IHK Ostwürttemberg 22.06.2022

Region packt beim Strukturwandel aktiv an

Das Regionalranking des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) attestiert 93 Regionen im Westen, Norden und dem Großraum Berlin eine hohe Dynamik. Die Region Ostwürttemberg und mit ihr die Länder Baden-Württemberg und Bayern besitzen aktuell ein hohes wirtschaftliches Niveau. IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler:
„Ostwürttemberg hat sich mit dem Start der Zukunftsoffensive im Jahr 2021 rechtzeitig auf den Weg gemacht, um sich zukunftsfest aufzustellen und weiterhin dynamisch den Transformationsprozess bezüglich Digitalisierung, Dekarbonisierung und demografischen Wandel zu gestalten.“
Thilo Rentschler, Hauptgeschäftsführer der IHK Ostwürttemberg hat die IW-Studie unter die Lupe genommen. Darin wurden anhand von 14 Indikatoren aus den Bereichen Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt sowie Lebensqualität alle 400 Landkreise und kreisfreie Städte in Deutschland bewertet.
Die Ergebnisse wurden unterteilt in die Darstellung des Ist-Zustands/Niveaus sowie der zu erwartenden Dynamik. Für das Niveauranking wurden zum Großteil die Datensätze aus dem Jahr 2020 herangezogen. Für das Dynamikranking galten als Basis für den zweijährigen Untersuchungszeitraum hauptsächlich die Jahre 2018 und 2019. Deshalb wird die derzeitige Situation zeitlich verzerrt dargestellt.
„Wir haben uns rechtzeitig auf den Weg gemacht, unser hohes wirtschaftliches Niveau zu sichern, auszubauen und Transformation aktiv zu gestalten“,
betont Hauptgeschäftsführer Rentschler.
„Wir nehmen unsere Aufgaben sehr ernst und selbst in die Hand. Wir arbeiten innerhalb der Zukunftsoffensive in diesem breiten Bündnis von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik an den identifizierten Themenfeldern.“
Dieser 2021 gestartete und nun aktuell fortgesetzte Prozess ist sehr dynamisch. Rentschler:
„In den Daten des IW-Regionalrankings sind diese Aktivitäten noch nicht eingeflossen. Die IHK sowie die an der Zukunftsoffensive beteiligten Partner aus Politik und Gesellschaft sehen die Region als vorbildlich an, sich für künftige wirtschaftliche Herausforderungen zu wappnen.“

„Gamechanger“ in Region vorhanden

Die IW-Studie kommt zu dem Schluss, dass es sogenannter „Gamechanger“ bedarf, um in Fragen digitaler, ökologischer und demografischer Transformation eine Dynamik zu entwickeln. Rentschler:
„Genau diese haben wir in den Workshops und den Aktivitäten innerhalb unserer Zukunftsoffensive zusammengeführt. Daraus sind bereits wichtige Impulse entstanden, die es nun umzusetzen gilt.“
Wichtig für eine erfolgreiche Umsetzung ist die Unterstützung durch die Bundes- und Landesregierung. Hierbei ist Ostwürttemberg ebenfalls auf gutem Weg. Für den Aufbau eines „Transformationsnetzwerks Automobil und Maschinenbau“ wurden Bundesfördermittel in Höhe von 6 Millionen Euro beantragt. Dieses Netzwerk soll Ostwürttemberg zu einer Modellregion wachsen lassen.
„Auch dies unterstreicht die Dynamik unserer Region bei der wirtschaftlichen Entwicklung“,
betont der IHK-Hauptgeschäftsführer.
Ebenfalls wichtig sei, dass die richtigen Zukunftsthemen bearbeitet werden. Die Zukunftsoffensive fokussiere sich auf den Ausbau und die Versorgung der Region mit Wasserstoff, um Klimaneutralität und Umweltschutz rasch zu verwirklichen. Das Fördern von Gründung sowie der Start-up-Szene sowie ein massiver Ausbau der beruflichen Qualifizierung sind weitere wichtige Handlungsfelder. Zusammen mit dem Transformationsnetzwerk speziell für die Schlüsselbranchen Automotive und Maschinenbau kombiniert mit einem Ausbau der Forschungs-, Verkehrs- und Digitalinfrastruktur und einer intelligenten künftigen Regionalplanung gelingt eine gute Positionierung, ist sich der ehemalige Oberbürgermeister Thilo Rentschler sicher.