27.08.2026

IHK-Gremium Bamberg: Ausbildungszahlen stabilisieren sich

Deutlicher Einbruch 2025 – leichter Aufwärtstrend 2026

508 Ausbildungsverträge wurden bis zum 31. Juli bei den IHK-Mitgliedsunternehmen im Raum Bamberg unterzeichnet. Das sind 5 Prozent mehr als im Vorjahr, aber 11 Prozent weniger als 2024, meldet die IHK für Oberfranken Bayreuth.

Dass es von 2024 auf 2025 einen spürbaren Rückgang bei den neu eingetragenen Ausbildungsverhältnissen gab, war im Wesentlichen auf zwei Ursachen zurückzuführen. Zum einen gab es wegen der Umstellung vom G8 auf das G9 kaum Abiturprüfungen. "Zum zweiten sind die Automobilzulieferer im wahrsten Sinne des Wortes unter die Räder gekommen", so Herbert Grimmer, Vorsitzender des IHK-Gremiums Bamberg. "Die deutschen Automobilhersteller haben deutlich weniger Pkw verkauft, was unsere Zulieferer sehr deutlich zu spüren bekommen haben." Das habe letztendlich dazu geführt, dass Automobilzulieferer spürbar weniger Azubis eingestellt haben als in den Vorjahren. Grimmer macht deutlich, dass der Start ins aktuelle Ausbildungsjahr sehr zäh war. "Man merkt eine große Verunsicherung bei den Schulabgängern. Die Ausbildungsverträge waren deutlich später unter Dach und Fach als sonst."

Spürbarer Rückgang in der Industrie

Nicht überraschend also, dass vor allem von 2024 auf 2025 in der Industrie die Zahl der Ausbildungsverträge spürbar zurückgegangen ist, von 231 auf 173. Von 2025 auf 2026 hat sich die Zahl wieder etwas stabilisiert auf 179. Nicht ganz so ausgeprägt war der Einbruch im Dienstleistungssektor. In der Summe waren die Zahlen hier zwischen 2024 und 2026 mit zuletzt 130 Neueintragungen stabil. Im Handel dagegen ist ein schleichender Rückgang zu beobachten auf aktuell 191 Verträge.

Noch keinen Ausbildungsplatz? Auf jeden Fall bewerben!

"Auch wenn unsere Bamberger Unternehmen weniger Ausbildungsplätze anbieten als noch vor ein paar Jahren, waren zum 31. Juli immer noch ein Drittel aller angebotenen Ausbildungsplätze unbesetzt", macht Grimmer deutlich. Er macht deshalb auch allen Schulabgängern Mut, die noch keinen Ausbildungsplatz haben: "Auch nach dem Start ins neue Ausbildungsjahr am 1. September machen Bewerbungen auf jeden Fall noch Sinn!" Erfahrungsgemäß sind Ende Juli erst drei von fünf Ausbildungsverträgen unterschrieben.