09.09.2026

Statement zur PISA-Studie und Rückmeldungen aus unseren Ausbildungsbetrieben

Statement von Dr. Cornelia Haase-Lerch, Hauptgeschäftsführerin der IHK Erfurt, zu den Ergebnissen der PISA-Studie und Rückmeldungen aus Ausbildungsbetrieben im Kammerbezirk:
„Die Ergebnisse der PISA-Studie sind ein ernstes Warnsignal für den Bildungs- und Wirtschaftsstandort Deutschland. Auch unsere Ausbildungsbetriebe in Nord-, Mittel- und Westthüringen bemängeln seit Jahren zunehmende Defizite bei der Ausbildungsstartkompetenz junger Menschen. Das bestätigen auch die Ergebnisse unserer aktuellen Ausbildungsumfrage, in der 96 Prozent der befragten Ausbildungsbetriebe bei jungen Menschen zu Beginn der Ausbildung zumindest in einzelnen Bereichen Defizite feststellen – besonders in Mathematik und wirtschaftlichem Grundwissen, aber auch bei Belastbarkeit, Ausdrucksvermögen, Leistungsbereitschaft und Motivation. Immer häufiger müssen Betriebe deshalb Ausbildungskapazitäten einsetzen, um grundlegende Qualifikationen nachträglich zu vermitteln.
Die aktuellen Ergebnisse müssen ein Weckruf sein. Bildungspolitik, Schulen und Elternhaus sind gemeinsam gefordert, dafür zu sorgen, dass junge Menschen mit den notwendigen fachlichen, persönlichen und sozialen Grundlagen in Ausbildung und Beruf starten. Denn die duale Ausbildung kann ihr Niveau nicht beliebig absenken. Ausbildungsordnungen gelten bundesweit, zugleich steigen die Anforderungen an Unternehmen und Fachkräfte im internationalen Wettbewerb. Damit Ausbildung auch künftig erfolgreich gelingt, müssen die Voraussetzungen dafür bereits vor dem Ausbildungsstart gelegt werden.“
Weitere regionale Ergebnisse finden Sie unter IHK-Umfrage unter Ausbildungsbetrieben