19.03.2026

Parlamentarischer Abend der ostdeutschen IHKs am 18. März in Berlin

Rund 150 Gäste aus ostdeutschen Unternehmen, Industrie- und Handelskammern (IHKs), Landes- und Bundesregierung, Deutschem Bundestag und Wissenschaft sind am Mittwochabend zum Parlamentarischen Abend der ostdeutschen IHKs in der Thüringer Landesvertretung beim Bund in Berlin zusammengekommen. Unter dem Titel „Energiewende wirtschaftsfreundlich gestalten – planbar, bezahlbar, nachhaltig“ diskutierten sie über Wege zu einer klimaneutralen Energieversorgung bei gleichzeitig gesicherter Wettbewerbsfähigkeit und Versorgung.
Die Veranstaltung wurde vom Heringsdorfer Kreis, dem Zusammenschluss der 15 ostdeutschen Industrie- und Handelskammern, ausgerichtet. Gastgeber war in diesem Jahr die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt. Zu den Gästen in der Podiumsdiskussion zählten unter anderem Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt, der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Sepp Müller, IHK-Präsident Peter Zaiß sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen und IHKs.
Im Mittelpunkt der Diskussion standen die besonderen Herausforderungen der ostdeutschen Wirtschaft in der aktuellen Transformationsphase. Viele Unternehmen sehen sich weiterhin mit hohen und volatilen Energiepreisen, geopolitischen Unsicherheiten sowie steigenden Anforderungen an Klimaschutz und Transformation konfrontiert. Gleichzeitig besteht ein erheblicher Investitionsbedarf in neue Technologien und Infrastruktur.
Peter Zaiß, Präsident der IHK Erfurt, betonte die Bedeutung verlässlicher politischer Rahmenbedingungen: „Die ostdeutschen Unternehmen sind bereit, in Klimaschutz, Energieeffizienz und neue Technologien zu investieren. Dafür müssen in Deutschland wieder zwei Voraussetzungen erfüllt sein: Planungssicherheit und internationale Wettbewerbsfähigkeit. Die Energiewende mit der Wirtschaft kann nur dann gelingen, wenn Versorgungssicherheit gewährleistet ist, Genehmigungsverfahren deutlich schneller laufen und ein diversifizierter Energiemix für stabile Preise sorgt. Gerade für die ostdeutsche Wirtschaft ist entscheidend, dass Transformation und Wettbewerbsfähigkeit zusammen gedacht werden.“
Die ostdeutschen Industrie- und Handelskammern fordern daher unter anderem ein Energiesystem mit einem breiten, technologisch offenen Mix verschiedener Energieträger, eine resilientere Energieinfrastruktur, faire Netzentgelte sowie beschleunigte und digitalisierte Genehmigungsverfahren. Gleichzeitig müsse das europäische Energiemarkt- und Preisdesign so weiterentwickelt werden, und auch für Deutschland als Standard gelten, dass Unternehmen dauerhaft entlastet werden und Investitionen in klimafreundliche Technologien wirtschaftlich möglich bleiben.
Ministerpräsident Mario Voigt: „Unsere Unternehmen im Osten – vom Hightech-Cluster in Jena bis zum industriellen Mittelstand – tragen die Transformation der Wirtschaft. Damit sie das auch in Zukunft können, brauchen sie vor allem eines: verlässliche und wettbewerbsfähige Energiepreise. Gerade angesichts geopolitischer Spannungen und wachsender internationaler Konkurrenz müssen wir dafür sorgen, dass Energie für unsere Unternehmen wieder planbar, bezahlbar und wettbewerbsfähig wird."