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Innovation und Energie
- Leuchtturmprojekte: Der Energiestandort wird weiterentwickelt
- Informierend: Partner beim 7. Energieforum in Lingen
- Kritisch: Betrachtete unsere IHK die Verpackungssteuer
- Blick nach vorn: IHK-Innovationsforum stellte Umfrageergebnisse vor
- Bürokratiegefahr: Europäische Verpackungsverordnung (PPWR) diskutiert
- Gespräch über Wasserstoff: Dr. Alexander Bedrunka zu Gast beim Mittagsgespräch
- Positionen verdeutlicht: IHK-Fachausschuss führte Gespräche in Brüssel
Leuchtturmprojekte: Der Energiestandort wird weiterentwickelt
Mit den Projekten, die in unserer Region zusammenlaufen, nimmt unsere Region eine Vorreiterrolle bei der Energiewende ein. Neben der Konverterstation in Dörpen sind weitere Konverter in Lingen und Bohmte geplant. Die Grundsteinlegung in Lingen erfolgte Ende Mai 2025; die Inbetriebnahme ist für 2028 vorgesehen, Bohmte soll 2030 folgen. Eine der ersten Recyclinganlagen für Batterien in Elektro-Kfz ist in Meppen in Betrieb gegangen.
Aus dem Kraftwerksstandort Lingen wird jetzt auch ein Wasserstoffstandort: Neben der bereits in Betrieb befindlichen 14-MW-Wasserstoffproduktionsanlage sind weitere 300 MW durch RWE sowie 100 MW durch BP projektiert. Unsere IHK hat diese und weitere Leuchtturmprojekte der Energiewende in einer Karte zusammengestellt.
Diese Leuchttürme der Energiewende zeigen, dass Investitionen in Milliardenhöhe in unsere IHK-Region fließen.
Informierend: Partner beim 7. Energieforum in Lingen
Rund 300 Fach- und Führungskräfte aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung trafen sich zum 7. Energieforum des Wirtschaftsverbands Emsland in Lingen. Die IHK war erstmals als assoziierter Partner eingebunden und hatte mit der H2-Region Emsland im Vorfeld Besichtigungen zu Wasserstoffprojekten beim 3N Kompetenzzentrum sowie HY2GEN ATLANTIS in Werlte organisiert. Darüber hinaus stellte IHK-Geschäftsbereichsleiterin Anke Schweda in einer Diskussionsrunde die aktuellen Ergebnisse der IHK-Energieumfrage vor und machte deutlich, dass die Energiewende auch über das Emsland hinaus ein wichtiges Thema für die gesamte IHK-Region ist.
Kritisch: Betrachtete unsere IHK die Verpackungssteuer
Die Diskussion über eine mögliche Verpackungssteuer in Osnabrück hat unsere IHK 2025 kritisch begleitet. Mit einer Blitzumfrage unter betroffenen Unternehmen haben wir der Politik aufgezeigt, welche zusätzlichen Belastungen durch Bürokratie, steigende Kosten und Erklärungsaufwand gegenüber Kundinnen und Kunden entstehen würden.
Die Ergebnisse zeigen: Eine große Mehrheit der befragten Unternehmen lehnt die Verpackungssteuer ab und sieht darin einen Standortnachteil für Osnabrück. Unsere IHK hat deshalb praxistaugliche Alternativen wie ein regional abgestimmtes Mehrwegkonzept, Informationskampagnen und bessere Sammelstrukturen im öffentlichen Raum angeregt.
Ergebnisse aus der IHK-Umfrage zeigen: 81 % lehnen die Verpackungssteuer ab.
Blick nach vorn: IHK-Innovationsforum stellte Umfrageergebnisse vor
Innovation ist die Grundlage für Wohlstand und Wertschöpfung. Hemmnisse für Innovation sind dagegen Bürokratie und unflexible staatliche Rahmenbedingungen. Das zeigt auch die IHK-Umfrage zur Innovationsfähigkeit, deren Ergebnisse auf dem 1. IHK-Innovationsforum vorgestellt wurden. Obwohl 68% der befragten Unternehmen sich bei Trends wie KI, Automatisierung und Nachhaltigkeit gut aufgestellt sehen, bewerten 84% die staatlichen Rahmenbedingungen als größtes Innovationshemmnis. Die Unternehmen KUIPERS technologie GmbH, slashwhy GmbH, Elea Technology GmbH gaben praktische Einblicke ihre betriebliche Innovationsförderung. Prof. Dr. Roll (Hochschule Osnabrück) zeigte einen Überblick über das Pricing von Innovation im Markt und Katharina Lutermann von tdlc innovations GmbH stellte verschiedene Konzepte zum betrieblichen Innovationsmanagements vor.
Referenten des IHK-Innovationsforums 2025. Reihe 1 v. l.: Micheal Kuipers, Johannes Pfeifer, Lars Brendler, Katharina Lutermann. Reihe 2 v. l.: Anke Schweda, Kristoph Leonhard, Dr. Christina Niemöller, Prof. Dr. Oliver Roll.
Bürokratiegefahr: Europäische Verpackungsverordnung (PPWR) diskutiert
Die EU möchte mit der Verpackungsverordnung den Einsatz von Verpackungen durch verbessertes Recycling und einen höheren Anteil an Rezyklaten entlang der gesamten Wertschöpfungskette nachhaltiger gestalten. Für Unternehmen bedeutet die Verordnung ein hohes Maß an Bürokratie. Zudem sehen sie sich einer Vielzahl offener Fragen bei Umsetzung gegenübergestellt, um die Anforderungen zu verstehen und zu erfüllen. In diesem Zusammenhang hat die IHK eine außerordentliche Summe an Gesprächen mit Verantwortlichen geführt, um den Unternehmen eine Hilfestellung bei der Umsetzung zu geben.
Gespräch über Wasserstoff: Dr. Alexander Bedrunka zu Gast beim Mittagsgespräch
Beim IHK-Mittagsgespräch stellte Dr. Alexander Bedrunka vom Niedersächsischen Wasserstoff-Netzwerk die Chancen grünen Wasserstoffs für die Region vor, die durch bedeutende Projekte wie die Elektrolyseure von bp und RWE in Lingen bereits sichtbar werden. Um den Wasserstoffhochlauf voranzutreiben, seien vor allem gesicherte Abnahmestrukturen sowie erleichterte Planungs- und Genehmigungsverfahren notwendig. Unsere IHK fordert zudem regionale Anschlüsse an das Wasserstoff-Kernnetz sicherzustellen, um den Lagevorteil der Region zu nutzen.
Diskutierten über Wasserstoff (v.l.): IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf, Dr. Alexander Bedrunka und IHK-Vizepräsident Mark Rauschen.
Positionen verdeutlicht: IHK-Fachausschuss führte Gespräche in Brüssel
Eine Delegation des IHK-Fachausschusses für Industrie, Energie und Umwelt unter dem Vorsitz von Dietmar Hemsath, Geschäftsführer der Georgsmarienhütte GmbH, reiste nach Brüssel und führte mit Michael Hager, Kabinettschef des EU-Kommissars für Wirtschaft und Produktivität, Jens Gieseke, MdEP, sowie Repräsentanten von RWE, dem Verband der Chemischen Industrie (VCI), dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW), um sich für stabile, wettbewerbsfähige Energiepreise einzusetzen. Zentrale Forderungen waren die Vollendung des EU-Energiebinnenmarktes, vereinfachte Genehmigungsverfahren für erneuerbare Energien sowie ein Kompensationsmechanismus zum CBAM, um die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Waren zu sichern.
Die IHK-Delegation in der Europäischen Kommission mit Micheal Hager (m.), Kabinettschef des EU-Kommissars für Wirtschaft und Produktivität.
Kontakt
Anke Schweda
Standortentwicklung, Innovation und Energie
Geschäftsbereichsleiterin, Mitglied der Geschäftsführung