27.08.2026

IHK-Gremium Forchheim: Ausbildungsmarkt bleibt stabil

Zahl der Ausbildungsverträge wächst erneut leicht

169 Ausbildungsverträge wurden bis zum 31. Juli bei den IHK-Mitgliedsunternehmen im Raum Forchheim unterzeichnet. Das sind ein Prozent mehr als im Vorjahr und 5 Prozent mehr als 2024, meldet die IHK für Oberfranken Bayreuth.

Während viele Regionen Oberfrankens 2025 einen deutlichen Einbruch bei den Ausbildungsverträgen verkraften mussten, blieb der Ausbildungsmarkt in Forchheim robust. "Unsere Unternehmen sind breit aufgestellt. Das hilft uns, Schwankungen besser abzufedern als anderswo", erklärt Dr. Michael Waasner, Vorsitzender des IHK-Gremiums Forchheim. Im Vergleich zu anderen Teilregionen Oberfrankens spielt die Automobilzulieferindustrie im Landkreis Forchheim keine dominante Rolle ‑ entsprechend gering fiel der Effekt der schwächeren Automobilkonjunktur aus. Auch die Umstellung von G8 auf G9 mit einem kleineren Abiturjahrgang habe dem Ausbildungsmarkt hier keinen spürbaren Dämpfer verpasst wie in anderen Landkreisen, so Waasner.

Dienstleistung und Handel legen zu

Im Dienstleistungssektor wuchs die Zahl der Ausbildungsverträge von 2025 auf 2026 von 36 auf 44. Der Handel entwickelte sich zuletzt leicht rückläufig, von 76 auf 72 Verträge, bewegt sich damit aber weiter deutlich über dem Niveau von 2024. In der Industrie setzte sich der schleichende Rückgang der vergangenen Jahre fort: Hier sank die Zahl der Verträge von 56 auf 52.

Noch keinen Ausbildungsplatz? Auf jeden Fall bewerben!

"Trotz der insgesamt guten Entwicklung waren zum 31. Juli rund zwei Fünftel aller angebotenen Ausbildungsplätze noch unbesetzt", macht Waasner deutlich. Bewerbungen lohnten sich deshalb weiterhin: "Wer jetzt noch auf der Suche ist, sollte sich nicht scheuen, sich zu bewerben. Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind über den 1. September hinaus sehr gut." Erfahrungsgemäß sind Ende Juli erst drei von fünf Ausbildungsverträgen unterschrieben.