IHK-Präsident Heinz-Herbert Dustmann

IHK-Statement zur Eskalation im Russland-Ukraine-Konflikt

„Zunächst sind unsere Gedanken bei den Menschen in der Region. Die Eskalation im Russland-Ukraine-Konflikt und die unsichere weitere Entwicklung bereiten der regionalen Wirtschaft große Sorgen. Es steht außer Frage, dass die daraus bereits resultierenden und kommenden Sanktionen auf unsere international tätigen Unternehmen negativen Einfluss haben werden. Hinzu kommt eine große Unsicherheit über die zukünftigen Auswirkungen auf die Unternehmen in Dortmund, Hamm sowie im Kreis Unna“, so Heinz-Herbert Dustmann, Präsident der IHK zu Dortmund.
In der Region der IHK zu Dortmund haben rund 170 Unternehmen außenwirtschaftliche Beziehungen zu Russland sowie etwa 85 Unternehmen zur Ukraine. Das Außenhandelsvolumen NRWs mit Russland lag 2020 bei rund fünf Milliarden Euro.
Schon seit der russischen Annexion der Halbinsel Krim 2014 gelten wirtschaftliche und finanzielle Sanktionen der EU, welche die wirtschaftlichen Beziehungen belastet haben. Durch die aktuelle Eskalation der Lage sind durch die EU am 23. Februar 2022 weitere Maßnahmen beschlossen worden, die im Zuge von Einfuhr- und Ausfuhrverboten vor allem die nicht von der ukrainischen Regierung kontrollierten Gebiete der Regionen Donezk und Luhansk betreffen.
Die neuerlichen Ereignisse lassen weitere, immer schärfere Sanktionsmaßnahmen vermuten. Diese werden noch mehr Unternehmen direkt betreffen. Die daraus im Moment nicht im Detail absehbaren negativen Folgen auf die Energiepreise werden darüber hinaus weitere Teile der Wirtschaft berühren. Ein länger andauernder Konflikt der beiden Staaten birgt eine große Unsicherheit, deren Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft zwar noch nicht bezifferbar sind, aber trotzdem beträchtlich sein werden.
Die IHK zu Dortmund steht ihren Mitgliedsunternehmen beratend zur Seite. Unter www.dortmund.ihk24.de/Russland werden die Sanktionen und Auswirkungen stets aktuell zusammengefasst.
24. Februar 2022