Wirtschaftsspiegel
Nr. 6976210
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Standort & Politik

Mittelstand fordert Entlastung bei Energie- und Arbeitskosten

Hohe Energie- und Arbeitskosten belasten die mittelständische Wirtschaft. Beim Politik-Dialog der Wirtschaftsvereinigung für den Kreis Steinfurt (WVS) diskutierten Unternehmerinnen und Unternehmer mit Stefan Rouenhoff, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, über Wettbewerbsfähigkeit und Standortbedingungen.
Gastgeber des Austauschs war die Windmöller & Hölscher Gruppe in Lengerich. Unterstützt wurde die Veranstaltung von der IHK Nord Westfalen, vertreten durch Präsident Lars Baumgürtel und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Fritz Jaeckel.
Im Mittelpunkt standen die Arbeitskosten und Fragen der Arbeitsflexibilisierung. Aus Sicht der Unternehmen braucht es hier spürbare Entlastungen, um Investitionen und Wachstum zu ermöglichen.
Ein weiteres zentrales Thema war der europäische Emissionshandel. Seit 2005 gilt das System ETS 1 für energieintensive Branchen. Ab 2028 soll mit ETS 2 ein erweitertes System für Gebäude und Verkehr hinzukommen. „ETS 1 ist das einzig marktwirtschaftliche Instrument und damit zentral für die Klimapolitik“, sagte Baumgürtel. Dieses Instrument müsse erhalten bleiben. Entscheidend sei, wie das künftige ETS 2 ausgestaltet werde.
Kritisch bewertete der IHK-Präsident das nationale Emissionshandelssystem, dem die Handelbarkeit fehle. Das führe zu Wettbewerbsnachteilen für deutsche Unternehmen. Bis zur europaweiten Einführung von ETS 2 sollte das nationale System ausgesetzt werden, um zusätzliche Belastungen zu vermeiden. Staatssekretär Rouenhoff nahm die Anliegen der regionalen Wirtschaft mit nach Berlin.