Wirtschaftsspiegel
Nr. 7096460
2 min Lesezeit
Marktplatz mit Stadtmuseum und Sankt Stephanus Kirche in Beckum
Standort & Politik

LAND AUF will Dörfer im Kreis Warendorf stärken

Mit der Kampagne LAND AUF wollen landwirtschaftliche Organisationen den ländlichen Raum im Kreis Warendorf stärken. Sie erfassen Bedarfe bei Mobilität, Versorgung, Wohnen, Infrastruktur und Fachkräften und wollen daraus konkrete Projekte entwickeln.
Beteiligt sind unter anderem Landwirte, Landfrauen, Landjugend, Betriebshilfsdienst und Maschinenring, Jägerschaft, Waldbauern und Landwirtschaftskammer. Die Initiative richtet sich auch an Kommunen, Unternehmen, Vereine sowie Bürgerinnen und Bürger.
„Der Kreis Warendorf ist eine starke und lebenswerte Region. Landwirtschaft, Wirtschaft, Handwerk, Industrie, ein starkes Ehrenamt sowie aktives Vereinsleben prägen unseren ländlichen Raum. Damit unser Kreis auch in Zukunft ein attraktiver Wohn-, Arbeits- und Wirtschaftsraum bleibt, haben die landwirtschaftlichen Organisationen im Kreis Warendorf die Kampagne LAND AUF. gestartet. Wir ermitteln Bedarfe, um die nötigen Herausforderungen rechtzeitig anzugehen“, sagt Andreas Westermann, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Warendorf.

Wo hakt es vor Ort?

Die Kampagne will zunächst den Status quo erfassen. Wo fehlen Angebote? Wo bremsen schlechte Verbindungen, Leerstände oder fehlende Infrastruktur den Alltag? Je mehr Unternehmen, Organisationen, Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürger sich beteiligen, desto genauer lassen sich Maßnahmen planen.
Die Themenliste ist lang: flächendeckender Mobilfunk, Energieerzeugung, Fachkräftegewinnung, verlässliche Verkehrsverbindungen, Schulkinderbeförderung, lebendige Ortskerne, bezahlbarer und barrierefreier Wohnraum, Einkaufshilfen für Senioren und digitale Angebote zur Nachbarschaftshilfe.

Region gemeinsam entwickeln

LAND AUF setzt dabei auf Zusammenarbeit. Manche Projekte, etwa Nachbarschaftshilfe, können direkt vor Ort entstehen. Andere Vorhaben brauchen Kommunen, Kreisverwaltung, Unternehmen und Organisationen gemeinsam.
„Jede und jeder Einzelne ist gefragt. Manche Projekte, etwa die Nachbarschaftshilfe, lassen sich vor Ort durch Privatpersonen umsetzen. Viele andere Maßnahmen bedürfen konzertierter Aktionen von Kommunen, Kreisverwaltung, Unternehmen und Organisationen. Das ist viel Arbeit. Aber wir sind sehr zuversichtlich, dass auch der Außenbereich im Kreis Warendorf in Zukunft lebenswert, wirtschaftlich stark und attraktiv für Jung und Alt bleibt“, sagt Westermann.

Veranstaltungsreihe startet im Juli

Wer sich einbringen möchte, kann an der kostenfreien Veranstaltungsreihe „Unsere Region. Für die Zukunft gestalten.“ teilnehmen. Die vierteilige Reihe startet mit einem zweitägigen Modul zur Kreisentwicklung am 16. und 17. Juli 2026 in der Landvolkshochschule Freckenhorst. Anmeldeschluss ist der 6. Juli.