein Ausbildungsbetrieb dich freistellen und dir in dieser Zeit Mutterschutzlohn in Höhe deines Ausbildungsgehaltes zahlen.

Kündigungsschutz

Von Beginn der Schwangerschaft an bis nach Ablauf des vierten Monats nach der Geburt, stehst du unter besonderem Kündigungsschutz und dir kann nicht gekündigt werden – auch nicht in der Probezeit! Dies gilt auch, wenn dein Betrieb noch nichts von deiner Schwangerschaft wusste.
Solltest du eine Kündigung durch deinen Ausbildenden erhalten, musst du innerhalb von zwei Wochen nach Eingang der Kündigung deinen Ausbildungsbetrieb über deine Schwangerschaft informieren. Am besten, du machst dies schriftlich. Sollte dein Betrieb seine Kündigung trotzdem nicht zurücknehmen, solltest du innerhalb von drei Wochen Widerspruch einlegen und eine Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht einreichen.

Doch wie geht es jetzt mit deiner Ausbildung weiter?

Solltest du dich in deinem letzten Ausbildungsjahr befinden, kannst du gemeinsam mit deinem Ausbildungsbetrieb und der IHK Region Stuttgart prüfen, ob du die Voraussetzungen für eine vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung erfüllst.
Oftmals ist das Ablegen der Prüfung während der Schwangerschaft etwas einfacher als nach der Entbindung. Nach § 45 Abs. 1 Berufsbildungsgesetz kannst du einen Antrag auf vorzeitige Zulassung aufgrund von guten Leistungen bei deiner zuständigen Prüfungsstelle einreichen.
Eine Garantie auf frühere Prüfungsteilnahme gibt es jedoch nicht. Bestehst du die Prüfung nicht, hast du wie alle anderen Auszubildenden maximal zwei Wiederholungsversuche.
Zudem hast du auch die Möglichkeit, deine Abschlussprüfung während der Mutterschutzfristen abzulegen.
Solltest du dich jedoch dafür entscheiden, deine Abschlussprüfung nach der Geburt abzulegen, ist dies jederzeit möglich. Du darfst zwar während dem absoluten Beschäftigungsverbot nach der Geburt nicht arbeiten, aber an der Prüfung darfst du teilnehmen. Eine Teilnahme ist nur möglich, wenn du alle Prüfungsvoraussetzungen, insbesondere genug absolvierte Ausbildungszeit, erfüllt hast und von deiner zuständigen Stelle die Prüfungszulassung erhalten hast.
Sollte die Prüfung noch etwas weiter weg sein, hast du die Möglichkeit, nach deiner Mutterschutzfrist deine Ausbildung wieder ganz normal aufzunehmen.
Sei dir aber bewusst, dass sich deine Ausbildung gegebenenfalls verlängern kann, wenn viele Fehlzeiten entstanden sind. Dein Betrieb muss bei der Prüfungsanmeldung Fehlzeiten angeben; falls es zu viele Fehltage sind, kannst du nicht zur Prüfung zugelassen werden.
Du selbst kannst ebenfalls eine Verlängerung deiner Ausbildung beantragen, solltest du dir z.B. nicht sicher sein, dass du genug Zeit hast, dich vorzubereiten. So kannst du bei deinen Ausbildenden und der für dich zuständigen Stelle beantragen, dass deine Ausbildungszeit entsprechend verlängert wird. Wenn du einen Verlängerungsantrag stellst, wird auch dein Betrieb gehört und dann entscheidet die zuständige Stelle.
Worüber du auf jeden Fall nachdenken solltest, ist das Thema Kinderbetreuung. Wenn dein Kind da ist und du die Ausbildung fortsetzen möchtest, muss die Betreuung deines Kindes gewährleistet sein. Um einen Platz in einem Kindergarten solltest du dich möglichst früh, am besten schon während der Schwangerschaft, kümmern, da die Wartezeiten meist sehr lang sind. Die Kosten für einen Kindergartenplatz staffeln sich in der Regel entsprechend der Höhe des Gehalts, sodass es für dich als Auszubildende nicht so teuer wird.
Sollte dein Kind krank werden, hast du nach § 19 Abs.1 BBiG als Auszubildende einen Anspruch auf die volle Lohnfortzahlung für einen Zeitraum von bis zu sechs Wochen für die Betreuung deines erkrankten Kindes. Beim Arzt deines Kindes musst du dir eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen lassen und bei deinem Betrieb spätestens am dritten Tag deiner Abwesenheit einreichen, ganz so, als würdest du dich bei deinem Hausarzt krankschreiben lassen. Sind die sechs Wochen ausgeschöpft, und dein Kind ist immer noch oder wieder krank, ist der Ausbildungsbetrieb weiterhin verpflichtet, dich für die Betreuung deines Kindes freizustellen. Er darf jetzt aber den Lohn entsprechend der Fehltage kürzen. Du hast nun die Möglichkeit, bei deiner Krankenkasse Kinderkrankengeld für maximal zehn Arbeitstage im Jahr zu beantragen. Bei Alleinerziehenden sind es sogar 20 Arbeitstage.
Ausbilderinnen und Ausbilder

Erfolgreich ausbilden: Wir unterstützen Sie!

Ausbilderinnen und Ausbilder werden immer wieder mit ganz unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert. Schwierig wird es, wenn durch Konflikte im Betrieb, Probleme in der Berufsschule oder persönliche, soziale oder gesundheitliche Schwierigkeiten eines Auszubildenden das Ausbildungsverhältnis von einem Abbruch bedroht ist.
Bereits bei ersten Anzeichen bieten wir Ihnen Unterstützung zur Klärung der Situation und eine Begleitung des Ausbildungsverhältnisses. Gemeinsam mit Ihnen erarbeiten wir Wege, damit eine gefährdete Berufsausbildung doch noch gelingen oder andere Wege für Sie und den Auszubildenden gefunden werden können.
Wir beraten im Kreis Stuttgart und in den Landkreisen Ludwigsburg, Böblingen, Esslingen, Rems-Murr, Göppingen. Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme und Ihr Vertrauen!
Sie erreichen die Ausbildungsbegleiterinnen und Ausbildungsbegleiter

Unser Angebot für Sie

  • Einzelgespräche und individuelle Beratung, um das gefährdete Ausbildungsverhältnis zu stabilisieren oder andere Perspektiven zu überlegen
  • Hilfe bei der Einleitung individueller Unterstützungsleistungen für den Auszubildenden
  • Schulungen und Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch, wie Sie mit Problemstellungen situativ und präventiv umgehen könnten. Themenspektrum: Signale für einen Ausbildungsabbruch, Konfliktmanagement, Krisenbewältigung, Kulturelle Vielfalt im Betrieb managen.
  • Weitere Angebote können Sie dem Veranstaltungskalender der Koordinierungsstelle entnehmen.

Förderung

Das Programm „Erfolgreich ausgebildet – Ausbildungsqualität sichern“ richtet sich an Auszubildende sowie Ausbilderinnen und Ausbilder in klein- und mittelständischen Betrieben. Das Angebot wird gefördert aus Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg. Weitere Informationen zum Programm finden Sie auf der Homepage der Koordinierungsstelle.
Logo der Initiative erfolgreich ausgebildet

Logo Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus

Unterstützung für Betriebe

Förderungen für Betriebe

Sie bilden mit Ihrem Unternehmen aus und sind auf der Suche nach Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten? Sie haben Probleme mit einem Auszubildenden, benötigen eine Beratung bei der Berufsorientierung oder finanzielle Hilfe?
Die IHK hilft Ihnen gerne weiter und informiert Sie zu diversen Unterstützungsangeboten.

Förderprogramme für Unternehmen

Ausbilderinnen und Ausbilder
Mann redet auf junge Frau ein

Bei Konflikten, Problemen in der Berufsschule oder persönlichen, sozialen oder gesundheitlichen Schwierigkeiten Auszubildender bieten wir Unterstützung zur Klärung der Situation, wenn die Ausbildung von einem Abbruch bedroht ist.

Förderung und Unterstützung
Ausbilderin erklärt Azubis und Mitarbeitern etwas am PC

Die Assistierte Ausbildung – AsA wurde mit den ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) zusammengeführt. Mit ihr können die Chancen für den erfolgreichen Ausbildungsverlauf für schwächere Jugendliche deutlich erhöht werden.

Einstiegsqualifizierung (EQ) mit IHK Zertifikat
Auszubildende mit Ausbilder an der Supermarktkasse

Jugendliche erhalten mit der EQ die Möglichkeit, in einem Zeitraum von vier bis zwölf Monaten Teile eines Ausbildungsberufes, einen Betrieb und das Berufsleben kennenzulernen. Die Einstiegsqualifizierung dient als Türöffner in den Beruf.

IHK Region Stuttgart

Weitere Unterstützungsangebote für Unternehmen

Für IHK-Azubis

Erfolgreich durch die Ausbildung

Du hast es geschafft und eine Zusage für einen Ausbildungsplatz? Herzlichen Glückwunsch – jetzt heißt es: Erfolgreich ins Berufsleben starten! Alle nützlichen Infos für den erfolgreichen Ausbildungsstart haben wir hier für dich zusammengestellt.
Gut zu wissen: Wir sind für dich da, bei allen Anliegen, Fragen, Sorgen rund um deine Ausbildung!
• Telefonisch: Servicecenter Ausbildung, Telefon 0711 2005-1111
• Per Kontaktformular
• Per E-Mail: ausbildung@stuttgart.ihk.de
• ...und auf Instagram (@ihk_azubi_guide)

Vor dem Ausbildungsstart

Vor Beginn der Ausbildung musst du mit deinem Ausbildungsbetrieb einen Berufsausbildungsvertrag schließen. Wenn du noch nicht volljährig bist, müssen diesen auch deine Erziehungsberechtigten unterschreiben. Dein Betrieb übermittelt den Vertrag dann uns, die IHK, und wir tragen das Ausbildungsverhältnis bei uns ein.
Sobald der Vertrag eingetragen ist, bekommt dein Ausbildungsbetrieb eine Eintragungsbestätigung zugesendet.

Zusatzvereinbarungen zum Ausbildungsvertrag

Sonstige Vereinbarungen zum Berufsausbildungsvertrag, die dem Sinn und Zweck der Berufsausbildung widersprechen oder zu Ungunsten des/der Auszubildenden von den gesetzlichen Vorschriften abweichen, sind unzulässig.

Für Fragen rund um Zusatzvereinbarungen und Nebenabreden stehen Ihnen unsere Ausbildungsberaterinnen und Ausbildungsberater der IHK Region Stuttgart gerne zur Verfügung.

Während deiner Ausbildung

Azubi-Infocenter

Das Azubi-Infocenter hält für dich digital zahlreiche wichtige Informationen rund um deine Ausbildung sowie deine digitale AzubiCard bereit.
Deine persönlichen Zugangsdaten kommen gegen Ende der maximalen Probezeit per Briefpost direkt zu dir nach Hause.

Rechte und Pflichten

Mit dem Beginn einer Ausbildung kommen einige Pflichten auf dich zu. Du musst zum Beispiel ein Berichtsheft führen und am Berufsschulunterricht teilnehmen. Du hast aber auch Rechte, die du kennen solltest, wie zum Beispiel den Anspruch auf eine angemessene Ausbildungsvergütung oder Urlaub. Einen kompletten Überblick gibt dir der Artikel „Rechte und Pflichten in der Berufsausbildung“

Verkürzung und vorzeitige Zulassung

Die Regelausbildungszeit beträgt in den meisten Ausbildungsberufen drei Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen kannst du die Ausbildungszeit bis zu einem Jahr verkürzen.

Sorgen oder Probleme in der Ausbildung

Du hast Schwierigkeiten im Betrieb, in der Berufsschule oder privat richtig Stress? Du überlegst den Betrieb zu wechseln oder deine Ausbildung sogar abzubrechen? Die IHK-Experten vom „Programm „Erfolgreich ausgebildet – Ausbildungsqualität sichern“ beraten und unterstützen dich, damit du dranbleiben oder einen neuen Weg für dich finden kannst. Sie helfen dir auch, wenn du Schwierigkeiten beim Lernen hast und informieren dich über Möglichkeiten der Nachhilfe, wie die Assistierte Ausbildung - AsA flex der Arbeitsagentur.

VerAplus – Verbesserung von Ausbildungserfolgen

VerAplus heißt Verbesserung von Ausbildungserfolgen und ist ein bundesweites Angebot des Senior Expert Service (SES), das junge Menschen in der Ausbildung unterstützt und zielt darauf ab, die Ausbildungserfolge zu verbessern.
VerAplus vermittelt dir einen Coach, der dich durch die Ausbildung begleitet. Er ist im Ruhestand und hilft dir zum Beispiel bei Problemen in der Berufsschule oder im Ausbildungsbetrieb. Das macht er in seiner Freizeit und ehrenamtlich.
Weitere Informationen haben wir im Artikel VerAplus – Verbesserung von Ausbildungserfolgen zusammengefasst.

AzubiCard Digital

Alle Informationen rund um die digitale AzubiCard haben wir im Artikel “AzubiCard” für dich zusammengestellt.

Ausbildungsbotschafter werden

Du möchtest deinen Ausbildungsberuf und -betrieb anderen Jugendlichen vorstellen und dich so in einem tollen Projekt engagieren? Details gibt es im Artikel „Die Initiative Ausbildungsbotschafter“ – sprich uns gerne an!

Ausbildung mit Extras

Während der Ausbildung ins Ausland

Schon während der Ausbildung Berufserfahrung im Ausland sammeln – das geht! Wir haben Informationen zum Auslandsaufenthalt zusammengestellt, die bei der Organisation helfen.

Zusatzqualifikation

Mit einer Zusatzqualifikation kannst du während der Ausbildung besondere Kompetenzen erwerben und deine Leistungsbereitschaft unter Beweis stellen – schau mal in der Übersicht, ob es eine passende ZQ für dich gibt. Wir beraten dich gerne.

Ausbildung plus Fachhochschulreife

Das geht – alle Informationen über Voraussetzungen und Ablauf haben wir im Artikel „Ausbildung plus Fachhochschulreife“ zusammengestellt.

Werde Energiescout! Auszubildende für Energieeinsparung und Klimaschutz

Trage in deinem Ausbildungsbetrieb dazu bei, Energieeinsparpotenziale zu erkennen, zu dokumentieren und Verbesserungen anzuregen.
Die IHK Region Stuttgart qualifiziert mit dem IHK-Bildungshaus der IHK Region Stuttgart Auszubildende zum „Energiescout”.
Weitere Informationen rund um die Energiescouts findest du auf der Homepage des Baden-Württembergischer Industrie- und Handelskammertag e.V.

Ausbildung erfolgreich abschließen

Prüfungen

Für den erfolgreichen Abschluss deiner Ausbildung musst du eine Zwischen- und eine Abschlussprüfung ablegen. In der Ausbildungsordnung sind Zeitpunkt, Inhalte und Struktur der Prüfung sowie die Regeln für das Bestehen festgelegt.

Zeugnis

Wenn du deine Ausbildung erfolgreich bestanden hast, bekommst du ein IHK-Abschlusszeugnis sowie ein Zeugnis der Berufsschule. Zudem muss dein Ausbildungsbetrieb dir mindestens ein einfaches Ausbildungszeugnis ausstellen.

Nach der Ausbildung

Nach der erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung startest du direkt in die Arbeitswelt. Mit erster Berufspraxis kann im Anschluss an die Ausbildung eine IHK-Weiterbildung absolviert werden, um deine „Karriere mit Lehre“ voranzubringen. Wir beraten dich hierzu auch gerne persönlich!

IHK-Stipendium für Auslandsaufenthalt

Besonders qualifizierte junge Fachkräfte, deren Ausbildung nicht länger als zwei Jahre zurück liegt, können von der Jubiläumsstiftung der IHK Region Stuttgart ein Stipendium für einen Auslandsaufenthalt erhalten.

Weiterbildungsstipendium

Das „Weiterbildungsstipendium“ ist für junge Berufstätige, die ihre Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf „besser als gut“ bestanden haben, für erfolgreiche Teilnehmer an überregionalen Berufswettbewerben sowie junge Fachkräfte, die auf andere Weise darlegen können, dass sie vergleichbare Leistungen erbracht haben.
Ausbildungspakt

Allianz für Aus- und Weiterbildung

Die Allianz für Aus- und Weiterbildung wurde im Jahr 2015 ins Leben gerufen. Sie ist eine zentrale politische Plattform und ein Aktionsbündnis für die duale Ausbildung auf Bundesebene.
In der Allianz arbeiten Bund, Länder, Wirtschaft und Gewerkschaften daran, die betriebliche Aus- und Weiterbildung zu stärken, um dadurch einen Beitrag zur Fachkräftesicherung zu leisten und möglichst viele Menschen für eine duale Ausbildung zu begeistern. Pakte sowie Allianzen der Länder ergänzen die Zusammenarbeit auf Landesebene.
Am 24. Mai 2023 hat die Allianz neue inhaltliche Schwerpunkte der gemeinsamen Arbeit für die kommenden vier Jahre festgelegt. Damit wird die vorherige Allianz mit anderen Handlungsschwerpunkten weitergeführt.
Langfristige, tiefgreifende Transformations- und Umbauprozesse, bedingt durch Veränderungen in der Bevölkerungsentwicklung und der Digitalisierung, erhöhen bzw. verschieben den Bedarf nach passend qualifiziertem und ausreichendem Fachkräftenachwuchs. Deshalb soll in der neuen Allianzperiode verstärkt die Phase vor der Ausbildung im Fokus stehen.
Die Partner der Allianz für Aus- und Weiterbildung haben sich vor allem auf folgende Schwerpunkte bis 2026 verständigt:
  • der Ausbau der Berufsorientierung an Schulen,
  • die Gewinnung von Auszubildenden sowie weiteren Ausbildungsbetrieben,
  • die Optimierung der Übergangsphase zwischen Schule und Beruf,
  • die Sicherung und Steigerung der Qualität und Attraktivität der Ausbildung (bspw. durch den Einsatz eines digitalen Ausbildungsnachweises),
  • die Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen,
  • die hochwertige Aus- und Weiterbildung des Lehr- und Ausbildungspersonals.
Des Weiteren wollen die Allianzpartner die höhere Berufsbildung stärken und dafür werben. Hierdurch sollen sich für Jugendliche gleichwertige Entwicklungsmöglichkeiten neben dem hochschulischen Bildungsweg ergeben.
Begleitet werden die Maßnahmen durch den „Sommer der Berufsausbildung“ als gemeinsame und abgestimmte Initiative, in der alle Allianzpartner über die berufliche Ausbildung informieren und für sie werben.
Die gesamte Erklärung können Sie unter: Gemeinsame Erklärung der Allianz für Aus- und Weiterbildung abrufen.


Ausbildung

Rechte und Pflichten in der Berufsausbildung

Von der Gestaltung des Ausbildungsvertrags bis zur Zeugnisübergabe – während der Berufsausbildung haben beide Vertragspartner, der Ausbildungsbetrieb (im Folgenden „der Ausbildende“) und der/die Auszubildende, Pflichten zu erfüllen und können Rechte für sich in Anspruch nehmen. Wir geben einen Überblick:

Rechte und Pflichten


Pflichten des Ausbildungsbetriebs
(= Rechte des Auszubildenen)
Pflichten des Auszubildenden
( = Rechte des Ausbildungsbetriebs)
Ausbildungspflicht
Der Ausbildende ist verpflichtet, dem Auszubildenden die Fertigkeiten, Kenntnisse und Erfahrungen zu vermitteln, die zum Erreichen des Ausbildungsziels erforderlich sind.
Lernpflicht
Der Auszubildende hat sich zu bemühen, die Fertigkeiten, Kenntnisse und Erfahrungen zu erwerben, die zum Erreichen des Ausbildungsziels erforderlich sind.
Ausbilder
Ausbildende haben selbst auszubilden oder eine/n Ausbilder/in ausdrücklich damit zu beauftragen. Der Ausbildende ist verpflichtet, dem Auszubildenden die weisungsberechtigten Personen bekanntzumachen.
Weisungspflicht
Der Auszubildende ist verpflichtet, den Weisungen weisungsberechtigter Personen zu folgen.

Aufsichtspflicht
Der Ausbildende ist verpflichtet, minderjährige Auszubildende während der betrieblichen Ausbildung zu beaufsichtigen.
Einhaltung der Ordnung
Der Auszubildende hat die für die Ausbildungsstätte geltenden Ordnungsvorschriften/Sicherheits-vorschriften zu beachten.
Vergütungspflicht
Ausbildende haben Auszubildenden eine angemessene Vergütung zu gewähren.
Sie ist nach dem Lebensalter der Auszubildenden
so zu bemessen, dass sie mit fortschreitender Berufsausbildung, mindestens jährlich, ansteigt.

Überstunden müssen gesondert vergütet oder durch Freizeit ausgeglichen werden.
Betrieb bei Fehlen benachrichtigen
Der Auszubildende ist verpflichtet, im Krankheitsfall den Ausbildungsbetrieb zu benachrichtigen. Ab dem dritten Krankheitstag (oder nach Vereinbarung ab dem ersten Tag) muss ein ärztliches Attest eingereicht werden.


Überwachung und Überprüfung Ausbildungsnachweises (Berichtsheft)
Ausbildende haben Auszubildende zum Führen der Ausbildungsnachweise anzuhalten und diese regelmäßig durchzusehen. Den Auszubildenden ist Gelegenheit zu geben, den Ausbildungsnachweis am Arbeitsplatz zu führen.
Führen eines Ausbildungsnachweises (Berichtsheft)
Der Auszubildende ist verpflichtet, die Ausbildungsnachweise ordnungsgemäß schriftlich oder elektronisch zu führen und regelmäßig vorzulegen.

Bereitstellung der Ausbildungsmittel
Der Ausbildende hat dem Auszubildenden kostenlos die Ausbildungsmittel zur Verfügung zu stellen, die zur Berufsausbildung und zum Ablegen von Zwischen- und Abschlussprüfungen, auch soweit solche nach Beendigung des Berufsausbildungsverhältnisses stattfinden, erforderlich sind.

Ist eine persönliche Sicherheitsausrüstung notwendig, muss diese ebenfalls vom Ausbildungsbetrieb zur Verfügung gestellt werden
Pflegliche Behandlung der Ausbildungsmittel
Der Auszubildende ist verpflichtet, Werkzeug, Maschinen und sonstige Einrichtungen pfleglich zu behandeln.

Ist eine Sicherheitsausrüstung erforderlich, muss diese auch verwendet werden.



Zweckgebundene Übertragung von Aufgaben
Der Ausbildende muss dem Auszubildenden ausschließlich Aufgaben übertragen, die dem Ausbildungszweck dienen und seinen körperlichen Kräften angemessen sind.
Sorgfältige Ausführung von Aufgaben
Der Auszubildende hat die Aufgaben, die ihm im Rahmen einer zweckgebundenen Berufsausbildung aufgetragen werden, sorgfältig auszuführen.
Freistellungspflicht
Der Ausbildende ist verpflichtet, den Auszubildenden für die Berufsschule, angeordnete überbetriebliche Ausbildungsmaßnahmen sowie für die Zwischen- und Abschlussprüfung freizustellen.
Dies gilt auch an dem Arbeitstag, der der schriftlichen Abschlussprüfung unmittelbar vorangeht.
Anzurechnen ist die Freistellung mit der durchschnittlichen täglichen Ausbildungszeit. Dies gilt für gestreckte Abschlussprüfungen Teil 1 und Teil 2. Die Freistellung ist auch bei Wiederholungsprüfungen zu gewähren. Bei Zwischenprüfungen ist der Tag unmittelbar bevor nicht freizustellen.
Teilnahmepflicht
Der Auszubildende ist verpflichtet am Berufsschulunterricht, an den im Berufsausbildungsvertrag vereinbarten Ausbildungsmaßnahmen sowie an den vorgeschriebenen Zwischen- und Abschlussprüfungen teilzunehmen.
Zeugnispflicht
Der Ausbildende hat dem Auszubildenden bei Beendigung des Ausbildungsverhältnisses ein schriftliches Zeugnis auszustellen.
Geheimhaltungspflicht
Der Auszubildende ist verpflichtet, über Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Stillschweigen zu bewahren.


Urlaubsanspruch

Wie jeder Arbeitnehmer haben auch Auszubildende Anspruch auf Urlaub, wobei zwischen jugendlichen und volljährigen Auszubildenden zu differenzieren ist. Details finden Sie im Artikel „Urlaubsanspruch von Auszubildenden“.

Beendigung des Ausbildungsverhältnisses

Wann endet ein Berufsausbildungsverhältnis oder wie wie kann es beendet werden? Einen Überblick über die gesetzlichen Bestimmungen finden Sie im Artikel „Beendigung von Ausbildungsverhältnissen".


Abschlussprüfung

Abschlussprüfung nicht bestanden – was jetzt?

Du hast deine Abschlussprüfung nicht bestanden? Keine Panik! Nicht jeder schafft dies beim ersten Anlauf. Du kannst die Abschlussprüfung zweimal wiederholen – also insgesamt dreimal ablegen, um deinen erfolgreichen Abschluss zu erlangen!
Bestehst Du die Abschlussprüfung nicht, hast du mehrere Möglichkeiten
  1. Du verlängerst deine Ausbildung
  2. Du verlängerst deine Ausbildung nicht
  3. Besondere Hinweise für Umschüler und überstellte Prüfungsteilnehmer
  4. Abschlussprüfung im 3. Versuch nicht bestanden

Verlängerung der Ausbildung

Bei einer nicht bestandenen Prüfung können Auszubildende eine Verlängerung des Ausbildungsverhältnisses beantragen. Sprich hierzu zuerst mit deinem Ausbildungsbetrieb.
Die Verlängerung erfolgt in der Regel um 6 Monate, bis zur nächstmöglichen Wiederholungsprüfung - höchstens jedoch um ein Jahr.
Solltest du nach einem halben Jahr auch die Wiederholungsprüfung nicht bestehen, kannst du nochmals bis zum nächsten Prüfungstermin die Verlängerung beantragen. Mit Ablegen der zweiten Wiederholungsprüfung - und spätestens nach insgesamt einem Jahr seit dem ursprünglichen Vertragsende - endet die Ausbildung.
Eine Verlängerung der Ausbildung erfolgt niemals automatisch.

Verlängerungsvertag

Eine Verlängerung muss der IHK Region Stuttgart mit dem Verlängerungsvertrag mitgeteilt werden.
Dieser sollte vor dem regulären Vertragsende bei unserer zentralen Eintragungsstelle digital oder postalisch eingereicht werden:
Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart
Bezirkskammer Göppingen
Jahnstraße 36
73037 Göppingen
Telefon 07161 6715-8488

Berufsschule

Auszubildende, deren Ausbildungsvertrag verlängert wurde, können auch weiterhin zur Berufsschule.
Der Ausbildungsbetrieb muss dies gegenüber der Berufsschule anmelden.

Berichtsheft/Ausbildungsnachweis

Wenn die Ausbildung verlängert wird, muss auch weiterhin das Berichtsheft geschrieben werden.

Wiederholungsprüfung

Du bekommst automatisch ein Anmeldeformular für die Wiederholungsprüfung von uns zugeschickt.
Bei einer Vertragsverlängerung zahlt der Ausbildungsbetrieb die Prüfungsgebühren.

Welche Prüfungsbereiche müssen wiederholt werden?

Alle Prüfungsbereiche, in denen weniger als 50 Punkte erreicht wurden, müssen wiederholt werden. Dies gilt bei gestreckten Abschlussprüfungen auch für Teil 1, sofern dort weniger als 50 Punkte erreicht wurden.
Prüfungsbereiche, in denen 50 Punkte oder mehr erreicht wurden, können freiwillig noch einmal abgelegt werden.
In diesem Fall zählt immer das Ergebnis der Wiederholungsprüfung.
Für die Anrechnung der bestandenen Prüfungsleistungen gibt es zwei Beschränkungen:
  • in einigen Berufen gibt es Prüfungsbereiche, die aufeinander aufbauen oder sich aufeinander beziehen. Falls du im Gesamtergebnis solcher Prüfungsbereiche weniger als 50 Punkte erreicht hast, musst du alle aufeinander aufbauenden Prüfungsbereiche wiederholen
  • die Prüfungsergebnisse können nur 2 Jahre angerechnet werden

Die Ausbildung wird nicht verlängert

Wenn bei einer nicht bestandenen Abschlussprüfung der Ausbildungsvertrag nicht verlängert wird, endet die Ausbildung mit Ablauf der vertraglich vereinbarten Ausbildungszeit (z. B. 31.08.)
In bestimmten Fällen kann an der Wiederholungsprüfung auch ohne Betrieb teilgenommen werden.
Achtung: Bei bestimmten Berufen wird für die Wiederholung von praktischen Prüfungsteilen zwingend ein geeigneter Betrieb benötigt.

Wenn die Wiederholungsprüfung ohne Ausbildungsbetrieb abgelegt werden soll, wende dich bitte zeitnah an deinen zuständigen Prüfungskoordinator bei der IHK Region Stuttgart. Die Prüfungsgebühr musst du in diesem Fall selbst bezahlen.

Berufsschule

Wenn du dich ohne Ausbildungsbetrieb anmeldest, musst du die Berufsschule nicht mehr besuchen.

Berichtsheft/Ausbildungsnachweis

Wird der Ausbildungsvertrag nicht verlängert, musst du kein Berichtsheft mehr schreiben.

Welche Prüfungsbereiche müssen wiederholt werden?

Alle Prüfungsbereiche, in denen weniger als 50 Punkte erreicht wurden, müssen wiederholt werden. Dies gilt bei gestreckten Abschlussprüfungen auch für Teil 1, sofern dort weniger als 50 Punkte erreicht wurden.
Prüfungsbereiche, in denen 50 Punkte oder mehr erreicht wurden, können freiwillig noch einmal abgelegt werden.
In diesem Fall zählt immer das Ergebnis der Wiederholungsprüfung.
Für die Anrechnung der bestandenen Prüfungsleistungen gibt es zwei Beschränkungen:
  • in einigen Berufen gibt es Prüfungsbereiche, die aufeinander aufbauen oder sich aufeinander beziehen. Falls du im Gesamtergebnis solcher Prüfungsbereiche weniger als 50 Punkte erreicht hast, musst du alle aufeinander aufbauenden Prüfungsbereiche wiederholen
  • die Prüfungsergebnisse können nur 2 Jahre angerechnet werden

Besondere Hinweise für Umschüler und überstellte Prüfungsteilnehmer

Umschüler

Wenn du keine reguläre Ausbildung, sondern eine Umschulung absolviert hast, spreche bitte mit deinem Bildungs-/Reha-Träger und/oder dem Kostenträger, inwieweit eine Verlängerung der Bildungsmaßnahme bis zur Wiederholungsprüfung möglich ist.

Überstellte Prüflinge (Mitprüflinge)

Bitte wende dich zunächst an die örtlich zuständige IHK/HWK, bei der dein Ausbildungsvertrag registriert wurde. Von dieser bekommst du Informationen, die speziell für dich gelten.

Abschlussprüfung im 3. Versuch nicht bestanden

In diesem Fall hast du endgültig nicht bestanden und kannst die Abschlussprüfung in diesem Ausbildungsberuf nicht mehr wiederholen.
Abschlussprüfungen

Prüfungsergebnisse Online

Die Prüfungsergebnisse können Sie im Portal Prüfungsergebnisse Online einsehen.
Bitte beachten Sie folgende Hinweise:
  • Für einzelne Berufe (zum Beispiel Druck- und Medienberufe) stehen die Ergebnisse erst später zur Verfügung. Sofern Ihre Ergebnisse nicht angezeigt werden, versuchen Sie es bitte zu einem späteren Zeitpunkt erneut.
  • Veröffentlicht werden ausschließlich die VORLÄUFIGEN Ergebnisse der SCHRIFTLICHEN Abschlussprüfungen.
  • Die endgültige Ergebnisfeststellung erfolgt durch den jeweiligen Prüfungsausschuss.
  • Ihre Azubi-Identnummer und Ihre Prüflingsnummer entnehmen Sie bitte Ihrem Einladungsschreiben.
  • Die Prüflingsnummer der Zwischenprüfung ist nicht identisch mit der Prüflingsnummer der Abschlussprüfung.
  • Eine erneute Ausgabe der Zugangsdaten ist nur schriftlich durch einen erneuten Versand der Einladung zur Prüfung möglich.
  • Einladungen zu eventuellen Ergänzungsprüfungen erhalten Sie schriftlich per Post.
  • Die Ergebnisse der Zwischenprüfungen und der Abschlussprüfungen Teil 1 werden nicht veröffentlicht. Sie erhalten hierüber eine schriftliche Teilnahmebescheinigung inklusive Ergebnisübersicht.

Ausbildung

Zwei Neuordnungen in der Grafischen Industrie

Mit dem neuen Beruf Gestalter/-in für immersive Medien soll dem Fachkräftemangel im Bereich Virtual,- Mixed,- und Augmented Reality insbesondere für mobile Anwendungen entgegen gewirkt werden. Mit der Überarbeitung der Fachrichtungen und Wahlqualifikationen im Beruf Mediengestalter/-in Digital und Print soll die Umsetzung der Ausbildung vereinfacht und praxisrelevanter werden. Im folgenden Beitrag erfahren Sie mehr zu den Neuordnungen.

Gestalter/-in für immersive Medien

Neuordnung verabschiedet

In den vergangenen Jahren haben sich die Einsatzmöglichkeiten immersiver Medien, zu denen insbesondere Augmented Reality, Virtual Reality, Mixed Reality sowie 360°-Anwendungen gehören, deutlich erweitert. Im Bereich der Technologie sind Hard- und Software wesentlich anwendungsfreundlicher geworden und auch die Infrastruktur wurde verbessert. Seit einigen Jahren haben sich vielfältige Angebote, insbesondere in den Bereichen Produktion (Industrie 4.0), im Handel, in der Medizin sowie in Bildung und Kultur, entwickelt. Mittelfristig ist damit zu rechnen, dass durch den Ausbau der digitalen Infrastruktur und der Erhöhung von Bandbreiten für die mobile Datenübertragung (5 G) eine wichtige Voraussetzung dafür geschaffen wird, dass immersive Medien nicht mehr nur hauptsächlich stationär genutzt, sondern sie auch mobil von unterwegs eingesetzt werden können.
Der aktuelle Fortschritt lässt somit erwarten, dass die Technologien im Bereich der immersiven Medien und ihre vielfältigen Anwendungen im beruflichen wie privaten Alltag zukünftig eine weiter wachsende Rolle spielen werden. Mit der deutlichen Entwicklung des Marktes und der Technologie wächst auch der Bedarf an qualifiziertem Personal, das in der Lage ist, immersive Medien zu entwickeln und zu gestalten. Im Moment gibt es jedoch noch einen großen Fachkräftemangel; der Bedarf kann zurzeit weder in qualitativer noch in quantitativer Hinsicht gedeckt werden. Im Ergebnis einer Voruntersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) wurde festgestellt, dass die Schaffung eines eigenständigen dreijährigen Ausbildungsberufes als beste Möglichkeit gesehen wird, langfristig qualifiziertes Personal zu entwickeln. Auf Initiative der Sozialparteien hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz das BIBB mit der Entwicklung einer entsprechenden Ausbildungsordnung beauftragt.

Mediengestalter/-in Digital und Print

Novellierung der Fachrichtungen und Wahlqualifikationen

Der Ausbildungsberuf Mediengestalter/-in Digital und Print (MG D+P) wurde im Jahr 1998 neu geschaffen und 2007 letztmalig grundlegend neugeordnet. Seitdem gab es einige Anpassungen, in dem zum Beispiel kleinere Berufe in die Ausbildungsordnung integriert und im Rahmen von Wahlqualifikationen neue Ausbildungsinhalte aufgenommen wurden, zum Beispiel für die Themen 3 D-Grafik, Contenterstellung und Social Media. Seit der letzten grundlegenden Neuordnung hat es vielfältige wirtschaftliche, technologische und arbeitsorganisatorische Entwicklungen gegeben, die die Arbeit der MG D+P deutlich beeinflussen. Um einen tieferen Einblick in die veränderten Arbeitsbedingungen und -inhalte bekommen zu können, hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Jahr 2022 eine Voruntersuchung zum Neuordnungsbedarf durchgeführt. Es wurde deutlich, dass sich der Anteil der Branchen, die den Beruf ausbilden, erheblich verändert hat, da sich zunehmend Digital- und IT-Unternehmen sowie Marketingabteilungen von Unternehmen, die nicht der Medienwirtschaft zuzuordnen sind, hier engagieren.
Bei den Ausbildungsinhalten zeigt sich eine gewachsene Bedeutung der Arbeits- und Projektorganisation, da die Produktionsnetze immer komplexer werden. Hingegen entfallen eher handwerklich geprägte Tätigkeiten aufgrund zunehmender Automatisierung. Stattdessen ist das Erstellen und Einbinden visueller und audiovisueller Medien in den letzten Jahren auch für diesen Beruf wichtiger geworden. Hinsichtlich der Struktur des Ausbildungsberufes wird eine deutliche Vereinfachung empfohlen, insbesondere durch die Reduzierung der Anzahl der Wahlqualifikationen. Auf Initiative der Sozialparteien hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz das BIBB mit der Entwicklung einer neuen Ausbildungsordnung beauftragt.

Ihre weitergehenden Fragen zur Einführung und Umsetzung der neuen Berufsbilder in Ihrem Ausbildungsbetrieb beantworten Ihnen gerne die zuständigen Ausbildungsberaterinnen und Ausbildungsberater.

Zwischenprüfung Herbst Ausbildung

Zwischenprüfung in anerkannten Ausbildungsberufen

Prüfungstermine

In diesem Dokument finden Sie alle wesentlichen Termine rund um die Prüfung.

Prüfungstermine für Ausbildungsberufe

Prüfungen der Berufsausbildung im Herbst 2027

Ausbildungsbetriebe, für deren Auszubildende die Teilnahme an der Zwischenprüfung im Herbst 2027 vorgesehen ist, erhalten bis Ende April 2027 ein Aufforderungsschreiben von der IHK Region Stuttgart.
Eine Anmeldung zur Zwischenprüfung ist für die mit diesem Schreiben aufgeforderten Auszubildenden nicht erforderlich.
Sollen jedoch weitere Auszubildende an diesem Prüfungstermin teilnehmen bzw. aufgeforderte Auszubildende nicht teilnehmen, ist dies der IHK Region Stuttgart schriftlich bis zum 21. Mai 2027 zu melden.
Zu diesem Prüfungstermin werden aufgefordert:
  • Auszubildende mit einer 2-jährigen Ausbildungszeit, deren Ausbildung zwischen dem 1. Mai 2025 und 30. September 2026 begonnen hat.
  • Auszubildende, deren Ausbildung vor dem 1. Mai 2025 begonnen hat und die bislang noch an keiner Zwischenprüfung teilgenommen haben.
Die Teilnahme an der Zwischenprüfung ist Zulassungsvoraussetzung für die Abschlussprüfung.
Für Auszubildende, die zum Zeitpunkt der Zwischenprüfung das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, ist der Ausbildungsbetrieb verpflichtet, eine Kopie der ärztlichen Bescheinigung über die erste Nachuntersuchung gem. § 35 Abs. 2 BBiG in Verbindung mit § 33 Abs. 1 JArbSchG vorzulegen.
  • In den kaufmännischen Ausbildungsberufen und allen IT-Berufen findet eine schriftliche analoge bzw. digitale Prüfung statt.
  • In den gewerblichen Ausbildungsberufen und einzelnen kaufmännischen Berufen wird zusätzlich eine praktische Prüfung abgenommen.
Fachkräfteallianz Region Stuttgart

Jobmesse für ausländische Fachkräfte und Auszubildende

Für die Vermittlung von Fachkräften, Arbeitskräften und Ausbildungsinteressierten mit Zuwanderungs-, Flucht- und Migrationsgeschichte veranstalten Agentur für Arbeit Stuttgart, Handwerkskammer Region Stuttgart, IHK Region Stuttgart, Jobcenter Stuttgart und Welcome Service Region Stuttgart gemeinsame Jobmessen.
Sie sind Arbeitgeber und haben Interesse an einer Teilnahme oder Fragen zur Jobmesse? Möchten Sie über die IHK-Aktivitäten zur Vermittlung ausländischer Fachkräfte auf dem Laufenden bleiben? Bitte nutzen Sie unser Kontaktformular oder wenden Sie sich an Ihre IHK-Ansprechpartnerinnen.

Hinweis für ausländische Bewerberinnen und Bewerber

Wenn Sie auf Arbeitsplatz- oder Ausbildungsplatzsuche sind, wenden Sie sich bitte an folgende Kontaktstellen:
  • Suche Arbeitsplatz:
    Arbeitsagentur: 0800 4 55 55 00
    Welcome Center: 0711 76164640
  • Suche Ausbildungsplatz:
    Kümmerer IHK: 0711 2005-1560, -1537
    Kümmerer Handwerkskammer: 0711 1657-266

Impressionen

Hier bekommen Sie einen Eindruck von der Jobmesse (Fotos vom Oktober 2025):

Hintergrundinformationen

In den Jahren 2016 bis 2025 haben im Stuttgarter IHK-Haus, in der Bundesagentur für Arbeit und im Rathaus Stuttgart insgesamt 13 Präsenz-Jobmessen und eine Online-Jobmesse mit insgesamt rund 7.000 Bewerberinnen und Bewerbern stattgefunden.
Zahlreiche Unternehmen aus der Region Stuttgart haben dort die Möglichkeit genutzt, sich mit einem kostenfreien Stand zu präsentieren und Bewerbungsgespräche zu führen. Auch zahlreiche Ausbildungsplätze waren im Angebot. Außerdem konnten sich Betriebe und Interessenten über die Unterstützungsangebote bei der Einstellung und Integration ausländischer Fachkräfte, Arbeitskräfte und Azubis informieren. Sehr gefragt waren die Beratungen unter anderem zu Zeugnis- und Berufsanerkennung, Sprachförderung, Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten sowie dualer Ausbildung.
Veranstalter der Jobmessen sind neben der IHK der Welcome Service Region Stuttgart, das Jobcenter Stuttgart, die Agentur für Arbeit Stuttgart und die Handwerkskammer Region Stuttgart.
Die Jobmessen finden im Rahmen der Fachkräfteallianz Region Stuttgart statt.
Logo der Fachkräfteallianz Region Stuttgart

Jetzt #könnenlernen

Ausbildung macht mehr aus uns – Infos für Betriebe

Ausbildung macht mehr aus uns – jetzt #könnenlernen ist die Ausbildungskampagne der IHKs in Deutschland. Das Ziel dieser Kampagne ist es, im gesamten Land ein neues Verständnis für Ausbildung zu schaffen und zu zeigen, dass sich eine Ausbildung lohnt.

Jetzt #könnenlernen

Viele Unternehmen suchen derzeit händeringend nach qualifiziertem Nachwuchs. Und obwohl eine duale Ausbildung unzählige Karrierechancen bietet, bleiben deutschlandweit tausende Ausbildungsplätze unbesetzt. Hier setzt die neue Ausbildungskampagne “Ausbildung macht mehr aus uns” der Industrie- und Handelskammern an.
Unter dem Motto Jetzt #könnenlernen lädt die Kampagne junge Menschen ein, in das Lebensgefühl Ausbildung einzutauchen.

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Echte Azubis bieten Einblicke in die Ausbildung

Damit die Kampagne die Zielgruppe auf Augenhöhe trifft, wurde sie zusammen mit neun echten Azubis aus ganz Deutschland entwickelt. Sie werden die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den nächsten Jahren mit Clips und Bewegtbildformaten über TikTok und Co. an dem Lebensgefühl Ausbildung teilhaben lassen. Dabei sollen vor allem Themen aufgegriffen werden, die die Lebensrealität der jungen Menschen widerspiegeln. Wie ist das für die Ausbildung umzuziehen? Wie erstelle ich meine Steuererklärung? Wie verhalte ich mich im Arbeitsleben und wie kann ich meine Hobbys mit dem Achtstundentag vereinbaren?

Folgen Sie @die.azubis auf TikTok

Verfolgen Sie auf TikTok die Videobeiträge unserer neun echten Azubis, die den Social Media-Kanal seit März 2023 mit Leben füllen. Sie geben Einblicke in ihre Ausbildung und zeigen, wie der Ausbildungslifestyle aussehen kann.

Mitmach-Kampagne für Betriebe

Die Kampagne richtet sich nicht nur an junge Menschen, ihre Eltern und Lehrer, sondern auch gezielt an Betriebe. Denn Ausbildungsbetriebe spielen eine entscheidende Rolle als Multiplikatoren, um das positive Lebensgefühl der Ausbildung zu vermitteln. Aus diesem Grund handelt es sich bei jetzt #könnenlernen um eine Mitmachkampagne, die Betriebe dazu ermutigt, sich aktiv an der Kampagne zu beteiligen und das Thema Ausbildung in die Köpfe der jungen Menschen zu bringen.

Downloads für Ausbildungsbetriebe

Sie haben die Möglichkeit, das kostenlose Werbemittelpaket für Betriebe herunterzuladen, welches eine Vielzahl an zusätzlichen Vorlagen für Werbemittel und Social Media Templates enthält. Diese können Sie problemlos nutzen und anpassen. Zudem können Sie die Vorlagen unserer Printmaterialen nutzen, drucken lassen und ähnlich wie den Sticker “Wir bilden aus” in Ihrem Unternehmen aufhängen.
Im Basis-Paket für Ihre Werbemittel finden Sie:
  • Eine Vielzahl von Kampagnenmotiven, Giphy-Stickern und Bewegtbild-Materialien, die speziell für Ihre Social-Media-Aktivitäten geeignet sind
  • Online-Materialien wie Website-Header und E-Mail-Signaturen.
  • Digitales Ausbildungsbetrieb-Signet in der Größe von 482x357 px.
  • Layout-PDFs für Beachflags und ähnliche Werbemittel sowie Druck-PDFs für Plakate

Welche Kosten entstehen?

Die Nutzung der Werbemittelvorlagen ist für alle IHK-Ausbildungsbetriebe kostenlos. Die IHK übernimmt jedoch nicht die Kosten für die Produktion und Herstellung von Werbemitteln wie Fahnen, Plakate usw. Diese Kosten für die Herstellung oder den Druck liegen in der Verantwortung des Ausbildungsbetriebs selbst.

Web-Seminar für Betriebe

In unserem Web-Seminar erfahren Sie mehr über die Ausbildungskampagne und wie Sie als Ausbildungsbetrieb diese für Ihr eigenes Ausbildungsmarketing nutzen können.

Ansprechpersonen

Bei Fragen zur Umsetzung der Kampagne und zur Nutzung der Werbemittel wenden Sie sich bitte an:
Paulina Kanitz
Telefon: 0711 2005-1452
paulina.kanitz@stuttgart.ihk.de
Bei inhaltlichen Fragen zur Kampagne wenden Sie sich bitte an:
Samuel Fink
Telefon 0711 2005-1248
samuel.fink@stuttgart.ihk.de

Virtuelle Veranstaltung am 22.03.2023

Onlineanmeldung: Digitales Elterncafé – Schulabschluss und dann?

Die Berufswahl ihrer Kinder treibt viele Eltern um. Weiterführende Schule oder berufliche Ausbildung? Was passt besser, ein technischer Beruf, eine kaufmännische Ausbildung oder etwas mit Medien?
Das Elterncafé der IHK-Bezirkskammer Böblingen hilft bei der Orientierung für Schülerinnen und Schüler. In lockerer Atmosphäre lernen Eltern die Vorteile einer praxisnahen Ausbildung kennen und bekommen Anregungen für die Berufswahl ihres Kindes. Sie erhalten aktuelle und authentische Informationen zu den Themen Wege nach der Schule, Berufsberatung, Ausbildung und Karrieremöglichkeiten.
Die Veranstaltung ist natürlich auch für Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte interessant. Über die berufliche Ausbildung berichten Expertinnen und Experten aus der Praxis, Personalverantwortliche, Berufsberater, Ausbildungsbotschafter (Jugendliche, die gerade eine Ausbildung machen) und Seniorbotschafter (Fachkräfte, deren Karriere auf einer Ausbildung fußt).
Im Anschluss haben Sie Gelegenheit mit den Beteiligten ins Gespräch zu kommen.
Virtuelle Veranstaltung am 22. März 2023 von 17:00 bis circa 18:30 Uhr
Die Veranstaltung findet über die Online-Plattform Teams statt. Die Teilnahme am Elterncafé ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten. Nach der Anmeldung erhalten Sie zur Erinnerung einen Tag vor dem Termin den Link zur Teilnahme.
Sollten Sie nach erfolgter Anmeldung verhindert sein, bitten wir um Stornierung. Leiten Sie die Einladung zu dieser Veranstaltung gern an andere Interessierte weiter.
Ausbildung

AzubiCard Digital

Bei der digitalen AzubiCard handelt es sich um ein Vorteilsprogramm, mit dem Auszubildende in den Genuss von Vergünstigungen kommen können. Alle Informationen rund um die AzubiCard haben wir hier für dich zusammengefasst.

Was ist die AzubiCard?

Die kostenlose AzubiCard ist mit einem digitalen Schülerausweis oder einem Studierendenausweis zu vergleichen, mit der du als Azubi in der Region Stuttgart aber auch deutschlandweit in den Genuss von Vergünstigungen kommst – etwa in Restaurants, Schwimmbädern, Kinos oder beim Shoppen.

Wer bekommt die AzubiCard?

Alle Azubis der IHK Region Stuttgart erhalten Zugang zur digitalen AzubiCard über das Azubi-Infocenter.
Umschülerinnen und Umschüler sowie externe Prüfungsteilnehmende erhalten keine AzubiCard.

Wie komme ich an meine AzubiCard?

Du kannst die AzubiCard im Azubi-Infocenter abrufen. Hier haben wir alle Funktionen für dich zusammengestellt, dort erfährst du auch, wie du dich registrierst. Deine Zugangsdaten für das Azubi-Infocenter werden automatisch nach Ausbildungsbeginn und kostenlos an die im Ausbildungsvertrag genannte Privatadresse versandt.
Aufgepasst! Um deine AzubiCard zu nutzen, musst du dich im Azubi-Infocenter registrieren.

Wie lange ist die AzubiCard gültig?

Die digitale AzubiCard ist gültig, solange du dich in Ausbildung befindest. Die AzubiCard verliert ihre Gültigkeit
  • Mit Bestehen der Abschlussprüfung
  • Bei Auflösung des Ausbildungsverhältnisses.

Wie und wo kann ich die AzubiCard nutzen?

Du kannst die AzubiCard deutschlandweit nutzen.

Eine Übersicht der regionalen Angebote findest du unter www.azubicard.de/stuttgart.
Alle Angebote in Baden-Württemberg unter AzubiCard Baden-Württemberg.
Die deutschlandweiten Angebote kannst du unter www.azubicard.de einsehen.

Förderung

Die AzubiCard wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg finanziell gefördert.
Logo Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus


Veranstaltung am 25.02.2027

Infoveranstaltungen „Beruflicher Aufstieg” mit der IHK

  • Wie komme ich zum „Beruflichen Aufstieg“?
  • Was kommt für mich in Frage: Zertifikat oder Höhere Berufsbildung?
  • Wo kann ich meine Weiterbildung machen?
  • Wer ist mein Ansprechpartner?
Zweimal im Jahr gibt es bei uns bei der IHK Region Stuttgart
  • einen Überblick über die Weiterbildungen
  • Infos zu IHK Fortbildungsprüfungen – Fachwirt, Meister, Betriebswirt und mehr
  • Ansprechpartner vor Ort
  • persönliche Beratungsgespräche im Anschluss der Veranstaltung oder Termine
Die Veranstaltungen finden statt:
  • Donnerstag, 25. Februar 2027
  • Donnerstag, 30. September 2027
von 17:00 – 19:00 Uhr. Die Anmeldung erfolgt über unsere Veranstaltungsdatenbank.
Die von Ihnen angegebenen personenbezogenen Daten verarbeiten wir ausschließlich in Übereinstimmung mit unserer Datenschutzerklärung.
Gut aufgestellt trotz Fachkräftemangel

Fachkräfte halten in Krisenzeiten

Krisen wirken sich negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung und bei zahlreichen Unternehmen auch negativ auf den Personalbedarf aus. Dennoch sind angesichts des demografischen Wandels immer mehr Branchen von einem Mangel an Fachkräften betroffen. Dann ist es wertvoll – wenn die Wirtschaft wieder anzieht – auf seine qualifizierten Fachkräfte im Unternehmen zurückgreifen zu können und nicht neue einstellen und einlernen zu müssen. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie Ihre Beschäftigen in und nach der Krise halten können.

Analyse – auf dem Arbeitsmarkt und im Unternehmen

Die Stellenbesetzungsschwierigkeiten in den Unternehmen sind nach wie vor groß, obwohl die Arbeits- und Fachkräfteengpässe infolge der schwachen Wirtschaftsentwicklung im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen sind. Mittel- und langfristig werden vor allem beruflich qualifizierte Fachkräfte fehlen. Eine Analyse bietet der DIHK-Fachkräftereport (pdf).
Projektionen zu Entwicklungen am Arbeitsmarkt – nach Branchen, Berufen und IHK-Regionen – finden Sie im IHK-Fachkräftemonitor Baden-Württemberg. Dargestellt werden ebenfalls mögliche künftige Fachkräfteengpässe und damit verbundene Wertschöpfungsverluste.
Benötigen Sie externe Unterstützung, um Ihre Personalpolitik zukunftsfest zu machen? Für kleine und mittlere Unternehmen gibt es Förderprogramme, mit denen Sie eine geförderte Beratung in Anspruch nehmen können.

Attraktiver Arbeitgeber – in und nach der Krise

In Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels ist es wichtig, darüber nachzudenken, wie Sie sich als attraktiver Arbeitgeber in und nach der Krise aufstellen möchten. Ihre Arbeitgeberattraktivität ist entscheidend für qualifizierte und motivierte Beschäftigte – heute und in Zukunft.
Dazu ist es wichtig, eine glaubwürdige Arbeitgebermarke zu entwickeln und diese nach außen sichtbar zu machen. Grundlage hierfür ist eine Standortbestimmung: Identifiziert werden sollten Alleinstellungsmerkmale Ihres Unternehmens, die Position der Wettbewerber auf dem Arbeitsmarkt sowie die Befindlichkeiten und Erwartungen der Zielgruppen, auf die Sie zugehen möchten. Pluspunkte können Sie zum Beispiel mit einer guten Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sammeln. Dann heißt es, eine gute und passende Kommunikation nach innen wie nach außen aufzubauen. Wichtig ist: Seien Sie authentisch. Und überprüfen Sie immer wieder, ob Sie auf dem richtigen Weg sind.
Von uns erhalten Sie Tipps, Infos und Links zum Einstieg ins Arbeitgebermarketing sowie zum Aufbau einer familienbewussten Unternehmenskultur.

Mit Kurzarbeit Personalkosten sparen

Ein verbreitetes Mittel, um das eigene Personal in Krisenzeiten zu halten und dennoch Personalkosten einzusparen, ist die Kurzarbeit. Für den Bezug von Kurzarbeitergeld müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
  • Mindestens ein Drittel der Beschäftigten in einem Betrieb müssen von einem Arbeitsausfall betroffen sein. Es muss im Monat jeweils ein Entgeltausfall von mehr als 10 Prozent vorliegen. Der Arbeitsausfall darf absehbar nur vorübergehend sein.
  • Betriebe müssen zuerst negative Arbeitszeitsalden (Minusstunden) aufbauen. Ist dies im Rahmen einer im Betrieb bestehenden Arbeitszeitvereinbarung ausgeschöpft, kann für darüberhinausgehende Arbeitsausfälle das Kurzarbeitergeld gezahlt werden.
  • Der Arbeitsausfall muss aus wirtschaftlichen Gründen oder wegen eines unabwendbaren Ereignisses erfolgen und nicht branchen- bzw. betriebsüblich oder saisonbedingt sein.
Das Verfahren zur Beantragung von Kurzarbeitergeld ist zweistufig: Zunächst muss bei der zuständigen Agentur für Arbeit ein Antrag auf Arbeitsausfall gestellt werden, dann kann für jeden einzelnen Monat die nachträgliche Erstattung des Kurzarbeitergeldes beantragt werden.
Beim Thema Kurzarbeit und Kurzarbeitergeld gibt es zahlreiche Punkte zu beachten. Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können nicht über die Kurzarbeit unterstützt werden. Infos und FAQs finden Sie bei der Bundesagentur für Arbeit.

Mit Weiterbildung am Ball bleiben

Beschäftigte – besonders auch diejenigen, die in Kurzarbeit oder im Unternehmen nicht voll ausgelastet sind – können über Qualifizierungsmaßnahmen nachdenken. Jetzt ist die Chance, sich auf die Arbeitswelt von morgen vorzubereiten, die durch neue Arbeitsformen, zunehmende Digitalisierung und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz geprägt sein wird.
Mit attraktiven IHK-Weiterbildungsprüfungen können Sie bei Ihren Beschäftigten punkten und sie für weiterführende Aufgaben in Ihrem Unternehmen qualifizieren. Die IHK-Weiterbildungsberatung und das Weiterbildungs-Informations-System WIS unterstützen Sie bei der Auswahl. Neue Angebote zur KI-Qualifizierung helfen dabei, Kompetenzen für den Einsatz Künstlicher Intelligenz aufzubauen. In unserer Zusammenstellung finden Sie viele weitere Infos, zum Beispiel zu Fortbildungsabschlüssen und -prüfungen oder Förderungen.
Es gibt zahlreiche Förderangebote, um die Menschen angesichts des Strukturwandels in der Arbeitswelt – vor allem durch Digitalisierung und Transformation – zu unterstützen. Informieren Sie sich bei Ihrer Arbeitsagentur zur Förderung der beruflichen Weiterbildung Beschäftigter.

An der Ausbildung dranbleiben

Angesichts der Krisen denken manche Unternehmen über eine Einschränkung ihrer Ausbildungsaktivitäten nach. Doch: Ihre Azubis sind Ihre Fachkräfte von morgen. Bleiben Sie dran! Die IHK unterstützt Sie bei der Fortführung der Ausbildung und bei der Suche nach neuen Auszubildenden. Bei Fragen stehen Ihnen die IHK-Ausbildungsberaterinnen und -berater gerne zur Verfügung.
Wenn Sie für das kommende Ausbildungsjahr noch keine passenden Kandidatinnen und Kandidaten gefunden haben, kommen Sie auf uns zu. Wir unterstützen Sie im Rahmen zahlreicher Projekte zur Azubivermittlung und mit guten Tipps zum Ausbildungsmarketing.

Flexibilisierung der Arbeitszeiten und -orte

Orts- und zeitflexibles Arbeiten ist zu einem wichtigen Argument für die Arbeitgeberattraktivität geworden und in Zukunft nicht mehr wegzudenken. Jedoch ist in vielen Bereichen wie Produktion oder personenbezogene Dienstleistungen mobiles Arbeiten kaum möglich. Hier bieten sich ggf. flexiblere Arbeitszeitmodelle an, um dem Wunsch der Arbeiternehmer/-innen nach mehr Freiräumen sowie betrieblichen Erfordernissen gerecht zu werden.
Wir haben für Sie wichtige Punkte, weiterführende Infos und Leitfäden zu mobilen und flexiblen Arbeitsformen zusammengestellt.

Bei der Kinderbetreuung unterstützen

Für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein entscheidendes Argument für oder gegen einen Arbeitsplatz. Diese steht und fällt mit den Betreuungsmöglichkeiten für die Kinder.
Sie als Unternehmen sollten überlegen, wie sie Beschäftigte bei der Betreuung ihrer Kinder unterstützen können. Dies kann von Zuschüssen über Kooperationen bis hin zum Angebot eigener Betreuungsplätze gehen – damit können Sie bei ihrer Arbeitgeberattraktivität punkten und vielleicht noch ungenutzte Arbeitskräftepotenziale heben. Unsere umfangreichen Infos zum Thema betriebliche Kinderbetreuung können Ihnen weiterhelfen.

Beschäftigte mit Pflegeverantwortung entlasten

Aufgrund der demografischen Entwicklung steigt der Anteil an Arbeitnehmenden, die pflegebedürftige Familienangehörige haben. Hier gibt es Freistellungsansprüche der Beschäftigten von der Arbeit nach dem Pflegezeit- und Familienpflegezeitgesetz – zum einen eine Freistellung bis zu 10 Tage zur Organisation der Pflege in akuten Fällen, zum anderen vollständige oder teilweise Freistellungen bis zu 6 Monate zur häuslichen Pflege von Angehörigen.
Über das Thema Freistellung hinaus können Sie als Unternehmen Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit zahlreichen Maßnahmen unterstützen, damit sie Beruf und Pflege besser vereinbaren können. Wir haben Tipps, Unterstützungsmöglichkeiten und hilfreiche Links für Sie zusammengestellt.

Gesundheit im Betrieb managen

Die große Bedeutung von Gesundheit wird allen auch im Hinblick auf alternde Belegschaften vor Augen geführt. Zeit, über Gesundheitsförderung im Betrieb oder die Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements nachzudenken. Die physische, aber auch die psychische Leistungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter langfristig zu erhalten, ist Ziel dieser Maßnahmen. Positive Auswirkungen ergeben sich auch auf die Unternehmenskultur und die Attraktivität als Arbeitgeber.
Die IHK bietet Checklisten, eine Dienstleister-Datenbank sowie einen Arbeitskreis, in dem sich interessierte Unternehmen austauschen können.
In unserem Fachkräfteportal finden Sie Tipps, Hintergrundinfos und weiterführende Links zur Fachkräftesicherung.
Das IHK-Unternehmensnetzwerk Personal bietet für Unternehmer/-innen und Personalverantwortliche Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch und wertvolle Informationen rund um die erfolgreiche Fachkräftesicherung in Unternehmen.
IHK-Bewerbervermittlung

Ausbildungsplatz gesucht? Zum persönlichen Beratungsgespräch anmelden

Das „Azubi gesucht!“-Team der IHK Region Stuttgart unterstützt dich bei deiner Ausbildungsplatzsuche.
Interessierst du dich für einen unserer IHK-Ausbildungsberufe oder hast du noch keine Idee welcher Beruf der richtige für dich ist? Dann melde dich bei uns und vereinbare einen Beratungstermin.

Ablauf

  • Fülle das untenstehende Anmeldeformular aus und lade deine vollständigen Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse) hoch.
  • Wir melden uns nach Prüfung deiner Daten bei dir, um einen Gesprächstermin zu vereinbaren.
  • Du bist dir unsicher, ob deine Bewerbungsunterlagen passen? Kein Problem! Wir geben dir gerne ein Feedback. Falls du noch keine Bewerbungsunterlagen hast, findest du hier Tipps und eine Vorlage.
  • Sobald wir unser Gespräch geführt haben, unterstützen wir dich bei der Suche nach einem freien Ausbildungsplatz.

Anmeldeformular zur Ausbildungsplatzsuche

IHK-Bewerbervermittlung: In drei Schritten zur persönlichen Beratung

Ausbildungsplatz gesucht? Zum persönlichen Beratungsgespräch anmelden

Das „Azubi gesucht!“-Team der IHK Region Stuttgart unterstützt dich bei deiner Ausbildungsplatzsuche.
Interessierst du dich für einen unserer IHK-Ausbildungsberufe oder hast du noch keine Idee welcher Beruf der richtige für dich ist? Dann melde dich bei uns und vereinbare einen Beratungstermin.

Unsere Serviceleistungen für Dich

  • Wir unterstützen dich bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.
  • Wir geben dir Tipps zu deinen Bewerbungsunterlagen.
  • Wir nehmen dich in unseren Bewerberpool auf.
  • Wir bereiten dich bei Bedarf auf Vorstellungsgespräche vor.
  • Wir stellen Kontakte zu möglichen Ausbildungsbetrieben her

In drei Schritten zur persönliche Beratung und Vermittlung

Unser „Azubi gesucht“-Team bringt dich in drei Schritten zum perfekten Ausbildungsbetrieb:
  1. Fülle unten das Anmeldeformular aus.
  2. Lade deine Bewerbungsunterlagen hoch.
  3. Nach Prüfung melden wir uns bei dir und beraten dich entweder vor Ort, per Telefon oder Video.
Gemeinsam finden wir den passenden Ausbildungsbetrieb, der zu dir passt.
Wir versorgen dich mit relevanten Infos rund um das Thema Ausbildung. Check dazu einfach unseren Instagram-Kanal oder folge @die.azubis auf TikTok

Anmeldeformular zur Ausbildungsplatzsuche

Ausbildung

Ausbildungszeit-Verkürzung oder vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung

Die wichtigsten Unterschiede und dazugehörige Fristen im Überblick:

Verkürzung

In den Ausbildungsordnungen der anerkannten Ausbildungsberufe ist die Dauer der Ausbildungszeit für jeden Ausbildungsberuf verbindlich geregelt. Das Berufsbildungsgesetz (BBiG) sieht in § 8 Absatz 1 und 2 jedoch auch die Möglichkeit von Abweichungen vor.
In begründeten Fällen kann von den vorgesehenen Regelausbildungszeiten abgewichen werden.
  • Vor Beginn der Ausbildung: Im Ausbildungsvertrag kann eine von der Regelausbildungszeit abweichende Ausbildungsdauer vereinbart und beantragt werden.
  • Nach Beginn der Ausbildung: Eine Verkürzung ist möglich, wenn zu erwarten ist, dass das Ausbildungsziel in verkürzter Zeit erreicht wird. Dabei muss sichergestellt sein, dass die vollständigen Ausbildungsinhalte in der verkürzten Zeit vermittelt werden.
Die Verkürzung hat somit unmittelbare Auswirkungen auf die zeitliche und sachliche Gliederung. Sie muss der verbleibenden Ausbildungszeit angepasst werden.

Vorzeitige Zulassung

Die vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung (§ 45 Abs. 1 BBiG) führt auch zu einer Verkürzung der Ausbildung. Diese bedingt im Gegensatz zum Verkürzungstatbestand (siehe Verkürzung) jedoch keine Vertragsänderung. Der Ausbildungsvertrag wird bei einer vorzeitigen Zulassung nur dann berührt, wenn die oder der Auszubildende die Abschlussprüfung besteht. In diesem Fall endet das Ausbildungsverhältnis mit der Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses.
Grundsätzlich können bei einem Ausbildungsverhältnis mehrere Verkürzungsgründe zusammentreffen, es gilt jedoch eine Mindestausbildungszeit zu beachten, die nicht unterschritten werden darf.
Regelausbildungszeit Mindestausbildungszeit
3,5 Jahre 24 Monate
3 Jahre 18 Monate
2 Jahre 12 Monate

Alles auf einen Blick:

Verkürzung
(§ 8 Abs. 1 BBiG)
Vorzeitige Zulassung
(§ 45 Abs. 1 BBiG)
Ausbildungsvertrag
Der Ausbildungsvertrag muss geändert werden.
=> neues Ausbildungsende wird vertraglich festgehalten.
Der Ausbildungsvertrag bleibt unberührt.
=> kein neues Ausbildungsende. Es erfolgt lediglich eine Prüfungszulassung zum vorgezogenen Termin.
Voraussetzungen
Ausbildungsbetrieb und Auszubildender oder Auszubildende beantragen gemeinsam die Verkürzung. Die Voraussetzung für die Verkürzung ist unabhängig von den Berufsschulnoten.
  • Mittlerer Bildungsabschluss
    => max. 6 Monate
  • Abitur bzw. Fachhochschulreife
    => max. 12 Monate
  • Vorherige Ausbildung im verwandten Beruf
    => im angemessenen Umfang
Der Ausbildungsbetrieb und die jeweilige Berufsschule bescheinigt der oder dem Auszubildenden mindestens gute Leistungen. Die durchschnittlichen schulischen Leistungen in den prüfungsrelevanten Fächern oder Lernfeldern müssen 2,49 oder besser sein.





Erforderliche Unterlagen
Vollständig ausgefüllter Antrag auf vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung mit der Bestätigung des Ausbildungsbetriebes und der Berufsschule. Antragsformulare erhalten Sie bei der IHK Region Stuttgart auf Anfrage. Der Antrag auf vorzeitige Zulassung ist personalisiert. Bitte geben Sie deshalb bei der Anforderung der Unterlagen in jedem Fall den Namen der oder des Auszubildenden an.

Fristen
Die Kürzung der Ausbildungszeit soll möglichst
  • direkt bei Vertragsabschluss,
  • spätestens jedoch so rechtzeitig, dass nach der Verkürzung noch mindestens ein Jahr Ausbildungszeit verbleibt
beantragt werden.
Frühester Termin für die
  • Sommerprüfung: ab Anfang Dezember bis spätestens 5. Februar
  • Winterprüfung: ab Mitte Juni bis spätestens 31. Juli
Informationen zu Prüfungsterminen, Anmelde- und Abgabefristen finden Sie in unserer Übersicht zu Zwischen – und Abschlussprüfungen.
Digitale AzubiCard

Digitale AzubiCard – eine Karte, viele Möglichkeiten

Zum Ausbildungsstart 2021 ist die IHK Region Stuttgart in Kooperation mit dem Land Baden-Württemberg mit der AzubiCard an den Start gegangen.

Was ist die AzubiCard?

Die kostenlose AzubiCard ist mit einem digitalen Schülerausweis oder einem Studierendenausweis zu vergleichen, mit der Auszubildende in der Region Stuttgart aber auch deutschlandweit in den Genuss von Vergünstigungen kommen – etwa in Restaurants, Schwimmbädern, Kinos oder beim Shoppen.
Musteransicht der AzubiCard

Wer bekommt die AzubiCard?

Alle Auszubildenden der IHK Region Stuttgart erhalten Zugang zur digitalen AzubiCard – ausgenommen Umschülerinnen und Umschüler sowie externe Prüfungsteilnehmende.

Jetzt mitmachen und Partnerunternehmen werden!

Alle Unternehmen aus der Region Stuttgart, egal ob Ausbildungsbetrieb oder nicht, können jetzt Partnerunternehmen werden und ihre Angebote gezielt den Auszubildenden präsentieren.
Eine Übersicht der deutschlandweiten Angebote finden Sie unter www.azubicard.de

So profitieren Unternehmen von der AzubiCard

  • Unternehmen präsentieren sich gezielt mit ihren attraktiven Angeboten und fördern so die regionale Wirtschaft
  • Auszubildende werden deutschlandweit auf Sie aufmerksam – vielleicht ist auch Ihre zukünftige Fachkraft dabei!
  • Setzen Sie ein Statement für die duale Ausbildung
  • Für die Präsenz auf der Homepage www.azubicard.de entstehen den Partnern keine Kosten.
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann gehen Sie auf www.azubicard.de und klicken auf „Anbieter werden”. Dort können Sie Ihr Angebot beschreiben und – falls vorhanden – Bilder dazu hochladen. Nach einer Prüfung wird Ihr Eintrag freigeschalten.

Häufige Fragen

Ist das Einstellen von Angeboten für Unternehmen kostenpflichtig?

Nein, für das Einstellen und die Präsenz auf der Homepage entstehen Unternehmen keine Kosten.

Muss ich Ausbildungsbetrieb sein?

Nein. Alle Unternehmen aus der Region Stuttgart können Angebote unter www.azubicard.de einstellen.

Welche Kriterien gelten für Angebote des Partnerprogramms AzubiCard?

Die Angebote sollten nach folgenden Regeln und Richtlinien eingestellt werden:
  1. Angebote müssen grundsätzlich allen Inhabern einer Azubicard zur Verfügung stehen Die Kammerzugehörigkeit des Azubis darf keine Rolle spielen. Maßgeblich sollte nur der Besitz einer gültigen Azubicard sein.
  2. Angebote dürfen nicht ausschließlich auf alkoholische Getränke oder den Genuss von Tabakwaren abzielen. Angebote können dann zugelassen werden, wenn nicht alkoholische Getränke einbezogen und angemessen im Angebot repräsentiert werden. In diesem Zusammenhang gilt auch: Wir können keine Angebotsfotos akzeptieren, bei denen der Genuss von Alkohol oder Tabak im Vordergrund steht.
  3. Angebote sollten den Azubi keinesfalls über einen längeren Zeitraum an einen Vertrag binden. Ausnahmen können gemacht werden, wenn
    1. das Angebot eine Laufzeit von 6 Monaten nicht überschreitet oder
    2. die monatliche Zahlung weniger als 10 Euro beträgt oder
    3. die Gesamtlaufzeit durch eine einmalige Zahlung zu Beginn der Leistung beglichen werden kann.
  4. Angebote dürfen zeitlich beschränkt werden. Die Mindestdauer für die Gültigkeit eines Angebots sollte 6 Monate betragen, da neue Angebote eine gewisse Zeit brauchen, um wahrgenommen zu werden.

Wo kann ich mein Angebot einstellen?

Alle Angebote müssen über www.azubicard.de eingestellt werden.

Wer kann die Angebote nutzen?

Deutschlandweit können alle Auszubildenen alle Angebote nutzen.

Förderung

Die AzubiCard wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg finanziell gefördert.
Logo Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus

IHK-Weiterbildungsumfrage

Die IHK-Weiterbildungsumfrage

Das Thema Weiterbildung ist in aller Munde. Fachkräfte werden dringend gesucht und leider nicht gefunden. Auch die aktuelle wirtschaftlichen sowie gesellschaftlichen Situationen tragen nicht zur Entspannung der Lage bei. Daher versuchen Unternehmen mehr und mehr ihren Fachkräftebedarf mithilfe passgenauer Qualifizierungen, sei es Um- oder Weiterqualifizierung, aus den eigenen Reihen zu decken.
Mit der IHK-Weiterbildungsumfrage wollte die IHK wissen, wie die befragten Unternehmen zum Thema Weiterbildung stehen, ob Sie Unterstützung benötigen und wo sie in der Qualifizierung ihrer Fachkräfte noch Hindernisse sehen. Die Umfrage wurde im Dezember 2022 durchgeführt.
Insgesamt haben 172 Unternehmen aus dem Ballungsraum Stuttgart an der IHK-Weiterbildungsumfrage teilgenommen.
Hauptsächlich vertreten sind die Branchen
  • Industrie (54),
  • Handel (24),
  • Sonstige Dienstleistungen (14),
  • Information, Kommunikation, Software (13),
  • Banken und Finanzen (11),
  • Verkehr/Logistik (9)
  • sowie ein großer Anteil an Unternehmen aus Branchen, die eher selten vertreten sind (Sonstige 30).
140 Unternehmen sind kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) zuzuordnen (unter 250 Beschäftigte).
Laut der Umfrage bietet die große Mehrheit (85 Prozent) der befragten Unternehmen ihren Beschäftigten berufliche Weiterbildungsmöglichkeiten an und stellt sich damit auf die digitale Transformation als eine der größten Herausforderungen unserer Wirtschaft in den kommenden Jahrzehnten ein. Denn Schlüssel für den Erfolg ist neben den technischen Gegebenheiten der Wissensstand der Belegschaft. Auch kleine und mittlere Betriebe haben das erkannt und investieren in die Qualifikation ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
„Der Fachkräftemangel ist mitten in unserer Gesellschaft angekommen, das ist überall spürbar. Es muss uns deshalb nicht nur gelingen, neue Fachkräfte für den Arbeitsmarkt zu gewinnen, sondern auch unsere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer langfristig zu qualifizieren und fit zu machen für den technologischen Wandel“, sagt IHK-Präsidentin Marjoke Breuning.
Nach IHK-Informationen fehlen allein in der Region Stuttgart aktuell 41.000 Fachkräfte. „Es ist deshalb ein gutes Zeichen, dass auch viele kleine und mittlere Unternehmen ihre Belegschaft weiterbilden und auf die neuen Herausforderungen vorbereiten. So können mit passgenauen Weiterbildungsmaßnahmen auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschult und betriebsintern kann das Fachkräftepotenzial aufgestockt werden.“
Demnach ist die Weiterbildungsbereitschaft der Unternehmen hoch: 146 der Befragten geben an, dass sie mindestens eine berufliche Weiterbildung pro Jahr anbieten (knapp 85 Prozent). Dabei geben 53 Prozent der Unternehmen an, dass die Weiterbildung der Mitarbeitenden vor allem die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit an neue Marktsituationen verbessert. Außerdem sehen die Unternehmen die Steigerung der Unternehmensattraktivität (41 Prozent) sowie der Innovationskraft (36 Prozent) als Pluspunkte der Weiterbildung an.

Vor allem allgemeine Kompetenzen werden gefördert

Bei ihren Weiterbildungsmaßnahmen setzt die Mehrheit der Befragten auf kleine und modulare Lerneinheiten sowie auf Blended-Learning-Formate (technologie- bzw. webgestützter Unterricht). Thematisch beziehen sich die Fortbildungen vor allem auf allgemeine Kompetenzen wie Flexibilität (74 Prozent der Befragten), Kommunikations- und Überzeugungsfähigkeit (70 Prozent) sowie Führungskompetenzen (69 Prozent).

Future Skills noch nicht im Fokus

Die sogenannten Future Skills beziehungsweise Schlüsselkompetenzen für den Umgang mit KI, Robotik und vernetzter Industrie stehen insbesondere bei KMU zurzeit noch nicht so stark im Vordergrund. „Es scheint, als hätten viele Betriebe diese Themen noch nicht im Fokus. Wir müssen aber der Bedeutung für den Wirtschaftsstandort der Region Stuttgart gerecht werden, die insbesondere das große Themenfeld KI in den nächsten Jahren haben wird“, mahnt Präsidentin Breuning. Hinsichtlich der Bedeutung für den Wirtschaftsstandort der Region Stuttgart sollte verstärkt auf vorhandene einführende Beratungs- und Weiterbildungsangebote aufmerksam gemacht werden, um die Unternehmen für die Relevanz der digitalen Transformation zu sensibilisieren.

Chancen für Ungelernte nutzen

Die Umfrageergebnisse zeigen auch, dass viele Unternehmen auf an- und ungelernte Arbeitskräfte setzen (111 Unternehmen bzw. 64 Prozent geben das an).
Allerdings halten nur zehn Prozent einen anerkannten Berufsabschluss als Qualifizierungsziel für zielführend. 52 Unternehmen (30 Prozent) halten eine Anpassungsqualifizierung - zum Beispiel eine Teilqualifikation - dagegen für sinnvoll.
Auch geben Betriebe an, dass sie es bevorzugen, an- und ungelernte Beschäftigte über Inhouse-Schulungen und Trainings on the Job zu qualifizieren. Die IHK wertet das als Hinweis darauf, dass die an- und ungelernten Beschäftigten in ihrem Job qualifiziert worden sind, aber hierzu der Nachweis im Sinne einer beruflichen Qualifizierung fehlt. Durch eine formale Anerkennung dieser Fähigkeiten könnte dies nachgeholt werden. Dies haben bei der Befragung 30 Prozent der Unternehmen im Blick.

Hemmnisse bei der Weiterbildung

Als größten Hemmschuh für die Weiterbildung sehen knapp 60 Prozent der Unternehmen den Faktor Zeit. „Die Freistellung der Mitarbeitenden stellt die Unternehmen häufig vor große Herausforderungen“, so Breuning. „Die Personallage ist meist angespannt und volle Auftragsbücher und das Reagieren auf Pandemie und Energiekrise haben viele Unternehmen weiterhin fest im Griff.“ Auf den weiteren Plätzen der Hemmnisse folgen Aufstiegs- und Gehaltserwartungen im Anschluss an die Weiterbildung (34 Prozent) sowie mangelnde Motivation der Mitarbeitenden bei neuen Kompetenzfeldern (32 Prozent).
40 Prozent der befragten Unternehmen wünschen sich hinsichtlich der Beratung zur betrieblichen Weiterbildung mehr Beratung und Hilfe bei der Auswahl im „Angebots-Dschungel“.
„Unsere IHK bietet bereits jetzt ein breites Spektrum an Information, Beratung sowie Qualifizierung für unsere Mitgliedsbetriebe an“, betont die IHK-Präsidentin.
Vielen Unternehmen sei es aber noch nicht bekannt. Auf der Website der IHK Region Stuttgart finden sich umfassende Informationen, wie zum Beispiel Basis-Infos rund um die Weiterbildung im Betrieb, Informationen zum Bildungszeitengesetz, zu Fortbildungsabschlüssen, aber auch ganz konkrete Qualifizierungsangebote wie Kurse, Seminare sowie Bildungsanbieter und vieles mehr. Zudem beteiligt sich die IHK Region Stuttgart beim Weiterbildungsverbund Region Stuttgart (WBV). Im WBV haben sich 15 Organisationen zusammengeschlossen, um als Q-Lotsen Unternehmen bei den sich im Wandel verändernden Qualifikationsanforderungen zu unterstützen: digital und analog
Die Ergebnisse der Weiterbildungsumfrage soll dazu dienen, Sie bei der Suche nach geeigneten Qualifizierungsmaßnahmen und der Entwicklung passgenauer Bausteine zu unterstützen, um so gemeinsam der Fachkräfteproblematik entgegenzuwirken.
Die IHK-Fachexperten im Servicecenter Weiterbildungsberatung stehen telefonisch unter 0711 2005-1132 zu den üblichen Geschäftszeiten für Auskünfte gerne zur Verfügung.
Ausbildungsvertrag

Rechtliche Hinweise zum Berufsausbildungsvertrag

Vor dem Beginn eines Berufsausbildungsverhältnisses müssen Ausbildende (Ausbildungsbetriebe) und die Auszubildenden sowie bei Minderjährigkeit deren gesetzliche Vertreter einen Berufsausbildungsvertrag abschließen (§ 10 – 12 Berufsbildungsgesetz BBiG). Dieser ist der IHK unverzüglich nach Abschluss vorzulegen. Die IHK prüft den Vertrag rechtlich und trägt ihn in das Verzeichnis der Ausbildungsverträge ein (§ 34 – 36 BBiG).

BA-Betriebsnummer

Aus Statistikgründen muss seit 2021 im Ausbildungsvertrag die Betriebsnummer der Ausbildungsstätte angegeben werden (§ 34 Abs. 2 Nr. 10 BBiG). Die Betriebsnummer ist die „Sozialversicherungsnummer“ des Unternehmens oder eines Unternehmensteils.
Der Betriebsnummern-Service der Bundesagentur für Arbeit vergibt die Betriebsnummern und erfasst die erforderlichen Betriebsdaten. Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, die Betriebsnummer elektronisch zu beantragen.

Ausbildungsvertrag

Vertragsvorlage

Den Digitalen Ausbildungsvertrag (DAV) erreichen Sie über die Kachel “Vertragsmanagement” im Asta-Infocenter.
Weitere Informationen finden Sie im Artikel Digitaler Ausbildungsvertrag (DAV).

Zusatzvereinbarungen zum Ausbildungsvertrag

Sonstige Vereinbarungen zum Berufsausbildungsvertrag, die dem Sinn und Zweck der Berufsausbildung widersprechen oder zu Ungunsten des/der Auszubildenden von den gesetzlichen Vorschriften abweichen, sind unzulässig.

Für Fragen rund um Zusatzvereinbarungen und Nebenabreden stehen Ihnen unsere Ausbildungsberaterinnen und Ausbildungsberater der IHK Region Stuttgart gerne zur Verfügung.

Gesetzliche Vertreter eines minderjährigen Auszubildenden

Der Ausbildungsvertrag ist von allen Sorgeberechtigten zu unterzeichnen. Sind beide Eltern sorgeberechtigt, so müssen auch beide unterschreiben.

Ausbildungsvergütung

Auszubildende müssen während ihrer Ausbildung angemessen vergütet werden. Alle Informationen rund um die Ausbildungsvergütung haben wir im Artikel “Ausbildungsvergütung und Sachbezugsleistungen” zusammengefasst.

Urlaubsanspruch

Wie jeder Arbeitnehmer haben auch Auszubildende Anspruch auf Urlaub, wobei zwischen jugendlichen und volljährigen Auszubildenden zu differenzieren ist. Details finden Sie im Artikel „Urlaubsanspruch von Auszubildenden“.

Ausbildungsordnung und Sachliche und zeitliche Gliederung

Verordnungen sowie sachliche und zeitliche Gliederungen können bei dem für Sie zuständigen Ausbildungsberaterinnen und Ausbildungsberater der IHK Region Stuttgart oder unter ausbildung@stuttgart.ihk.de angefordert werden.

Vertragsänderungen

Sie wollen im Laufe der Ausbildung die Ausbildungszeit verlängern, verkürzen, unterbrechen oder die tägliche bzw. wöchentliche Ausbildungszeit (Teilzeit) Ihrer Auszubildenden ändern? Dann muss einen Änderungsvertrag zum Ausbildungsvertrag erstellt werden.
Nutzen Sie hierzu auch die Anwendung “Digitaler Ausbildungsvertrag” im ASTA-Infocenter.

Vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung

Wollen Sie ein Ausbildungsverhältnis im Laufe der letzten 12 Monate der Ausbildungszeit verkürzen, soll dies vorrangig über eine vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung erfolgen, insofern die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind.
Sollten Sie aus technischen Gründen den Digitalen Ausbildungsvertrag noch nicht nutzen können, stehen Ihnen im Artikel “Änderungs- und Ergänzungsverträge” alle Formulare zur Vertragsverlängerung, -verkürzung sowie Ergänzungs- und Änderungsverträge auch zum Download zur Verfügung.

Vertragslösungen

Das Ausbildungsverhältnis mit Ihrem Auszubildenden oder Ihrer Auszubildenden besteht nicht mehr? Dann melden Sie uns dies einfach über die Anwendung “Digitaler Ausbildungsvertrag” im ASTA-Infocenter.
Datenschutz
Alle uns übermittelten personenbezogenen Daten verarbeiten wir ausschließlich in Übereinstimmung mit unserer Datenschutzerklärung.

Verzeichnisführung für Ausbildungsverträge

Reichen Sie Ihre Ausbildungsverträge gerne digital über die Anwendung “Digitaler Ausbildungsvertrag (DAV)” über das ASTA-Infocenter ein.
Für Stuttgart, Böblingen, Ludwigsburg, Esslingen-Nürtingen, Rems-Murr und Göppingen
Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart
Bezirkskammer Göppingen
Jahnstraße 36
73037 Göppingen
Telefon 07161 6715-8488
eintragung.gp@stuttgart.ihk.de
Sie wissen nicht zu welcher Industrie- und Handelskammer Ihr Unternehmen gehört? Hier finden Sie die Antwort: Zuständige IHK
Für Fragen rund um die Berufsausbildung stehen Ihnen unsere Ausbildungsberaterinnen und Ausbildungsberater der IHK Region Stuttgart gerne zur Verfügung.
Ausgestaltungsmöglichkeiten und Rahmenbedingungen

Mobiles Ausbilden - Praxis-Leitfaden

Mobiles Ausbilden kann die klassische Ausbildung im Unternehmen ergänzen. Dieser Leitfaden soll den Ausbildungsunternehmen in der Region Stuttgart helfen, Mobiles Ausbilden - im Sinne von Ausbilden im Kontext Mobilen Arbeitens - als optionale Ergänzung zum klassischen Ausbilden in Präsenz im Unternehmen erfolgreich einzuführen.
Die folgenden Punkte und Fragestellungen zu
  1. grundsätzlichen und rechtlichen Voraussetzungen,
  2. pädagogischen Aspekten und zur Rolle der Vorgesetzten und des Ausbildungspersonals,
  3. technischen Voraussetzungen,
  4. Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz
  5. Kommunikation, Didaktik und Regeln für die Zusammenarbeit
sollen Ausgestaltungsmöglichkeiten und Rahmenbedingungen aufzeigen.
Für die weitere Ausgestaltung zum mobilen Ausbilden hat die IHK-Organisation die Merkmale, Voraussetzungen und Empfehlungen in einem Impulspapier erarbeitet.

1. Grundsätzliche und rechtliche Voraussetzungen

Die Voraussetzungen sind:

  • Mobiles Ausbilden soll eine ergänzende Ausbildungsform sein und bleibt auf vereinbarte Ausbildungsanteile beschränkt. Die Ausbildung im Betrieb hat Vorrang.
  • Die Auszubildenden verfügen über die notwendige Reife, Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein.
  • Ausbildende und Auszubildende entscheiden gemeinsam, dass in bestimmtem Umfang mobil ausgebildet werden soll. Sind Auszubildende minderjährig, ist eine Einverständnisklärung der Erziehungsberechtigten erforderlich.
  • Wenn die Anwesenheit der Auszubildenden im Unternehmen für notwendig oder sinnvoll erachtet wird, oder die Auszubildenden ins Ausbildungsunternehmen kommen möchten, ist dies zu ermöglichen. Ein Wechsel in die klassische betriebliche Ausbildung in Präsenz in der Ausbildungsstätte muss beidseitig kurzfristig ermöglicht werden.
  • Alle gesetzlichen Regelungen wie Berufsbildungsgesetz, Arbeitszeitgesetz, Betriebsverfassungsgesetz oder Jugendschutzgesetz gelten unverändert.
  • Es besteht weiterhin die Pflicht, Ausbildungsnachweise ordnungsgemäß zu führen.
  • Die Grundsätze über die Eignung von Ausbildungsstätte und Ausbilder gelten unvermindert weiter.
  • Die für das Ausbildungsunternehmen örtlich zuständige IHK ist für die Überwachung der Ausbildung zuständig. Das Ausbildungsunternehmen weist gegenüber der IHK nach, dass Mobiles Ausbilden in gleicher Qualität wie klassisches betriebliches Ausbilden möglich und wie dies konkret vorgesehen ist.
  • Im betrieblichen Ausbildungsplan werden Elemente und Inhalte des Mobilen Ausbildens aufgeführt bzw. entsprechend ergänzt.
  • Das Ausbildungsunternehmen stellt den Auszubildenden geeignete Arbeitsmittel, insbesondere Hard- und Software zur Verfügung.

Zur Ausgestaltung sollten Sie sich im Vorfeld folgende Fragen beantworten:

  • In welchen Berufen kann/soll mobil ausgebildet werden? In allen oder nur in ausgewählten, geeigneten Berufen?
  • Sind die geplanten Tätigkeiten und Aufgaben grundsätzlich für das mobile Ausbilden und die virtuelle Vermittlung geeignet?
  • Welche Inhalte wollen Sie virtuell vermitteln? Wählen Sie anhand der geltenden Ausbildungsverordnung und der sachlichen und zeitlichen Gliederung die passenden Inhalte aus.
  • Gibt es Themenfelder, die dem Vertiefen bereits erworbener Ausbildungsinhalte gewidmet werden können? Eine Auflistung erleichtert die Einschätzung.
  • Soll es - unter dem Vorbehalt der persönlichen Reife und Eignung des Auszubildenden - einen Anspruch auf oder eine Verpflichtung zum Mobilen Ausbilden in Ihrem Ausbildungsunternehmen geben?
  • Müssen Arbeitnehmervertretungen eingebunden werden und gibt es Dienstanweisungen oder sonstige betriebliche Vorschriften, die beachtet werden müssen?
  • Wie viele Tage pro Woche kann/soll mobil ausgebildet werden und wie werden die Einhaltung der täglichen Ausbildungszeiten, Pausen und Ruhezeiten sichergestellt?
  • Kann/soll Mobiles Ausbilden bereits in der Probezeit stattfinden oder erst später?

2. Pädagogische Aspekte und Rolle der Vorgesetzten und des Ausbildungspersonals

Die Voraussetzungen sind:

  • Grundsätzlich haben Ausbildungsunternehmen, Ausbildungspersonal und gegebenenfalls betriebliche Betreuer beim Mobilen Ausbilden die gleiche Verantwortung und Fürsorgepflicht gegenüber den Auszubildenden wie bei der Ausbildung vor Ort in der Ausbildungsstätte. Dies betrifft sowohl die Koordination der Ausbildung, Betreuung des Auszubildenden und Überwachung von Vorschriften und Regeln als auch die Vermittlung von Ausbildungsinhalten und die Kontrolle von Ausbildungsergebnissen.
  • Grundsätzlich müssen die Auszubildenden über die entsprechende persönliche Reife und psychische Verfassung verfügen, um die übertragenen Aufgaben auch beim Mobilen Ausbilden erfolgreich zu erledigen. Ansonsten ist vom Mobilen Ausbilden abzusehen. Der Auszubildende sollte diesbezüglich anhand nachvollziehbarer Kriterien beurteilt und ihm Feedback gegeben werden.
  • Digitale Interaktion und Kommunikation sind integrale Bestandteile des Mobilen Ausbildens. Deshalb muss das Ausbildungsunternehmen organisatorisch und technisch sicherstellen, dass das Ausbildungspersonal jederzeit für die Auszubildenden erreichbar ist.
  • Das Ausbildungspersonal muss seinerseits sicherstellen, dass auch über virtuelle Kommunikationswege eine Betreuung und gegebenenfalls Anleitung auf gleichem Niveau wie beim Ausbilden in Präsenz erfolgt.
  • Virtuelles Führen und gegebenenfalls Anleiten auf Distanz heißt auch, den Auszubildenden mehr Freiraum zu geben als bei der Präsenzausbildung. Voraussetzung ist dafür, dass ein Vertrauensverhältnis aufgebaut wird.

Zur Ausgestaltung sollten Sie sich im Vorfeld folgende Fragen beantworten:

  • Hat das Ausbildungspersonal die notwendigen fachlichen und persönlichen Kompetenzen? Sind die zeitlichen und personellen Ressourcen sowie die technische Ausstattung sichergestellt?
  • Verfügen die Auszubildenden über die entsprechende persönliche Reife und psychische Verfassung, um die übertragenen Aufgaben auch beim Mobilen Ausbilden erfolgreich zu erledigen? Welche Hilfestellung kann das Ausbildungsunternehmen den Auszubildenden anbieten?
  • Aufgrund der Arbeits- und Ausbildungsbeziehung auf Distanz steigt die Anforderung an das Ausbildungspersonal, den Auszubildenden Orientierung zu bieten. Achtet das Ausbildungspersonal darauf, dass auftretende Probleme zeitnah besprochen werden können? Hat das Ausbildungspersonal geeignete Möglichkeiten, um die notwendigen Gespräche zu führen und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen zu ergreifen?

3. Technische Anforderungen

Die Voraussetzungen sind:

  • Das Ausbildungsunternehmen stellt den Auszubildenden eine geeignete EDV-Ausstattung wie zum Beispiel Laptop mit geeigneten Softwareprodukten sowie Kommunikations-mittel wie zum Beispiel Smartphone als kostenfreies Arbeitsmittel für Mobiles Ausbilden zur Verfügung. Sollte durch Betriebsvereinbarung oder Vertrag vorgesehen sein, dass das Ausbildungsunternehmen beim mobilen Arbeiten weitere Arbeitsmittel zur Verfügung stellt, muss Betrieb geklärt werden, ob dies auch für die Auszubildenden gelten soll.
  • Betriebliche und gesetzliche Datenschutzvorschriften müssen bekannt sein und beachtet werden.
  • Arbeit und Ausbildung betreffende Informationen sollten nur über betrieblich legitimierte Kanäle (zum Beispiel MS Teams) geteilt werden. Die Nutzung privater Endgeräte sollte insb. im Blick auf den Datenschutz sensibel und zurückhaltend gehandhabt werden.
  • Die Verwendung sicherer Passwörter ist beim mobilen Lernen besonders wichtig. Die Passwortvergabe und -verwaltung sollte daher regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.
  • Auszubildende sollten auch im Rahmen des Mobilen Ausbildens an ihrem Laptop beziehungsweise Tablet-PC Updates durchführen (lassen). Das gilt vor allem für Betriebssystem, Virenschutz, Firewall und Browsers. Wann und wo diese Updates durchgeführt werden sollen, muss festgelegt werden.

Zur Ausgestaltung sollten Sie sich im Vorfeld folgende Fragen beantworten:

  • Welche Sicherheitsaspekte müssen berücksichtigt werden? Dürfen Dritte betriebliche Daten zu Gesicht bekommen oder geschäftliche Telefonate mithören?
  • Welche wichtigen Datenschutz- und Sicherheitsvorschriften müssen auch beim Mobilen Ausbilden beachtet werden?
  • Sollten die Beteiligten eine darauf ausgerichtete Unterweisung oder Anweisung erhalten?
  • Können diese technischen Voraussetzungen nicht geschaffen werden, sollte vom Mobilen Ausbilden abgesehen werden.

4. Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz

Die Voraussetzungen sind:

  • Auch beim Mobilen Lernen ist die Verantwortung für die eigene Gesundheit wichtig. Das Ausbildungsunternehmen muss sich vergewissern, dass vorgeschriebene Standards auch beim Mobilen Ausbilden erfüllt und eingehalten werden.
  • Auch beim Mobilen Ausbilden müssen die arbeitswissenschaftlichen Erkenntnisse und Vorschriften beispielsweise über die Gestaltung von Arbeitsplätzen und die Arbeitssicherheit Beachtung finden.
  • Grundsätzlich sollten Auszubildende darauf achten, auch im Rahmen des mobilen Lernens ausreichend in Bewegung zu sein, eine passende Raumtemperatur einzustellen oder regelmäßig zu lüften.

Zur Ausgestaltung sollten Sie sich folgende Fragen beantworten:

  • Welche Anforderungen an den Arbeitsschutz müssen berücksichtigt werden?
  • Ermöglichen die räumlichen Gegebenheiten beim Mobilen Ausbilden ein weitgehend ungestörtes Lernen mit geeigneter Ausstattung beim Auszubildenden?
  • Wie kann die Umsetzung gewährleistet werden? Empfehlenswert ist, sich nach der Einrichtung des mobilen Arbeitsplatzes die Gegebenheiten schriftlich beschreiben und bestätigen zu lassen. Zu achten wäre unter anderem insbesondere auf einen geeigneten Tisch, Stuhl sowie ausreichende Beleuchtung.
  • Können die genannten Aspekte nicht gewährleistet werden, ist vom Mobilen Ausbilden abzusehen.

5. Kommunikation, Didaktik und Regeln für die Zusammenarbeit

Die Voraussetzungen sind:

  • Die Auszubildenden müssen sicherstellen, dass sie genau wie die Ausbildenden während der Ausbildungszeit über die vorher vereinbarten Kommunikationskanäle (zum Beispiel über das dienstliche Smartphone) erreichbar sind.
  • Das Ausbildungsunternehmen muss sicherstellen, dass die Auszubildenden mit der zu nutzenden Hard- und Software ausreichend vertraut sind oder geschult werden.
  • Auszubildende sollten beim Mobilen Ausbilden Arbeits- und Privatleben im Alltag voneinander trennen und sich jeweils auf eine Tätigkeit fokussieren.
  • Das Ausbildungspersonal ist sich seiner besonderen Fürsorgepflicht bewusst und nimmt diese verantwortlich wahr.
  • Das Ausbildungspersonal verfügt über die notwendigen didaktischen Kompetenzen.

Zur Ausgestaltung sollten Sie sich folgende Fragen beantworten:

  • Ist sichergestellt, dass in der Zeit des Mobilen Ausbildens regelmäßig virtueller Austausch mit dem Ausbildungspersonal stattfindet?
  • Findet in der Zeit des mobilen Lernens regelmäßig virtueller Austausch mit Kollegen und evtl. Kunden statt?
  • Ist die Einhaltung und Dokumentation von Ausbildungs- und Pausenzeiten mit allen Beteiligten (zum Beispiel technische Erfassung oder Mitteilung an das Ausbildungspersonal) abgestimmt und datenschutzkonform ausgestaltet?
  • Wann und wie wird mit den Auszubildenden besprochen, welche Lerninhalte vermittelt werden sollen?
  • Was soll bis zu welchem Zeitpunkt als Ergebnis bzw. Lernziel erreicht sein, und wie und wann wird dieses besprochen und dokumentiert?
  • Welche regelmäßigen Kontaktpunkte (Check-in/out, Jour Fixe, Unterweisungen, Termine, Gespräche) gibt es?
  • Zu welchen Anlässen sollen Auszubildenden sich ansonsten melden und beispiels-weise nach Feedback oder Hilfe fragen?
  • Welche Kommunikationskanäle werden wann und wie eingesetzt (Telefon, E-Mail, Chat, Video-Telefonie oder MS-Teams)?
  • Wie wird im Ausbildungsnachweis dokumentiert, dass die Vermittlung von Ausbildungsinhalten in virtueller Form stattgefunden hat?
Bitte wenden Sie sich bei weiteren Fragen zur konkreten Ausgestaltung des mobilen Ausbildens in Ihrem Ausbildungsbetrieb an Ihre Ausbildungsberater/in.
Ausbildung HOGA

Ausbildungsberufe in der Hotellerie und Gastronomie modernisiert

Die Neuordnungen der gastgewerblichen Ausbildungsberufe ist zum 1. August 2022 in Kraft getreten. Sie tragen dem differenzierter, anspruchsvoller und digitaler gewordenen Arbeitsumfeld Rechnung.
Gleichzeitig treten die bisherigen Verordnungen aus dem Jahr 1998 außer Kraft; bestehende Ausbildungsverhältnisse haben aber Bestandsschutz und werden zu Ende geführt.
Die Novellierung der Ausbildungsgrundlagen ist allerdings nur ein Baustein auf dem Weg zur Sicherung der Ausbildungsqualität und des Fachkräftebedarfs.

Die neuen zweijährigen Berufe:

  • Fachkraft Küche
  • Fachkraft für Gastronomie (Schwerpunkt: Systemgastronomie oder Restaurantservice)

Die neuen dreijährigen Berufe:

  • Koch/Köchin
  • Fachmann/Fachfrau für Systemgastronomie
  • Fachmann/Fachfrau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie
  • Hotelfachmann/Hotelfachfrau
  • Kaufmann/Kauffrau für Hotelmanagement
Die modernisierten Berufsbilder sind von gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Bedeutung und bewegen sich in einem vielfältigen Spektrum von Betrieben. Unterschiedliche Betriebskonzepte und Organisationsstrukturen erfordern von den Fachkräften ein hohes Maß an Flexibilität, interkultureller Kommunikationsfähigkeit, Organisationstalent, Zukunftsorientierung sowie ein Grundverständnis für unternehmerisches Handeln.
Im Mittelprunkt der beruflichen Handlungsfähigkeit stehen weiterhin die Gästeorientierung und die Gästezufriedenheit. Mit Blick auf die wachsende Bedeutung kommunikativer Kompetenzen und ressourcenschonendem Arbeiten wurden die neuen Berufsbildpositionen „Anleitung und Führung von Mitarbeitenden“, „digitalisierte Arbeitswelt“ sowie „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“ in allen dreijährigen Berufen aufgenommen.

Ausbildungsordnung

Die Ausbildungsordnungen über die Berufsausbildung der gastgewerblichen Berufe sind am 14. März 2022 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden. Die Verordnungen treten am 1. August 2022 in Kraft.

Gestreckte Abschlussprüfung

Neu eingeführt wird in allen dreijährigen Berufen eine „gestreckte Abschlussprüfung“. Das bedeutet zwei Prüfzeitpunkte: der erste Teil der Prüfung findet im vierten Ausbildungshalbjahr statt. Das Ergebnis zählt für die Abschlussnote; die bisherige Zwischenprüfung entfällt ersatzlos. Der zweite Teil der Abschlussprüfung wird am Ende der Ausbildung durchgeführt. Das Endergebnis wird nach dem Absolvieren der letzten Prüfungsleistung aus Teil 1 und Teil 2 gebildet. Die Abschlussprüfung der zweijährigen Ausbildungsberufe gilt jeweils als Teil 1 des darauf aufbauenden dreijährigen Berufes und kann bei Fortführung angerechnet werden. Ferner gibt es bei einigen Berufen eine Rückfalloption, wonach ein zweijähriger Berufsabschluss unter Umständen auch dann zuerkannt werden kann, wenn die Abschlussprüfung des dreijährigen Berufs nicht bestanden wurde.

Beschulung

Die gemeinsame Beschulung aller sieben gastgewerblichen Berufe im ersten Ausbildungsjahr ist grundsätzlich möglich. Im zweiten Ausbildungsjahr kann ferner eine gemeinsame Beschulung der drei Gastronomieberufe untereinander, der beiden Hotelberufe untereinander bzw. eine gemeinsame Beschulung der Küchenberufe erfolgen.

Was müssen Ausbildungsbetriebe jetzt beachten?

Auszubildende, die ab dem 1. August 2022 ins zweite oder dritte Ausbildungsjahr wechseln, werden nach den alten Ausbildungsordnungen ausgebildet.
Aufgrund der Neuordnung werden die Ausbildungsberechtigungen für alle Ausbildungsbetriebe neu erteilt.
Bitte beachten Sie beim Abschluss neuer Ausbildungsverträge folgende Punkte:
  • Wird nach bestandener Fachkraftprüfung das dritte Ausbildungsjahr angehängt, dann muss der Vertrag vor dem 1. August 2022 beginnen, damit das dritte Jahr nach alter Verordnung ausgebildet wird (Berufsschule beschult das 2. und 3. Lehrjahr noch nach alter Verordnung)
  • Neue Verträge, die vor dem 1. August 2022 beginnen, müssen ab dem 1. August 2022 umgeschrieben werden, wenn der Azubi die Grundstufe noch nicht besucht oder noch nicht abgeschlossen hat (die Grundstufe startet nach den Sommerferien nach neuer Verordnung)
  • Bei Verträgen, die ab dem 1. August 2022 beginnen und vertraglich eine Verkürzung vorsehen, sprechen Sie uns bitte an
Fragen zur Einführung im Betrieb beantworten die zuständigen Ausbildungsberater/-innen.

FAQs zur Berufsanerkennung

Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen

Haben Sie im Ausland einen Berufsabschluss erworben und möchten diesen in Deutschland anerkennen lassen? In unseren FAQs zur Berufsanerkennung finden Sie Antworten auf wichtige Fragen zum Verfahren, zu Zweck und Nutzen für Antragstellende und Unternehmen, den zuständigen Anerkennungsstellen sowie Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten.

1. Was ist die Berufsanerkennung?

Im Verfahren der Berufsanerkennung wird geprüft, inwieweit eine Berufsqualifikation, die im Ausland erworben wurde, einem vergleichbaren deutschen Berufsabschluss (Referenzberuf) entspricht.
Die zuständige Anerkennungsstelle in Deutschland überprüft, ob und wenn ja, welche Unterschiede bestehen. Dabei wird auch die bereits gesammelte Berufserfahrung berücksichtigt. Diese Prüfung heißt Gleichwertigkeitsprüfung und ist i. d. R. innerhalb von 3 Monaten ab Vorliegen aller benötigten Unterlagen abgeschlossen.
Einen kurzen Überblick erhalten Sie im Erklärfilm der IHK Düsseldorf:

2. Wer ist für die Durchführung des Anerkennungsverfahrens zuständig?

Bei welcher Stelle der Anerkennungsantrag und weitere Dokumente wie Zeugnisse eingereicht werden müssen, hängt vom Beruf und ggf. vom Wohn- bzw. Arbeitsort ab. Die zuständige Stelle finden Sie mit dem Anerkennungs-Finder im Portal der Bundesregierung „Anerkennung in Deutschland“.
Für IHK-Berufe (pdf) ist die IHK FOSA (Foreign Skills Approval) die zuständige Anerkennungsstelle. Auf der Website der IHK FOSA finden Sie alles zu Verfahren, Gebühren, Antragstellung und notwendigen Unterlagen.

3. Was kann Ergebnis des Berufsanerkennungsverfahrens sein?

Das Ergebnis wird im Anerkennungsbescheid mitgeteilt. Dieser kann eine volle oder teilweise Gleichwertigkeit des Abschlusses bescheinigen. Ergebnis kann auch sein, dass keine Gleichwertigkeit festgestellt werden konnte.
  • Es wird die volle Gleichwertigkeit der ausländischen Berufsqualifikation mit dem entsprechenden deutschen Referenzberuf bescheinigt, wenn keine wesentlichen Unterschiede vorliegen.

  • Werden im Verfahren wesentliche Unterschiede festgestellt, so erhält der Antragsteller einen Teilanerkennungsbescheid, aus dem die übereinstimmenden und die noch fehlenden Qualifikationen hervorgehen. Eine teilweise Gleichwertigkeit kann ausgeglichen werden.
    • Im Rahmen einer betrieblichen Anpassungsqualifizierung oder Qualifizierungsmaßnahme mit betrieblichem Anteil können die Teile nachgeholt werden, die für die volle Gleichwertigkeit fehlen.
    • Grundlage dafür ist ein sachlich und zeitlich gegliederter Qualifizierungsplan, in dem festgehalten wird, welche Maßnahmen mit welcher Dauer umgesetzt werden müssen.
      → Bei IHK-Berufen (pdf) kann die IHK bei der Erstellung des Qualifizierungsplans unterstützen.
    • Zur Vollanerkennung muss nach Abschluss der Qualifizierung ein Folgeantrag bei der Anerkennungsstelle gestellt werden.

4. Welchen Zweck hat das Berufsanerkennungsverfahren?

Die Berufsanerkennung hilft den Antragstellerinnen und Antragstellern dabei, ihre im Ausland erworbenen Qualifikationen mit deutschen Berufsabschlüssen vergleichen und sich auf dem deutschen Arbeitsmarkt besser orientieren und bewerben zu können. In bestimmten Fällen ist die Berufsanerkennung Voraussetzung für die Beschäftigung (siehe Frage 5).
Arbeitgebern hilft die Berufsanerkennung dabei, ausländische Berufsabschlüsse einzuschätzen. Sie können besser beurteilen, welche Qualifikationen damit verbunden sind und sicherstellen, ob sie die jeweilige Person mit den für ihre Branche oder ihr Unternehmen einschlägigen Tätigkeiten beauftragen können bzw. dürfen. Die Berufsanerkennung kann bei der tariflichen Eingruppierung der Fachkraft unterstützen. Sie kann aber auch als Grundlage dienen, bereits angestellte Mitarbeitende zu qualifizieren und sie langfristig ans Unternehmen zu binden.

5. Wer kann/muss seinen ausländischen Abschluss anerkennen lassen?

  • Alle Personen mit einer ausländischen Berufsqualifikation können diese in Deutschland anerkennen lassen – ganz unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit, ihrem aktuellen Wohnsitz und ihrem Aufenthaltsstatus. Voraussetzung ist, dass ihr Abschluss im Staat, in dem er erworben wurde, staatlich anerkannt ist.

  • Personen, die in reglementierten Berufen arbeiten (z. B. Gesundheits- oder Lehrberufe), brauchen zwingend einen in Deutschland anerkannten Abschluss und eine Berufsausübungserlaubnis, um ihren Beruf hier ausüben zu dürfen. Beim Deutschen Bundestag finden Sie eine Übersicht über die reglementierten Berufe in Deutschland (pdf).
    → Beachten Sie: IHK-Berufe (pdf) gehören zu den nicht-reglementierten Berufen.

  • Für Personen aus Drittstaaten (Nicht-EU-Staaten) ist die Anerkennung ihrer ausländischen Berufsqualifikation auch im nicht-reglementierten Bereich häufig Voraussetzung für die Erteilung eines Visums zur Beschäftigung in Deutschland. Weitere Infos dazu finden Sie im Portal der Bundesregierung „Make it in Germany“ unter Wer benötigt eine Anerkennung?

6. Was unterscheidet das Berufsanerkennungsverfahren von einer Zeugnisbewertung?

Die Zeugnisbewertung kommt bei akademischen Abschlüssen in nicht-reglementierten Berufen zum Einsatz. Sie bestätigt die Anerkennung von Hochschule und Studiengang und stuft einen Hochschulabschluss aus dem Ausland in das deutsche Bildungssystem ein, indem sie die entsprechende Ebene, zum Beispiel Bachelor- oder Master-Ebene, nennt. Die Zeugnisbewertung kann als Nachweis einer Hochschulqualifikation verwendet werden, sie berechtigt aber u. a. nicht zum Arbeiten in einem reglementierten Beruf.

7. Was unterscheidet das Berufsanerkennungsverfahren von der Auskunft zur Berufsqualifikation der ZAB?

Die digitale Auskunft zur Berufsqualifikation (DAB) der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) ist Voraussetzung für bestimmte Aufenthaltserlaubnisse in Deutschland, z. B. die Anerkennungspartnerschaft (§ 16d Abs. 3 AufenthG) oder die Beschäftigung bei ausgeprägter berufspraktischer Erfahrung (§ 19c Abs. 2 AufenthG i. V. m. § 6 BeschV). Sie bescheinigt lediglich, dass eine vom Drittstaatsangehörigen erworbene ausländische Berufsqualifikation in dem Staat, in dem sie erworben wurde, staatlich anerkannt ist und eine mindestens zweijährige Ausbildungsdauer vorausgesetzt hat.
Im Unterschied zum Berufsanerkennungverfahren wird keine Aussage hinsichtlich einer Vergleichbarkeit mit deutschen Berufsabschlüssen getroffen.

8. Wo erhalte ich Unterstützung im Ausland beim Thema Anerkennung?

  • Internationale Fachkräfte, die sich noch im Ausland befinden, können sich beim Projekt ProRecognition an den Auslandshandelskammern (AHKs) in 8 Ländern (Ägypten, Brasilien, Indien, Indonesien, Kolumbien, Marokko, Philippinen, Türkei) melden. Sie können sich dort zu ihren persönlichen Anerkennungschancen beraten und bei der Antragsstellung unterstützen lassen. Darüber hinaus werden die Fachkräfte bei Spracherwerb, Migrationsvorbereitung, Visaantragstellung und Jobsuche begleitet.

  • Um eine kostenfreie Erstberatung zu erhalten und die zuständige Anerkennungsstelle zu finden, kann sich die ausländische Fachkraft an die Zentrale Servicestelle Berufsanerkennung (ZSBA), recognition@arbeitsagentur.de, Telefon 0911 1786503, wenden. Sie kann sich dort registrieren und erhält eine Ansprechperson, die sie beim Anerkennungsverfahren unterstützt. Das Angebot können nur Personen nutzen, die sich im Ausland befinden. Es darf (noch) kein beschleunigtes Fachkräfteverfahren eingeleitet sein.

  • Mehrsprachige Informationsangebote gibt es auf den Portalen der Bundesregierung für Fachkräfte aus dem Ausland:

9. Wo erhalte ich eine Anerkennungsberatung, wenn ich mich in der Region Stuttgart bzw. im Inland aufhalte?

Entsprechende Anlaufstellen stehen in ganz Deutschland zur Verfügung. Finden Sie die passende Stelle in der Beratungssuche von „Anerkennung in Deutschland“.

10. Gibt es finanzielle Unterstützung für das Berufsanerkennungsverfahren?

Im Rahmen des Anerkennungszuschusses des Bundes können Fachkräfte mit Beschäftigung und Wohnort in Deutschland und geringem Einkommen für das kostenpflichtige Berufsanerkennungsverfahren sowie für Qualifizierungsmaßnahmen, die im Rahmen der Anerkennung zur vollen Gleichwertigkeit führen sollen, einen Zuschuss erhalten. Anträge auf Aufnahme in die Förderung können bis spätestens 30. Juni 2027 und Anträge auf Auszahlung bis 30. September 2028 gestellt werden. Der Anerkennungszuschuss muss vor Beginn des Berufsanerkennungsverfahrens beantragt werden.
Erstattet werden können pro Person
  • Kosten im Rahmen des Anerkennungsverfahrens selbst (Verfahrenskosten, Übersetzungen, Beglaubigungen, Gutachten) bis max. 600 Euro
  • Kosten für Qualifikationsanalysen bis max. 1.200 Euro
  • Kosten für Qualifizierungen im Rahmen des Anerkennungsverfahrens (Anpassungslehrgänge, Anpassungsqualifizierungen, Kenntnis- und Eignungsprüfungen sowie entsprechende Vorbereitungskurse und Fahrtkosten) bis max. 3.000 Euro
Die Antragstellung erfolgt über den digitalen Antrag auf Anerkennungszuschuss.
Im Portal „Anerkennung in Deutschland“ erhalten Sie ausführliche Informationen zum Anerkennungszuschuss sowie Kontaktdaten sowie Infos zu weiteren Fördermöglichkeiten.

11. Wo können sich Unternehmen rund um die Berufsanerkennung informieren?

Das Projekt „Unternehmen Berufsanerkennung“ UBA betrachtet die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse aus der betrieblichen Perspektive. Hier gibt es konkrete Hilfestellung für die Umsetzungspraxis, u. a. durch umfangreiche FAQs, ein Fragetool, transparent aufbereitete Infomaterialien wie Checklisten und Leitfäden, Praxisbeispiele aus Unternehmen sowie Veranstaltungen. Im UBA-Netzwerk für Fachkräfteeinwanderung und Anerkennung erhalten Unternehmen vertiefte und für sie relevante Beratungs- und Unterstützungsangebote. Die Mitgliedschaft im Unternehmensnetzwerk ist kostenfrei.
„Unternehmen Berufsanerkennung“ mit dem UBA-Netzwerk ist ein Projekt der DIHK Service GmbH finanziert durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) und die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK).

12. Was sind die rechtlichen Grundlagen für die Berufsanerkennung?

Rechtliche Grundlage der Berufsanerkennung bildet im Wesentlichen das „Anerkennungsgesetz“ des Bundes (Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen), das am 1. April 2012 in Kraft getreten ist. Es besteht aus dem Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz BQFG (Artikel 1) sowie Änderungen in den berufsrechtlichen Fachgesetzen (Artikel 2 bis 61). Damit wurden die Anerkennungsverfahren für Berufe auf Bundesebene vereinheitlicht. Weitere Berufe sind landesrechtlich geregelt.
Nach dem BQFG gibt es für Personen, die im Ausland einen Berufsabschluss erworben haben, einen gesetzlichen Anspruch auf Durchführung eines Feststellungsverfahrens.
Umfasst werden vom BQFG alle Berufe, die in der unmittelbaren Zuständigkeit des Bundes liegen. Dies ist zum Beispiel für die etwa 350 staatlich anerkannten Ausbildungsberufe der Fall. Für den Bereich der nicht handwerklichen Gewerbeberufe sind die IHKs zuständige Stelle. Zur Erfüllung der mit dem BQFG verbundenen Aufgaben gründeten ursprünglich 77 IHKs – darunter die IHK Region Stuttgart – einen öffentlich-rechtlichen Zusammenschluss, die IHK-FOSA (Foreign Skills Approval) mit Sitz in Nürnberg. Sie führt die Anerkennungsverfahren für die IHK-Berufe (pdf) durch.
Auch ausländische Qualifikationen sind eine gute Basis für die weitere berufliche Qualifizierung. Nutzen Sie unsere Angebote zur Weiterbildung!
Ausbildung

Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzanlagen

Zum 1. August 2022 ist die neue Ausbildungsverordnung im Beruf „Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzanlagen“ in Kraft getreten. Der Beruf wurde nach 8 Jahren überarbeitet und modernisiert.
Mit der Modernisierung dieses Klassikers der Berufsausbildung gehen folgende Neuerungen einher:
  • Auf die ehemals auszuwählenden Fachrichtungen ist verzichtet worden. Die Finanzanlage ist Teil der Kernqualifikationen. Die Standardberufsbildpositionen wurden neu definiert
  • Fokus auf eine Wahlqualifikation, u. a. auch bezüglich Verknüpfungen zu Digitalisierungsprozessen in der Versicherungswirtschaft
  • Statt einer Produkt- und Spartenorientierung werden „Kundenbedarfsfelder“ in den Fokus genommen
  • Die umfassende Kundenorientierung gewinnt unter den Aspekten Digitalisierung, Nachhaltigkeit und (agiles) Projektmanagement mehr Bedeutung
Weitere ausführlichere Informationen zum Ausbildungsberuf entnehmen Sie dem Dokument Basisinformationen zum aktualisierten Ausbildungsberuf (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 268 KB) des DIHK.

Gestreckte Abschlussprüfung

Eine weitere wesentliche Neuerung stellt die Einführung einer Gestreckten Abschlussprüfung (GAP) dar. Der Beruf erhält dadurch eine moderne Prüfungsstruktur, in der die Abschlussprüfung in zwei zeitlich auseinanderfallenden Teilen abgenommen wird. Teil 1 der GAP wird im Prüfungsbereich „Allgemeine Versicherungswirtschaft“ und soll zwischen dem 18. und 24. Ausbildungsmonat abgenommen werden. Das Ergebnis fließt mit 20 % in die Gesamtnote ein.
Teil 2 der Abschlussprüfung wird am Ende der Ausbildungszeit in den Prüfungsbereichen „Kundenbedarfsanalyse, Lösungsentwicklung und Versicherungsfallbearbeitung“, „Kommunikation und Handeln im Kundenkontakt“, „Wirtschafts- und Sozialkunde“ sowie „Projektbezogene Prozesse in der Versicherungswirtschaft“ abgenommen und fließt mit 80 % in die Endnote ein. Der Prüfungsbereich „Kommunikation und Handeln im Kundenkontakt“ wird mit einer Gesprächssimulation durchgeführt. Der Prüfungsbereich „Projektbezogene Prozesse in der Versicherungswirtschaft“ erfolgt in einem fallbezogenen Fachgespräch.

Verordnung und Ausbildungsverträge

Die Ausbildungsordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzanlagen ist am 8. März 2022 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden.
Für Ausbildungsverhältnisse, welche ab dem 1. August 2022 beginnen, gilt die neue Ausbildungsverordnung verbindlich. Bereits registrierte Ausbildungsverhältnisse mit Ausbildungsbeginn ab 1. August 2022 werden wir für Sie umschreiben. Aufgrund der Änderungen in den Wahlqualifikationen muss diese jedoch per Ergänzungsvertrag (DOCX-Datei · 116 KB) nachgereicht werden.

Umsetzungshilfe für Ausbilder/-innen und Lehrkräfte

Eine kostenlose Umsetzungshilfe wird vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) angeboten. Sie beschreibt die Umsetzung der Ausbildungsordnung sowie des Rahmenlehrplans in die Praxis und gibt Tipps für die Planung und Durchführung der Ausbildung.
Ihre weitergehenden Fragen zur Einführung und Umsetzung des neuen Berufsbildes in Ihrem Ausbildungsbetrieb beantworten Ihnen gern die zuständigen Ausbildungsberater/-innen.

Abschlussprüfung

Abschlussprüfungen Sommer 2027

Prüfungstermine

In diesem Dokument finden Sie alle wesentlichen Termine rund um die Prüfung.

Prüfungstermine für Ausbildungsberufe

Prüfungsanmeldung

Die Anmeldungen zu den Prüfungen und die Anträge auf vorzeitige Zulassung gemäß § 45 Abs. 1 Berufsbildungsgesetz (BBiG) sind bis spätestens 5. Februar 2027 bei der IHK Region Stuttgart einzureichen. Der Versand der Anmeldeformulare erfolgt bis Mitte Dezember 2026 durch die IHK.
Zur Gestreckten Abschlussprüfung Teil 1 werden aufgefordert:
  1. Auszubildende/Umschüler, entsprechend den Vorgaben zum Prüfungszeitpunkt der Abschlussprüfung Teil 1 in den Ausbildungsverordnung bzw. der Eintragungsbestätigung
  2. Prüfungsteilnehmer, die den Teil 1 der Abschlussprüfung wiederholen bzw. nachholen müssen.
Für Auszubildende, die zum Zeitpunkt der Gestreckten Abschlussprüfung Teil 1 das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, ist der Ausbildungsbetrieb verpflichtet, eine Kopie der ärztlichen Bescheinigung über die erste Nachuntersuchung gem. § 35 Abs. 2 BBiG in Verbindung mit § 33 Abs. 1 JArbSchG vorzulegen.
Zur Abschlussprüfung bzw. Gestreckten Abschlussprüfung Teil 2 in technischen, kaufmännischen und kaufmännisch-verwandten Ausbildungsberufen werden aufgefordert:
  1. Auszubildende/Umschüler, deren vertragliche Ausbildungs-/Umschulungszeit bis zum 30. September 2027 endet
  2. Prüfungsteilnehmer, die einzelne Prüfungsfächer, Prüfungsbereiche, einen Prüfungsteil oder die gesamte Abschlussprüfung wiederholen müssen.
Die Teilnahme an den Prüfungen ist nur möglich, wenn die Anmeldung rechtzeitig erfolgt und die Zulassungsbedingungen erfüllt sind.

Prüfungstermine

Anmeldeschluss für alle regulären Prüfungsteilnehmer inklusive Zusatzqualifikationsprüfungen sowie die Abgabe der Anträge auf vorzeitige Zulassung zu den Abschlussprüfungen im Sommer 2027 ist am 5. Februar 2027.
Anmeldeschluss für Prüfungsteilnehmer nach § 43 Absatz 2 (Vollzeitschüler) und § 45 Absatz 2 BBiG (Externe) zu den Abschlussprüfungen im Sommer 2026 ist am 1. Januar 2027.

Ausbildung im Rems-Murr-Kreis

Berufsorientierung à la carte

Die IHK-Bezirkskammer Rems-Murr und verschiedene Hotellerie- und Gastronomiebetriebe haben in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Waiblingen und der Maria-Merian-Schule die Broschüre „Gastro live!“ (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 4564 KB) herausgegeben.
Die Broschüre beinhaltet ein buntes und lebendiges Programm, das die Vielfältigkeit der Berufe im Hotel- und Gaststättengewerbe widerspiegeln soll.
Wie bekommt man es hin, dass ein gedeckter Tisch wie ein kleines Kunstwerk aussieht? Und was gehört überhaupt alles auf einen gut vorbereiteten Tisch? Und wie organisiere ich eine Party? Das und einiges mehr konnten im Mai rund 120 Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen der Gottlieb Daimler Realschule Schorndorf in fünf Workshops direkt vor Ort im Hotel Restaurant Lamm in Hebsack herausfinden. Die Workshops wurde für die Schülerinnen und Schüler durch die Berufsorientierungslehrerin im Rahmen der Initiative „GASTRO LIVE! – Berufsorientierung à la carte“ direkt im Unternehmen gebucht.
„Ich fand den Tag sehr interessant, weil ich gar nicht wusste, was man in einem Hotel so alles macht. Auch das Falten der Servietten und das Tischdecken hat Spaß gemacht. Ein Praktikum könnte ich mir gut vorstellen“, so Eliane, 15 Jahre, Schülerin der Gottlieb Daimler Realschule nach dem Besuch des Workshops „Tischlein deck dich“.
Jessica Polinski, Junior-Chefin des Hotel Restaurant Lamm in Hebsack, ist vom Angebot ebenfalls überzeugt: „Für uns als Ausbildungsbetrieb ist es wichtig, den Schülern die Welt der Gastronomie näher zu bringen und zu zeigen, wie toll das Arbeitsfeld eigentlich ist. Die erste Schülerin hat sich bereits für ein längeres Praktikum als Hotelfachfrau beworben, zwei weitere haben ihre Bewerbung schon angekündigt.“
Die Broschüre richtet sich in erster Linie an Lehrkräfte. Diese können daraus – beispielsweise im Rahmen des Berufsorientierungsunterrichts – die passenden Angebote für ihre Schüler aussuchen, individuell kombinieren und bei den jeweiligen Anbietern buchen. Aber auch interessierte Schüler und deren Eltern können einzelne Angebote direkt bei den teilnehmenden Betrieben anfragen und buchen.


Ausbildungsplatzbörse

Azubi-Speed-Dating - für Betriebe

Was ist ein Azubi-Speed-Dating?

Bei einem Azubi-Speed-Dating treffen Unternehmensvertreter auf Bewerber, die eine Lehrstelle suchen und führen in der Regel zehnminütige Bewerbungsgespräche. Die Jugendlichen stellen sich den anwesenden Betrieben vor und übergeben ihre Bewerbungsunterlagen. Sobald die vorgegebene Zeit abgelaufen ist, findet ein Wechsel statt und der oder die jeweils nächste Kandidat/in bekommt in einer neuen Runde die Chance auf ein Gespräch mit dem Unternehmen. Gewinnen Sie als Personal- oder Ausbildungsverantwortliche einen positiven Eindruck von dem Bewerber/ der Bewerberin, können Sie diese/n zu einem Probetag, einem Praktikum oder einem weiteren Vorstellungsgespräch in den Betrieb einladen. Sie haben somit die Möglichkeit, zahlreiche Interessenten für Ihre Ausbildungsplätze an einem Tag persönlich kennenzulernen und gleichzeitig für Ihr Unternehmen zu werben. Beratungsangebote und diverse Begleitprogramme runden diese Veranstaltung ab.

Wer kann am Azubi-Speed-Dating teilnehmen?

Alle Ausbildungsbetriebe, die ihre Ausbildungsstellen besetzen möchten und alle, die noch einen Ausbildungsplatz suchen.

Was kostet die Teilnahme? Ist eine Anmeldung erforderlich?

Eine Anmeldung ist erforderlich und ist für die Jugendlichen kostenlos. Für die teilnehmenden Unternehmen können Teilnahmegebühren anfallen, die auf der Aktionsseite und im Anmeldeprozess ersichtlich sind. Sobald der Anmeldeprozess freigegeben ist, erscheint unten bei den Terminen die zugehörige Verlinkung zum Anmeldeformular.

Termine

Datum Ort Veranstalter Ansprechpartner
02.02.2027 von 9:00 – 12:00 Uhr Bürgerzentrum Waiblingen F.A.I.R. (Fachkräfteallianz im Rems-Murr-Kreis) Esther Weidner-Frevel
Hinweis: Momentan werden Azubi-Speed-Datings nur in unseren Bezirkskammern Rems-Murr und Böblingen angeboten.
Sobald der Anmeldeprozess freigegeben ist, erscheint bei den Terminen die zugehörige Verlinkung zum Anmeldeformular. Für weitere Informationen nehmen Sie gern Kontakt mit den zuständigen Ansprechpartnern auf.
Förderung und Unterstützung

Assistierte Ausbildung - AsA

Durch die von der Agentur für Arbeit geförderte Assistierte Ausbildung – AsA können die Chancen für den erfolgreichen Ausbildungsverlauf für schwächere Jugendliche deutlich erhöht und Ausbildungsabbrüche vermieden werden.
Die Assistierte Ausbildung wurde mit den ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) zusammengeführt. Alle bewährten Fördermöglichkeiten bleiben erhalten, jedoch erweitert um folgende neue Möglichkeiten:
  • Der Einstieg in die Assistierte Ausbildung ist jederzeit möglich.
  • Der Ablauf der Unterstützung kann sehr flexibel gestaltet werden. Falls gewünscht, kann die Unterstützung auch ruhen.
  • Das Unterstützungsangebot orientiert sich am individuellen Förderbedarf der Auszubildenden und Ihres Betriebes. Das heißt: Es ist zugeschnitten auf die persönlichen und betrieblichen Rahmenbedingungen.

Zielgruppen:

  • Lernbeeinträchtigte und sozial benachteiligte Jugendliche, die ohne die Förderung eine Berufsausbildung nicht beginnen, fortsetzen oder erfolgreich beenden können sowie
  • Auszubildende, bei denen konkrete Anhaltspunkte vorliegen, dass ohne die Förderung ein Abbruch ihrer Berufsausbildung droht.
  • Eine Assistierte Ausbildung kann in Verbindung mit einer Einstiegsqualifizierung genutzt werden.

Inhalt der Förderung:

Mit der Assistierten Ausbildung – AsA können durch zusätzlichen Stützunterricht Sprach- und Bildungsdefizite der Auszubildenden abgebaut und fachliche Inhalte gefestigt werden.
Die Assistierte Ausbildung – AsA beinhaltet unter anderem die Vorbereitung auf die Zwischen- und Abschlussprüfung sowie eine kontinuierliche sozialpädagogische Begleitung zur Entwicklung von Schlüsselkompetenzen, damit die Jugendlichen ihre Ausbildung erfolgreich abschließen können.
Die mit der Durchführung der AsA beauftragten Bildungsträger stimmen sich mit den Ausbildungsbetrieben und den Berufsschulen ab, um eine zielgerichtete und individuelle Förderung der Auszubildenden zu gewährleisten.

Kosten und Träger der Maßnahme:

Den Ausbildungsbetrieben und den teilnehmenden Auszubildenden entstehen keine Kosten, denn die Unterstützungsangebote werden von den Agenturen für Arbeit bzw. den Trägern der Grundsicherung finanziert. Die Angebote finden üblicherweise außerhalb der betrieblichen Ausbildungszeit statt.
Die AsA wurde als Maßnahme ausgeschrieben und an verschiedene Bildungsträger in den Landkreisen der Region Stuttgart vergeben.
Weitere Informationen über die jeweiligen Träger in Ihrem Landkreis erhalten Sie über die Agentur für Arbeit.

Bewilligung:

Für die Bewilligung der Assistierten Ausbildung – AsA sind die Agenturen für Arbeit bzw. die Träger der Grundsicherung zuständig. Dort wird geprüft, ob die individuellen Fördervoraussetzungen erfüllt sind und welche sinnvollen Maßnahmeninhalte benötigt werden.
Elternpower im Rems-Murr-Kreis

Neue Broschüre bietet Eltern kompakte Informationen zur Berufswahl

Die Eltern spielen eine entscheidende Rolle bei der Berufswahl ihrer Kinder. Vielen Eltern ist das oft gar nicht so richtig bewusst.
Häufig fehlen ihnen für eine ausreichende Unterstützung aber auch – nicht zuletzt aufgrund der sich schnell wandelnden Berufswelt – die Kenntnisse über aktuelle Informations- und Ausbildungsmöglichkeiten.
Die Fachkräfteallianz Rems-Murr-Kreis, kurz: F.A.I.R., nimmt deshalb verstärkt Eltern ins Visier. Mit „Elternpower“ hat F.A.I.R. nun eine neue Broschüre herausgebracht, die ihnen dabei helfen soll, ihrer Schlüsselrolle bei der Berufswahl ihrer Kinder gerecht zu werden. Die Broschüre enthält neben einem Leitfaden und zahlreichen Praxistipps rund um das Thema Berufsorientierung auch jede Menge Unterstützungsangebote, Anlaufstellen und Kontaktadressen.
F.A.I.R. ist eine gemeinsame Initiative der IHK-Bezirksammer Rems-Murr, der Agentur für Arbeit Waiblingen, dem Jobcenter Rems-Murr, der Kreishandwerkerschaft Rems-Murr, Südwest-Metall Bezirksgruppe Rems-Murr, dem Rems-Murr-Kreis, dem Staatlichen Schulamt Backnang, dem DGB Kreisverband sowie der Wirtschaftsförderung der Region Stuttgart.

IHK hilft

Wie löse ich Schwierigkeiten mit meinen Auszubildenden?

Bei kleineren Problemen mit einem Auszubildenden bis hin zu einem drohenden Ausbildungsabbruch ist die IHK die richtige Ansprechpartnerin.

Vermittlung

Ausbildungsberatung

Die IHK-Ausbildungsberaterinnen und Ausbildungsberater kommen in Ihren Betrieb und vermitteln zwischen Ihnen und Ihrem Azubi. Wenden Sie sich dafür einfach an unser Servicecenter Ausbildung.

Programm „Erfolgreich ausgebildet -Ausbildungsqualität sichern“

Gibt es Probleme, deren Lösung eine längerfristige Begleitung und Unterstützung eines Ausbildungsverhältnisses notwendig machen, können sich Ausbilderinnen und Ausbilder sowie Auszubildende auch direkt an die Ausbildungsbegleitung das Programm „Erfolgreich ausgebildet -Ausbildungsqualität sichern“ wenden. Ein Erfolgsfaktor in der Begleitung ist, dass die Unterstützung bereits frühzeitig ansetzt. Damit über eine bedarfsorientierte Beratung und geeignete Hilfestellungen eine gefährdete Berufsausbildung doch noch gelingen kann.

Schlichtungsausschuss

Wenn alle Bemühungen der Parteien selbst oder unter Mithilfe der Ausbildungsberaterinnen und Ausbildungsberater erfolglos geblieben sind, kann der IHK-Schlichtungsausschuss bei Ausbildungsstreitigkeiten einberufen werden. In der Verhandlung wird die Herbeiführung einer gütlichen Einigung zwischen den Parteien angestrebt. Gegenstand des Verfahrens können Streitigkeiten aus einem bestehenden Ausbildungsverhältnis oder Streitigkeiten über das Bestehen oder Nichtbestehen eines Ausbildungsverhältnisses sein. Dieser Schlichtungsausschuss muss zwingend vor Erhebung der Klage beim Arbeitsgericht angerufen werden.

Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen

Daneben macht sich die IHK Region Stuttgart für die Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen stark. Sie stellt dazu unter anderem den Kontakt zur Initiative VerA her. VerA steht für Verhinderung von Abbrüchen und Stärkung von Jugendlichen in der Berufsausbildung. Durchgeführt wird VerA vom Senior Experten Service (SES), einer gemeinnützige Stiftung in Bonn. Auf Wunsch stellt der SES Jugendlichen, die in der Ausbildung auf Schwierigkeiten stoßen und mit dem Gedanken spielen, ihre Lehre abzubrechen, berufs- und lebenserfahrene Senior-Expertinnen und -Experten zur Seite - Vertrauenspersonen, die ihnen Stärke und Orientierung vermitteln.
Mit unserem Formular Azubihelp können sich auch Auszubildende, die Schwierigkeiten im Betrieb, in der Berufsschule oder privat Probleme haben, vertraulich an die IHK wenden.
Ausbildung

Beratungsangebot bei Insolvenz von Ausbildungsbetrieben

Auswirkungen auf die Ausbildung

Weder eine drohende Insolvenz noch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens haben direkte Auswirkungen auf den Ausbildungsvertrag. Die aus dem Ausbildungsverhältnis resultierenden Rechte und Pflichten bleiben weiter bestehen. Nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens tritt allerdings der Insolvenzverwalter an die Stelle des Ausbildungsbetriebs. Alle aus dem Ausbildungsvertrag bestehenden Ansprüche sind an ihn zu richten.

Pflichten des Ausbildungsbetriebes

Der Ausbildungsbetrieb bzw. der Insolvenzverwalter sind dazu verpflichtet, die aus dem Ausbildungsverhältnis resultierenden Pflichten weiter zu erfüllen. Hierzu zählt insbesondere die Zahlung der vereinbarten Ausbildungsvergütung. Grundsätzlich können sich Ausbildungsbetrieb und Auszubildender auf eine Kürzung der Ausbildungsvergütung einigen. Die Ausbildungsvergütung muss jedoch weiterhin angemessen und höher als die gezahlte Vergütung des vorhergehenden Jahres sein, § 17 Abs. 1 Berufsbildungsgesetz (BBiG).
Die Änderung ist in den Ausbildungsvertrag aufzunehmen und der Industrie- und Handelskammer anzuzeigen.
Der Ausbildungsbetrieb muss außerdem gem. § 14 BBiG sicherstellen, dass die Ausbildungsinhalte durch geeignete Ausbilder vermittelt werden. Verletzt der Ausbildungsbetrieb diese oder die anderen Pflichten aus § 14 BBiG, kann er sich schadensersatzpflichtig machen (§§ 278, 823 Abs. 2 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) i.V.m. § 14 BBiG). Außerdem kann die nach Landesrecht zuständige Behörde die weitere Ausbildung untersagen und die Ausbildungseignung aberkennen (§§ 32, 33 BBiG).

Pflichten der Auszubildenden

Solange das Ausbildungsverhältnis besteht, müssen auch die Auszubildenden ihre Verpflichtungen aus dem Ausbildungsverhältnis erfüllen. Dazu gehört auch das Anbieten ihrer Arbeitskraft, unabhängig davon, ob der Betrieb ihnen eine Beschäftigungsmöglichkeit bieten kann.
Der Auszubildende kann von dem Unternehmen bzw. dem Insolvenzverwalter erst dann freigestellt werden, wenn der Betrieb stillgelegt ist. Solange das Ausbildungsverhältnis besteht, muss der Auszubildende weiter die Berufsschule besuchen, wenn die Auszubildenden berufsschulpflichtig sind oder der Berufsschulbesuch im Ausbildungsvertrag vereinbart worden ist.
Ist das Ausbildungsverhältnis beendet, hängt es von den länderspezifischen Regelungen ab, ob die Teilnahme am Unterricht auf Wunsch des Auszubildenden weiter möglich ist. Durch den Berufsschulbesuch allein kann die Ausbildung allerdings nicht ordnungsgemäß fortgesetzt werden.

Kündigung des Ausbildungsvertrages

Weder eine drohende Insolvenz noch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen einen wichtigen Kündigungsgrund nach § 22 Abs. 2 Nr. 1 BBiG dar.
Vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens berechtigt allein die Betriebsstilllegung zur Kündigung. Diese kann gem. § 22 Abs. 2 Nr. 1 BBiG fristlos erfolgen.
Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens ist eine Kündigung mit einer dreimonatigen Kündigungsfrist bereits dann möglich, wenn keine Ausbildungsmöglichkeiten mehr bestehen. Die Auszubildenden müssen sich drei Monate vor Ende des Ausbildungsverhältnisses bei der Agentur für Arbeit arbeitsuchend melden. Erfahren sie erst zu einem späteren Zeitpunkt von der Beendigung des Ausbildungsverhältnisses, sollten sie die Meldung innerhalb von drei Tagen nachholen. Andernfalls kann eine Sperrung des Arbeitslosengeldes bis zu drei Monaten erfolgen.
Der Ausbildungsbetrieb und die Auszubildenden können grundsätzlich jederzeit schriftlich die Auflösung des Ausbildungsvertrages vereinbaren. Zu beachten ist allerdings, dass dies eine bis zu dreimonatige Sperrfrist des Arbeitslosengeldes für den Auszubildenden zur Folge haben kann. Zudem sollte der Ausschluss von Schadensersatzansprüchen explizit im Auflösungsvertrag vereinbart werden, damit etwaige gegenseitige Ansprüche nach § 23 Abs. 1 Satz 1 BBiG ausgeschlossen sind.

Insolvenzgeld für Auszubildende

Kann der Ausbildungsbetrieb die Ausbildungsvergütung nicht zahlen, können die Auszubildenden einen Anspruch auf Insolvenzgeld haben (§§ 165 ff. SGB III). Voraussetzung ist das Vorliegen eines sog. Insolvenzereignisses. Als Insolvenzereignis gelten:
  1. die Eröffnung des Insolvenzverfahrens
  2. die Abweisung des Antrages auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens mangels Masse
  3. die vollständige Beendigung der Betriebstätigkeit, wenn ein Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens nicht gestellt worden ist und mangels Masse auch nicht in Betracht kommt
Insolvenzgeld wird grundsätzlich für die drei Monate, die vor dem Insolvenzereignis liegen, gezahlt. Hat der Auszubildende in Unkenntnis des Insolvenzereignisses gearbeitet, gilt der Tag der Kenntnisnahme als der Zeitpunkt, an dem die drei Monate rückwirkend ausgerichtet werden. Hat vor dem Insolvenzereignis ein Betriebsübergang nach § 613a BGB stattgefunden, endet der Insolvenzgeldzeitraum mit dem Tag vor der Betriebsübernahme. Ist das Ausbildungsverhältnis vor dem Insolvenzereignis geendet, umfasst der Insolvenzgeldzeitraum die letzten drei Monate des Ausbildungsverhältnisses. Das Insolvenzgeld umfasst in der Regel die Höhe der Nettoausbildungsvergütung und wird dem Auszubildenden direkt ausgezahlt. Erhält der Auszubildende im Insolvenzgeldzeitraum Arbeitslosengeld, wird dies auf das Insolvenzgeld angerechnet. Gleiches gilt, wenn eine neue Ausbildung begonnen wird. Auf Antrag der Einzugstelle (Krankenkasse) werden von der Agentur für Arbeit für den Insolvenzgeldzeitraum die rückständigen Sozialversicherungsbeiträge des Ausbildungsbetriebes gezahlt.
Der Antrag auf Insolvenzgeld ist innerhalb von zwei Monaten nach dem Insolvenzereignis zu stellen. Die Antragsunterlagen sind bei den Agenturen für Arbeit bzw. im Internet erhältlich.

Ausbildung

Neue Berufe und Novellierungen

Wenn die Inhalte oder die Struktur eines Ausbildungsberufs modernisiert werden sollen oder ein neuer Beruf entstehen soll, geht die Initiative hierfür in der Regel von den Fachverbänden, von den Spitzenorganisationen der Arbeitgeber, von den Gewerkschaften oder vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) aus. Nach Anhörung aller Beteiligten entscheidet das zuständige Bundesministerium in Abstimmung mit den Ländern.
Ausbildung

Novellierung IT-Berufe

Kaum eine andere Berufsgruppe ist so stark mit dem Thema "Digitalisierung" verbunden wie die der IT-Berufe. Technische Neuentwicklungen in den Bereichen Hard- und Software, die zunehmende Digitalisierung von Arbeits- und Geschäftsprozessen sowie die wachsende Bedeutung von Datenspeicherung, Datenübertragung und IT-Sicherheit haben direkte Auswirkungen auf die Arbeitswelt.
Bereits 2018 ist daher die erste Stufe der zweistufigen Novellierung der IT-Ausbildungsberufe in Kraft getreten.
Die neuen Ausbildungsverordnungen
wurden am 5. März 2020 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und sind am 1. August 2020 als zweite Stufe der Neuordnung der IT-Berufe in Kraft getreten.

Änderungen bei den Fachrichtungen und Einsatzgebieten im Beruf Fachinformatiker/-in

Der Beruf Fachinformatiker/-in mit bisher zwei Fachrichtungen wird künftig über vier Fachrichtungen verfügen. Diese sind Anwendungsentwicklung, Systemintegration, Daten- und Prozessanalyse und Digitale Vernetzung. Jede Fachrichtung verfügt über diverse Einsatzgebiete. Diese sind bei der
  • Fachrichtung Anwendungsentwicklung: Kaufmännische Systeme, Technische Systeme, Expertensysteme, Mathematisch-Wissenschaftliche Systeme und Multimedia-Systeme.
  • Fachrichtung Systemintegration: Rechenzentren, Netzwerke, Client-Server-Architekturen, Festnetze und Funknetze.
  • Fachrichtung Daten-und Prozessanalyse: Prozessoptimierung, Prozessmodellierung, Qualitätssicherung, Medienanalyse und Suchdienste. Fachkräfte dieser Fachrichtung stellen die Verfügbarkeit sowie Qualität und Quantität von Daten sicher und entwickeln IT-Lösungen für digitale Produktions- und Geschäftsprozesse.
  • Fachrichtung Digitale Vernetzung: Produktionstechnische Systeme, Prozesstechnische Systeme, Autonome Assistenz- und Transportsysteme und Logistiksysteme. Fachkräfte dieser Fachrichtung arbeiten mit der Netzwerkinfrastruktur und den Schnittstellen zwischen Netzwerkkomponenten und cyber-physischen Systemen.

Verstärkung der Elektro-Kompetenzen im Beruf IT-Systemelektroniker/-in

Der Beruf IT-Systemelektroniker/-in verfügt über die Einsatzgebiete Digitale Infrastruktur, Leistungsgebundene Netze, Funknetze, Virtuelle Netze, Computersysteme, Endgeräte und Sicherheitssysteme. Die Bedeutung der Elektro-Kompetenzen wurde durch die Einführung eines Prüfungsfachs, das mindestens mit ausreichenden Leistungen bestanden werden muss (Sperrfach), herausgestellt.

Neue kaufmännische Berufe

Der neue Beruf Kaufmann/-frau für IT-System-Management verfügt über die Einsatzgebiete Technischer IT-Service, IT-Systembetreuung, Vertrieb von Geschäftskunden- und im Privatkundenbereich, Marketing sowie Produkt- und Programmentwicklung. Kaufleute für IT-System-Management sind die klassischen Branchenkaufleute. Als Fachkräfte sind sie Experten für die Vermarktung und das Anbieten von IT-Dienstleistungen (Hardware/Software/Services). Darüber hinaus managen und administrieren sie IT-Systeme und Umgebungen.

Der neue Beruf Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement verfügt über die Einsatzgebiete Betriebliche Steuerung und Kontrolle, Organisations- und Prozessentwicklung, Produktentwicklung und Marketing sowie IT-Systemlösungen. Kaufleute für Digitalisierungsmanagement sind die branchenübergreifenden Kaufleute. Sie sind Profis im Umgang mit Daten und Prozessen aus einer ökonomisch-betriebswirtschaftlichen Perspektive. Sie machen Informationen und Wissen verfügbar, um aus der zunehmenden Digitalisierung wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen; sie „managen“ die Digitalisierung von Geschäftsprozessen auf der operativen Ebene.

Aufhebung der Berufe IT-Systemkaufmann/-frau und Informatikkaufmann/-frau

Im Zuge der Novellierung werden die bisherigen kaufmännischen Ausbildungsberufe IT-Systemkaufmann/-frau und Informatikkaufmann/-frau aufgehoben und können mit Ausbildungsbeginn ab 1. August 2020 nicht mehr ausgebildet werden. Bestehende Verträge in den beiden Berufen mit Ausbildungsbeginn vor dem 1. August 2020 können fortgeführt werden. Betriebe, die bereits Verträge in diesen Berufen mit Ausbildungsbeginn ab 1. August 2020 abgeschlossen haben, werden gebeten sich mit Ihrer/Ihrem zuständigen Ausbildungsberater/-in in Verbindung zusetzen. Grundsätzlich ergibt sich hier die Möglichkeit, betroffene Verträge in einen der neuen Berufe Kaufmann/-frau für IT-System-Management oder Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement umzuändern.

Neue Prüfungsform

Anstelle der konventionellen Zwischen- und Abschlussprüfung findet künftig eine gestreckte Abschlussprüfung statt. Teil 1 der Abschlussprüfung bezieht sich auf die berufsbildübergreifenden Berufsbildpositionen und wird in schriftlicher Form im 4. Ausbildungshalbjahr durchgeführt. Das Ergebnis fließt mit einer Gewichtung von 20 Prozent in die Gesamtnote ein.
Teil 2 der Abschussprüfung besteht aus schriftlichen Prüfungen sowie einer betrieblichen Projektarbeit.
Hier finden Sie eine Beispielaufgabe (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 624 KB)und die zugehörigen Lösungsvorschläge (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 461 KB)für die Teil 1-Prüfung in Baden-Württemberg.

Umsetzungshilfen für Ausbilder und Lehrer

Rechtzeitig zum Start der neuen Berufe hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) die Umsetzungshilfen für die vier neuen IT-Berufe veröffentlicht. Die Umsetzungshilfen und Praxistipps aus der Reihe 'Ausbildung gestalten' unterstützen Ausbilder und Berufsschullehrer in der täglichen Arbeit: Sie beschreiben die Umsetzung der Ausbildungsordnungen sowie der Rahmenlehrpläne in die Praxis und geben Tipps für die Planung und Durchführung der Ausbildung. Diese Umsetzungshilfe basiert auf der Verordnung vom 28. Februar 2020.
Fragen zu den neuen IT-Berufen und zur Einführung im Betrieb beantworten die zuständigen Ausbildungsberater/-innen.

Potenziale nutzen, Fachkräfte finden

Heute schon an morgen denken – Unterstützung bei der Azubisuche

Investieren Sie weiter im Bereich der dualen Ausbildung und sichern Sie sich so Ihre Fachkräfte. Ihre IHK unterstützt Sie dabei, passende Auszubildende zu finden – Kontaktieren Sie uns wahlweise telefonisch, per E-Mail oder Videocall. Die Expertinnen und Experten der Projekte Azubi gesucht und Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Zugewanderte sind bei Fragen für Sie da und beraten Sie gern.

Unsere Bildungsprojekte und -services

Veranstaltungen zur Azubigewinnung und Berufsorientierung

Wir bieten zahlreiche zielgruppenadäquate Veranstaltungen an wie Berufsbildungstage, Berufsparcours in Stuttgart oder im Landkreis Esslingen oder Azubi-Speed-Datings und beteiligen uns an Ausbildungsmessen. Dort können Unternehmen und Ausbildungsinteressierte in Kontakt treten.
Eine Übersicht der Veranstaltungen zur Berufsorientierung der IHKs in Baden-Württemberg finden Sie unter berufsorientierung-bw.de. Sprechen Sie uns gerne an, wenn sie sich dort beteiligen möchten.
In unserem Veranstaltungskalender Fachkräftesicherung finden Sie weitere IHK-Termine zu vielfältigen Fachkräftethemen.
Der Wettbewerb um Auszubildende wird schärfer. Unternehmen müssen aktiver um Jugendliche werben, damit sie ihren Nachwuchs an Fachkräften sichern können.
Wir geben Ihnen Tipps zum Ausbildungsmarketing.

Weiterführende Informationen

Hinweise und Beispiele finden Sie in den Handlungsempfehlungen des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung KOFA:
Infos zu Recruiting, Visum, Integration

FAQs zur Beschäftigung von Fachkräften aus dem Ausland

Wir beantworten wichtige Fragen zu Recruiting, Visumverfahren und Einreise, Pflichten des Arbeitgebers sowie zur Integration internationaler Fachkräfte ins Unternehmen. Innerhalb der EU besteht Arbeitnehmerfreizügigkeit. Jeder EU-Staatsangehörige kann in Deutschland uneingeschränkt arbeiten. Deshalb werden hier nur Personen betrachtet, die keine EU-Staatsangehörigkeit haben (Drittstaatler).
In diesen FAQs erfahren Arbeitgeber
  • wer aus Drittstaaten zur Beschäftigung nach Deutschland einreisen darf, welche Möglichkeiten es beim Auslandsrecruiting gibt und was bei der Personalauswahl helfen kann
  • wie Visumverfahren und Anerkennung ausländischer Abschlüsse funktionieren und diese beschleunigt werden können
  • welche aufenthaltsrechtliche Pflichten Arbeitgeber haben
  • wie Integration im Betrieb funktionieren kann
Außerdem zeigen wir Ihnen, wie wir Sie dabei unterstützen können.

1. Wer darf zur Beschäftigung nach Deutschland einreisen?

  1. Als anerkannte Fachkraft einreisen darf, wer einen deutschen bzw. einen in Deutschland anerkannten ausländischen Hochschul- bzw. Berufsabschluss vorweisen kann.
    Dafür müssen entsprechende Abschlusszeugnisse/Zertifikate vorliegen, die hier bewertet bzw. anerkannt werden müssen.

  2. Einreisen dürfen auch Personen mit einer Teilanerkennung ihres ausländischen Abschlusses, die für die volle Anerkennung noch Qualifizierungs- bzw. Anpassungsmaßnahmen absolvieren müssen.
    Diese Maßnahmen dürfen in Deutschland erfolgen und müssen innerhalb von max. drei Jahren abgeschlossen sein. Die Vollanerkennung muss nachgewiesen werden, wenn danach ein Aufenthaltstitel als anerkannte Fachkraft angestrebt wird.

  3. Seit 1. März 2024 dürfen auch Personen mit einem ausländischen Abschluss ohne vorheriges Anerkennungsverfahren einreisen, um hier entweder
    • das Anerkennungsverfahren im Rahmen einer „Anerkennungspartnerschaft“ mit dem Ziel einer Vollanerkennung durchzuführen oder
    • bei Vorliegen von entsprechender ausgeprägter Berufserfahrung ohne Erfordernis einer Anerkennung zu arbeiten → nur in nicht-reglementierten Berufen („Berufserfahrenen-Regelung“).

      Notwendig ist für diese Zwecke i. d. R. ein ausländischer Hochschulabschluss bzw. eine mindestens 2-jährige ausländische Berufsqualifikation, der/die im Erwerbsland staatlich anerkannt ist. Dafür ist in Deutschland eine Bescheinigung einzuholen.
  4. Außerdem dürfen Personen einreisen, um in Deutschland eine Ausbildung zu absolvieren, und können in diesem Rahmen beschäftigt werden. Nach erfolgreichem Abschluss können sie in Deutschland als Fachkraft arbeiten.
    → Mehr Infos in unseren FAQs zur Zuwanderung in die Ausbildung
Grafik zeigt die möglichen Wege zu einer Beschäftigung in Deutschland nach dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz.
Infos zu den Voraussetzungen für die wichtigsten Aufenthaltstitel zur Beschäftigung und den erforderlichen Nachweisen finden Sie im Artikel Fachkräfte aus Drittstaaten – Wer darf kommen?

Achtung: Für bestimmte Herkunftsländer (z. B. „Best-Friends-Staaten“, Westbalkan), Berufsgruppen (z. B. Lkw-/Busfahrer) und Qualifikationen (z. B. IKT-Fachkräfte) gibt es Ausnahmen, ebenso wenn zwischenstaatliche Vereinbarungen vorliegen.
→ Bitte prüfen Sie Ihren Einzelfall!

2. Wie komme ich in Kontakt mit internationalen Fachkräften?

  • Sie können Stellenanzeigen in entsprechenden Medien schalten, Jobbörsen nutzen, auf Jobmessen im Ausland gehen, Kontakte zu ausländischen Hochschulen oder deutschen Auslandsschulen aufbauen, Auslandskontakte Ihrer Beschäftigten oder Geschäftspartner nutzen und vieles mehr.
  • Da es nach dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FEG) Ausländern erlaubt ist, unter bestimmten Voraussetzungen für eine begrenzte Zeit zur Suche eines Arbeits- oder Ausbildungsplatzes einzureisen, können Sie diese auch in Deutschland gezielt ansprechen. Wir haben in einem Artikel zusammengefasst, wie Sie Personen mit einer Chancenkarte (Aufenthaltstitel zur Arbeitsplatzsuche) einstellen können.
  • Darüber hinaus ist es möglich, Ausländer zu beschäftigen, die hier ein Studium, eine Anpassungsqualifizierung oder eine Ausbildung absolviert haben. Dafür ist ein Wechsel des Aufenthaltszwecks notwendig, der vor Beschäftigungsbeginn bei der zuständigen Ausländerbehörde beantragt und von ihr genehmigt werden muss.
Unterstützung bei der Suche gibt es durch die Welcome Center in Baden-Württemberg, den Arbeitgeberservice der Bundesagentur für Arbeit, Career Services an deutschen Universitäten und Hochschulen, die deutschen Auslandshandelskammern oder auch private Vermittlungsagenturen.

3. Welche Hilfsmittel können bei der Personalauswahl unterstützen?

  • Bewerbungsgespräche mit internationalen Fachkräften oder Ausbildungskandidaten sind für Personalverantwortliche oft mit Herausforderungen verbunden. Häufig finden sie online statt. Technische und sprachliche Hürden sowie kulturelle Unterschiede können die Kommunikation erschweren. Der Leitfaden Bewerbungsgespräche mit internationalen Fachkräften (pdf) des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) kann dabei helfen, Gespräche strukturiert, wertschätzend und unter Berücksichtigung der Besonderheiten internationaler Rekrutierung zu führen.
    Auf der KOFA-Webseite finden Sie weitere Infos zum Thema (Digitales) Vorstellungsgespräch mit internationalen Bewerberinnen und Bewerbern.

  • Einschätzung und Bewertung von ausländischen Berufsqualifikationen: Ausländische Berufsqualifikationen einzuschätzen und zu bewerten kann Unternehmen vor große Herausforderungen stellen. Umfassende Informationen und Unterstützung bietet das BQ-Portal. Es bündelt auf einer Plattform relevante Informationen zu ausländischen Berufsqualifikationen und Berufsbildungssystemen und enthält über 100 Länderprofile mit mehr als 6.000 Berufsprofilen.

  • Einschätzung von Deutschkenntnissen und Überprüfung von Sprachzertifikaten: Häufig ist es schwierig einzuschätzen, welche Deutschkenntnisse, z. B. bei einem Sprachniveau B1 oder B2, in der Praxis zu erwarten sind, und ob diese für die vorgesehene Beschäftigung oder Ausbildung ausreichen. Hilfestellung leistet die Checkliste Deutschkenntnisse ausländischer Azubis und Fachkräfte in der Praxis: Empfehlungen für Betriebe (pdf) von „NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge“, „Hand in Hand for International Talents“ und Goethe-Institut.
    Im Visumverfahren werden als Beleg deutscher Sprachkenntnisse nur Sprachzertifikate bestimmter zertifizierter Anbieter anerkannt. Eine Liste finden Sie beim Auswärtigen Amt. Das Sprachzertifikat darf i. d. R. nicht älter als 12 Monate sein.
    Empfehlenswert ist außerdem eine Echtheitsprüfung der Sprachzertifikate. Möglichkeiten dazu finden Sie hier:

4. Wie läuft das reguläre Visumverfahren ab – Schritt für Schritt?

Schritt 1
Die ausländische Fachkraft muss in ihrem Heimatland persönlich den Antrag auf ein Visum zum Zweck der Erwerbstätigkeit bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung stellen. Visumanträge sowie Hinweise zu ggf. erforderlichen herkunftsstaat-spezifischen Nachweisen und zur Visumgebühr sind dort erhältlich.
Für zahlreiche Visaarten und Länder kann das digitale Auslandsportal des Auswärtigen Amts genutzt werden.
Schritt 2
Erforderlich für die Beantragung des Visums ist je nach angestrebtem Aufenthaltstitel außerdem
  1. eine Bewertung bzw. Anerkennung des ausländischen Hochschul- bzw. Berufsabschlusses durch die jeweils zuständige Stelle in Deutschland – siehe Frage zum Anerkennungsverfahren oder
  2. eine Auskunft zur Berufsqualifikation darüber, dass diese mindestens 2 (Schul-)Jahre in Vollzeit gedauert hat und im Erwerbsland staatlich anerkannt ist – diese kann digital bei der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) beantragt werden.
Zeugnisbewertung, Anerkennungsbescheid bzw. digitale Auskunft zur Berufsqualifikation (DAB) muss für die Visumbeantragung bereits vorliegen.
→ Ausnahme: Visum für eine Ausbildung in Deutschland
Schritt 3
Die Auslandsvertretung prüft u. a. alle ausländerrechtlichen Voraussetzungen für die Visumerteilung wie gesicherter Lebensunterhalt, geklärte Identität und gültiger Pass, kein Ausweisungsinteresse, keine Sicherheitsbedenken.
Schritt 4
Die Auslandsvertretung beteiligt i. d. R. die Bundesagentur für Arbeit (BA). Diese prüft, ob
  • ein Arbeitsplatzangebot bzw. -vertrag vorliegt – das vom Arbeitgeber auszufüllende Formular „Erklärung zum Beschäftigungsverhältnis“ dient dabei dem Nachweis eines konkreten Arbeitsplatzangebots,
  • ggf. eine Berufsausübungserlaubnis notwendig ist (für reglementierte Berufe, z. B. Pflegeberufe, Erzieher/-innen),
  • ggf. weitere Anforderungen an die Beschäftigung erfüllt sind und
  • die Arbeitsbedingungen (Gehalt, Arbeitszeit, Urlaub etc.) nicht ungünstiger sind als für vergleichbare inländische Beschäftigte.
Schritt 5
Nach Zustimmung der BA und Erfüllung aller Voraussetzungen kann dem Antragsteller das Visum ausgestellt werden.
Bitte beachten: Ab dem ersten Tag ist eine Krankenversicherung in Deutschland erforderlich. Der Versicherungsnachweis muss spätestens vorgelegt werden, wenn der Antragsteller sein Visum in der deutschen Auslandsvertretung abholt. Ggf. wird eine private Krankenversicherung benötigt, um die Zeit bis zum Arbeits-/Ausbildungsstart zu überbrücken.
Schritt 6
Mit dem Visum, das i. d. R. für 12 Monate gültig ist, reist die Fachkraft nach Deutschland ein, meldet sich am Wohnsitz an und startet mit der Beschäftigung/Ausbildung.
Schritt 7
Vor Ablauf des Visums muss die Fachkraft bei der zuständigen Ausländerbehörde ihres Wohnorts einen Aufenthaltstitel beantragen (z. B. Aufenthaltserlaubnis, Blaue Karte EU/EU Blue Card, Niederlassungserlaubnis). Auch hier wird wieder i. d. R. die BA beteiligt, bevor der Titel ausgestellt wird.

5. Was ist das Anerkennungsverfahren und wie läuft es ab?

Eine Voraussetzung für bestimmte Aufenthaltstitel zur Beschäftigung in Deutschland ist die Gleichwertigkeit des ausländischen Studien- bzw. Berufsabschlusses mit einem entsprechenden deutschen Abschluss.
  • Bei Hochschulabschlüssen in nicht-reglementierten Berufen reicht eine Zeugnisbewertung aus; der Hochschulabschluss muss mindestens auf Bachelorebene eingeordnet sein – Infos zur Zeugnisbewertung finden Sie
  • bei Hochschulabschlüssen in reglementierten Berufen und bei Berufsabschlüssen muss ein Anerkennungsverfahren bei der jeweils zuständigen Anerkennungsstelle erfolgreich durchlaufen werden – Infos zum Anerkennungsverfahren finden Sie
Im Berufsanerkennungsverfahren führt die zuständige Anerkennungsstelle in einem formalen Bewertungsverfahren einen Vergleich zwischen der ausländischen Berufsqualifikation und dem entsprechenden deutschen Referenzberuf durch und stellt bei Erfolg einen Anerkennungsbescheid aus.
Zuständig für IHK-Ausbildungsberufe ist die IHK Foreign Skills Approval (IHK FOSA).
  • Die ausländische Berufsqualifikation muss im Land, in dem sie erworben wurde, staatlich anerkannt sein. Bei der IHK FOSA finden Sie eine Liste typischer Berufsabschlüsse aus wichtigen Ländern; diese sind grundsätzlich anerkennungsfähig.
  • Neben dem Abschluss spielen weitere Faktoren bei der Beurteilung der Gleichwertigkeit eine Rolle wie einschlägige berufspraktische Erfahrungen, Kurse oder Weiterbildungen.
  • Das Berufsanerkennungsverfahren kann mehrere Monate benötigen – die Beantragung sollte möglichst frühzeitig erfolgen. Um Verzögerungen zu vermeiden, sollten bei Antragstellung die notwendigen Unterlagen vollständig eingereicht werden.
Ergebnis kann auch eine Teilanerkennung des Berufsabschlusses sein. Dann besteht die Möglichkeit, die für die Vollanerkennung notwendigen Qualifizierungs- oder Anpassungsmaßnahmen und ggf. Prüfungen in Deutschland durchzuführen. Diese können auch (überwiegend) im Betrieb erfolgen, wenn insbesondere Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der betrieblichen Praxis fehlen. Das beteiligte Unternehmen muss für die Anpassungsqualifizierung geeignet sein.
Zur Erlangung der Vollanerkennung muss nach Abschluss der Qualifizierung ein Folgeantrag bei der Anerkennungsstelle, z. B. IHK FOSA, gestellt werden.
Seit 1. März 2024 kann das Anerkennungsverfahren im Rahmen einer Anerkennungspartnerschaft auch in Deutschland gestartet und durchgeführt werden. Die Fachkraft kann währenddessen im Unternehmen im angestrebten Beruf bzw. in einem verwandten Beruf (bei reglementierten Berufen) beschäftigt werden.
IHK-Angebot:
Möchten Sie Personen mit teilanerkannten ausländischen Berufsabschlüssen zur Vollanerkennung verhelfen und sie so für Ihr Unternehmen gewinnen? Wir unterstützen Sie dabei, im Rahmen des Projekts UBAconnect eine passende Fachkraft für eine betriebliche Anpassungsqualifizierung zu finden.

6. Wie kann ich die Verfahren als Unternehmen beschleunigen?

  • Zu einem reibungslosen Verfahren gehört zunächst eine gute Vorbereitung. Alle Unterlagen, die für Visum- und Anerkennungsverfahren benötigt werden, sollten vollständig und – wenn erforderlich – sachgerecht ins Deutsche übersetzt vorliegen. Unterstützung für die Übersetzung von Dokumenten finden Sie zum Beispiel in der Datenbank Justiz-Dolmetscher bzw. auf den Seiten der jeweiligen deutschen Auslandsvertretung.
    → Unvollständige Unterlagen können die Verfahren deutlich verlängern.

  • Der Arbeitgeber kann in einem so genannten Vorabzustimmungsverfahren bei der BA prüfen lassen, ob die arbeitsmarktrechtlichen Voraussetzungen vorliegen und seine Stelle mit einem ausländischen Arbeitnehmer besetzt werden kann. Benötigt wird ein Arbeitsvertragsentwurf bzw. eine detaillierte Stellenbeschreibung mit Angaben zu den Arbeitsbedingungen und den Anforderungen an die Qualifikation des Bewerbers. Ansprechstelle ist der Arbeitgeberservice der BA.

  • Außerdem sieht das FEG das so genannte beschleunigte Fachkräfteverfahren vor, welches von Deutschland aus durchgeführt wird. Hierfür schließt der Arbeitgeber eine Vereinbarung mit der zuständigen Ausländerbehörde. Er benötigt eine Bevollmächtigung durch die ausländische Fachkraft – siehe Frage 7

7. Wie funktioniert das beschleunigte Fachkräfteverfahren?

Bei Vorliegen eines konkreten Arbeitsplatzangebots kann der Arbeitgeber in Deutschland in Vollmacht des Ausländers gegen Zahlung einer Gebühr entweder bei der Ausländerbehörde seines Betriebssitzes oder bei der Landesagentur für die Zuwanderung von Fachkräften (LFZ) Baden-Württemberg einen Antrag auf ein „beschleunigtes Fachkräfteverfahren“ stellen.
Das Verfahren ist möglich für Fachkräfte, die zu Beschäftigungs-, Ausbildungs- oder Anerkennungszwecken einreisen möchten.
→ Achtung: Es gibt Fälle, für die das beschleunigte Verfahren nicht in Betracht kommt. Bitte lassen Sie sich vorher beraten.
  • Die Ausländerbehörde bzw. LZF ist der zentrale Ansprechpartner des Arbeitgebers. Sie übernimmt
    • die Beratung des Arbeitgebers über die Einreisevoraussetzungen der Fachkraft (inkl. Familiennachzug),
    • soweit erforderlich das Betreiben des Anerkennungsverfahrens bei der zuständigen Anerkennungsstelle und das Einholen der Zustimmung der BA sowie
    • die Prüfung der ausländerrechtlichen Voraussetzungen und die Vorabzustimmung zum Visum.

  • Fristen: Alle beteiligten Behörden sind an enge Fristen gebunden (Anerkennungsverfahren: zwei Monate, Zustimmungsverfahren der BA: eine Woche, Visumverfahren: sechs Wochen), so dass die Zeitspanne vom Einreichen der vollständigen Unterlagen bis zur Entscheidung über den Visumantrag i. d. R. vier Monate nicht übersteigen soll.

  • Kosten: Das Verfahren kostet 411 Euro je Fachkraft, die der Arbeitgeber zahlt. Hinzu kommt für die ausländische Fachkraft eine Visumgebühr von 75 Euro, ggf. Gebühren für die Zeugnisbewertung oder Anerkennung der Qualifikation zwischen 200 und 1.200 Euro, ggf. Übersetzungskosten sowie Kosten für die Ersterteilung eines Aufenthaltstitels in Höhe von 100 Euro.
→ Das beschleunigte Fachkräfteverfahren beinhaltet keine Garantie für die Berufsanerkennung bzw. die Visumerteilung. Diese sind allein von der Erfüllung der Voraussetzungen abhängig.
IHK-Angebot:
Mitgliedsunternehmen der IHK Region Stuttgart können Unterstützung durch den IHK-Unternehmensservice Internationale Fachkräfte erhalten. Bitte kontaktieren Sie uns frühzeitig.

8. Welche Pflichten habe ich als Arbeitgeber?

  • Für die Erteilung der Zustimmung der BA (und auf Aufforderung) – § 39 Abs. 4 AufenthG:
    Auskunftspflicht gegenüber der BA in Bezug auf das Beschäftigungsverhältnis, insbesondere zu Arbeitsentgelt, Arbeitszeiten und sonstigen Arbeitsbedingungen, Sozialversicherungspflicht sowie Erfordernis einer Berufsausübungserlaubnis.
    Vom Arbeitgeber sind vergleichbare branchen- und ortsübliche Arbeitsbedingungen zu beachten. Die Vereinbarung des Mindestlohns reicht i. d. R. nicht aus. Einen Anhaltspunkt für die Höhe des Gehalts kann in den Fällen ohne Tarifbindung der Entgeltatlas der BA geben. Helfen kann auch unsere Übersicht mit Statistiken zu Löhnen und Gehältern.

  • Vor der Einstellung – § 4a Abs. 5 Nr. 1 und 2 AufenthG:
    Prüfung ob Aufenthaltstitel nötig ist bzw. vorliegt und keine Erwerbsbeschränkung eingetragen ist – dafür Ausweispapiere, Aufenthaltstitel plus ggf. Zusatzblatt zeigen lassen; Aufbewahrung einer Kopie für die Dauer der Beschäftigung.

  • Vor oder bei erstmaliger Aufnahme einer Beschäftigung in Deutschland – § 45c AufenthG:
    Information des/der Drittstaatsangehörigen spätestens am ersten Tag der Arbeitsleistung in Textform über die Möglichkeit einer Information oder Beratung zu arbeits- und sozialrechtlichen Fragen durch das unentgeltliche Beratungsangebot „Faire Integration“.

  • Nach (vorzeitiger) Beendigung des Arbeits- oder Ausbildungsverhältnisses – § 4a Abs. 5 Nr. 3 AufenthG:
    Mitteilung an die zuständige Ausländerbehörde (maßgeblich ist der Wohnort des Ausländers) innerhalb von vier Wochen ab Kenntnis, dass eine Beschäftigung vorzeitig, d. h. vor Ablauf der Befristung des Aufenthaltstitels, beendet wurde.
    Es ist keine Form vorgeschrieben – eine E-Mail an die ABH mit dem Zeitpunkt der Beendigung sowie den Daten des Ausländers reicht aus. Ansonsten drohen Bußgelder bis zu 30.000 Euro.

9. Welche Unterstützung erhalte ich bei der Integration ausländischer Fachkräfte in mein Unternehmen?

Unterstützung leisten die Welcome Center in Baden-Württemberg. Für die Region Stuttgart ist der Welcome Service Region Stuttgart zuständig. Unternehmen können sich dort zur Gewinnung und Integration internationaler Fachkräfte sowie Auf- und Ausbau einer Willkommenskultur beraten lassen. Außerdem unterstützt er internationale Fachkräfte bei zahlreichen Themen wie Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen, Bewerbungsprozess, Deutschlernen, Wohnungssuche, Kinderbetreuung etc.
Möchten Sie junge Menschen aus dem Ausland ausbilden, unterstützen die Kümmerer des Projekts „Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Zugewanderte“. Auf unserer Website finden Sie die Kümmerer bei der IHK Region Stuttgart.

10. Was kann ich bzw. mein Unternehmen tun, um die Integration zu erleichtern?

Sie erleichtern Ihren ausländischen Fachkräften die Einarbeitung und Integration genauso wie Sie es auch bei neuen Mitarbeitenden aus Deutschland tun sollten: durch einen durchdachten Einarbeitungsplan, Orientierungshilfen und ggf. einen Paten oder Mentoren. Eine besondere Rolle spielt darüber hinaus der (weitere) Deutschspracherwerb.
Sorgen Sie in Ihrem Unternehmen für eine offene Willkommenskultur und tragen Sie mit einfachen Maßnahmen dazu bei, dass die Vielfalt in Ihrer Belegschaft zum Pluspunkt für Ihr Unternehmen wird.
Die IHK stellt umfangreiches Material zur Verfügung zu den Themen:
Praktische Tipps gibt es bei „Make it in Germany“ in der Rubrik Erfolgreich integrieren
Ein wichtiger Punkt ist es, bezahlbaren Wohnraum für Ihre Fachkraft zu finden. Auch hier können Sie als Unternehmen unterstützen und z. B. Ihre Fachkraft bei Wohnungsbesichtigungen begleiten, bei der Übersetzung von Mietverträgen helfen, unbefristete Arbeitsverträge ausstellen als besseren Nachweis für die Vermieter oder ggf. eine Unternehmenswohnung anmieten, in der die Fachkraft übergangsweise wohnen kann (Mitarbeiter-WG).
Tipps zum Azubi-Wohnen und wie KMU mit Wohnangeboten Fachkräfte sichern können gibt es beim Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung KOFA

11. Wo gibt es weiterführende Informationen?

IHK-Angebot:
Mehr Infos und Austausch gewünscht? Besuchen Sie unsere Veranstaltungen zur Ausbildung und Beschäftigung von Personen mit Flucht- und Zuwanderungsgeschichte.
Dieser Artikel gibt – als Service Ihrer IHK Region Stuttgart – erste Hinweise und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Berufsorientierung

Die Initiative Ausbildungsbotschafter

Für Schulabsolventinnen und Schulabsolventen ist die Berufsausbildung bis heute der gängigste Einstieg in das Arbeitsleben. Sie eröffnet den Auszubildenden vielfältige und aussichtsreiche Perspektiven und legt nicht selten den Grundstein für eine sehr erfolgreiche Karriere. Immer mehr Jugendliche verlassen die Schule jedoch ohne einen konkreten Berufswunsch oder nur mit einer vagen Idee, wie es im Anschluss weitergehen soll.

Die vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg geförderte Initiative Ausbildungsbotschafter trägt dazu bei, diesem Trend entgegenzuwirken. Landesweit werden Auszubildende in allgemeinbildende Schulen vermittelt, um über die berufliche Ausbildung zu informieren. In 90 Minuten vermitteln diese Ausbildungsbotschafterinnen und Ausbildungsbotschafter den Schülerinnen und Schülern einen Eindruck von ihrer Arbeit und ihren Aufgaben.
Dieser Einblick in das wirkliche Arbeitsleben baut bei Schülerinnen und Schülern Unsicherheiten ab und zeigt ihnen eine berufliche Perspektive auf. Die Ausbildungsbotschafterinnen und Ausbildungsbotschafter, die sich in einem ähnlichen Alter wie die Schülerinnen und Schüler befinden, geben diesen auf Augenhöhe einen authentischen Einblick in den Ablauf einer Berufsausbildung. Sie präsentieren der Klasse ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit der Ausbildung und schildern ihren Weg in den Beruf. Über ihre eigenen Tätigkeiten hinaus geben sie in ihren Präsentationen einen Überblick über die Vielzahl anderer möglicher Ausbildungsberufe. Auch die Chancen und Möglichkeiten, die sich nach der erfolgreichen Abschlussprüfung zur Fachkraft ergeben, werden von den Ausbildungsbotschafterinnen und Ausbildungsbotschaftern vorgestellt.

Vorteile für Schulen, Auszubildende und Unternehmen

Unternehmen, die Ausbildungsbotschafterinnen und Ausbildungsbotschafter entsenden, fördern den direkten Einstieg von Schulabgängerinnen und Schulabgängern in die Berufsausbildung, sichern sich zukünftige Auszubildende und bauen ein Standbein einer systematischen und langfristigen Personalentwicklung weiter aus. Schülerinnen und Schüler bekommen authentische Einblicke in die anerkannten Ausbildungsberufe und erkennen dadurch neue Perspektiven nach dem Schulabschluss. Auszubildende bekommen die Chance, ihr Fachwissen unter Beweis zu stellen und ihre persönlichen Kompetenzen zu stärken. In einer vorbereitenden Schulung üben sie das Auftreten und Präsentieren vor Gruppen. Für ihr Engagement werden die Auszubildenden mit einem Zertifikat ausgezeichnet.

Die Ausbildungsbotschafterinnen und Ausbildungsbotschafter…

  • sind Auszubildende aller geregelten Ausbildungsberufe, die
  • mitten in der Ausbildung stehen,
  • die notwendige persönliche und fachliche Eignung mitbringen und daher
  • glaubwürdig berichten können, was an ihrem Beruf Spaß macht.
Zu den Veranstaltungen gehen immer zwei bis drei Ausbildungsbotschafterinnen und Ausbildungsbotschafter gemeinsam in eine Klasse. Normalerweise werden sie von einer regionalen Projektkoordinatorin oder einem Projektkoordinator begleitet. In circa 90 Minuten haben sie dann die Gelegenheit, den Schülerinnen und Schülern etwas mehr Klarheit über die Möglichkeiten einer Berufsausbildung zu verschaffen. Zur Vorbereitung erhalten die Ausbildungsbotschafterinnen und Ausbildungsbotschafter vor ihrem ersten Einsatz eine eintägige Schulung.

Koordination und Kontakt

Die IHK Region Stuttgart und ihre Bezirkskammern unterstützen die Initiative und beschäftigen hierfür regionale Koordinatorinnen und Koordinatoren. Diese gewinnen und schulen die beteiligten Auszubildenden, halten den Kontakt zu Schulen, Betrieben und Ausbildungsbotschafterinnen und Ausbildungsbotschaftern und begleiten und steuern die Einsätze an den Schulen.
Wenn Sie Interesse haben, Ausbildungsbotschafterinnen und Ausbildungsbotschafter an Ihre Schule oder zu Ihrer Veranstaltung einzuladen, Ausbildungsbotschafterinnen und Ausbildungsbotschafter aus Ihrem Betrieb zu entsenden oder selbst Ausbildungsbotschafterin oder Ausbildungsbotschafter zu werden, dann nehmen Sie Kontakt zu den Koordinatorinnen und Koordinatoren in Stuttgart oder in den Bezirkskammern auf.
Die Leitstelle der Initiative Ausbildungsbotschafterinnen und Ausbildungsbotschafter ist beim Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag angesiedelt und übernimmt zentral die Aufgaben des übergeordneten Projektmanagements. Weitere Partner der Initiative sind der Baden-Württembergische Handwerkstag, die Landesvereinigung Baden-Württembergischer Arbeitgeberverbände e. V. und der Deutsche Gewerkschaftsbund Baden-Württemberg.

Ansprechpersonen
In Stuttgart Reida Tanveer
0711 2005-1367
reida.tanveer@stuttgart.ihk.de
In Böblingen Aysegül Özdemir
ayseguel.oezdemir@stuttgart.ihk.de
07031 6201-8247
In Esslingen-Nürtingen
Lisa Das
0711 39007-8339
lisa.das@stuttgart.ihk.de
Hiltrud Peuster
0711 39007-8328
hiltrud.peuster@stuttgart.ihk.de
In Göppingen
Marina Mosshammer
07161 6715-8430
marina.mosshammer@stuttgart.ihk.de
Daniela Nitra
07161 6715-8410
daniela.nitra@stuttgart.ihk.de
In Ludwigsburg Sina Schäfer
sina.schaefer@stuttgart.ihk.de
07141 122-1042
In Rems-Murr Eleonora Martian
07151 95969-8747
eleonora.martian@stuttgart.ihk.de

Fachpraktiker-Ausbildungen

Ausbildungsberufe für Menschen mit Behinderungen

Was sind Fachpraktiker-Ausbildungen?

Junge Menschen, für die wegen Art und Schwere ihrer Behinderung, eine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf nicht in Betracht kommt, haben die Möglichkeit, über Fachpraktiker-Ausbildungen eine besondere Form der Berufsausbildung, die auf die individuellen Bedürfnisse angepasst ist, zu absolvieren.
Diese speziellen Ausbildungsregelungen nach § 66 Berufsbildungsgesetz (BBiG) erlassen die zuständigen Kammern auf Antrag der Auszubildenden oder ihres gesetzlichen Vertreters. Die Fachpraktiker-Ausbildungen orientieren sich an den Inhalten der anerkannten Ausbildungsberufe, berücksichtigen jedoch das spezielle Leistungsvermögen von Menschen mit Behinderung.

Welche Anforderungen gelten für den Ausbildungsbetrieb?

Der Betrieb muss nach Art und Umfang für den jeweiligen Beruf ausgestattet sein.
Um die Qualität der Ausbildung für diese Personengruppe zu sichern, müssen die entsprechenden Ausbilder/-innen von Fachpraktikerberufen - zusätzlich zu der Ausbilder-Eignungsprüfung – über eine rehabilitationspädagogische Zusatzqualifikation (ReZA) verfügen. In Einzelfällen kann diese behinderungsspezifische Qualifikation anderweitig nachgewiesen oder durch eine qualifizierte externe Unterstützung erfolgen.

Für welche Fachpraktiker-Ausbildungen bietet die IHK Region Stuttgart Prüfungen an?

  • Fachwerker/in für Gebäude- und Umweltdienstleistung
  • Fachpraktiker/in für Büromanagement
  • Fachpraktiker/in Küche (Beikoch/Beiköchin)
  • Fachpraktiker/in im Gastgewerbe
  • Fachpraktiker/in für Lagerlogistik
  • Fachpraktiker/in für Verkauf
  • Metallfeinbearbeiter/in
  • Fachpraktiker/in für Metalltechnik
  • Fachpraktiker/in für Zerspanungsmechanik
  • Fachpraktiker/in für Industriemechanik
  • Fachpraktiker/in für Medientechnologie Druck
  • Fachpraktiker/in für Medientechnologie Druckverarbeitung

Nachteilsausgleich bei Prüfungen

Bei der Durchführung der Prüfung sollen die besonderen Verhältnisse behinderter Menschen berücksichtigt werden. Dies gilt insbesondere für die Dauer der Prüfung, die Zulassung von Hilfsmitteln, und die Inanspruchnahme von Hilfeleistungen Dritter wie Gebärdensprachdolmetscher für hörbehinderte Menschen (§ 65 Abs. 1BBiG). Die Art der Behinderung ist mit dem Antrag auf Zulassung zur Prüfung (§ 8 Abs. 1) nachzuweisen.
Wie ein Nachteilsausgleich in Prüfungen aussehen kann und wie der Antrag zu stellen ist, finden Sie im Artikel “Nachteilsausgleich bei Prüfungen”.
Die Entscheidung über die Gewähr eines Nachteilsausgleichs ist im Hinblick auf den prüfungsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz stets eine Einzelfallentscheidung.
Feststellungsverfahren

Berufsbildungsvalidierungsgesetz: Berufliche Erfahrung sichtbar machen

Menschen ohne Berufsabschluss in ihrem Tätigkeitsfeld haben es in der Arbeitswelt nicht immer leicht. Ihnen fehlt ein anerkannter Nachweis über ihr fachliches Knowhow und über das, was sie können. Beispielsweise wenn sie arbeitslos werden, kann dies ein handfestes Problem werden, denn auf dem Arbeitsmarkt werden sie leicht übersehen oder unterschätzt. Aber auch ein Arbeitgeberwechsel kann sich ohne Nachweis schwierig gestalten. Dabei kann die Feststellung und Bescheinigung der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs (§§ 50b. ff BBiG) helfen.

Worum geht es?

Mit dem Validierungsverfahren werden berufliche Kompetenzen, die unabhängig von einer formalen Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf (Referenzberuf) erworben wurden, aber einer solchen vergleichbar sind, bewertet und bescheinigt.
Nach erfolgreichem Abschluss des Verfahrens wird die berufliche Handlungsfähigkeit bei vollständiger Vergleichbarkeit in einem Zeugnis oder bei überwiegender Vergleichbarkeit in einem Bescheid schriftlich bescheinigt.
Das hilft nicht nur der Einzelperson, sondern auch den Unternehmen. Sie können damit die Fähigkeiten und das Können von Menschen ohne Berufsabschluss besser einschätzen. So können sie ihre Mitarbeitenden passgenauer einsetzen und zielgerichtet weiterqualifizieren.
Für die Unternehmen kann das Verfahren somit zu einem Baustein in einer Gesamtstrategie zur Fachkräftesicherung und Mitarbeiterbindung werden.

An wen richtet sich das Verfahren?

Das Verfahren richtet sich an Erwachsene
  • mit mehrjähriger Berufserfahrung,
  • ohne Berufsabschluss im ausgeübten Beruf,
  • mit Interesse an einem Nachweis über ihre Kompetenzen,
  • für die eine Externenprüfung (noch) nicht in Frage kommt.

Wer kann an dem Validierungsverfahren teilnehmen?

Sie können sich bei der IHK Region Stuttgart für das Validierungsverfahren anmelden, wenn Sie im Kammerbezirk der IHK Region Stuttgart, IHK Ostwürttemberg, IHK Reutlingen oder der IHK Ulm, wohnen oder arbeiten.
Teilnehmen können Personen, die
  • mindestens 25 Jahre alt sind,
  • das 1,5-fache der regulären Ausbildungszeit als Berufserfahrung nachweisen können,
  • ihren Wohnsitz in Deutschland haben oder die Hälfte der nötigen Berufserfahrung in Deutschland erworben haben
  • im Referenzberuf keinen deutschen Berufsabschluss oder keinen anerkannten ausländischen Abschluss haben, sowie,
  • nicht in einem Berufsausbildungsverhältnis im Referenzberuf stehen.

Wie ist das Feststellungsverfahren organisiert?

Im Rahmen des Verfahrens werden Ihre beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten mit den Anforderungen eines Ausbildungsberufs verglichen. Dabei steht die Praxis im Mittelpunkt: Sie bearbeiten typische Aufgaben aus dem jeweiligen Berufsfeld.
Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass Sie durch Ihre Berufserfahrung mindestens die wesentlichen beruflichen Handlungsfähigkeiten des angestrebten Berufs erworben haben. Detaillierte Informationen zum Verfahren finden Sie in der Validierungsordnung der IHK Region Stuttgart. (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 199 KB)

Sind Deutschkenntnisse notwendig?

Das gesamte Verfahren wird auf Deutsch durchgeführt, daher sind ausreichende Sprachkenntnisse nötig. Das betrifft vor allem die Fachsprache im jeweiligen Beruf. Wenn Sie sich unsicher sind, lassen Sie sich von Ihrer Kammer beraten.

Was ist ein Referenzberuf?

Der Referenzberuf ist der duale Ausbildungsberuf, in dem die berufliche Handlungskompetenz festgestellt werden soll.

Wie viel Berufserfahrung braucht man, um an einem Validierungsverfahren teilnehmen zu können?

Um an einem Validierungsverfahren teilzunehmen, ist mindestens das 1,5–fache der regulären Ausbildungszeit des Referenzberufs als einschlägige Berufserfahrung nötig. Diese muss den überwiegenden Teil des Berufsbildes abdecken.
Beispiel: Die Ausbildung im Beruf Fachlagerist/-in dauert zwei Jahre. Für eine Bewertung in diesem Beruf müssen mindestens drei Jahre relevante Berufserfahrung nachgewiesen werden.

Wie läuft das Validierungsverfahren ab?

Das Verfahren erfolgt in vier Schritten.
  1. Information und Beratung
    Die interessierte Person erhält erste Informationen zum Verfahren und zu den Dokumenten, die für die Antragsstellung benötigt werden. Außerdem kann der passende Referenzberuf identifiziert werden. Der Referenzberuf ist ein dualer Ausbildungsberuf.
  2. Antragsstellung
    Die interessierte Person dokumentiert die beruflichen Fähigkeiten entlang des eigenen Lebenslaufs. Für die Antragsstellung werden die Angaben durch Arbeitszeugnisse, Arbeitsnachweise oder Zertifikate belegt. Die zuständige Stelle prüft den eingereichten Antrag und wertet die eingereichten Dokumente und Nachweise aus.
  3. Bewertung
    Ein Feststellungstandem, das aus zwei Prüfer/-innen besteht, stellt insbesondere mit praktischen und mündlichen Aufgaben die berufliche Handlungsfähigkeit im Gesamten oder in überwiegenden Teilen des Berufsbildes fest.
  4. Ergebnismitteilung
    Abhängig vom Ergebnis des Verfahrens stellt die Kammer ein Zeugnis über die vollständige Vergleichbarkeit der beruflichen Handlungsfähigkeit im Referenzberuf oder einen Bescheid über die überwiegende Vergleichbarkeit der beruflichen Handlungsfähigkeit im Referenzberuf aus. Kann keine ausreichende berufliche Handlungsfähigkeit festgestellt werden, wird der Antrag abgelehnt.

Welche Dokumente sind für die Antragsstellung nötig?

  • Kopie eines Identitätsnachweises (z.B. Personalausweis, Reisepass)
  • Kopie eines Wohnsitznachweises (z.B. Personalausweis, Aufenthaltstitel)
  • Angaben zur Berufserfahrung im Referenzberuf (z.B. aktueller Lebenslauf)
  • Nachweise über den Erwerb der beruflichen Handlungsfähigkeit (z.B. Arbeitszeugnisse, Weiterbildungen, Schulungen)
  • ggf. Antrag auf Nachteilsausgleich
Nachweise, die in einer anderen Sprache als in Deutsch ausgestellt sind, müssen in der Regel mit einer Übersetzung eingereicht werden.

Was kostet die Teilnahme am Validierungsverfahren?

Das Validierungsverfahren ist eine hoheitliche, gebührenpflichtige Leistung der IHK Region Stuttgart. Die Gebühren entnehmen Sie dem Finanzen und Gebühren - IHK Region Stuttgart
Die Gebühren werden für die Zulassung zum Validierungsverfahren und für die Bewertung der beruflichen Handlungsfähigkeit getrennt erhoben:
1. Gebühr für die Zulassung zum Verfahren („Antragsgebühr“ u.a. für Antragstellung, Auswertung der Antragsunterlagen)
2. Gebühr für die Bewertung der beruflichen Handlungsfähigkeit („Bewertungsgebühr“ u.a. für Aufgabenerstellung, Bewertung durch das Feststellungstandem)
Materialkosten fallen ggf. extra an.
Die Kammer informiert Sie gerne zu den Gebühren in Ihrem Verfahren.

Was erhält man am Ende des Verfahrens?

Das Validierungsverfahren endet mit einem Zeugnis oder Bescheid. Folgende Ergebnisse sind möglich:
  • Zeugnis über die vollständige Vergleichbarkeit der beruflichen Handlungsfähigkeit
  • Bescheid über die überwiegende Vergleichbarkeit der beruflichen Handlungsfähigkeit
  • Bescheid über die Ablehnung des Antrags, wenn keine überwiegende Vergleichbarkeit der beruflichen Handlungsfähigkeit festgestellt werden kann
  • Für Menschen mit Behinderung, für die auf Grund von Art und Schwere der Behinderung die Feststellung der überwiegenden oder vollständigen, für die Ausübung des Referenzberufs erforderlichen beruflichen Handlungsfähigkeit nicht möglich ist:
    Bescheid über die teilweise Vergleichbarkeit ihrer beruflichen Handlungsfähigkeit (siehe FAQ “Gibt es besondere Bestimmungen für Menschen mit Behinderung?”)
Hinweis: Es wird kein Berufsabschluss vergeben. Diesen erhält nur, wer eine deutsche Gesellen- oder Abschlussprüfung erfolgreich ablegt.

Wozu berechtigt ein Zeugnis über die vollständige Vergleichbarkeit der beruflichen Handlungsfähigkeit?

  • Anspruch auf Zulassung zur Gesellenprüfung bzw. Abschlussprüfung (sog. Externenprüfung)
  • Anspruch auf Zulassung zur Prüfung der ersten und zweiten Fortbildungsstufe (z.B. geprüfter/geprüfte Berufsspezialist/-in, Bachelor Professional) (ggf. weitere Zulassungskriterien beachten)
  • Ausbildungsberechtigung: Mit einem Zeugnis über die vollständige Vergleichbarkeit der beruflichen Handlungsfähigkeit liegt die fachliche Eignung als Ausbilderin oder Ausbilder vor. Die berufs- und arbeitspädagogische Eignung muss zusätzlich nachgewiesen werden (AEVO-Prüfung, Teil IV der Meisterprüfung), um ausbilden zu dürfen.
Hinweis: Auch ohne ein Zeugnis, das die vollständige Vergleichbarkeit der beruflichen Handlungsfähigkeit bescheinigt, besteht die Möglichkeit unter bestimmten Voraussetzungen zur Externenprüfung bzw. zur Prüfung der ersten und zweiten Fortbildungsstufe zugelassen zu werden.
Auch die fachliche Eignung als Ausbilderin oder Ausbilder kann unter bestimmten Voraussetzungen von der Kammer widerruflich zuerkannt werden.
Lassen Sie sich diesbezüglich von Ihrer Kammer vorab beraten.

Welche Möglichkeit besteht, wenn das Verfahren nur eine überwiegende Vergleichbarkeit der beruflichen Handlungsfähigkeit ergibt?

Bei Erhalt eines Bescheides über die überwiegende Vergleichbarkeit, kann binnen fünf Jahren ein Antrag auf ein Ergänzungsverfahren gestellt werden. Dieses hat das Ziel, die vollständige Vergleichbarkeit zu erreichen

Kann das Verfahren wiederholt werden?

Bei einem ablehnenden Bescheid kann nach einer Frist von 12 Monaten erneut ein Antrag zum Zwecke der Wiederholung gestellt werden. Dafür muss glaubhaft gemacht werden, dass neue oder zusätzliche berufliche Handlungsfähigkeit erworben wurde.

In welchen Berufen wird das Validierungsverfahren angeboten?

Das Validierungsverfahren wird in allen dualen Ausbildungsberufen angeboten, deren Zuständigkeit bei der IHK Region Stuttgart liegen.

Wie lange dauert das Validierungsverfahren?

Die gesamte Dauer hängt unter anderem von den individuellen Voraussetzungen, vom Umfang des Antrags und dem jeweiligen Beruf ab.
Die praktische Bewertung kann, je nach Beruf und Umfang der zu bewertenden beruflichen Handlungsfähigkeit, zwischen einem Tag und mehreren Tagen dauern.

Welchen Vorteil bietet das Verfahren für Arbeitgeber?

Durch das Zeugnis oder den Bescheid der Kammern erhalten Arbeitgeber eine fundierte Einschätzung der beruflichen Handlungsfähigkeit ihrer Mitarbeitenden oder von Bewerberinnen und Bewerbern ohne Berufsabschluss. Diese Fähigkeiten werden offiziell anerkannt, sodass sie gezielt eingesetzt und bedarfsgerecht weiterqualifiziert werden können.
Darüber hinaus stellt das Zeugnis bzw. der Bescheid eine besondere Wertschätzung dar, die die Mitarbeiterbindung stärkt. Beruflich kompetente Fachkräfte können im Unternehmen gehalten und zur Weiterentwicklung motiviert werden. Damit trägt das Feststellungsverfahren auch zur langfristigen Sicherung von Fachkräften bei.

Gibt es besondere Bestimmungen für Menschen mit Behinderung?

Für Menschen mit Behinderung nach §2 Absatz 1 Satz 1 SGB IX gelten zusätzliche Regelungen:
  • Es kann ein Nachteilsausgleich beantragt werden, wenn sich die gesundheitliche Einschränkung auf die Kompetenzfeststellung auswirkt.
  • Es kann ein Antrag auf eine Verfahrensbegleitung gestellt werden.
  • Es ist ein Antrag auf teilweise Vergleichbarkeit der beruflichen Handlungsfähigkeit möglich.
  • Die Altersgrenze von mindestens 25 Jahren für die Antragsstellung entfällt.
Wenn aufgrund von Art und Schwere der Behinderung die Feststellung der überwiegenden oder vollständigen, für die Ausübung des Referenzberufs erforderlichen beruflichen Handlungsfähigkeit nicht möglich ist, gibt es eine zusätzliche Möglichkeit:
Der Bescheid über die teilweise Vergleichbarkeit kann zusätzlich auch eine überwiegende oder vollständige Vergleichbarkeit mit einer Referenzausbildungsregelung gem. §66 BBiG / §42r HwO ausweisen, sofern diese bundeseinheitlich geregelt ist.

Anmeldung zum Validierungsverfahren

Wir bieten individuelle und kostenfreie Beratungen zum Validierungsverfahren an. Füllen Sie das Anmeldeformular aus, um sich für ein Beratungsgespräch anzumelden.

Berufsorientierungsangebote im Landkreis Esslingen

IHK-Berufsorientierungsangebote für Schulen im Landkreis Esslingen

Mit diesem Bestellformular für unsere Angebote möchten wir Lehrkräfte bei der Berufsorientierung unterstützen!
Wirtschaft und Schule

Ziele und Inhalte der Bildungspartnerschaften

Im Leitfaden zum Thema Bildungspartnerschaften (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 2691 KB) finden Sie wertvolle Tipps und Ideen für Ihre bestehenden und neuen Kooperationen. Wenn in Ihrer Schule oder Ihrem Unternehmen Interesse an einer Bildungspartnerschaft oder bei der Weiterentwicklung der Angebote besteht, dann kontaktieren Sie einfach unsere Ansprechpartner. Diese finden Sie für die jeweiligen Landkreise unter Kontakt.
Bildungspartnerschaften sind Kooperationen zwischen Schule und Unternehmen, die über den bereits gegebenen Standard (etwa Berufswegeplanung, BORS, BOGY) hinausgehen. Unternehmen, die sich in einer Bildungspartnerschaft einbringen, handeln vorausschauend und nachhaltig. Sie setzen sich schon heute mit den Arbeitnehmern von morgen auseinander und können so nicht nur ihren Bedarf besser planen, sondern auch hilfreiche Impulse setzen und so zu einer Verbesserung der Ausbildungsreife beitragen.
Auf Initiative der IHK wurde im November 2008 die „Vereinbarung über den Ausbau von Bildungspartnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen in Baden-Württemberg” zwischen der Landesregierung und Vertretern der Wirtschaft geschlossen. Im März 2012 wurde diese mit der „Vereinbarung über die Weiterentwicklung von Bildungspartnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen in Baden-Württemberg“ fortgeschrieben.
Die Vereinbarungen dienen als Grundlage für den Ausbau und die Verbreitung von Bildungspartnerschaften sowie deren Intensivierung und Weiterentwicklung. Ihre Umsetzung soll darauf hinwirken, dass jede weiterführende allgemein bildende Schule in Baden-Württemberg eine Kooperation mit einem Unternehmen eingeht und pflegt.
In den Vereinbarungen einigten sich die Unterzeichner auf folgende Ziele und Standards:

Die Ziele

  • Stärkung der ökonomischen Bildung sowie des unternehmerischen Denkens und Handelns
  • Stärkung von Bildungsangeboten im MINT-Bereich (Mathematik-Informatik-Naturwissenschaft-Technik)
  • Unterstützung beim Übergang von der Schule in Ausbildung, Studium und Beruf
  • Verbesserung der Ausbildungsreife sowie der Ausbildungs- und Studierfähigkeit der Schüler
  • Errichtung und Pflege eines nachhaltigen Netzwerkes

Die Standards

  • Die Zusammenarbeit ist längerfristig angelegt.
  • Die Zusammenarbeit beruht auf einer schriftlichen Grundlage in Form eines Kooperationsprotokolls, einer gemeinsamen Jahresplanung oder einer Kooperationsvereinbarung. Diese beinhaltet unter anderem Ansprechpartner, Ziele, Inhalte und geplante Aktivitäten.
  • Die Partnerschaft ist möglichst breit in Schule und Unternehmen verankert.
  • Die Projekte beziehen neben den Vorgaben des Bildungsplans die individuellen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler und die Anforderungen der regionalen Wirtschaft mit ein.
  • Die Kooperationspartner treffen sich regelmäßig zur Reflektion und Weiterentwicklung ihrer Zusammenarbeit
  • Die Aktivitäten der Zusammenarbeit werden nach innen und außen transparent und nachvollziehbar gestaltet, dokumentiert und kommuniziert (Handbuch, Protokolle, Öffentlichkeitsarbeit, Infoveranstaltungen).
Die Industrie- und Handelskammer unterstützt mit einem kompetenten Team den Ausbau und die Förderung von Bildungspartnerschaften. Die IHK-Mitarbeiter kümmern sich um die Vermittlung, Ausgestaltung, Pflege und Weiterentwicklung von Kooperationen zwischen Schulen und deren Partnerbetrieben.
Inzwischen kooperieren bereits 90 Prozent der allgemein bildenden weiterführenden Schulen in der Region Stuttgart mit Partnern aus der Wirtschaft. Nun geht es vor allem darum, die Qualität der Angebote zu steigern und die Partnerschaften nachhaltig zu festigen und zu intensivieren.

Beratungsangebot für Studienaussteiger

Alternativen zum Studium

Was tun, wenn das Studium nicht die richtige Entscheidung war? Die IHK unterstützt bei der Neuorientierung.

Mit Vollspeed durch die Ausbildung

Es gibt viele Gründe, ein Studium abzubrechen: Falsche Fächerwahl, fehlendes Geld oder der Wunsch nach mehr Praxis können solche Gründe sein. Dann heißt es: Nicht über vermeintliches Scheitern grübeln, sondern die Chance ergreifen und einen neuen Weg einschlagen. Neben einem Wechsel der Hochschule oder des Studienfaches kann die Neuorientierung zu einem Weg außerhalb des akademischen Bildungssystems führen. Denn Studienaussteiger sind bei vielen Ausbildungsbetrieben sehr gefragt.
Wenn Sie den Weg der dualen Berufsausbildung einschlagen möchten, beraten wir Sie gerne individuell über das Projekt „Azubi gesucht“ und durch unsere Ausbildungsberater zu den unterschiedlichen Möglichkeiten, einen IHK Aus- und Weiterbildungsabschluss zu erlangen.
Studienaussteiger können eine zeitlich verkürzte Ausbildung absolvieren.

Verkürzte Ausbildung für Studienaussteiger

Auszubildende mit Fachhochschulreife/Abitur können die Ausbildungszeit um bis zu 12 Monate verkürzen. Fachlich einschlägige Lernleistungen hochschulischen Ursprungs im Umfang von mindestens 30 ECTS können ebenfalls als Grund für die Verkürzung der Ausbildungsdauer um bis zu sechs Monate berücksichtigt werden.
Ausbildungsbetrieb und Auszubildender beantragen gemeinsam die Verkürzung. Diese wird von den Ausbildungsberatern der IHK Region Stuttgart geprüft.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Übersichtsseite zum Thema Verkürzung.

Studienausstieg im MINT-Bereich

Studienabbrecher aus den MINT-Bereichen Mathematik, Physik, Informatik, Wirtschaftsinformatik und ähnlichen Studiengängen mit entsprechenden Kenntnissen im Hard- und Softwarebereich haben mit dem Programm “speed.it” eine gute berufliche Perspektive. Sie können eine zeitlich stark verkürzte Berufsausbildung von eineinhalb bis zwei Jahren absolvieren. Die Auszubildenden sind ein bis eineinhalb Tage in der Woche in der it.schule stuttgart und dreieinhalb bis vier Tage pro Woche im Unternehmen. Um im Rahmen von speed.it in einem der Berufe Fachinformatiker/-in Anwendungsentwicklung oder Fachinformatiker/-in Systemintegration ausgebildet werden zu können, sind mindestens zwei Studiensemester beziehungsweise 20 ECTS nachzuweisen.
Melden Sie sich bei Interesse gerne beim Team “Azubi gesucht?”

Weitere Unterstützungsmöglichkeiten

Um allen Studierenden, die ihr Studium ohne Abschluss beenden, neue berufliche Perspektiven zu eröffnen, haben die IHK und die Agentur für Arbeit Stuttgart ihre Stärken in einer Kooperation gebündelt. Auf der Webseite der Agentur für Arbeit finden Sie weitere Informationen zu deren Beratungsleistung.
Hier finden Sie einen landesweiten Überblick über die einzelnen Projekte und Angebote für Studienabbrecher der Industrie- und Handelskammern in Baden-Württemberg.
Weitere interessante Informationen für Studienaussteiger finden Sie auf dem „Onlineportal Studienabbruch“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).
IHK hilft

Attraktiver Arbeitgeber

Sie suchen neue Mitarbeiter oder Auszubildende auf dem Arbeitsmarkt und möchten sich als attraktiver Arbeitgeber präsentieren? Die IHK gibt Ihnen Hilfestellung zu den Themen:
Ein großes Potenzial gut qualifizierter Fachkräfte liegt nach wie vor bei den Frauen. Was können Sie in Ihrem Unternehmen tun, um dieses Potenzial besser zu nutzen? Besonders wirksam ist es, die Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu unterstützen. Übrigens interessieren sich auch Männer zunehmend dafür, wie sich Beruf und Privatleben besser vereinbaren lassen.
Angebote des betrieblichen Gesundheitsmanagements erhalten die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten und können dazu beitragen, als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden.
Vielfältige Möglichkeiten der Ausbildung und Weiterbildung, die Sie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bieten, tragen ebenfalls zu einem positiven Image als Arbeitgeber bei.
Ausbildung hoch 3 im IT-Bereich

Innovatives Ausbildungsmodell gegen den Fachkräftemangel in der IT-Branche

Die IT-Branche ist mit am stärksten vom Fachkräftemangel betroffen, den viele Unternehmen im Landkreis Böblingen derzeit beklagen. Mit dem Karriereprogramm „Ausbildung hoch 3 im IT-Bereich“ macht die IHK-Bezirkskammer Böblingen in Kooperation mit dem Verein zur Förderung der Berufsbildung e.V. und der Gottlieb-Daimler-Schule 2 in Sindelfingen ein attraktives Angebot, das insbesondere Abiturienten für eine Ausbildung in der IT-Branche überzeugen soll.
Das Karriereprogramm setzt sich aus drei Bausteinen zusammen: Einer Berufsausbildung zum Fachinformatiker, einem IHK-Zertifikatslehrgang zum „IT Project Coordinator“ und einem Praxisstudium zum „Operativen IT-Professional“ inklusive Ausbildereignungsprüfung. „Mit der Kombination von Aus- und Weiterbildung können Jugendliche mit Abitur oder fachgebundener Hochschulreife gleich drei IHK-Abschlüsse in nur drei Jahren erwerben und bewegen sich damit auf derselben Bildungsstufe wie Studierende mit Bachelorabschluss“, erklärt Tilo Ambacher, Stellvertretender Geschäftsführer der IHK-Bezirkskammer und Leiter des Referats Berufsbildung und fügt hinzu: „Das Modell eignet sich auch gut dazu, Auszubildende langfristig im Unternehmen zu halten, da sich mit dem Abschluss weitere Karriereoptionen eröffnen.“ Derzeit sei es oft so, dass fertig Ausgebildete das Unternehmen für ein Studium direkt wieder verlassen.
Anlaufstellen und Infos

Integration von Geflüchteten in Ausbildung und Arbeit

Die vielen Menschen, die als Geflüchtete nach Deutschland kommen, zu integrieren, ist eine große Herausforderung für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. In Ihrem Unternehmen haben Sie gute Möglichkeiten, geflüchteten Menschen eine Perspektive zu geben. Qualifizierung und Arbeit ermöglichen soziale Kontakte und ökonomische Selbstständigkeit.

Erstanlaufstellen

Nach wenigen Monaten Aufenthalt in Deutschland dürfen die meisten Geflüchteten Praktika oder eine Ausbildung aufnehmen oder in nicht-selbstständigen Arbeitsverhältnissen beschäftigt werden. Dabei sind einige Punkte zu beachten, es gibt aber auch zahlreiche Hilfestellungen. In der folgenden Tabelle finden Sie Ihre Erstanlaufstellen in der Region Stuttgart.
Aufenthaltsstatus, Erlaubniserteilung
Geflüchtete mit Aufenthaltserlaubnis haben einen uneingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt, Asylbewerber mit Aufenthaltsgestattung oder Geduldete nur einen beschränkten Zugang – sie benötigen eine Erlaubnis der lokalen Ausländerbehörde. Zuständig ist die Ausländerbehörde des Wohnorts des Ausländers.

Vermittlung von Geflüchteten in Arbeit
Die Jobcenter vermitteln Geflüchtete mit Aufenthaltserlaubnis, die Arbeitsagentur Asylbewerber mit Bleibeperspektive und Geduldete.

Vermittlung von Geflüchteten in Ausbildung, Praktika, Einstiegsqualifizierung
Bei der Vermittlung in Einstiegsqualifizierung und Ausbildung sind auch die Kümmerer des Projekts „Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Zugewanderte“ bei der IHK sehr aktiv und unterstützen Geflüchtete und Unternehmen.

Anerkennung von Abschlüssen, Qualifizierungsberatung
Bei reglementierten Berufen (z. B. akademischen Heilberufen, Gesundheitsfachberufen, Lehrern, Erziehern, bestimmten Handwerks- und Meisterberufen) ist eine Anerkennung des Berufsabschlusses zwingend erforderlich, sonst kann der Beruf in Deutschland nicht ausgeübt werden. Bei den meisten dualen Berufen ist die Anerkennung nicht vorgeschrieben, sorgt aber für mehr Transparenz. Die AWO Stuttgart ermittelt die richtige Stelle für die Anerkennung und informiert über ggf. notwendige Nachqualifizierungen.

Zeugnisprüfung
In der Regel fußt die Anerkennung der im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen auf der Analyse der Zeugnisse. Bei ausländischen Hochschulabschlüssen stellt die Zentralstelle für Ausländisches Bildungswesen eine individuelle Zeugnisbewertung aus.

Kompetenzfeststellung
Kompetenzfeststellungstests bieten sich an, wenn keine Zeugnisse oder Nachweise über Berufsabschlüsse und Qualifikationen vorliegen. Aber auch bei vorhandenen Unterlagen kann eine Qualifikationsanalyse sinnvoll sein, um die Eignung für bestimmte Berufe festzustellen.

Wohnortwechsel
Soll ein Geflüchteter für die Aufnahme einer Arbeit oder Ausbildung den Wohnort wechseln, ist die Ausländerbehörde der richtige Ansprechpartner.

Fördermaßnahmen
Für Betriebe, die Geflüchtete einstellen oder ausbilden, und für die Geflüchteten selbst gibt es zahlreiche Fördermaßnahmen vom Eingliederungszuschuss über die Einstiegsqualifizierung (EQ) bis hin zu verschiedenen Ausbildungsförderungen.

Traumafolgen
An diese Stellen können sich traumatisierte Geflüchtete direkt wenden. Haben Sie im Unternehmen den Verdacht, dass ein bei Ihnen beschäftigter Geflüchteter unter Traumafolgen leidet, finden Sie hier erste Informationen zum Thema.

IHK-Arbeitskreis „Ausbildung und Migration“

Bei der IHK Region Stuttgart gibt es einen Arbeitskreis „Ausbildung und Migration“, in dem sich Unternehmen und Einrichtungen aus der Region Stuttgart regelmäßig treffen, um aktuelle Themen rund um die Ausbildung und Beschäftigung Geflüchteter und Zugewanderter zu behandeln und sich auszutauschen.
Interessierte Unternehmen können sich mit unserem Formular in den Verteiler für den Arbeitskreis aufnehmen lassen. Bei Fragen wenden Sie sich gerne per E-Mail an ausbildungundmigration@stuttgart.ihk.de

Weitere Informationen

Information für Auszubildende

Probleme in der Ausbildung? Wir helfen dir weiter!

Du hast Schwierigkeiten im Betrieb, in der Berufsschule oder privat richtig Stress und hast daher schon einmal daran gedacht, deine Ausbildung abzubrechen? Wir beraten und unterstützen dich – damit du dranbleiben oder bei einem nicht vermeidbaren Abbruch einen neuen Weg für dich finden kannst.
Wir beraten dich telefonisch oder persönlich in Stuttgart und in den Landkreisen Ludwigsburg, Böblingen, Esslingen, Rems-Murr, Göppingen.

Was wir für dich tun:

  • Wir hören uns deine Probleme an und nehmen diese ernst
  • Wir überlegen mit dir gemeinsam, was du tun kannst, damit es für dich gut weitergeht
  • Wir sprechen – wenn du das willst – mit deinem Ausbilder, mit deiner Berufsschule oder anderen Personen, die eine Rolle für deinen Erfolg spielen
Unser Ziel ist deine erfolgreiche Berufsausbildung! In einem Beruf, der dir eigentlich gefällt oder wenn eine andere Ausbildung besser für dich passen würde. Da ein Ausbildungsabbruch häufig neue Probleme mit sich bringt, solltest du diesen gut überlegen. Sprich deine Themen daher offen an. Alles was wir besprechen oder für dich tun, behandeln wir streng vertraulich.

Förderung:

Das Programm „Erfolgreich ausgebildet – Ausbildungsqualität sichern“ richtet sich an Auszubildende sowie Ausbilderinnen und Ausbilder in klein- und mittelständischen Betrieben. Das Angebot wird gefördert aus Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg. Weitere Informationen zum Programm finden Sie auf der Homepage der Koordinierungsstelle.
Logo der Initiative erfolgreich ausgebildet


Logo Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus

IHK-Angebote für Eltern

Das eigene Kind bei der Berufsorientierung unterstützen

Eltern sind eine wichtige Unterstützung und gefragte Ratgeber bei der Berufswahl ihrer Kinder. Die IHK unterstützt Sie als Eltern hierbei mit verschiedenen Angeboten.

Online informieren

Umfangreiche Informationen über die dualen Ausbildung, Karrierewege, Bewerbung und wie Sie Ihr Kind bei der Berufswahl unterstützen können, gibt es auf dem Infoportal „Ja zur Ausbildung“ des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertages (BWIHK) und des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg. Die Ausbildungskampagne “Ausbildung macht mehr aus uns” des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) bietet Jugendlichen und deren Eltern, mit Clips und Bewegtbildformaten über TikTok und Co., Einblicke in die duale Ausbildung. Auf www.gut-ausgebildet.de finden Sie ergänzend Videos zu verschiedenen Ausbildungsberufen.

Beratung durch die IHK

Gerne beraten wir Sie – auch gemeinsam mit Ihrem Kind – in einem persönlichen Gespräch zu Ausbildungswegen, Karrierechancen und der dualen Ausbildung. Sprechen Sie uns an!
Regelmäßig finden in der IHK „Elterncafés“ statt. Das sind Veranstaltungen, bei denen Sie sich in entspannter Atmosphäre über Ausbildungswege für Ihr Kind informieren können. Wir informieren Sie hier über aktuelle Termine.
Oft gibt es auch in der Schule verschiedene Angebote zur Berufsorientierung. Fragen Sie am besten direkt an der Schule Ihres Kindes nach.

Ausbildungsplatz finden

Unter www.meine-ausbildung-in-deutschland.de und in der Lehrstellenbörse der Agentur für Arbeit veröffentlichen viele Ausbildungsbetriebe in der Region ihre freien Praktikumsplätze und Lehrstellen.
Die IHK-Ausbildungsexpertinnen und -experten des Projekts „Azubi gesucht – IHK-Bewerbervermittlung“ beraten ihr Kind gerne persönlich, um einen Beruf zu finden, der zu seinen Talenten und Stärken passt. Anschließend stellen Sie bei Interesse Kontakt zu potenziellen Ausbildungsbetrieben her und unterstützen bei der Bewerbung.
IHK hilft

Freie Lehrstellen besetzen

Immer mehr Unternehmen in der Region Stuttgart beklagen, dass es schwer fällt, offene Ausbildungsstellen mit geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern zu besetzen. Die Konsequenz: Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt und dringend benötigte Fachkräfte können so nicht im eigenen Betrieb ausgebildet werden.
Betroffene Betriebe können sich jederzeit an die IHK wenden. Gerade bei kurzfristig noch zu besetzenden Ausbildungsplätzen bieten sich mit Unterstützung des IHK-Services „Azubi gesucht? – IHK-Bewerbervermittlung“ gute Chancen: Die Ausbildungs-Expertinnen und -Experten bringen Betriebe und Bewerberinnen und Bewerber passgenau zusammen.
Für Betriebe kann es auch erfolgversprechend sein, bisher weniger beachtete Zielgruppen als potenzielle Azubis in den Blick zu nehmen:
  • Leistungsschwächere Jugendliche, die mit individueller Unterstützung zu motivierten Azubis werden können,
  • Studienabbrecher/-innen oder
  • junge Eltern, die eine Ausbildung in Teilzeit absolvieren können.
  • Auch viele Geflüchtete suchen Ausbildungsstellen und können beispielsweise über eine Einstiegsqualifizierung den Weg in eine duale Ausbildung finden. Auch hierbei berät und unterstützt die IHK Unternehmen sowie Bewerberinnen und Bewerber.

IHK-Service-Tipp

Was müssen Unternehmen zur Datenschutzgrundverordnung wissen und beachten?

Seit dem 25. Mai 2018 gilt in allen EU-Staaten die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Unternehmen müssen sich an die Regelungen der Verordnung halten, wenn sie personenbezogene Daten erheben, verarbeiten und speichern. Personenbezogene Daten sind alle Informationen, die sich direkt oder indirekt (zum Beispiel über eine Kennung) auf eine Person beziehen lassen.
  • Wir haben für Sie die wichtigsten und häufigsten Fragen und Antworten (FAQs) zur DSGVO zusammengestellt, so dass Sie einfach und konkret erfahren, was Sie in Ihrem Betrieb tun müssen.
  • Wichtig ist: Unternehmen aller Größen müssen ihre Datenverarbeitungsvorgänge an die neuen Vorgaben der DSGVO anpassen. Kleine Unternehmen sind lediglich von einzelnen wenigen Pflichten ausgenommen. Genaueres dazu lesen Sie im Artikel „Datenschutz für kleine Unternehmen und Existenzgründer“.
  • Weitere Informationen zu einzelnen Details der DSGVO finden Sie im Themenbereich Datenschutz.
Die IHK Region Stuttgart bietet Informationsveranstaltungen zu Datenschutzthemen an, nimmt Stellung zu Gesetzesentwürfen zum Datenschutz und regt Verbesserungen im Interesse der Wirtschaft an.


IHK hilft

Ausländische Mitarbeiter beschäftigen

Dieser Artikel wird aktuell überarbeitet. Eine erste Übersicht zum Thema finden Sie im Artikel Fachkräfte aus Drittstaaten – wer darf kommen?
Wer Mitarbeiter aus anderen EU-Staaten oder aus Drittländern außerhalb der EU beschäftigt, muss einige Regeln beachten. Die IHK informiert und hilft bei der Überwindung bürokratischer Hürden für die Beschäftigung ausländischer Mitarbeiter.
Für die Beschäftigung ausländischer Mitarbeiter gelten besondere Regelungen. Insbesondere qualifizierte Fachkräfte können seit März 2020 leichter einwandern. Darüber informieren wir Sie in unserem Merkblatt Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer. Auch Flüchtlinge können unter bestimmten Voraussetzungen beschäftigt werden.
Wer Unterstützung bei der Suche nach ausländischen Fachkräften benötigt, findet hier entsprechende Anlaufstellen oder kann sich an den Welcome Service Region Stuttgart wenden.
Wer Jugendliche mit Flucht- oder Zuwanderungsgeschichte ausbilden möchte, findet Unterstützung bei den Kümmerern des Projekts „Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Zugewanderte“ bei der IHK.

Die IHK unterstützt

Fragen und Antworten zur Ausbildung von Geflüchteten

Viele Unternehmen haben Interesse junge Menschen mit Fluchtgeschichte in ihrem Unternehmen auszubilden. Wir beantworten wichtige Fragen hierzu.
In diesen FAQs informieren wir Ausbildungsbetriebe zu folgenden Themen:
  • Fragen des Aufenthaltsstatus und der Arbeitserlaubnis von Geflüchteten
  • Vorbereitung und Einstieg in die Ausbildung
  • Kompetenzfeststellung und Einschätzung von Deutschkenntnissen
  • Finanzielle und weitere Unterstützungsmöglichkeiten für Betriebe und Auszubildende
  • Hilfe bei Spracherwerb und Prüfungsvorbereitung
  • Möglichkeiten der Aufenthaltsverfestigung für Geduldete in der Ausbildung

1. Mit welchem Aufenthaltsstatus dürfen Geflüchtete in Deutschland eine Ausbildung machen?

Bevor Sie Geflüchtete einstellen, müssen Sie deren Aufenthaltsstatus kennen. Diesen erkennen Sie an den Ausweisdokumenten.
Geflüchtete mit Aufenthaltserlaubnis (z. B. nach § 24 oder § 25 Abs. 1 oder Abs. 2 AufenthG) dürfen ohne Einschränkung eine Ausbildung oder Arbeit beginnen.
Geflüchtete mit Aufenthaltsgestattung (Asylverfahren läuft noch) oder mit einer Duldung (Asylantrag wurde abgelehnt, aber eine Ausreise ist vorerst aus wichtigen Gründen nicht möglich) dürfen unter bestimmten Voraussetzungen nach einer mehrmonatigen Wartezeit eine Ausbildung oder Arbeit aufnehmen. Sie müssen dafür eine Erlaubnis der Ausländerbehörde einholen, die in die Aufenthaltspapiere eingetragen wird.
Als Arbeitgeber sind Sie verpflichtet, eine Kopie der Ausweisdokumente und Aufenthaltspapiere für die Dauer der Ausbildung bzw. Beschäftigung aufzubewahren.

2. An wen sollte man sich als Ausbildungsbetrieb wenden bzw. wer sollte informiert werden, wenn man einen Geflüchteten ausbilden möchte?

Die meisten Geflüchteten haben in der Regel eine zuständige Ansprechperson beim Jobcenter (Geflüchtete mit Aufenthaltserlaubnis) oder der Agentur für Arbeit (Asylsuchende und Geduldete). Diese sollte zunächst informiert werden. Falls bei Asylsuchenden und Geduldeten die Arbeitserlaubnis noch fehlt, empfiehlt es sich, die Ausländerbehörde direkt anzusprechen.
Die jeweils zuständigen Kammern bieten individuelle Beratung zum Thema Ausbildung von Geflüchteten an. Dorthin können Sie sich auch wenden, wenn Sie noch keinen passenden Kandidaten oder Kandidatin gefunden haben. Wir unterstützen Sie bei der Suche.

3. Welchen Weg sollte ein Ausbildungsbetrieb gehen, wenn er einen Geflüchteten erfolgreich ausbilden möchte?

Einen bewährten Einstieg bieten ein Berufsorientierungspraktikum (max. drei Monate) und/oder eine vier- bis zwölfmonatige Einstiegsqualifizierung (EQ). Die EQ kann mit einem Sprachkurs kombiniert werden. Danach könnte sich die Ausbildung anschließen.
Ziel ist das Erlernen von berufsbezogenem Deutsch und die schrittweise Integration in das Ausbildungssystem und das Unternehmen.

4. Welche Sprachkenntnisse sollten Geflüchtete für eine berufsvorbereitende Maßnahme oder eine Ausbildung mitbringen?

Das Sprachniveau wird definiert nach dem „Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER)“. Erfahrungswerte zeigen, dass folgende Sprachniveaus erreicht sein sollten:
  • für eine Einstiegsqualifizierung (EQ): idealerweise ab B1-Niveau (fortgeschrittene Sprachverwendung)
  • für eine Ausbildung: idealerweise ab B2-Niveau (selbstständige Sprachverwendung)
Informationen zum Sprachniveau Ihres Bewerbers finden Sie auf den Zertifikaten der Deutsch- und Integrationskurse. Die Checkliste Deutschkenntnisse ausländischer Azubis und Fachkräfte in der Praxis: Empfehlungen für Betriebe (pdf) unterstützt Sie bei der Einschätzung des jeweiligen Sprachniveaus. Sie können auch individuelle Sprachstandsfeststellungen veranlassen, zum Beispiel über das Jobcenter oder die Agentur für Arbeit.

5. Wie kann ein Ausbildungsbetrieb für eine Ausbildung relevante Kompetenzen der Geflüchteten feststellen?

Am besten können Sie sich im Rahmen eines Praktikums von den Fertigkeiten Ihrer Bewerberin oder Ihres Bewerbers überzeugen.
Zur Feststellung beruflicher Qualifikationen und Fähigkeiten bieten die Kümmerer des Projekts „Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Zugewanderte“ bei der IHK so genannte Kompetenzfeststellungstests an.

6. Gibt es finanzielle Unterstützung für den Azubi und den Ausbildungsbetrieb?

Unternehmen können eine Förderung für eine vier- bis zwölfmonatige Einstiegsqualifizierung (EQ) erhalten. Ziel ist die anschließende Übernahme des Geflüchteten in eine Ausbildung. Das Jobcenter oder die Agentur für Arbeit übernehmen die Praktikumsvergütung in Höhe von 276 Euro monatlich (Aufstockung durch Betrieb möglich), einen Zuschuss zur Sozialversicherungspauschale sowie ggf. Fahrkosten. Der Geflüchtete kann parallel die Berufsschule oder (wenn er nicht mehr berufsschulpflichtig ist) einen BAMF-Sprachkurs bei einem Bildungsträger besuchen. Es gibt kein Höchstalter für die Teilnahme an einer EQ.
Geflüchtete mit Aufenthaltserlaubnis können während der Ausbildung Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) vom Jobcenter oder der Agentur für Arbeit erhalten. Dies ist ein individueller Zuschuss zur Ausbildungsvergütung zur Deckung des Lebensunterhalts.
Asylbewerber können während einer betrieblichen Berufsausbildung (oder auch einer schulischen Ausbildung oder eines Studiums) durchgängig Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz zur Sicherung des Lebensunterhalts beziehen.
Geduldete, die eine betriebliche Berufsausbildung aufgenommen haben, erhalten zunächst Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bzw. nach 15 Monaten Aufenthalt in Deutschland Berufsausbildungsbeihilfe und ggf. aufstockende Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.
Bei schulischen Ausbildungen kann es Leistungen nach dem BAföG auch ohne deutschen Pass geben, wenn der Geflüchtete langfristig in Deutschland bleiben darf oder schon lange in Deutschland lebt. Einzelheiten regelt § 8 BAföG.

7. Welche weiteren Unterstützungsmöglichkeiten gibt es während der Ausbildung?

Das Jobcenter beziehungsweise die Agentur für Arbeit bietet Geflüchteten und Betrieben Unterstützung im Rahmen der Assistierten Ausbildung (AsA) an. Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf erhalten intensive Betreuung vor und während der Ausbildung, unter anderem Stütz- und Förderunterricht. Auch die Ausbildungsbetriebe werden bei administrativen/organisatorischen Aufgaben unterstützt und bei der Ausbildung begleitet.
Die IHK unterstützt mit dem Projekt „Erfolgreich ausbilden!“ kleine und mittlere Unternehmen, wenn besondere Herausforderungen während der Ausbildung auftreten wie Schwierigkeiten in Betrieb und Berufsschule, Konflikte oder Probleme beim Azubi.
Daneben können im Rahmen der Initiative VerAplus (Verbesserung von Ausbildungserfolgen) die Leistungen des Senior-Experten-Services (SES) in Anspruch genommen werden: Erfahrene Expertinnen und Experten im Ruhestand unterstützen Auszubildende als persönliche Coaches und Vertrauenspersonen während der Ausbildung.
Im Ausbildungscampus Stuttgart erhalten junge Menschen mit Migrations- und/oder Fluchtbiografie Unterstützung bei der beruflichen, sozialen und gesellschaftlichen Integration. Sie können auch während der Ausbildung unterschiedliche Angebote in Anspruch nehmen mit dem Ziel, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden. Hierzu gehört das Lernzentrum mit seinen Gruppenangeboten und der individuellen Nachhilfe sowie das Mentorenzentrum, die psychologische Beratung, das psychosoziale Angebot und weitere Projekte zur Kompetenzentwicklung.

8. Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es an den Berufsschulen?

An manchen Berufsschulen sind Flüchtlings- bzw. Integrationsklassen für EQ-Praktikanten und Azubis eingerichtet. Es gibt auch EQ-Förderklassen mit integriertem Sprachkurs sowie Sprachförderung während der Ausbildung. Bitte sprechen Sie uns oder die zuständige Berufsschule direkt an.
An den Berufsschulen in Stuttgart gibt es Ausbildungsmanager und -managerinnen zur Unterstützung und Sprachförderung der Azubis. Weitere Infos zum Ausbildungsmanagement finden Sie auf der Website der Stadt Stuttgart.
Nützliche Tipps für Azubis hat das „NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ zusammengestellt:

9. Wie kann ich meinen Azubi beim Deutschlernen unterstützen?

Integration gelingt zu einem großen Teil über Sprache – gute Voraussetzungen dafür bietet der Arbeitsplatz mit dem Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen.
Sie können Ihren Azubi darüber hinaus unterstützen – zum Beispiel, indem Sie die Kosten für einen Sprachkurs übernehmen, selbst ein Deutschtraining oder Lernmaterial anbieten oder ihm einen Sprachmentoren zu Seite stellen. Übrigens müssen betriebliche Deutschkurse nicht vom Arbeitnehmer als geldwerter Vorteil versteuert werden.
Außerdem gibt es staatlich geförderte Berufssprachkurse speziell für Azubis.

10. Wie kann ich meinen Azubi bei der Prüfungsvorbereitung unterstützen?

Unternehmen können ihre Auszubildenden vielfach unterstützen, damit sich diese gut auf die Prüfungen vorbereiten können. Hilfreich sind neben Lernmaterialien und Vorbereitungskursen vor allem Hinweise für das richtige Lernen, das Verstehen von Prüfungssprache und den Abbau von Prüfungsangst.
Das „NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ hat praktische Tipps für Unternehmen und Auszubildende zusammengestellt:

11. Wohin wende ich mich, wenn ich vermute, dass mein Azubi traumatisiert ist?

Viele Menschen mit Fluchtgeschichte haben oft belastende Erfahrungen und schwere Schicksalsschläge hinter sich oder stehen vor vielfältigen Herausforderungen, die sich auch auf ihre psychische Gesundheit auswirken können.
An die hier aufgeführten Stellen können sich traumatisierte Geflüchtete direkt wenden. Haben Sie im Unternehmen den Verdacht, dass ein bei Ihnen beschäftigter Geflüchteter unter Traumafolgen leidet, finden Sie hier erste Informationen zum Thema:
Das „NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ und „NIFA plus – Netzwerk zur beruflichen Teilhabe von Geflüchteten“ haben das Infopapier „Psychische Gesundheit Geflüchteter und Zugewanderter am Arbeitsplatz“ (pdf) erarbeitet. Es zeigt, wie sich psychische Belastungen äußern können und wie Unternehmen Betroffene unterstützen können, und bietet praxisnahe Hinweise für den Arbeitsalltag.
Das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung KOFA gibt Infos und Tipps zum Thema Psychische Probleme in der Ausbildung – Das können KMU tun.

12. Können Auszubildende mit Duldung ihre Ausbildung in meinem Unternehmen abschließen?

Für die Dauer der Ausbildung können Geduldete unter bestimmten Voraussetzungen eine Aufenthaltserlaubnis zur Berufsausbildung für ausreisepflichtige Ausländer (§ 16g AufenthG) bzw. bei nicht-gesichertem Lebensunterhalt eine Ausbildungsduldung (§ 60c AufenthG) erhalten. Bei nicht bestandener Prüfung ist die Wiederholung eines Ausbildungsjahrs möglich mit Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis bzw. -duldung. Bei Ausbildungsabbruch erlischt die Aufenthaltserlaubnis bzw. -duldung.
Der Ausbildungsbetrieb ist verpflichtet, den Ausbildungsabbruch innerhalb von zwei Wochen schriftlich oder elektronisch der zuständigen Ausländerbehörde zu melden (maßgeblich ist der Wohnort des Ausländers). In der Mitteilung sind der Zeitpunkt des Abbruchs sowie Namen, Vornamen und Staatsangehörigkeit des Ausländers anzugeben.
Wird das Ausbildungsverhältnis abgebrochen oder vorzeitig beendet, wird die Aufenthaltserlaubnis einmalig um 6 Monate verlängert bzw. dem Geduldeten einmalig eine Duldung für 6 Monate zum Zweck der Suche nach einer anderen Ausbildungsstelle erteilt.

13. Wie erfolgt der Übergang nach erfolgreicher Ausbildung in eine Beschäftigung?

Beschäftigen Sie den Geflüchteten mit Aufenthaltserlaubnis zur Berufsausbildung für ausreisepflichtige Ausländer bzw. Ausbildungsduldung („3+2-Regelung“) nach erfolgreichem Abschluss der Berufsausbildung in Ihrem Unternehmen weiter oder findet er eine seiner beruflichen Qualifikation entsprechende Beschäftigung, erhält er eine Aufenthaltserlaubnis für zwei Jahre (mit Verlängerungsmöglichkeit).
Dafür muss er außerdem
  • einen Pass(-ersatz) besitzen,
  • über ausreichend Wohnraum verfügen,
  • ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache nachweisen (Stufe B1 GER – Nachweis der erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung reicht i. d. R. aus)
Damit die Übernahme von Ausbildung in Beschäftigung gut gelingt:
Mit der Freiburger Checkliste (pdf) können sich Unternehmen und Azubis gut auf die notwendigen Schritte zum Übergang von der Ausbildungsduldung („3“) in den Aufenthaltstitel zur Beschäftigung („+2“) vorbereiten. → Bitte beginnen Sie frühzeitig mit der Vorbereitung (ca. 6 Monate vor geplantem Ausbildungsende)
Ist eine Weiterbeschäftigung nach Ausbildungsabschluss im Ausbildungsbetrieb nicht möglich, wird die Aufenthaltserlaubnis einmalig um 6 Monate verlängert bzw. erhält der Geduldete einmalig eine Duldung für 6 Monate, um einen anderen Arbeitsplatz suchen zu können.

14. Wo finde ich weitere Tipps und Hinweise?

Erklärfilm, Booklets und Broschüren

Berufsperspektiven in verschiedenen Sprachen

Ein System der Berufsausbildung ist in den meisten Herkunftsländern der Geflüchteten nicht vorhanden. Hier finden Unternehmen mehrsprachige Hilfsmittel, um zu zeigen, wie die duale Berufsausbildung in Deutschland funktioniert.

Erklärfilm zur dualen Berufsausbildung

Der Erklärfilm stellt das duale Ausbildungssystem und eine Auswahl der über 330 verschiedenen Ausbildungsberufe kurz und knapp vor. Neben einer deutschen Fassung gibt es den Film auch mit Untertiteln in Englisch, Arabisch, Farsi und Tigrinya.
Erklärfilm Deutsch Erklärfilm Englisch
Erklärfilm Arabisch Erklärfilm Farsi
Erklärfilm Tigrinya
Der Film des NETZWERKs Unternehmen integrieren Flüchtlinge soll Unternehmen dabei helfen, Geflüchtete für die duale Berufsausbildung zu begeistern.
Erklärfilm „Duale Ausbildung“ in ukrainischer Sprache – IHK просто пояснює, що таке «дуальна освіта»

Booklet „Ausbildung im Unternehmen – berufliche Perspektiven in Deutschland”

Das zweisprachiges Booklet des DIHK zur dualen Berufsausbildung in Deutschland gibt es in den Varianten Arabisch, Farsi, Pashtu und Tigrinya. Die Broschüre richtet sich an junge Geflüchtete und skizziert die beruflichen Perspektiven, die eine duale Berufsausbildung in Deutschland eröffnet. Die Booklets können Sie hier herunterladen.

Elternratgeber: Berufsausbildung in Deutschland

Infos rund um die Berufsausbildung, Fördermöglichkeiten und Perspektiven in 17 Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Griechisch, Arabisch, Persisch, Russisch, Ukrainisch, Türkisch, Bosnisch/Kroatisch/Serbisch, Polnisch, Rumänisch, Bulgarisch, Chinesisch).

Ausbildung in Deutschland – Broschüre in einfacher deutscher Sprache

Die Broschüre „Ausbildung in Deutschland: Gestalte deine Zukunft – Chance Ausbildung” gibt es in einfacher Sprache und im Sprachniveau B1. Sie zeigt die Argumente für eine duale Berufsausbildung auf, stellt über 40 Berufe aus den unterschiedlichsten Bereichen vor und gibt wertvolle Tipps für Bewerbung und Vorstellungsgespräch.

Website „Berufenavi“

Das Berufenavi ist eine Navigationshilfe des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) durch die vielen Angebote zur beruflichen Orientierung im Netz. Es enthält FAQs zur Ausbildung auf Englisch, Französisch, Ukrainisch und Russisch.

Website „meinBERUF“

Das Portal der Bundesagentur für Arbeit begleitet junge Menschen auf dem Weg in den Beruf. Unter anderem gibt es eine Übersicht über alle Berufe – unterteilt nach Berufsfeldern oder alphabetisch sortiert. Die Informationen stehen auch in einfacher Sprache zur Verfügung.

Website „Einfach Zukunft“

Die Website der Bundesagentur für Arbeit und SchuleWirtschaft Deutschland informiert zur Berufsausbildung in Deutschland auf Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Farsi, Tigrinya und Ukrainisch. Junge Geflüchtete berichten über ihren Werdegang, ihre Entscheidung für eine duale Berufsausbildung sowie über die Unterstützung, die sie erfahren haben. Daneben gibt es hilfreiche Tipps und Links zu den Themen Ausbildung und Bewerbung.

Website „Meine Berufserfahrung“

Die Website der Bertelsmannstiftung will eine schnelle Selbsteinschätzung über das Ausmaß beruflicher Vorerfahrung in verschiedenen Berufen ermöglichen. Damit soll die Vermittlung in Praktika, Aus- und Weiterbildung sowie Arbeit erleichtert werden. In drei bis fünf Minuten kann der/die Teilnehmende mittels Fotos und Tätigkeitsbezeichnungen in zwölf Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Arabisch, Farsi, Russisch, Türkisch, Polnisch, Rumänisch, Bulgarisch) zeigen, mit welchen konkreten beruflichen Handlungen eines deutschen Referenzberufs er/sie vertraut ist. Derzeit steht das Angebot für 30 Berufe zur Verfügung. Das integrierte Berufs-ABC beinhaltet Infos zu den einzelnen Berufen sowie wichtige Begriffe und Tätigkeiten in verschiedenen Sprachen.
Besetzung von Ausbildungsstellen

„Azubi gesucht?“ – IHK-Bewerbervermittlung

Die Kolleginnen der IHK-Bewerbervermittlung „Azubi gesucht?“ unterstützen Unternehmen durch die Vermittlung von potentiellen Auszubildenden.
Immer mehr Unternehmen in der Region Stuttgart beklagen, dass es zunehmend schwerer fällt, offene Ausbildungsplätze mit geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern zu besetzen. Das Team “Azubi gesucht?” unterstützt Sie gerne bei der Besetzung offener Ausbildungsstellen.
Viele Unternehmen haben diese Unterstützung bereits erfolgreich in Anspruch genommen und ihre Ausbildungsplätze besetzt. Gerade auch für kurzfristig freigewordene Stellen bietet der IHK-Service beste Chancen für eine schnelle Nachbesetzung.

Anmeldung zur Bewerbervermittlung

Bei Interesse füllen Sie bitte das Anmeldeformular aus. Wir reichen Ihre offenen Stellen im Anschluss an passende Bewerberinnen und Bewerber weiter, die zu uns in die Beratung kommen.

Ihre Ansprechpartner

In Stuttgart
Anna Schupeck
Telefon 0711 2005-1346
Samuel Fink
Telefon 0711 2005-1248
azubigesucht@stuttgart.ihk.de
In Böblingen Christiane Schullerus-Sixt
Telefon 07031 6201-8246
azubigesucht.bb@stuttgart.ihk.de
In Esslingen-Nürtingen
Claudia Roth
Telefon 0711 39007-8359
azubigesucht.es@stuttgart.ihk.de
In Göppingen Petra Dauser
Telefon 07161 6715-8444
azubigesucht.gp@stuttgart.ihk.de
In Ludwigsburg Sandra Widmayer
Telefon 07141 122-1041
azubigesucht.lb@stuttgart.ihk.de
In Rems-Murr Esther Weidner-Frevel
Telefon 07151 95969-8744
azubigesucht.rm@stuttgart.ihk.de


Ausbildungspakt

Ausbildungsbündnis Baden-Württemberg 2023 bis 2027

Das Bündnis zur Stärkung der beruflichen Ausbildung und des Fachkräftenachwuchses 2023 – 2027 wurde am 4. Mai 2023 in Stuttgart von der Landesregierung, Wirtschaft, Gewerkschaften, Bundesagentur für Arbeit und kommunalen Landesverbände unterzeichnet.
Das gemeinsame Ziel der Bündnispartner ist, dass mehr junge Menschen von der Schule in eine Berufsausbildung übergehen. Zudem soll die Berufsausbildung attraktiver und ihre Qualität weiter verbessert werden, damit sie zukunftsfähig bleibt.
Seit 2004 hat das Bündnis viele wichtige Maßnahmen erfolgreich umgesetzt. Im letzten Bündniszeitraum (2019 – 2022) insbesondere für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf, für die Digitalisierung der Ausbildung und zur Bewältigung der Pandemie. Künftig soll die Berufsorientierung stärker in den Blick genommen werden.
Für die kommenden Jahre hat das neue Ausbildungsbündnis die folgenden zentralen wirtschafts- und gesellschaftspolitische Herausforderungen erkannt: die demografische Entwicklung, die Transformation zu einer digitalen und nachhaltigen Wirtschaft und der Umgang mit den Auswirkungen allgemeiner Krisensituationen.
Die Bündnispartner einigten sich vor diesem Hintergrund auf fünf Themenschwerpunkte bzw. Handlungsfelder, die jeweils mit verschiedenen Maßnahmen konkretisiert werden sollen:
  • Berufliche Orientierung – Wirksamkeit erhöhen
  • Chancengarantie – Wege in Ausbildung aufzeigen
  • Erfolgreiche Ausbildung – Lernorte bei der Qualitätsentwicklung unterstützen
  • Transformation – für eine digitale und nachhaltige Wirtschaft ausbilden
  • Duales Ausbildungssystem – Funktionsfähigkeit erhalten
Das Ausbildungsbündnis Baden-Württemberg konnte bereits im vergangenen Bündniszeitraum (2019 bis 2022) trotz der Corona-Pandemie einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung des dualen Ausbildungssystems leisten. So hatte Baden-Württemberg mit zuletzt 23,5 Prozent (2021) den bundesweit geringsten Anteil vorzeitig gelöster Ausbildungsverträge (2018: 22,8 Prozent). Der Anteil erfolgreicher Abschlussprüfungen lag 2021 stabil bei 92,8 Prozent (2018: 93,8 Prozent). Über drei Viertel (78 Prozent) der Ausbildungsabsolventinnen und -absolventen wurden 2021 von ihrem Betrieb übernommen (2018: 75 Prozent).

Ausbildung

Ausbildungsverträge und Berichtshefte

Auf der Suche nach Vertragsvorlagen? Egal ob für den Ausbildungsvertrag, eine Einstiegsqualifizierung (EQ) oder eine Umschulung. Alle Informationen sowie die Vertragsvorlagen haben wir zusammengestellt.
Zudem stehen Ihnen Formulare zur Vertragsverlängerung, Vertragsverkürzung sowie Ergänzungs- und Änderungsverträge zum Download zur Verfügung.

Informationen zum Ausbildungsvertrag

Ausbildungsvertrag Digital
junge Frau im Homeoffice an ihrem Laptop

Mit dem Digitalen Ausbildungsvertrag (DAV) können IHK-Ausbildungsbetriebe der Region Stuttgart die Verträge über eine Webanwendung am PC schnell und bequem erstellen und online einreichen.

Ausbildungsvertrag
Hand hält Stift und unterzeichnet einen Vertrag

Am Anfang eines Berufsausbildungsverhältnisses steht der Berufsausbildungsvertrag. Wichtige rechtliche Informationen zum Berufsausbildungsvertrag finden Sie im Artikel.

Vertragsvorlagen
Mann schreibt am Schreibtisch, auf dem Taschenrechner, Brille und Gesetzbücher liegen

Während der Ausbildungszeit können sich aus unterschiedlichen Gründen Veränderungen zu den im Berufsausbildungsvertrag vereinbarten Inhalten ergeben. Sollte dies der Fall sein, dann nutzen Sie unsere unterschiedlichen Formulare zum Download.

Rund um Berichtshefte

Ausbildung
glückliche junge Frau an ihrem Laptop

Schriftlich oder elektronisch - welche Vorgaben gelten für die Ausbildungsnachweise? Hier erhalten Sie alle Informationen rund um die Berichtsheftführung.

Ausbildung
African american young woman using laptop working or studying online

Wir bedauern, dass das Digitale Berichtsheft zum 31. Dezember 2026 bundesweit eingestellt und ab diesem Zeitpunkt nicht mehr angeboten wird.

Rechtliche Grundlagen und Vertragsvorlage
Personen schreiben in Tischreihen

Mit der Umschulung wird die berufliche Handlungsfähigkeit für einen anerkannten Ausbildungsberuf vermittelt. Der Kriterienkatalog für die Umschulung, die Rechtsgrundlagen sowie ein Vertragsformular stehen im Artikel zur Verfügung.

Einstiegsqualifizierung (EQ) mit IHK Zertifikat
Auszubildende mit Ausbilder an der Supermarktkasse

Jugendliche erhalten mit der EQ die Möglichkeit, in einem Zeitraum von vier bis zwölf Monaten Teile eines Ausbildungsberufes, einen Betrieb und das Berufsleben kennenzulernen. Die Einstiegsqualifizierung dient als Türöffner in den Beruf.

Förderprogramm

Mit dem Baden-Württemberg-Stipendium auf Tour

Das Stipendium für Berufstätige fördert Auslandsaufenthalte in Form von Betriebspraktika und schulischen Weiterbildungen in Höhe von bis zu 1.000 Euro monatlich. Bei Bedarf gibt es sogar einen weiteren Zuschuss für einen Sprachkurs.
Gefördert werden ein zwei- bis sechsmonatiges Praktikum oder eine zwei- bis elfmonatige Weiterbildung.
Bewerben können sich junge Baden-Württemberger mit überdurchschnittlich gutem, nicht-akademischem Abschluss. Sogar Berufstätige aus dem Ausland haben über das Stipendium die Möglichkeit, das „Musterländle“ kennen zu lernen.
Weitere Informationen zum Programm sowie Hinweise zum Bewerbungsverfahren finden Sie unter www.bw-stipendium.de.
Hilfe bei Problemen in der Ausbildung

VerAplus – Verbesserung von Ausbildungserfolgen

VerAplus ist ein Programm des Senior Expert Service (SES), das junge Menschen in der Ausbildung unterstützt und zielt darauf ab, die Ausbildungserfolge zu verbessern.
VerAplus stellt erfahrene Fachleute zur Seite, die ehrenamtlich als Coaches fungieren und individuell auf die Bedürfnisse der Auszubildenden eingehen.
Seit 2008 hat VerAplus über 22.000 Ausbildungsbegleitungen vermittelt, mit einer Erfolgsquote von etwa 75%.
Das Programm ist kostenlos, auf zwölf Monate angelegt und kann bis zur Abschlussprüfung verlängert werden.
Anfragen können von den Auszubildenden, Eltern, Berufsschulen, Ausbildungsbetrieben und Kammern direkt gestellt werden. Hier geht es zur Anmeldung.
Ansprechpartner
Ralf Holzner, Regionalkoordinator VerAplus (Region Stuttgart)
E-Mail: stuttgart@vera.ses-bonn.de
Telefon: 01590 6482046
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Initiative Bildungsketten gefördert.
Externenprüfung

Zulassung zur Abschlussprüfung in besonderen Fällen

Ein Berufsabschluss bietet viele Vorteile. Vor allem können Sie als qualifizierte Fachkraft arbeiten, was sich nicht nur finanziell positiv auswirkt. Ein erfolgreicher Berufsabschluss verbessert auch die Chancen auf dem Arbeitsmarkt und schützt Sie am besten vor Arbeitslosigkeit. Er eröffnet vielfältige Perspektiven und neue Chancen auf ein erfolgreiches Berufsleben und für einen beruflichen Aufstieg.

Voraussetzungen

Wer keine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf absolviert hat, ist nach § 45 Abs. 2 Berufsbildungsgesetz (BBiG) zur Abschlussprüfung zuzulassen, wenn er nachweist, dass er mindestens das 1,5-fache der Zeit, die als Ausbildungszeit vorgeschrieben ist, in dem Beruf tätig gewesen ist, in dem er die Prüfung ablegen will.
Eine einschlägige Berufstätigkeit liegt dann vor, wenn die für den betreffenden Beruf charakteristischen Arbeiten in der Praxis ausgeübt worden sind. Als charakteristische Arbeiten gelten die in den jeweiligen Ausbildungsordnungen festgelegte Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten.
Dauer der Ausbildung
gemäß Ausbildungsordnung
Erforderliche
Praxis
2 Jahre 3 Jahre
3 Jahre 4 ½ Jahre
3 ½ Jahre 5 ¼ Jahre
Der Besuch eines Lehrgangs oder einer anderen theoretischen Bildungsmaßnahme kann nicht als Ersatz für fehlende Praxis gelten, sondern ist als sinnvolle und zweckmäßige Ergänzung zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfung anzusehen.
Örtlich zuständig ist die IHK, in deren Bezirk die betroffene Person ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat. Der gewöhnliche Aufenthalt ist in der Regel der Wohnsitz.
Um die Zulassung überprüfen zu können, füllen Sie bitte das Kontaktformular Externenprüfung aus und wir melden uns zeitnah bei Ihnen.
Bitte laden Sie folgende Unterlagen/Nachweise hoch:
  • Tabellarischer Lebenslauf
  • Zeugnisse über die bisherige berufliche Tätigkeit in Kopie
  • Arbeitsbescheinigung mit Tätigkeitsbeschreibung des derzeitigen
    Arbeitgebers (bei Teilzeit-Tätigkeit bitte Umfang angeben!) in Kopie
  • Ausführlicher Bericht über die bisherige berufliche Tätigkeit,
    bezogen auf den gewählten Ausbildungsberuf
Die IHK Region Stuttgart behält sich vor, im Einzelfall weitere Unterlagen und Nachweise anzufordern.

Prüfungstermine und Anmeldefristen

Die Prüfungstermine und Anmeldefristen finden Sie unter Dok. Nr. 3640. Im Hinblick auf mögliche Nachfragen raten wir dringend, die Zulassung mindestens einen Monat vor Ablauf der Anmeldefrist zu beantragen.
Für die Prüfung fällt laut des aktuell gültigen Gebührentarifs der IHK Region Stuttgart (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 479 KB)eine Gebühr an.
Diese beträgt derzeit nach Punkt C 1.3.2
  • 550 Euro für kaufmännische Ausbildungsberufe ohne gestreckte Abschlussprüfung,
  • 430 Euro für gewerbliche Ausbildungsberufe ohne gestreckte Abschlussprüfung
und nach Punkt C 1.3.1
  • 740 Euro (aufgeteilt auf Teil I 190 Euro und auf Teil II 550 Euro) für kaufmännische Ausbildungsberufe mit gestreckter Abschlussprüfung,
  • 860 Euro (aufgeteilt auf Teil I 430 Euro und auf Teil II 430 Euro) für gewerbliche Ausbildungsberufe mit gestreckter Abschlussprüfung.
Bei einem ordnungsgemäßen Rücktritt von der Prüfung werden gemäß Punkt C 1.6 des Gebührentarifs 50 Prozent der Gebühren erhoben. Bei unentschuldigtem Fernbleiben von der Prüfung wird die gesamte Prüfungsgebühr erhoben.

Prüfungsvorbereitung

Geeignete Prüfungsvorbereitungskurse finden Sie in einschlägigen Weiterbildungsdatenbanken wie WIS, KursNet oder Fortbildung-BW oder Sie nehmen mit der Bildungseinrichtung der IHK Region Stuttgart Kontakt auf.
Bitte klären Sie vor Kursbelegung immer auch die Kostenübernahme mit der für Sie zuständigen Stelle ab.
Ausführliche Informationen zur Externenprüfung enthält der BIBB-Report 20/2013.