- Ich habe eine hohe Stromnachzahlung bekommen – was kann ich tun?
Wenn Ihr Unternehmen 2026 eine hohe Energie‑Nachzahlung erhält, sollten Sie systematisch vorgehen:
- Rechnung prüfen & Fehler ausschließen
- Überprüfen Sie Preisänderungen, Zählerstände, Abrechnungszeitraum und die Einhaltung der 1‑Monats‑Frist bei Preiserhöhungen. Fehlerhafte Preisänderungen können Sie widersprechen.
- Anspruch auf Entlastungen prüfen
- Produzierende Unternehmen profitieren 2026 von dauerhaft gesenkter Stromsteuer (0,05 ct/kWh).
- Alle Unternehmen profitieren von bundesfinanzierten, sinkenden Übertragungsnetzentgelten.
- Diese Maßnahmen können die Nachzahlung mindern oder künftige Abschläge reduzieren.
- Abschläge anpassen & Liquidität sichern
- Passen Sie monatliche Abschläge frühzeitig an, um erneute Nachzahlungen zu vermeiden.
- Anbieterwechsel prüfen
- Bei unzulässigen Preisänderungen besteht ein Sonderkündigungsrecht.
- Rechnung prüfen & Fehler ausschließen
- Wo finde ich passende Förderprogramme für mein Unternehmen? Unternehmen haben mehrere zentrale, offizielle Anlaufstellen:
Wenn Ihr Unternehmen 2026 eine hohe Energie‑Nachzahlung erhält, sollten Sie systematisch vorgehen:
- Förderdatenbank des Bundes
- Zentrale Suche nach allen Förderprogrammen von Bund, Ländern und EU.
- BAFA & KfW Förderprogramme
- Energieeffizienz, Digitalisierung, Gebäude, Prozesswärme, Energieberatung, u. v. m.
Übersicht über BAFA‑Programme: BAFA 2026/2027.
- Energieeffizienz, Digitalisierung, Gebäude, Prozesswärme, Energieberatung, u. v. m.
- Förderzentrale Deutschland (BMWK)
- Pilotportal für EEW (Energie- & Ressourceneffizienz) und ZIM.
4) In der Fördermittelbroschüre der IHK Region Stuttgart - Förderdatenbank des Bundes
- Wie kann ich Lastspitzen im Unternehmen glätten?
Lastspitzen erhöhen die Leistungspreise erheblich – daher ist es wichtig sie im Blick zu haben.1) Lastgangdaten Analysieren
- Z.B. Beim KEFF+Check
2) Intelligentes Lastmanagement- Echtzeitüberwachung & automatische Steuerung der Verbraucher.
3) Zeitliche Lastverschiebung- Nicht-kritische Anlagen werden in Nebenzeiten verschoben.
4) Batteriespeicher einsetzen- Speicher puffern Spitzenlasten ab und senken Leistungskosten.
5) Photovoltaik + Speicher + EMS- Solarstrom & Energiemanagementsysteme reduzieren Spitzen besonders wirksam.
6) Automatisierte Schalttechnik / Frequenzumrichter- Maschinen laufen effizienter an und vermeiden Leistungssprünge.
- Welche Gesetze muss mein Unternehmen 2026 im Energiebereich beachten?
Unternehmen können 2026 insbesondere von folgenden Regelwerken betroffen sein:
- Energieeffizienzgesetz (EnEfG)
Weiterhin gültige Pflichten zu Energieaudits, Energiemanagement und Effizienzmaßnahmen; Novelle mit Entlastungen noch im Verfahren. - Energiedienstleistungsgesetz (EDL‑G)
Geplante Anhebung der Schwellenwerte (z. B. Energieaudits ab 2,77 GWh), wodurch viele Unternehmen entlastet würden. - Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)
Relevante Neuerungen u. a. beim Energy Sharing, bei Batteriespeichern und beim Netzausbau. - Industriestrompreis
Auf Antrag stark vergünstigter Strompreis für energieintensive Branchen (KUEBLL-Liste). Dekarbonisierung evtl. verpflichtend - GEG/GMG + EPBD: EU-Gebäuderichtlinie-Novelle muss ins Bundesrecht, Luftqualitätsanalyse von Nichtwohngebäuden teilweise verpflichtend, Änderungen bei Heizungen
- EU‑Energieeffizienzrichtlinie (EED)
Deutschland passt die Regeln 2026 an EU‑Mindestvorgaben an (Efficiency‑First, neue Effizienzpflichten).
- Energieeffizienzgesetz (EnEfG)
- Gibt es kostenlose Energieberatung für Unternehmen?
Ja – aber wichtig ist die Unterscheidung zwischen kostenlos, teilweise gefördert und geförderter Energieberatung.1) BAFA-geförderte Energieberatung
- BAFA übernimmt bis zu 80 % der Beratungskosten für Energieaudits & Transformationskonzepte.
(z. B. Energieaudit DIN EN 16247, Transformationskonzepte)
2) Energieberatung für Nichtwohngebäude (EBN) – staatlich gefördert- Zuschüsse für professionelle Energieberatung durch qualifizierte Energieeffizienz‑Experten.
3) Regionale Angebote- In Baden-Württemberg bspw. den KEFF+Check, eine kostenfreie Impulsberatung für Unternehmen.
- BAFA übernimmt bis zu 80 % der Beratungskosten für Energieaudits & Transformationskonzepte.