Auf Kurs Richtung Cluster
Rund 60 MedTech-Unternehmen sind laut einer Recherche der Prognos AG im Münsterland ansässig – inklusive Zulieferer und Dienstleister.
Zum Produktspektrum der MedTech-Sparte gehören Systeme für Diagnose, Bildgebung, Therapie sowie Chirurgie und Intervention, zudem Implantate, Hilfsmittel und Produkte zur Rehabilitation, Verbrauchsmaterialien sowie Digital-Health-Produkte, wie beispielsweise Software. Die Umsatzzahlen sind entsprechend hoch. Laut Branchenverband Spectaris haben im Jahr 2024 die deutschlandweit rund 1500 Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten 41,4 Milliarden Euro und somit ein nominales Wachstum von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielt. Die Zahl der Beschäftigten stieg in diesen Firmen um 2,8 Prozent auf rund 166.000 an – nach europäischen Maßstäben eine starke Präsenz.
„Vielseitige Klinik- und Hochschullandschaft“
„Deutschland ist als MedTech-Standort in Europa die Nummer eins, weltweit sind die USA führend”, sagt Dr. Holger Winter, Wissenschaftlicher Leiter des CeNTech in Münster, das als Zentrum für Nanotechnologie die Entwicklung eines MedTech-Schwerpunktes in der Region unterstützt. Denn das Münsterland, ist Winter überzeugt, könne in einem unverzichtbaren Branchenbereich auch im internationalen Vergleich punkten: „Die Region hat eine vielseitige Klinik- und Hochschullandschaft mit vielen exzellenten Versorgern“, erklärt er.
- TECH.LAND Xperience, 12. März 2026, in Münster
Das Deutsch-niederländische Netzwerk TECH.LAND lädt Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zum grenzüberschreitenden Innovationsfestival TECH.LAND Xperience am 12. März 2026. Auch zum Cluster „MedTech“ wird es Workshops, Keynote-Vorträge, Podiumsdiskussionen und zahlreiche Netzwerkmöglichkeiten geben.
Dr. Kathleen Spring, Geschäftsführerin des Netzwerkes Gesundheitswirtschaft Münsterland e.V.
Dr. Kathleen Spring, Geschäftsführerin des Netzwerkes Gesundheitswirtschaft Münsterland e.V. sieht es genauso: „Unsere Stärke ist, Medizintechnik anzuwenden und zu evaluieren, zudem sind wir top in Forschung“, sagt sie. Nicht an vielen Standorten in Deutschland werde der Wissenstransfer zwischen Medizin und Gesundheitswirtschaft so intensiv vorangetrieben. Somit könne das Münsterland der Medizintechnik grundsätzlich gute Bedingungen bieten.
TECH.LAND fördert grenzüberschreitende Kooperation
Genau an diesem Punkt kommt das TECH.LAND-Projekt ins Spiel, das die IHK ins Leben gerufen hat: Es bringt MedTech-Unternehmen aus den Regionen Twente und Münsterland zusammen und ebnet somit den Weg für Kooperationen. „Die beiden Regionen ergänzen sich ideal“, sagt Winter. „Technik trifft Versorgung“, ergänzt Spring. Vor allem im Bereich Robotik sei die niederländische Seite stark, dazu käme eine offensivere Start-Up-Kultur und die Mentalität, Projekte mutig und pragmatisch anzugehen.
Die niederländische Perspektive auf das Münsterland schildert Michiel Jannink, Vizepräsident der Demcon life sciences & health B.V.: „Hier finden sich starke Netzwerke, die von innovativen Start-ups bis zu spezialisierten Unternehmen im Bereich der Bioanalytik reichen.“ Demcon selbst, aber auch die JÜKE Systemtechnik in Altenberge und die Use-Lab GmbH im Steinfurt bieten Einblicke in die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der Medizintechnik.
Die niederländische Perspektive auf das Münsterland schildert Michiel Jannink, Vizepräsident der Demcon life sciences & health B.V.: „Hier finden sich starke Netzwerke, die von innovativen Start-ups bis zu spezialisierten Unternehmen im Bereich der Bioanalytik reichen.“ Demcon selbst, aber auch die JÜKE Systemtechnik in Altenberge und die Use-Lab GmbH im Steinfurt bieten Einblicke in die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der Medizintechnik.
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