Statement der IHK-Hauptgeschäftsführerin zur geplanten Reform der Erbschaftssteuer

Statement der Hauptgeschäftsführerin der IHK Erfurt, Dr. Cornelia Haase-Lerch, zur geplanten Reform der Erbschaftssteuer:
„Die von der SPD vorgeschlagene Reform würde tief in die Substanz mittelständischer Unternehmensstrukturen eingreifen – auch in Nord-, Mittel- und Westthüringen. In unserer Region ist der überwiegende Teil der Unternehmen inhaber- oder familiengeführt. Eine gelingende Unternehmensnachfolge ist entscheidend für Investitionen, Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung.
Der vorgesehene Freibetrag von lediglich 5 Millionen Euro wird selbst bei kleineren Betrieben durch Immobilien, Maschinen oder Fuhrparks schnell überschritten. Das hätte erhebliche Steuerlasten zur Folge – mit negativen Auswirkungen für Investitionen, Nachfolgeprozesse und die Fortführung von Betrieben.
Gerade in der aktuellen Lage – mit Transformationsdruck durch Fachkräftemangel, Energiepreise und Digitalisierung – würde die Reform die Wettbewerbsfähigkeit weiter schwächen. Eine verlässliche und mittelstandsfreundliche Steuerpolitik ist jetzt wichtiger denn je. Die bewährte Verschonungsregelung für Betriebsvermögen sichert Substanz und Beschäftigung und muss erhalten bleiben.“