02.07.2026

Statement zum Jahresbericht 2026 des Thüringer Rechnungshofes

Statement von Dr. Cornelia Haase-Lerch, Hauptgeschäftsführerin der IHK Erfurt, zum Jahresbericht 2026 des Thüringer Rechnungshofes:
„Der Jahresbericht des Thüringer Rechnungshofes bestätigt aus Sicht der regionalen Wirtschaft, dass Thüringen seine finanziellen Spielräume zu oft zum Haushaltsausgleich und zu selten für wachstumsorientierte Standortinvestitionen nutzt. Wenn trotz Milliardenetats Investitionsmittel nicht abfließen, die eigenfinanzierte Investitionsquote sinkt und zugleich neue Schulden aufgebaut werden, ist das ein Warnsignal für die Tragfähigkeit des Landeshaushalts und hat letztlich auch Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft. Sondervermögen und zusätzliche Bundesmittel müssen zusätzlich, zügig und sichtbar in Infrastruktur, Digitalisierung, Bildung, Energieversorgung und die Leistungsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes fließen.
Die Thüringer Unternehmen erwarten eine konsequente Ausgabenkritik, eine Straffung der Förderlandschaft und eine klare Priorität für investive statt konsumtive Ausgaben. Vor dem Verteilen steht das Erwirtschaften: Nur ein wachstumsorientierter und solide finanzierter Landeshaushalt stärkt den Wirtschaftsstandort Thüringen dauerhaft. Der kommende Haushalt muss deshalb der Einstieg in echte Konsolidierung und eine verbindliche Zukunftsstrategie für tragfähige Landesfinanzen sein.“