Eckpunktepapier zum MV Energiefonds wirft neue Fragen auf

Rostock, 10. November 2022. Das heute vorgestellte Eckpunktepapier eines angekündigten Energiefonds des Landes Mecklenburg-Vorpommern bewertet IHK-Präsident Klaus-Jürgen Strupp einer ersten Einschätzung zufolge in Teilen positiv.
Dass alle Projekte für die hiesige Wasserstoffwirtschaft, die sogenannten IPCEI-Projekte, finanziert werden sollen, sieht er „als gute Investition in die Zukunft des Standortes Mecklenburg-Vorpommern". Anerkennenswert beurteilt er auch die Aufstockung des Härtefallfonds des Landes von 30 auf 100 Millionen Euro.
„Allein mit dem in Aussicht stellen der Mittel ist es aber noch nicht getan“, meint der IHK-Präsident, denn:
„Ebenso wie es beim Preisdeckel für Gas und Strom zahlreiche Unklarheiten bei der Umsetzung gibt, stellt sich auch bei den nun vorgelegten Plänen der Landesregierung die Frage nach der konkreten Ausgestaltung. Für die Unternehmerinnen und Unternehmer der Region steht fest: Die Inanspruchnahme der Gelder muss unbürokratisch erfolgen und rasch möglich sein. Erst wenn dies sichergestellt und pragmatisch umsetzbar ist, können wir dem MV Energiefonds das Prädikat ,handwerklich gut gemacht‘ vergeben. Ob das der Fall ist, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.“
 
Bedauerlicherweise, so der IHK-Präsident, habe die Politik die Wirtschaft nicht von Anfang an bei der Ausgestaltung der Wirtschaftshilfen mit einbezogen. „Wäre das geschehen, wären wir möglicherweise schon etwas weiter“, meint der IHK-Präsident.