02.06.2026

Dialog als Schlüssel für eine starke Innenstadt

Miteinander statt Gegeneinander: City Walk des IHK-Gremiums Bayreuth

"Wer eine lebendige Innenstadt will, muss gemeinsam Brücken bauen – zwischen Ideen, Menschen und Institutionen", so Jörg Lichtenegger, Vorsitzender des IHK-Gremiums Bayreuth, beim "City Walk" des Gremiums.

Sechs Geschäfte und Gastwirtschaften, ein Nachmittag, viele Geschichten: Beim City Walk durch die Innenstadt haben etliche Vertreterinnen und Vertreter des IHK-Gremiums Bayreuth das direkte Gespräch mit Händlern und Gastronomen gesucht. Mit dabei waren Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel sowie Vertreter der Wirtschaftsförderung der Stadt, der Regionalentwicklung des Landkreises, des Ordnungsamts und der Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH (BMTG).

Ein Format der kurzen Wege, bei dem Wirtschaft, Politik und Verwaltung vor demselben Schaufenster standen. “Wir wollten nicht über die Innenstadt reden, sondern in der Innenstadt, direkt an der Ladentür“, so Lichtenegger. "Damit wollen wir aber auch allen Innenstadtakteuren die Wertschätzung zeigen, die sie verdienen."

Die unternehmerische Realität ist in den vergangenen Jahren deutlich rauer geworden. Veränderte Rahmenbedingungen und ein anderes Konsumverhalten fordern die Unternehmen, auch wenn die besuchten Akteure erfolgreich und gut positioniert sind.

Gemeinsam Hürden abbauen

Die Regeln werden mehr, die Kunden anspruchsvoller. Gleichzeitig kämpft auch die Verwaltung mit eigenen Problemen, zum Beispiel durch die steigenden Sicherheitsauflagen bei Veranstaltungen und Freischankflächen bis hin zu knappen Kassen.

"Treffen zwei solche Welten aufeinander, wird das Miteinander schnell als Hürdenlauf erlebt", macht Wolfram Brehm deutlich, Hauptgeschäftsführer der IHK für Oberfranken Bayreuth. “Der Schlüssel zum Erfolg ist die Kommunikation.”

Erreichbarkeit und Parken wichtige Themen

Mobilität und Erreichbarkeit bleiben für die Unternehmen in der Innenstadt ein großes Thema. Die Höchstparkdauer von 30 Minuten rund um die Kanzleistraße halten mehrere Betriebe für zu kurz. Zunehmend rückt dabei das Fahrrad in den Fokus. Mehrere Akteure wünschen sich feste Fahrradständer vor der Tür und wären bereit, sich daran zu beteiligen. Da die betreffenden Ansprechpartner beim City Walk mit dabei waren, ließen sich verschiedene Vorschläge gleich vor Ort klären. Lichtenegger schwärmt: "Das ist mal echte Entbürokratisierung!"

Einfachere Wege und weniger Bürokratie, das war der gemeinsame Nenner vieler Gespräche. Dabei treffen die Betriebe auf einen Oberbürgermeister, der mit demselben Anspruch angetreten ist: Gute Ideen sollen nicht an überholten Strukturen scheitern. Andreas Zippel setzt auf den direkten Austausch, und genau den bot der City Walk.

“Unsere Betriebe tragen die Regeln für Sicherheit und Ordnung mit. Was sie sich wünschen, ist eine Verwaltung, die ermöglicht, statt nur genehmigt“, sagt Stefan Cordes, Geschäftsführer des IHK-Gremiums Bayreuth.

Im Dialog liegt die Chance

Am Ende standen gute Gespräche und konkrete Lösungsansätze. Das Fazit fällt klar aus: Bayreuth hat hervorragende Einzelhändler und Gastronomen in seiner Innenstadt. "Einzelhandel und Stadt können auf uns zählen. Wir bleiben am Ball, hören zu und suchen auch weiterhin das Gespräch", verspricht Lichtenegger.