Russischer Angriff auf die Ukraine - Ansprechpartner und Hilfsaktionen

Ansprechpartner für betroffene Unternehmen mit Geschäftskontakten in die Ukraine und nach Russland

Informationen für Unternehmen, die Geschäftskontakte in die Ukraine und nach Russland unterhalten, halten die hessischen IHKs bereit. Beratung zum Warenverkehr, Informationen zu den Sanktionen und deren Auswirkungen sowie weitergehende Kontakte erhalten Sie bei nachfolgenden Stellen:
Infos und Ansprechpartner
IHK Gießen-Friedberg
Für Betriebe im Bereich Gießen, Vogelsberg und Wetterau
Bitte hier klicken: Hier haben wir für Sie umfangreiche Informationen zu den Sanktionen, Zahlungsverkehr, Transport etc. zusammen gestellt.
  • Grundsätzliche Anliegen können an das Land Hessen gerichtet werden: „Hessen hilft Ukraine“
    Telefon: 0800 / 110 3333
    E-Mail: ukraine@hmdis.hessen.de 
    Hessisches Ministerium des Innern und für Sport, Friedrich-Ebert-Allee 12, 65185 Wiesbaden
  • Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft hat eine Taskforce eingerichtet und viele konkrete Hinweise sowie weitere Ansprechpartner auf seiner Webseite.
  • Die Deutsche Bundesbank gibt Auskünfte zu Finanzsanktionen unter der Hotline 089 2889-3800 oder per Kontaktformular.
  • Ob Ihr Geschäftspartner von Finanzsanktionen betroffen ist, können Sie zudem unter www.finanz-sanktionsliste.de/fisalis prüfen.
  • Auch das Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (Bafa) hat unter der Nummer 06196 908-1237 eine Hotline zum Russland-Embargo eingerichtet und informiert auf seiner Website über Sanktionen.
  • Wenn Sie über Ein- und Ausreise in die Krisenregion nachdenken, können Sie sich beim Auswärtigen Amt über die Lage in der Ukraine und in der Russischen Föderation informieren. Dort gibt es auch eine Möglichkeit, sich in eine Krisenvorsorgeliste eintragen zu lassen.

So können Unternehmen und ihre Mitarbeiter helfen

Mehr als eine halbe Million Menschen sind laut UN-Angaben bereits aus der Ukraine geflohen, um sich vor den Kriegshandlungen in Sicherheit zu bringen. Und für die Menschen im Kriegsgebiet ist die Lage zum Teil dramatisch. Das  Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) weist auf vielfältige Möglichkeiten hin, wie Unternehmen und ihre Mitarbeitenden Geflüchteten sowie den Menschen vor Ort im Kriegsgebiet helfen können.

Geldspenden

Geldspenden sind in der aktuellen Lage ein sehr wichtiges Mittel, um humanitäre Hilfe zu leisten. Unternehmen können ihre Spenden steuerlich absetzen, sofern die steuerbegünstigte Organisation einen Sitz in Deutschland hat. Das ist beispielsweise bei den Organisationen  Ärzte ohne GrenzenBrot für die WeltCaritasDeutsches Rotes KreuzDiakonie KatastrophenhilfeMalteserUNICEFUNO Flüchtlingshilfe oder  Save the Children der Fall. Das  Deutschen Zentralinstitut für Sozialfragen (DZI), das vom DIHK unterstützt wird, hält eine Liste mit förderungswürdigen Hilfsorganisationen bereit und berät spendenwillige Unternehmen.

Unterbringungsmöglichkeiten anbieten

Darüber hinaus können sich Unternehmen und ihre Mitarbeitenden auch direkt engagieren. Es besteht schon jetzt Bedarf an kurzfristigen Unterbringungsmöglichkeiten für ankommende ukrainische Geflüchtete. Wer leerstehende Immobilien oder Betriebswohnungen kurz- oder längerfristig für Betroffene zur Verfügung stellen kann, wendet sich direkt an seine zuständige Gemeinde. Unternehmen können ihre Mitarbeitenden außerdem auf die Möglichkeit hinweisen, verfügbaren privaten Wohnraum zur Unterbringung bereitzustellen. Schnelle Hilfe bei der Vermittlung bieten beispielsweise das  Elinor Network und die Organisation  Zusammenleben Willkommen.

Corporate Volunteering

Unternehmen können Mitarbeitende darüber hinaus auch zu ehrenamtlichem Engagement im Rahmen von Corporate Volunteering oder der Sammlung von Sachspenden ermutigen. Hierfür wenden sie sich am besten an zuständige Organisationen vor Ort, um zu klären, welche Sachgüter und Unterstützungsleistungen tatsächlich benötigt werden – beispielsweise Arbeitseinsätze bei Aufnahmeeinrichtungen, Spenden von Kleidung oder Spielzeug und so weiter. Zentrale Ansprechpartner für Engagement im Privaten oder als Unternehmen sind der Verein  UPJ sowie die  Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen. Gute Anlaufstellen für Geld- und Sachspenden sowie ehrenamtliches Engagement sind außerdem die  Landesflüchtlingsräte.

Praktikums-, Ausbildungs- oder Arbeitsplätze bereitstellen

Sollten Geflüchtete nicht kurzfristig wieder in ihre Heimat zurückkehren können oder wollen, leisten Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Integration, wenn sie  Praktikums-, Ausbildungs- oder Arbeitsplätze stellen. Hier gilt es jedoch, sich zuvor gut über die Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen zu informieren. Für ukrainische Staatsangehörige liegt aufgrund der derzeitigen Lage in der Ukraine ein Ausnahmefall im Sinne des Artikels 20 Absatz 2 des Schengener Durchführungsabkommens vor. Sie können nach visumfreier Einreise eine Aufenthaltserlaubnis für einen weiteren Aufenthalt von 90 Tagen einholen. Genauere Infos dazu liefert unter anderem das  Land Hessen. Das Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge bietet Betrieben Beratung unter anderem bezüglich rechtlicher Themen und der Voraussetzungen, die für die Beschäftigung von Geflüchteten erfüllt sein sollten, unterstützt bei Antragsverfahren, vermittelt Kontakte zu Geflüchteten und vieles mehr.

Aktion #WirtschaftHilft

Viele Unternehmen helfen bereits, indem sie Unterkünfte für Flüchtlinge bereitstellen, Transporte mit Hilfsgütern organisieren und vieles mehr. Wenn Sie Hilfsaktionen planen oder sich in anderer Form engagieren, teilen Sie dieses Engagement über die sozialen Medien unter den Hashtags #WirtschaftHilft und #UnternehmenVerantwortung, um mehr Reichweite für die Unterstützung Ihrer Aktionen zu gewinnen und um andere zum Mithelfen zu motivieren.
Die Industrie- und Handelskammern stehen Unternehmen als Ansprechpartner zur Verfügung, um das Engagement zu unterstützen und zu vernetzen. Als Erstkontakt bieten sich vor Ort die IHK-Flüchtlingskoordinatoren an, die aus den vergangenen Jahren viele Erfahrungen im Zusammenhang mit der Aufnahme von Geflüchteten haben – häufig in enger Kooperation mit den Handwerkskammern, die über vergleichbare Strukturen vor Ort verfügen. Auch mit weiteren Partnern in einem Netzwerk aus örtlichen Verwaltungen und Ehrenamtsstrukturen bestehen hier vielfach Kooperationen. Den Kontakt zu den IHK-Flüchtlingskoordinatoren sowie weitere Ansprechpartner zum Thema vermittelt der DIHK unter der E-Mail-Adresse flucht@dihk.de

Hilfsaktionen hessischer Unternehmen (wird fortlaufend ergänzt)

Die Industrie- und Handelskammern stellen ein hohes Engagement der hessischen Wirtschaft bei der Hilfe für die Menschen aus der Ukraine fest. Einige Betriebe leisten bereits humanitäre Unterstützung, bereiten Hotelzimmer für Kriegsopfer vor, organisieren Hilfskonvois, fahren direkt an die ukrainische Grenze, um vor Ort bei der Versorgung zu unterstützen.
Auf seiner Internetseite listet der HIHK e.V. Hilfsaktionen von Unternehmen aus Hessen auf, die ihm zugetragen wurden. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn Sie eine Hilfsaktion planen, können Sie gerne per Mail an info@hihk.de darüber informieren.
Hier geht es zur Liste..
Quelle: HIHK e.V.
Herausgegeben am 07. März 2022
Stand: 05.05.2022