27.08.2026

IHK-Gremium Hof: Ausbildungszahlen sinken weiter

Rückgang setzt sich auch 2026 fort

314 Ausbildungsverträge wurden bis zum 31. Juli bei den IHK-Mitgliedsunternehmen im Raum Hof unterzeichnet. Das sind 5 Prozent weniger als im Vorjahr und 10 Prozent weniger als 2024, meldet die IHK für Oberfranken Bayreuth.

Anders als in weiten Teilen Oberfrankens hat sich der Ausbildungsmarkt in Hof 2026 nicht erholt. "Die schwächere Automobilkonjunktur und die Zurückhaltung vieler Betriebe bei Investitionen wirken bei uns immer noch nach", sagt Michael Bitzinger, Vorsitzender des IHK-Gremiums Hof. Hinzu komme der demografische Effekt durch die Umstellung von G8 auf G9: "Uns fehlt 2025 ein kompletter Abiturjahrgang." Bitzinger macht aber auch deutlich, dass sich der Rückgang zumindest etwas verlangsamt hat.

Dienstleistungen mit spürbarem Rückgang

Besonders auffällig ist die Entwicklung im Dienstleistungssektor: Nachdem die Zahl der Ausbildungsverträge 2024 und 2025 noch stabil bei 113 lag, sank sie 2026 auf 100. 2025 verzeichnete die Industrie einen Rückgang um 19 auf 131 neu eingetragene Ausbildungsverhältnisse. "Zwar hatten vor allem Unternehmen der Textil- und zum Teil auch der Kunststoffindustrie von 2024 auf 2025 Zuwächse, den Rückgang bei den Automobilzulieferern konnten sie aber nicht auffangen", macht Bitzinger deutlich. Von 2025 auf 2026 blieb die Entwicklung in der Industrie stabil. Der Handel verzeichnete im gleichen Zeitraum einen leichten Rückgang um fünf auf 80.

Noch keinen Ausbildungsplatz? Auf jeden Fall bewerben!

"Gerade weil weniger ausgebildet wird, waren zum 31. Juli 45 Prozent aller angebotenen Ausbildungsplätze unbesetzt", betont Bitzinger. Er ermutigt Schulabgänger ohne Ausbildungsplatz, sich weiterhin zu bewerben: "Auch nach dem Start ins neue Ausbildungsjahr am 1. September lohnt sich noch eine Bewerbung." Erfahrungsgemäß sind Ende Juli erst drei von fünf Ausbildungsverträgen unterschrieben.