International

Studie „Ausländische und auslandsaktive Unternehmen”

Die Internationalisierung der regionalen Wirtschaft hat in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich an Fahrt gewonnen. In den Industriebetrieben wird mittlerweile mehr als jeder dritte Euro im Ausland erwirtschaftet. Umgekehrt haben sich verstärkt auch ausländische Unternehmen in der Region angesiedelt bzw. investiert. Die gemeinsam von IHK und Creditreform Osnabrück/Nordhorn Unger KG erstellte Studie „Ausländische und auslandsaktive Unternehmen in der Region“ zeigt erstmals den Umfang des Engagements ausländischer Betriebe im IHK-Bezirk.
Die Daten zeigen, dass von den knapp 60000 Mitgliedsunternehmen der IHK 4500 einen ausländischen Eigentümer bzw. Gesellschafter mit mehr als 50 % ausländischem Gesellschaftskapital haben oder von einer Person mit ausländischer Staatsangehörigkeit betrieben werden. Die Gruppe dieser Unternehmen ist ein beachtlicher Wirtschaftsfaktor. Sie beschäftigen nach den Berechnungen von IHK und Creditreform rund 16700 Mitarbeiter. Allein durch Investoren aus den sechs wichtigsten Investitionsherkunftsländern – Niederlande, Schweiz, Dänemark, Österreich, Vereinigtes Königreich und USA – werden in der Region knapp 13000 Arbeitsplätze gesichert. (bei)

IHK-Ländersommerabend zu Litauen

Beim Ländersommerabend der IHK war Litauen das Gastland. In seiner Begrüßung hob IHK-Präsident Uwe Goebel Litauen als Vorbild für eine erfolgreiche Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung und Wirtschaft hervor. So war der hohe Grad an Digitalisierung auch bei der Bewältigung der Corona-Krise in Litauen sehr hilfreich.
Gastredner Martynas Lukoševičius, Gesandter-Botschaftsrat Litauens stellte in seiner Rede fest, dass Fortschritte bei der Digitalisierung nur durch Geschwindigkeit gelingen. Im Gegensatz zu Deutschland, ist diese beim Internet in Litauen zum Beispiel aber kein Problem. Eine Geburtsurkunde kann bei einer litauischen Behörde schnell und problemlos online beantragt werden. Es ist nicht nötig vor Ort zu sein.  Das Angebot an Verwaltungsvorgängen, die Bürgern und Unternehmen digital angeboten werden, wird in Litauen konsequent ausgebaut. Diese hohe Geschwindigkeit bei der Digitalisierung macht sich zum Beispiel auch bei einer Unternehmensgründung bezahlt. Diese gelingt unbürokratisch und in nur wenigen Tagen. Insgesamt wird somit für Unternehmen in Litauen unnötiger Bürokratieaufwand, der viel Zeit und Aufwand kostet, vermieden. Besonders hilfreich dabei ist das hohe Vertrauen der Bürger in die digitale Kompetenz staatlicher Behörden. So kooperieren seit Jahren in Litauen bereits staatliche Institutionen mit privaten Unternehmen erfolgreich beim Thema Datensicherheit. (bei)

Internationale Märkte verändern sich

Die Corona-Pandemie hat 2021 zu erheblichen Veränderungen im globalen Warenverkehr und massiven Störungen der internationalen Lieferketten geführt. Lockdowns in wichtigen Lieferländern in Asien, gesperrte Häfen in China aufgrund von erneuten Corona-A
usbrüchen und dadurch bedingte Verspätungen im Seefrachtverkehr sind einige Gründe dafür. Hinzu kommen knappe Transportkapazitäten bei allen Verkehrsträgern oder Produktionsstillstände bei Zulieferern in China aufgrund von Stromsperren. In vielen Industriezweigen sind nahezu alle Betriebe derzeit von Rohstoffknappheit oder deutlichen Preisanstiegen betroffen. Zu spüren bekommen Unternehmen die Lieferengpässe und Preisanstiege derzeit insbesondere bei direkten Vorprodukten, Stahl, Aluminium, Kupfer und Holz.
Der Krieg in der Ukraine hat diese Situation noch verschärft. Neben gestörten Lieferketten kommen nun steigende Energiepreise und die sich stetig verschärfende Sanktionen der EU gegenüber Russland hinzu. Als Folge der scharfen Sanktionsmaßnahmen ist das Russlandgeschäft vieler regionaler Unternehmen eingeschränkt oder teilweise sogar vollständig zum Erliegen gekommen. (bei)

Brexit und kein Ende

Seit dem 1. Januar 2021 ist das Vereinigte Königreich nicht mehr Mitglied im EU-Binnenmarkt. Für deutsche Unternehmen haben sich dadurch im Auslandsgeschäft mit ihren britischen Geschäftspartnern zahlreiche Änderungen ergeben, wie zum Beispiel Zollanmeldungen und neue Kontrollen im grenzüberschreitenden Warenverkehr. Dadurch ist der administrative Aufwand für die notwendig gewordenen Zollformalitäten gestiegen und damit auch die Kosten. Alle Beteiligten mussten sich erst an die neuen Prozesse gewöhnen. Probleme bereiteten am Anfang die Schnittstellen zwischen den Behörden in den Häfen. In vielen Einzelberatungen hat die IHK ihre Mitgliedsunternehmen bei der zolltechnischen Abwicklung unterstützt und bei Fragen zur Mitarbeiterentsendung und Dienstleistungserbringung Hilfestellung geleistet. Denn mit dem Brexit sind die Niederlassungsfreiheit und der freie Dienstleistungsverkehr im Sinne der Unionsverträge entfallen. Die Erbringung von Dienstleistungen im Vereinigten Königreich ist komplizierter geworden. (bei)

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