26.02.2026
Milder Winter für Bayreuther Konjunktur
Trendauswertung IHK-Gremium Bayreuth
Die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage in der Region Bayreuth bleibt positiv. Das zeigt die Konjunkturbefragung der IHK für Oberfranken Bayreuth zu Jahresbeginn. Die Erwartungen der Unternehmen für das Jahr 2026 hellen etwas auf. Der IHK-Konjunkturklimaindex für Bayreuth steigt um einen Punkt und liegt bei einem Wert von 105. Damit hat die Bayreuther Wirtschaft in Oberfranken ein Alleinstellungsmerkmal – nur hier liegt die Wirtschaft auf einem Wachstumspfad.
Die aktuelle Geschäftslage wird laut der Konjunkturbefragung der IHK für Oberfranken Bayreuth von den Unternehmen aus Stadt und Landkreis Bayreuth ähnlich positiv bewertet wie in der vorangegangenen Herbstbefragung. Insgesamt 36 Prozent der Befragten bewerten ihre aktuelle Geschäftslage positiv, 22 Prozent negativ. Mit einem Saldo von +14 steht die Wirtschaftsregion Bayreuth bei der aktuellen Geschäftslage im oberfränkischen Vergleich ausgesprochen solide da.
Dank guter Kapazitätsauslastung stabile Konjunkturlage
Auch die Kapazitätsauslastung ist hoch. Ein gutes Drittel (35 Prozent) der Befragten gibt eine volle Auslastung im vergangenen Halbjahr zu Protokoll, über die Hälfte (53 Prozent) eine befriedigende Auslastung. Im selben Zeitraum berichten zwar mehr Unternehmen von einem gesunkenen als gestiegenen Auftragsvolumen im Inland (31 im Vergleich zu 27 Prozent), das ist aber kein Vergleich zu den Meldungen aus den anderen oberfränkischen Teilregionen. “Die wirtschaftliche Gesamtsituation in der Region hat sich seit Frühjahr letzten Jahres stabilisiert, wenn auch auf einem deutlich niedrigeren Niveau als in der Vor-Corona-Zeit. Dass der Konjunkturklimaindex seit einem Jahr durchgehend über der Wachstumsschwelle von 100 Punkten liegt, werte ich als Trend in die richtige Richtung“, erläutert Jörg Lichtenegger, Vorsitzender des IHK-Gremiums Bayreuth, die aktuelle Situation.
Unternehmerischer Blick in die Zukunft wird positiver
Für das Jahr 2026 erwarten 18 Prozent der befragten Unternehmen aus der Region Bayreuth eine Verbesserung ihrer Geschäftslage, 20 Prozent eine Verschlechterung. Bei den Erwartungen zur Auftragslage im Inland und zur Auslastung der Kapazitäten überwiegen nun sogar leicht die optimistischen Stimmen. Das lässt auf eine weitere Stabilisierung hoffen.
Etwas verhaltener dagegen die Investitionplanungen im Inland, im Saldo bleiben diese leicht negativ: Während 14 Prozent der Unternehmen im Inland mehr investieren wollen, liegt die Zahl der Unternehmen mit rückläufigen Investitionsplanungen bei 18 Prozent. Erwartungsgemäß wollen die Unternehmen in erster Linie in Ersatzbeschaffungen investieren – etwa zwei von drei Unternehmen. Ein weiteres Drittel der Unternehmen plant Investitionen in Rationalisierungen, aber auch in Produktinnovationen. Lichtenegger: "Das könnte ein echtes Indiz für eine Kehrtwende zum Besseren sein." Aktuell gehen die Unternehmen außerdem von einer stabilen Beschäftigtenentwicklung für 2026 aus.
“Die Erwartungen der Unternehmen in der Region Bayreuth werden für das Jahr 2026 optimistischer. Für einen wirklichen Durchbruch fehlt es aber an vielen Ecken." Das Spektrum reiche von der fehlenden Planungssicherheit über Energiepreise, Arbeitskosten und Steuerlast bis hin zur Infrastruktur. "Dazu zählt vor allem auch eine zukunftsfähige Bahnanbindung", macht der Gremiums-Vorsitzende deutlich. "Die Rahmenbedingungen für Unternehmen müssen wirtschaftsfreundlicher werden, die ganzen Bremsklötze müssen weg. Erst dann kann die Wirtschaft wirklich durchstarten."
