27.08.2026

IHK-Gremium Kronach: Kräftige Erholung nach starkem Einbruch

Ausbildungsverträge legen 2026 deutlich zu – Niveau von 2024 aber noch nicht erreicht

139 Ausbildungsverträge wurden bis zum 31. Juli bei den IHK-Mitgliedsunternehmen im Raum Kronach unterzeichnet. Das sind 23 Prozent mehr als im Vorjahr, aber immer noch 16 Prozent weniger als 2024, meldet die IHK für Oberfranken Bayreuth.

Kaum ein Gremium in Oberfranken hatte 2025 einen so kräftigen Einbruch zu verkraften wie Kronach. Grund waren vor allem zwei Effekte: die Umstellung von G8 auf G9 mit einem schwachen Abiturjahrgang und die schwierige Lage der Automobilzulieferer. "Unsere Industrie hängt stark an der Automobilbranche. Als die Hersteller weniger Fahrzeuge verkauften, haben das unsere Zulieferbetriebe unmittelbar gespürt und bei den Ausbildungsplätzen zurückhaltend reagiert", erklärt Hans Rebhan, Vorsitzender des IHK-Gremiums Kronach. Umso deutlicher fällt jetzt die Gegenbewegung aus: “Die Betriebe haben wieder Zuversicht gefasst und stellen wieder mehr Azubis ein.”

Industrie stabilisiert sich

In der Industrie ist die Erholung am stärksten sichtbar: Nach dem Einbruch von 106 auf 57 Verträge stieg die Zahl 2026 wieder auf 82. Handel und Dienstleistung entwickelten sich dagegen seit 2024 weitgehend stabil, mit zuletzt 42 beziehungsweise 15 neuen Ausbildungsverträgen.

Noch keinen Ausbildungsplatz? Auf jeden Fall bewerben!

"Auch mit der positiven Entwicklung war zum 31. Juli noch gut ein Drittel aller angebotenen Ausbildungsplätze unbesetzt", macht Rebhan deutlich. Er ruft Schulabgänger ohne Vertrag zur Bewerbung auf: "Auch jetzt kurz vor Ausbildungsbeginn haben Bewerbungen noch gute Aussichten auf Erfolg." Erfahrungsgemäß sind Ende Juli erst drei von fünf Ausbildungsverträgen unterschrieben.