19.03.2026
Parlamentarischer Abend der ostdeutschen IHKs am 18. März in Berlin
Rund 150 Gäste aus ostdeutschen Unternehmen, Industrie- und Handelskammern (IHKs), Landes- und Bundesregierung, Deutschem Bundestag und Wissenschaft sind am Mittwochabend zum Parlamentarischen Abend der ostdeutschen IHKs in der Thüringer Landesvertretung beim Bund in Berlin zusammengekommen. Unter dem Titel „Energiewende wirtschaftsfreundlich gestalten – planbar, bezahlbar, nachhaltig“ diskutierten sie über Wege zu einer klimaneutralen Energieversorgung bei gleichzeitig gesicherter Wettbewerbsfähigkeit und Versorgung.
v.l.n.r.: Eric Marr (Moderator), Peter Zaiß (Präsident der IHK Erfurt), Mario Voigt (Ministerpräsident des Freistaates Thüringen), Gabriele Köstner (Geschäftsführung Müller-Zeiner Industrieverpackungen GmbH Berlin), Sepp Müller (MdB und stv. Fraktionsvorsitzender CDU/CSU für Wirtschaft, Energie, Mittelstand, Neue Länder) und Dr. Sebastian Bolay (Bereichsleiter Energie, Umwelt, Industrie der DIHK)
Die Veranstaltung wurde vom Heringsdorfer Kreis, dem Zusammenschluss der 15 ostdeutschen Industrie- und Handelskammern, ausgerichtet. Gastgeber war in diesem Jahr die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt. Zu den Gästen in der Podiumsdiskussion zählten unter anderem Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt, der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Sepp Müller, IHK-Präsident Peter Zaiß sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen und IHKs.
Im Mittelpunkt der Diskussion standen die besonderen Herausforderungen der ostdeutschen Wirtschaft in der aktuellen Transformationsphase. Viele Unternehmen sehen sich weiterhin mit hohen und volatilen Energiepreisen, geopolitischen Unsicherheiten sowie steigenden Anforderungen an Klimaschutz und Transformation konfrontiert. Gleichzeitig besteht ein erheblicher Investitionsbedarf in neue Technologien und Infrastruktur.
Peter Zaiß, Präsident der IHK Erfurt, betonte die Bedeutung verlässlicher politischer Rahmenbedingungen: „Die ostdeutschen Unternehmen sind bereit, in Klimaschutz, Energieeffizienz und neue Technologien zu investieren. Dafür müssen in Deutschland wieder zwei Voraussetzungen erfüllt sein: Planungssicherheit und internationale Wettbewerbsfähigkeit. Die Energiewende mit der Wirtschaft kann nur dann gelingen, wenn Versorgungssicherheit gewährleistet ist, Genehmigungsverfahren deutlich schneller laufen und ein diversifizierter Energiemix für stabile Preise sorgt. Gerade für die ostdeutsche Wirtschaft ist entscheidend, dass Transformation und Wettbewerbsfähigkeit zusammen gedacht werden.“
Die ostdeutschen Industrie- und Handelskammern fordern daher unter anderem ein Energiesystem mit einem breiten, technologisch offenen Mix verschiedener Energieträger, eine resilientere Energieinfrastruktur, faire Netzentgelte sowie beschleunigte und digitalisierte Genehmigungsverfahren. Gleichzeitig müsse das europäische Energiemarkt- und Preisdesign so weiterentwickelt werden, und auch für Deutschland als Standard gelten, dass Unternehmen dauerhaft entlastet werden und Investitionen in klimafreundliche Technologien wirtschaftlich möglich bleiben.
Ministerpräsident Mario Voigt: „Unsere Unternehmen im Osten – vom Hightech-Cluster in Jena bis zum industriellen Mittelstand – tragen die Transformation der Wirtschaft. Damit sie das auch in Zukunft können, brauchen sie vor allem eines: verlässliche und wettbewerbsfähige Energiepreise. Gerade angesichts geopolitischer Spannungen und wachsender internationaler Konkurrenz müssen wir dafür sorgen, dass Energie für unsere Unternehmen wieder planbar, bezahlbar und wettbewerbsfähig wird."
Parlamentarischer Abend der ostdeutschen IHKs am 18. März in Berlin
Peter Zaiß, Präsident der IHK Erfurt, beim Parlamentarischen Abend der ostdeutschen IHKs in Berlin am 18. März
Mario Voigt, Ministerpräsident des Freistaates Thüringen
Keynote von Dr. David Bothe, Frontier Economics - wissenschaftlicher Berater im Bereich Energie- und Klimapolitik der Deutschen Industrie- und Handelskammer und Autor der Studie „Neue Wege für die Energiewende“ (Plan B)
v.l.n.r.: Eric Marr (Moderator), Peter Zaiß (Präsident der IHK Erfurt), Mario Voigt (Ministerpräsident des Freistaates Thüringen), Gabriele Köstner (Geschäftsführung Müller-Zeiner Industrieverpackungen GmbH Berlin), Sepp Müller (MdB und stv. Fraktionsvorsitzender CDU/CSU für Wirtschaft, Energie, Mittelstand, Neue Länder) und Dr. Sebastian Bolay (Bereichsleiter Energie, Umwelt, Industrie der DIHK)
Zum Thema „Energiewende wirtschaftsfreundlich gestalten – planbar, bezahlbar, nachhaltig“ wurde intensiv diskutiert.
Austauschmöglichkeiten beim Parlamentarischen Abend der ostdeutschen IHKs in der Thüringer Landesvertretung beim Bund in Berlin