Wirtschaftsspiegel
Nr. 7126194
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Standort & Politik

Tourismuswirtschaft fordert bessere Rahmenbedingungen

Die Tourismuswirtschaft in Nordrhein-Westfalen will stärker als Wirtschaftsfaktor wahrgenommen werden. Beim Tourismuspolitischen Forum der IHK NRW in Neuss diskutierten Vertreterinnen und Vertreter der Branche mit den Landtagsabgeordneten Thomas Okos (CDU) und Marc Zimmermann (Bündnis 90/Die Grünen) über die Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung.
Deutlich wurde: Tourismus ist mehr als ein weicher Standortfaktor. Die Branche schafft Arbeitsplätze, sorgt für Wertschöpfung und stärkt Städte und Regionen als Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsstandorte.

Bürokratie belastet Betriebe

Ein zentrales Thema waren die bürokratischen Belastungen für Unternehmen. Aus Sicht der Branche braucht es schnellere Genehmigungsverfahren, praxistaugliche Vorgaben und mehr Vertrauen in verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln. Kontroll-, Dokumentations- und Nachweispflichten binden in vielen Betrieben erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen.
Kritisch bewertet wurden auch zusätzliche Gebühren für behördliche Routinekontrollen sowie kommunale Belastungen wie Verpackungs- oder Bettensteuern.

Austausch mit Politik bleibt wichtig

Das Forum zeigte, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Wirtschaft und Politik ist. Nur so werde sichtbar, welche Folgen politische Entscheidungen für die betriebliche Praxis haben.
Zu den Teilnehmenden gehörte auch Olaf Kerssen, Geschäftsführer der Ringhotel Teutoburger Wald GmbH aus Tecklenburg-Brochterbeck und stellvertretender Vorsitzender im DIHK-Tourismusausschuss.
Die Branche sei bereit, Transformationsprozesse aktiv mitzugestalten. Dafür brauche sie jedoch verlässliche politische Rahmenbedingungen, investitionsfreundliche Strukturen und unternehmerische Freiräume.