07.09.2026

Neue Phishing-Welle im Umlauf: Microsoft 365 betroffen

Dringende Warnung an oberfränkische Unternehmen

Die IHK für Oberfranken Bayreuth warnt vor einer umfangreichen Phishing-Angriffswelle, von der bereits mehrere oberfränkische Unternehmen betroffen sind.

Wie die Bamberger IT-Sicherheitsfirma whitelisthackers GmbH warnt, nutzen Angreifer eine neue Methode namens "Kali365", um sich in Microsoft-365-Konten von Mitarbeitenden heimischer Unternehmen einzuhacken. "Dabei werden täuschend echte Nachrichten verschickt, die auf den ersten Blick wie offizielle Microsoft-Anfragen aussehen", so Ralph Buus, Referent für Digitalisierung und IT-Sicherheit bei der IHK für Oberfranken Bayreuth. Wer den Anweisungen folgt, gibt unbemerkt Zugriff auf das eigene Konto frei ‑ teilweise sogar dann, wenn ein zusätzlicher Sicherheitscode (MFA) eingerichtet ist.

Was ist zu tun?

Sowohl IT-Verantwortliche, als auch Mitarbeitende sind gefordert. Herkömmliche Hinweise an Mitarbeiter wie "Achten Sie auf verdächtige Absender" reichen hier keinesfalls aus, weil die Nachrichten sehr echt wirken. Sprechen Sie mit Ihrem Team über diese konkrete Gefahr und erklären Sie, dass noch mehr als sonst besonders vorsichtig mit Links und Anmeldeaufforderungen umgegangen werden muss.

Die IT-Abteilung oder der IT-Dienstleister sollten unbedingt prüfen, ob die Geräteanmeldung ohne Tastatur ("Device-Code-Flow") in Ihrer Microsoft-Umgebung eingeschränkt oder ganz abgeschaltet werden kann. Zudem sollten ungewöhnliche Anmeldungen, aktive Geräte und Sitzungen in den Konten kontrolliert werden.