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Förderung für KI-Projekt der Westfälischen Hochschule
Die Westfälische Hochschule entwickelt ein digitales Werkzeug für die kommunale Mobilitätsplanung. Für das Projekt „SUMP-Assistant“ erhält sie rund 472.000 Euro aus dem EFRE-Innovationswettbewerb NeueWege.IN.NRW. Gemeinsam mit den Städten Gelsenkirchen und Aachen bringt sie die Anwendung auf den Weg. Weitere Kommunen in Nordrhein-Westfalen sollen folgen.
Den Förderbescheid für das Projekt „SUMP Assistant“ nahmen Prof. Dr. Tobias Urban (r.), Westfälische Hochschule, und Henning Holdinghausen (m.), Rupprecht Consult, von Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, entgegen.
KI strukturiert, analysiert, formuliert
Der „SUMP-Assistant“ greift auf moderne Sprachmodelle zurück und verbindet sie mit einer eigens aufgebauten Wissensbasis. Mitarbeitende in Rathäusern stellen ihre Fragen über eine Weboberfläche. Die KI durchsucht relevante Quellen, wertet Dokumente aus und bereitet Ergebnisse strukturiert auf.
Das System soll komplexe Planungsprozesse vereinfachen. Es analysiert Beteiligungsverfahren, durchforstet Strategiepapiere und erstellt Textbausteine für politische Vorlagen. Ziel ist es, vorhandenes Wissen schneller nutzbar zu machen und Fachabteilungen spürbar zu entlasten.
Fokus auf Transparenz und Datenschutz
Besonderes Gewicht legt die Hochschule auf Nachvollziehbarkeit. Die KI stützt ihre Antworten auf überprüfbare Quellen. Verfahren aus dem Bereich „Retrieval-Augmented Generation“ sorgen dafür, dass jede Ausgabe auf konkrete Dokumente zurückgeführt werden kann.
Das Institut für Internet-Sicherheit (if(is)) der Westfälischen Hochschule entwickelt parallel ein Sicherheits- und Datenschutzkonzept. Es orientiert sich an der DSGVO, am IT-Grundschutz und an den Vorgaben des europäischen AI Act. Nicht-öffentliche Unterlagen verarbeitet das System ausschließlich in geschützten Umgebungen, sensible Daten werden anonymisiert oder pseudonymisiert.
Start in Aachen, weitere Städte folgen
Die Pilotphase beginnt in Aachen. Anschließend testen weitere Kommunen den „SUMP-Assistant“, darunter Troisdorf, Düsseldorf, Bielefeld und Gelsenkirchen. Die Hochschule wertet Rückmeldungen aus und passt das System Schritt für Schritt an die Praxis an.
Das Gesamtvolumen des Projekts liegt bei rund 525.000 Euro. Den größten Teil übernimmt die EU-Förderung über den EFRE-Wettbewerb. Für die Westfälische Hochschule ist das Projekt ein weiterer Baustein, um digitale Innovation und kommunale Praxis enger zu verzahnen.
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Redaktion Wirtschaftsspiegel
