Pressemeldung Nr. 37 vom 30.05.2022

Unternehmen in NRW wünschen sich Wiederaufnahme der Direktflüge in die USA

Im Zuge der Corona-Krise wurden alle Direktverbindungen von Düsseldorf in die USA eingestellt.
Dies hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Düsseldorf gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Düsseldorf, der American Chamber of Commerce (AmCham) in Nordrhein-Westfalen sowie weiteren Partnern zum Anlass genommen, eine Umfrage zur Bedeutung dieser Verbindungen bei den Unternehmen in Nordrhein-Westfalen durchzuführen.
„Für 85 von 100 Unternehmen ist eine direkte Flugverbindung in die USA sehr wichtig oder wichtig für die Entwicklung ihres US-Geschäfts“, nennt Ralf Schlindwein, Geschäftsführer International der IHK Düsseldorf, das zentrale Ergebnis einer im April 2022 durchgeführten Onlinebefragung bei Unternehmen in Nordrhein-Westfalen. Mehr als jedes zweite Unternehmen gibt an, dass es mehr Geschäftsreisen in die USA tätigen würde, sofern es eine direkte Flugverbindung gäbe.
„Angesichts der aktuellen, weltweiten Herausforderungen für Unternehmen mit Auslandsgeschäft gehen wir davon aus, dass der US-Markt für nordrhein-westfälische Firmen in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen wird. Das zeigt sich auch an den prognostizierten Reiseaktivitäten in die USA, die laut Umfrageergebnissen ab 2023 im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit deutlich steigen werden – schon ab Herbst 2022 erwarten die Unternehmen ein leicht höheres Reiseaufkommen in die USA als noch im Jahr 2019“, so Schlindwein. Die Destinationen Atlanta und New York stehen dabei auf der Wunschliste der antwortenden Unternehmen ganz oben.
„Für die Mitgliedsfirmen der AmCham in NRW ist eine direkte Flugverbindung zwischen Düsseldorf und den USA von erheblicher Bedeutung“, unterstreicht Dr. Alexander Schröder-Frerkes, Chairman der AmCham NRW. „Das gilt gleichsam für deutsche Firmen, die stark in die USA exportieren, wie auch für die US-Unternehmen mit Dependancen in NRW. Für viele US-Unternehmen war die direkte Flugverbindung in das ‚Herz von Europa‘ ein wichtiger Grund, sich in Düsseldorf und Umgebung anzusiedeln. Der schnelle Weg in die USA und die Erreichbarkeit aller europäischen Großstädte in ein bis zwei Flugstunden gaben den Ausschlag“, so Schröder-Frerkes weiter.
Theresa Winkels, Amtsleiterin der Wirtschaftsförderung Düsseldorf, betont: „Mit rund 470 ansässigen US-Unternehmen sowie einem dichten Netz amerikanischer Institutionen und Verbände ist Düsseldorf einer der wichtigsten USA-Standorte in Europa und insgesamt die Top Location für ausländische Direktinvestitionen in NRW. Die USA gehören zu den wichtigsten Quellmärkten für unseren internationalen Wirtschaftsstandort und schaffen hier eine Vielzahl an Arbeitsplätzen. Zudem sind wir als Landeshauptstadt mit der Messe Düsseldorf und dem Düsseldorf Congress Center Standort für eine Vielzahl internationaler Weltleitmessen und Fachkonferenzen – für deren internationale Besucherinnen und Besucher aus den USA ist eine Direktflugverbindung ebenfalls von enormer Bedeutung.“
Die Umfrage wurde von der IHK Düsseldorf gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Düsseldorf und der American Chamber in Nordrhein-Westfalen mit Unterstützung des US-Generalkonsulats in NRW, dem Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, NRW Global Business und weiterer IHKs in NRW durchgeführt. An der gemeinsamen Umfrage haben sich 328 Unternehmen beteiligt, über die Hälfte davon aus dem verarbeitenden Gewerbe.
Die vollständigen Ergebnisse sind zu finden unter: https://www.ihk.de/duesseldorf/5548248
Webcode: 5548248
Hintergrundinformationen
Die USA sind mit Exporten im Wert von 13,4 Milliarden Euro im Jahr 2021 der wichtigste Markt für NRW-Unternehmen außerhalb der EU. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Exporte in die USA um 13,7 Prozent. NRW gehört für US-Unternehmen zu den wichtigsten Standorten in Deutschland. Allein im Rheinland gibt es laut aktueller IHK-Studie 1.259 im Handelsregister eingetragene Unternehmen mit einer Mehrheitsbeteiligung aus den USA.