Von Claudia Lösler
„Ich habe mich nach Möglichkeiten umgeschaut, wie ich mich fachlich weiterbilden kann. Dabei bin ich über die IHK auf das Weiterbildungsstipendium aufmerksam geworden. Das hat mich sofort interessiert“, erinnert er sich.
Mit dem Weiterbildungsstipendium unterstützt die Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) im Auftrag des Bundes leistungsstarke Absolventinnen und Absolventen einer Berufsausbildung bei ihrer weiteren Qualifizierung. Gefördert werden unter anderem Fachwirte, Meister, Techniker, berufsbezogene Seminare oder unter bestimmten Voraussetzungen auch ein berufsbegleitendes Studium. Die Förderung kann sich über mehrere Jahre erstrecken und umfasst Zuschüsse zu Lehrgangs-, Fahrten- und weiteren Weiterbildungskosten.
Für Valerio Cauteruccio war schnell klar, in welche Richtung es gehen sollte. „Der Technische Fachwirt hat perfekt gepasst. Ich hatte den technischen Hintergrund aus meiner Ausbildung und wollte mir zusätzlich kaufmännisches Wissen aneignen.“ Die Bewerbung für das Stipendium empfand er dabei als unkompliziert. „Das ging ganz normal und ohne große Hürden. Man bewirbt sich, reicht sein Abschlusszeugnis ein und kann später die Nachweise für die Weiterbildungen oder Fahrtkosten digital hochladen.“
Von September bis Mai absolvierte er den Technischen Fachwirt in Vollzeit. Sein Arbeitgeber unterstützte ihn dabei und stellte ihn für die Weiterbildung frei. Danach kehrte er ins Unternehmen zurück, allerdings nicht in seinen bisherigen Tätigkeitsbereich. Stattdessen wechselte er in den Vertrieb, betreute Kunden und repräsentierte das Unternehmen nach außen.
Der Technische Fachwirt hat mir viele Türen geöffnet. Ich konnte mich fachlich weiterentwickeln und habe gleichzeitig neue Perspektiven kennengelernt.
Valerio Cauteruccio
Ab Oktober beginnt der 23-Jährige nun ein duales Studium im Bereich Bauingenieurwesen in der Region. Ohne die vorherige Weiterbildung als Fachwirt wäre dieser Schritt nicht möglich gewesen. „Mit dem Technischen Fachwirt habe ich die Voraussetzung geschaffen, jetzt studieren zu können. Das eröffnet mir nochmal völlig neue Möglichkeiten.“
Rückblickend würde Valerio Cauteruccio den Weg jederzeit wieder einschlagen.
Ich kann die höhere Berufsbildung und den Fachwirt nur jedem empfehlen.
Man entwickle sich dadurch persönlich enorm weiter. Es sei kein Frontalunterricht wie in der Schule. Man müsse sich viele Inhalte selbst erarbeiten, wachse dadurch aber fachlich und menschlich, so Cauteruccio. "Man kann aus dieser Erfahrung eigentlich nur positiv herausgehen.“ Noch bis zum 31. Oktober können sich Interessierte auf das Stipendium bewerben.