Wirtschaftsspiegel
Nr. 6991136
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Standort & Politik

Jugend forscht im Münsterland

Ein kleines Fahrzeug rollt über den Flur des Technologie-Campus Steinfurt. Es fährt auf zwei Rädern. Zwei Propeller sorgen dafür, dass es nicht umkippt. Gesteuert wird der „Velopropter“ von Jonte Puschmann vom Berufskolleg Rheine. Sein Projekt ist eines von vielen beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht Münsterland“, den die FH Münster Ende Februar erneut ausrichtete. Zwei Tage lang präsentierten Schülerinnen und Schüler ihre Ideen – von Robotik über Verschlüsselungstechnik bis hin zu biologischen Experimenten.
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Liegt gut in der Kurve: der Velopropter, den Jonte Puschmann vom Berufskolleg Rheine konstruiert hat und damit einen ersten Platz in der Kategorie Technik belegt. © FH Münster/Frederik Tebbe
„In den verschiedenen Projekten stecken mehrere hundert Arbeitsstunden, teilweise auch über tausend“, würdigt Wettbewerbsleiter Berthold Sommer den Einsatz. „Entweder arbeiten die Jungforschenden in AGs an den Schulen oder zu Hause in ihrer Freizeit an den Projekten. Jedes einzelne Ergebnis ist beeindruckend.“
Dass sich dieser Einsatz auszahlt, zeigt Richard Schlote aus Hattingen. Der Zwölfjährige gewann bereits zum dritten Mal in Folge den ersten Platz in der Kategorie Mathematik und Informatik bei Jugend forscht junior für Kinder bis 14 Jahre. In diesem Jahr brachte er eine selbst gebaute MiniEnigma mit – seine Version der berühmten Verschlüsselungsmaschine. „Ich wollte sie verstehen und am Modell auch anderen erklären können“, sagt Schlote.
Auch andere Projekte überzeugten die Jury: Mike Stellmacher vom Berufskolleg Rheine entwickelte ein System zum Sputtern, sprich zur Beschichtung von Oberflächen im Vakuum, und gewann damit den ersten Platz in der Kategorie Technik. Bencan Damer präsentierte einen humanoiden Roboter und belegte den dritten Platz.
Der Wettbewerb zeigt, welches Potenzial im wissenschaftlichen Nachwuchs steckt. „Neue und bereits bekannte Gesichter, spannende Projekte und coole Ideen machen Jugend forscht zu einem wunderbaren Termin auf dem Technologie-Campus Steinfurt“, sagt Marketing-Leiter Holger Dietrich.
Die Siegerinnen und Sieger qualifizieren sich für den Landeswettbewerb Nordrhein-Westfalen, der vom 17. bis 19. März an der Ruhr-Universität Bochum stattfindet. Eine Übersicht aller Preisträgerinnen und Preisträger steht online.