09.09.2026

Statement zur aktuellen Plenardebatte um die Stärkung des Ausbildungsstandortes Thüringen

Statement von Dr. Cornelia Haase-Lerch, Hauptgeschäftsführerin der IHK Erfurt, zur aktuellen Debatte im Thüringer Landtag um die Stärkung des Ausbildungsstandortes Thüringen:
„Die duale Ausbildung ist eine Stärke unseres Wirtschaftsstandortes Thüringen und bietet jungen Menschen hervorragende Perspektiven. Das bestätigt auch eine aktuelle Umfrage unter Auszubildenden in IHK-Berufen des 1. Lehrjahres. 85 Prozent der Thüringer Auszubildenden würden ihre Ausbildung im eigenen Unternehmen weiterempfehlen. Praxisnähe, Übernahmechancen und berufliche Perspektiven überzeugen. Dieses starke Fundament darf nicht durch vermeidbare Hürden geschwächt werden.
Gerade im Flächenland Thüringen sind Erreichbarkeit und Mobilität entscheidende Ausbildungsfaktoren. Jeder dritte Auszubildende benötigt mehr als eine Stunde bis zur Berufsschule. Wenn Schulwege zu lang, Verbindungen unzureichend oder Fahrtkosten zu hoch sind, verliert Ausbildung an Attraktivität. Insbesondere im ländlichen Raum braucht es deshalb ein Berufsschulnetz, das Unterrichtsqualität und Erreichbarkeit gleichermaßen im Blick behält wie besser abgestimmte ÖPNV-Verbindungen und Entlastung bei Fahrtkosten. Auch die Verfügbarkeit von bezahlbarem Wohnraum ist ein zentraler Faktor.
Ausbildung darf nicht zur Frage des Wohnortes oder des Geldbeutels werden. Wer Thüringen als Ausbildungsstandort stärken will, muss genau an diesen Rahmenbedingungen ansetzen.“
Weitere Informationen und die regionalen Ergebnisse unter IHK-Umfrage unter Auszubildenden