23. Juni 2022

Sanierung der Südtangente und Bergshäuser Brücke: Wirtschaft frühzeitig einbinden

Um ein reibungsloses Fließen der Wirtschaftsverkehre rund um Kassel zu gewährleisten, ist es neben dem Fertigstellen noch fehlender Autobahnlückenschlüsse wichtig, die Autobahnen regelmäßig zu sanieren.

Aktuell spitzt sich die Lage um das nordhessische Oberzentrum zu, da bis zur für Ende 2024 geplanten Fertigstellung der A 49 bis an die A 5 die Südtangente Kassel (A 49 zwischen Kreuz Kassel-West und Kreuz Kassel-Mitte) saniert und mittelfristig die Bergshäuser Brücke auf der A 44 ebenfalls durch einen Neubau ersetzt werden muss. In der Bauphase wird das Befahren der Südtangente und der A 44 zwischen Kassel-West und dem Anschluss an die A 7 für jeweils neun Monate abwechselnd nur in eine Richtung möglich sein. Um während der zweijährigen Bauphase den Anschluss des Industriegebiets Kassel-Waldau an das Autobahnnetz weiter zu gewährleisten, wird eine provisorische Zu- und Abfahrt von der Landesstraße 3460 auf die A 7 eingerichtet. Die Fuldaquerung der A 49 zwischen Auestadion und Waldau verläuft jeweils nur für vier Wochen auf einer Spur. 

„Es ist sicherzustellen, dass während der Südtangenten-Sanierungsphase die Bergshäuser Brücke durchhält und es zu möglichst wenigen Behinderungen auf der Tangente und der Brücke kommt, damit insbesondere der Güterverkehr sich keine Ausweichrouten durch Kassel suchen muss“, sagt Ellen Kördel-Heinemann, Vorsitzende des Ausschusses für Infrastruktur, Verkehr und Logistik der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg und Geschäftsführerin der Heinrich Kördel GmbH in Guxhagen. „Die Unternehmen der Region und insbesondere die Logistiker begrüßen, dass die Autobahn GmbH des Bundes die regionalen Vertreter aus Politik und Wirtschaft frühzeitig in ihre Planungen zur Autobahnsanierung einbindet.“ Diese Praxis müsse auch zukünftig gelebt werden, ergänzte Kördel-Heinemann. 

Deutlich werde angesichts der geplanten Sanierungen laut IHK-Präsidiumsmitglied Ellen Kördel-Heinemann jedoch auch, wie das immer komplexere Planungsrecht kaum noch relativ kurzfristig zu kalkulierende Projekte wie den Ersatzbau der Bergshäuser Brücke ermögliche – in der Folge drohten Beeinträchtigungen der Wirtschaftsverkehre und Belastungen der Orte. „Es ist dringend erforderlich, Verfahren bei Planung und Genehmigung zu beschleunigen“, fasst sie zusammen. „Da straßenbauliche Lückenschlüsse Fahrstrecken deutlich verkürzen, zahlen sie damit letztlich auf das Thema Umwelt ein.“ 
Um regionale Unternehmen und Bürgerschaft über aktuelle und geplante Baustellen frühzeitig zu informieren, arbeitet die IHK-Organisation an einem neuen digitalen Werkzeug, dem Baustellen-Portal. Für Kommunen und Bauträger stellt es eine interessante Plattform dar, um ihre Planungen zu veröffentlichen. Interessierte wenden sich an Daniel Hankel, Referent für Infrastruktur und Mittelstand im IHK-Team Unternehmensförderung (Tel. 0561 7891-285, E-Mail: hankel@kassel.ihk.de)     

Wie bewertet die regionale Wirtschaft die Verkehrsinfrastruktur? Ergebnisse der IHK-Standortanalyse „So ist die Lage“ finden Sie unter www.ihk.de/kassel-marburg/standortanalyse