16.02.2026

IHK-Zukunftshändler 2026: Handel mit Herz, Mut und Innovation

(Bayreuth/Gesees) Gemeinsam mit den Menschen der Region suchte die IHK für Oberfranken Bayreuth den "Zukunftshändler 2026". Gesucht wurden innovative, mutige und erfolgreiche Handelsunternehmen, die mit frischen Ideen und besonderem Engagement Ihre Kunden begeistern. Die drei Gewinner sind Fahrrad Heilmann in Hausen, die Confiserie Storath in Scheßlitz und Bamberg und Strössner, der Spezialgroßhandel für Schrauben und Arbeitsschutz in Hof.

IHK für Oberfranken Bayreuth zeichnet innovative Händler aus

Dr. Michael Waasner, Präsident der IHK für Oberfranken Bayreuth, betont: “Der Handel ist das Rückgrat unserer Region. Von unseren rund 51.000 Mitgliedsunternehmen sind etwa 14.000 im Handel tätig. Fast jede fünfte Auszubildende lernt hier.“ Waasner spricht offen über die Herausforderungen im Handel: Digitalisierung, veränderte Kundenwünsche, internationale Konkurrenz und die Notwendigkeit, sich ständig neu zu erfinden. “Mit dem Zukunftshändler-Preis wollen wir innovative, nachhaltige und kundenorientierte Unternehmen sichtbar machen – als Leuchttürme für Oberfranken.“

Handel im Wandel

Petra Dierk, Vorsitzende des IHK-Handelsausschusses, unterstreicht ihre Leidenschaft für den Handel: “Wer im Handel arbeitet, weiß, dass Stillstand Rückschritt bedeutet.“ Sie hebt die Vielfalt der Nominierungen und der Bewerbungen hervor: stationäre, hybride und reine Online-Modelle, alle mit dem Ziel, Kundinnen und Kunden zu begeistern. 358 Nominierungen von begeisterten Kunden gingen ein, 123 Unternehmen wurden insgesamt nominiert. In einem zweiten Schritt konnten sich alle nominierten Unternehmen um den Preis "Zukunftshändler der IHK für Oberfranken Bayreuth 2026" bewerben. 24 Bewerbungen gingen ein – besonders viele aus dem Raum Forchheim und Hof. Dierk dankt der Jury für die sorgfältige Auswahl der drei Preisträger.

Gemeinsam stark

Annemarie Rudel, Bezirksvorsitzende des Handelsverbands Oberfranken, erinnert an die lange Tradition des Handels: “Jeder zwölfte Arbeitsplatz in Deutschland hängt am Handel. Unsere Städte leben von lebendigen Geschäften.“ Sie fordert: “Wir müssen uns immer wieder neu erfinden, um erfolgreich zu bleiben.“

Einen Einblick, wie sich ein traditionsreiches Möbelhaus in drei Generationen weiterentwickelt, gibt Stefan Hertel, Inhaber des gastgebenden Möbelhauses Hertel. “Kundenservice, neue Ideen und qualifizierte Mitarbeiter sind unser Schlüssel zum Erfolg", macht er deutlich.

So wurde bewertet

In einem ersten Schritt nominierten Kunden Ihren Lieblingshändler. Nominiert wurden Handelsunternehmen, die entweder neue Wege gehen, aktiv zur Belebung ihrer Innenstadt oder Kommune beitragen oder ihren Kundinnen und Kunden ein besonderes Einkaufserlebnis bieten. Im zweiten Schritt konnten sich die nominierten Handelsunternehmen bewerben. In einem dritten Schritt war dann die Jury gefragt.

Die Jury – Sabine Köppel (Geschäftsführerin Handelsverband Oberfranken), Monika Kaiser (IHK für Oberfranken Bayreuth) und Petra Dierck (Vorsitzende des IHK-Handelsausschusses) – bewertete anhand von zehn Kriterien in drei Kategorien, wie Moderatorin Ina Medick verdeutlicht: "Kundenservice und Erlebnisorientierung" gehen mit 50 Prozent in die Bewertung ein, "Innovation" mit 30 Prozent, und der Aspekt "Digitalisierung" mit 20 Prozent. Alle drei Preisträger erreichen die Höchstpunktzahl von 100 Punkten.

IHK-Zukunftshändler 2026: Fahrrad Heilmann

Fahrrad Heilmann aus Hausen (Landkreis Forchheim) überzeugt die Jury mit individueller Beratung, maßgeschneiderten Lösungen und einer modernen Werkstatt. "Die Werkstatt- und Serviceleistungen werden als kompetent, zuverlässig und kundenorientiert beschrieben, so dass der Händler auch über den Kauf hinaus als vertrauenswürdiger, langfristiger Partner wahrgenommen wird. Effiziente Abläufe nach innen, exzellenter Kundenservice nach außen", umschreibt Medick das Konzept. Firmeninhaber Manuel Heilmann nimmt den Preis entgegen. Er setzt auf Vielfalt und Inklusion: “Wir stehen für Offenheit und Willkommenskultur – das ist unser Beitrag für die Region. Bei uns ist jeder willkommen, und zwar genauso, wie er oder sie ist.“

IHK-Zukunftshändler 2026: Confiserie Storath AG Pralinenmanufaktur

Die Confiserie Storath (Scheßlitz/Bamberg) wird als Ort des bewussten Genusses wahrgenommen. Das wird in ebenso den Kundenbewertungen genannt wie die handwerkliche Qualität, der Geschmack und die Atmosphäre. Die hochwertigen, handgefertigten Spezialitäten werden von den Kunden geschätzt und machen den Besuch zu einem echten Genusserlebnis. Medick: "Die Verbindung aus klassischem Einkauf, traditionellem Handwerk, regionaler Verwurzelung und stilvollem Einkaufserlebnis wird in den Nominierungen hervorgehoben – ein Aushängeschild für die Genussregion Oberfranken." Das Unternehmen verbinde Handwerk mit Genuss, Qualität und regionaler Identität und leistet damit einen sichtbaren Beitrag zur Profilierung Oberfrankens. Den Preis nimmt Simone König entgegen.

IHK-Zukunftshändler 2026: Strössner GmbH (Hof)

Ein Drittel aller Nominierungen vereint ein Unternehmen auf sich: Die Strössner GmbH aus Hof, ein Spezialgroßhandel für Schrauben, Befestigungen, Werkzeuge und Arbeitsschutz. "Die Rückmeldungen waren sehr ausführlich und zeichnen ein klares Bild eines außergewöhnlich serviceorientierten Fachhändlers mit herausragend kompetentem, engagiertem Personal, das echte Leidenschaft für die Produkte und die Kundinnen und Kunden zeigt", betont die Hofer Oberbürgermeisterin Eva Döhla in ihrer Laudatio. Besonders hervorgehoben wurden der modern umgebaute, gestalterisch anspruchsvolle Store, die Wohlfühlatmosphäre, die konsequente Verbindung von Tradition, Qualität, Digitalisierung, Beratung und Sortiment. In den 135 Jahren seit der Gründung habe sich das Unternehmen immer wieder neu erfunden, macht Herbert Strößner deutlich: "Wir kommen eigentlich aus dem Schraubengeschäft und haben uns dann weiterentwickelt in Richtung Handels- und Arbeitsschutz."

Alle 24 Bewerber sind Gewinner

Jeder, der heute hier steht, ist ein Gewinner, betont Dr. Waasner. Die Preisträger erhalten ein Marketingpaket, gebrandete Taschen und einen Imagefilm, produziert von Ina Medicks Agentur IF.DIGITAL. Der Wettbewerb Zukunftshändler der IHK für Oberfranken Bayreuth soll 2028 in eine neue Runde gehen - als Bühne für die besten Ideen im oberfränkischen Handel.

Stadt und Landkreis Bamberg - die Bewerber

Unter den 24 Bewerbern aus Oberfranken waren neben der Confiserie Storath, einem der drei Zukunftshändler der IHK für Oberfranken Bayreuth 2026, auch Bullani Mützen (Hallstadt) und die Bierothek® Bamberg.

Stadt und Landkreis Bayreuth – die Nominierten

Unter den 24 Bewerbern aus Oberfranken waren auch Uhren Wolf (Pegnitz), Wagneria – Genuss und mehr (Pegnitz), Die Hofboutique Frankenwagyu (Aufseß) und Freudenherz (Bayreuth).

Landkreis Forchheim – die Bewerber

Unter den 24 Bewerbern aus Oberfranken waren neben Fahrrad Heilmann aus Hausen, einem der drei Zukunftshändler der IHK für Oberfranken Bayreuth 2026, auch Haus Resi (Effeltrich), Pink flair (Forchheim), essArt (Ebermannstadt), Landpaket (Hallerndorf), Boxenstopp Fränkische Schweiz (Ebermannstadt) sowie Unverpackt @ more (Forchheim). Damit kommen die meisten Bewerbungen aus dem Landkreis Forchheim (sieben von 24).

Landkreis Hof – die Bewerber

Unter den 24 Bewerbern aus Oberfranken waren neben der Strössner GmbH, einem der drei Zukunftshändler der IHK für Oberfranken Bayreuth 2026, auch der Hofer Wärschtlamo – WÄRSCHTVERRICKT – Marcus Traub, Frauenzimmer Hof, Games Island (Hof), SCHMIDT Auto-Ersatzteile & Zubehör (Rehau) und Pfersdorf - Das Schuh- und Sporthaus (Hof). Damit kommen nach dem Landkreis Forchheim (sieben Bewerbungen) die meisten Bewerbungen aus der Stadt und dem Landkreis Hof.

Landkreis Kronach – die Bewerber

Unter den 24 Bewerbern aus Oberfranken waren auch die Unternehmen JP Top Solutions (Kronach), Weiss Women & Men (Kronach) sowie Küchen Häfner aus Burggrub.

Landkreis Kulmbach – die Bewerber

Unter den 24 Bewerbern aus Oberfranken war auch das Reisebüro am Rathaus GmbH (Kulmbach).