Dieselfreier Schienenpersonennahverkehr rückt näher
IHK für Oberfranken Bayreuth begrüßt mittelfristiges Ende der "Dieselinsel"
Mit der Unterzeichnung des Planungsvertrages für das Akkunetz Nordbayern ist ein zentraler Meilenstein für die zukünftige Schienenmobilität in Oberfranken erreicht. Aus Sicht der Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth ist dies ein entscheidender Schritt, um den Wirtschafts- und Lebensraum Oberfranken nachhaltig zu stärken.
Der Bayerische Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Christian Bernreiter, und der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für den Freistaat Bayern, Heiko Büttner, haben mit der Vertragsunterzeichnung die Grundlage für eine schrittweise Ablösung des Dieselbetriebes in Oberfranken gelegt – durch eine schrittweise Elektrifizierung und den Betrieb von Akku-Zügen.
Vorgesehen sind gezielte Infrastrukturmaßnahmen, sowie der Aufbau ergänzender Ladeinfrastruktur. Damit können die Vorteile der Elektrifizierung der Schiene konsequent in die Fläche Oberfrankens gebracht werden – ohne überall eine kosten- und zeitintensive Voll-Elektrifizierung vorauszusetzen.
Im Fokus stehen dabei die bislang nicht elektrifizierten Strecken rund um die Oberzentren Bamberg, Coburg, Bayreuth und Hof sowie deren Anbindungen in Richtung Nürnberg und Regensburg. Besonders profitiert davon die Oberfrankenachse als zentrale Zukunftsverbindung zwischen den Oberzentren Bayreuth, Kulmbach, Bamberg und Hof.
Für die regionale Wirtschaft ist vor allem eines entscheidend: eine leistungsfähige, verlässliche und gut getaktete Schienenverbindung. Sie ist Grundlage für den täglichen Pendlerverkehr ebenso wie für eine verbesserte Anbindung an den Fernverkehr – insbesondere über den ICE-Knoten Bamberg und die weiterführenden Hauptachsen.
“Die Oberfrankenachse ist mehr als ein Infrastrukturprojekt – sie ist ein echter Standortfaktor“, betont Michael Möschel, Vorsitzender des IHK-Verkehrsausschusses. “Wer zwischen Bayreuth, Kulmbach, Bamberg und Hof pendelt, braucht eine Bahn, die regelmäßig fährt, zuverlässig ist und sauber an den Fernverkehr anbindet. Eine gute Taktung ist der Schlüssel, damit aus Fahrplänen echte Mobilität wird.“
Auch Wolfram Brehm, Hauptgeschäftsführer der IHK für Oberfranken Bayreuth, unterstreicht die strategische Bedeutung des Vorhabens: “Oberfranken darf nicht länger abgehängt sein. Das Akkunetz Nordbayern ist ein überfälliger Modernisierungsschub – für Beschäftigte, Unternehmen und die gesamte Region. Es wird Zeit, dass wir das Zeitalter der Dieselinsel Oberfranken hinter uns lassen und konsequent in die moderne Mobilität einsteigen.“
Ergänzend hebt Stephan Jarmer, Verkehrsreferent der IHK für Oberfranken Bayreuth hervor: “Für unsere Unternehmen ist entscheidend, dass die neuen Konzepte nicht nur technisch funktionieren, sondern im Alltag spürbare Verbesserungen bringen. Das ist die Basis dafür, dass die Schiene im Wettbewerb der Verkehrsträger hinzugewinnt.“ Aus Sicht der IHK ist dies ein wichtiger Schritt, um Oberfranken als Wirtschaftsstandort langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln.
