Wirtschaftsspiegel
Nr. 6996694
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Standort & Politik

Spatenstich für BATTL3 stärkt Batteriestandort Münster

Mit dem symbolischen Spatenstich im Wissenschaftspark Münster hat der Bau des Spitzenforschungsgebäudes BATTL3 begonnen. Das Projekt der Technologieförderung Münster GmbH (TFM) gilt als weiterer wichtiger Baustein für die BatteryCityMünster – und als Signal für Nordrhein-Westfalen als führenden Energiestandort.
Beim Baustart würdigten Münsters Oberbürgermeister Tilman Fuchs und NRW-Wirtschaftsministerin sowie stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur das Vorhaben als strategisch bedeutsam für Münster, Nordrhein-Westfalen und die Energiewende in Europa. Auch Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik hoben die Bedeutung des Projekts für den Ausbau der Batterieforschung und den Technologietransfer hervor.
Für den Neubau sind Investitionen von knapp 14 Millionen Euro vorgesehen. 6,75 Millionen Euro davon kommen aus Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union. Die TFM bringt 7,25 Millionen Euro Eigenmittel ein, die Stadt Münster beteiligt sich mit vier Millionen Euro.
Der Name BATTL3 spielt auf „Battery“ und das dritte Laborgebäude auf dem Gelände des Technologiehofs Münster an. Das Spezialgebäude soll auf rund 1.600 Quadratmetern Platz für bis zu fünf kleine und mittlere Unternehmen aus der Batteriebranche bieten. Vorgesehen sind chemische Labore, Gefahrstofflager, moderne Lüftungstechnik, Büroflächen sowie Flächen für einen Trockenraum. Unternehmen – auch internationale Partner – können sich bei der TFM um Flächen bewerben.
Geplant ist eine enge Zusammenarbeit mit den zentralen Forschungseinrichtungen am Standort, darunter das Batterieforschungszentrum MEET der Universität Münster, das Helmholtz-Institut Münster, die Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle FFB und das Iwaru der FH Münster.
TFM-Geschäftsführer Volker Ruff sieht in dem Neubau einen wichtigen Schritt für die Weiterentwicklung des Batteriestandorts:
„Mit dem Neubau unterstreicht die TFM die federführende Rolle und treibende Kraft bei der strategischen Entwicklung einer innovativen Forschungsinfrastruktur und Marke BatteryCityMünster.“
NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur betonte: „Wir brauchen moderne Batteriezellen für klimaneutrale Mobilität und Energieerzeugung. Wenn diese in Zukunft hier in Münster produziert werden, machen sie uns technologisch unabhängiger, schaffen und sichern Arbeitsplätze und holen Wertschöpfung zurück nach Europa. Ein mutiger Schritt und eine echte Investition in unser aller Zukunft. “
Münsters Oberbürgermeister Tilman Fuchs ergänzt: „Mit BATTL3 stärken wir Münster gezielt als international sichtbaren Standort für Batterieforschung und Energiespeichertechnologien. Für Münster und die Region bedeutet das nicht nur zusätzliche Wertschöpfung und hochwertige Arbeitsplätze, sondern auch eine klare Profilierung als innovativer Zukunftsstandort der Energiewende und Nachhaltigkeit."