Mehr Ausbildungsverträge trotz großer Betriebsschließungen

Rostock, 1. August 2022. Zum Start des neuen Ausbildungsjahres meldet die IHK zu Rostock gute Ausbildungszahlen. „Wir haben das Vor-Corona-Niveau wieder erreicht und sogar um zwei Prozent übertroffen“, informiert Berit Heintz, Leiterin des Geschäftsbereiches Aus- und Weiterbildung der IHK zu Rostock.
1.359 neue Ausbildungsverträge hat die IHK bis zum 31. Juli registriert. „Es hätten sogar noch mehr werden können, gäbe es nicht einen deutlichen Rückgang bei den gewerblich-technischen Berufen. Die Insolvenz der MV-Werften und die Schließung der Nordex- und Caterpillar-Standorte haben hier Ausbildungsplätze gekostet“, sagt Berit Heintz.
So gibt es bei den technischen Berufen einen Rückgang der Ausbildungsverhältnisse um 21 Prozent im Vergleich zu 2019 und um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 343 neue Verträge wurden geschlossen. Bei den kaufmännischen Berufen konnte die IHK dagegen einen Zuwachs um vier Prozent im Vergleich zu 2019 und um zwei Prozent im Vergleich zu 2021 verzeichnen. Dies entspricht 691 Neuverträgen. 
Am deutlichsten hat das Gastgewerbe zugelegt: 322 neue Verträge wurden in der Hansestadt Rostock und in den Landkreisen Rostock und Vorpommern-Rügen geschlossen. Das sind 38 Prozent mehr als 2019 und 20 Prozent mehr als 2021.
Die IHK zu Rostock rät allen Ausbildungsinteressierten, die noch in diesem Jahr mit einer Ausbildung beginnen wollen, sich auch weiterhin zu bewerben. Allein in der IHK- Lehrstellenbörse sind noch 228 unbesetzte Ausbildungsplätze gelistet.