IHK-Geschäftsbericht 2025
Nr. 5152660
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Vorwort

Liebe Leserin, lieber Leser,
das Jahr 2025 war für viele Unternehmen unserer Region eine echte Enttäuschung. Die erhoffte Konjunkturbelebung blieb ebenso aus wie der angekündigte „Herbst der ­Reformen“. Die deutsche Wirtschaft verharrt in einer Schwächephase, das wirtschaft­liche Wachstum bleibt minimal. Auch die Aussichten für 2026 bleiben nur trübe.
Die De-Industrialisierung ist bei uns in der Region angekommen. Eine IHK-Analyse zeigt, dass im IHK-Bezirk seit 2022 rund 2 500 in der Regel gut bezahlte Industrie­arbeitsplätze verloren gingen. Selbst die Situation am Arbeitsmarkt, der über viele Jahre von der demografischen Entwicklung geprägt war, verschärft sich. Aktuell haben wir rund 100 000 Arbeitsplätze in unserer IHK-Region. Der jährliche Verlust von ­In­dustriearbeitsplätzen liegt bei 2,5 %, bei einem gleichzeitigen Aufbau von Arbeitsplätzen in der öffentlichen Verwaltung – das ist kein guter Trend.
Ein politisches Weiter-so ist keine Option mehr. Die vorliegenden Reformvorschläge auf Bundes- und Landesebene, etwa bei der Gesundheits- und Rentenpolitik, weisen in die richtige Richtung. Tempo und Umfang der Veränderungen müssen deutlich erhöht werden. Dringendster Handlungsbedarf besteht beim Bürokratieabbau, bei der Digitalisierung des Staates und bei der Entlastung von Unternehmen von Steuern, Abgaben und Energiekosten. Der Stillstand in der anstehenden parlamentarischen Sommerpause ist überhaupt kein gutes Signal.
Auch auf regionaler Ebene stehen wichtige Entscheidungen an. Mit der Kommunalwahl am 13. September 2026 werden die Weichen für die wirtschaftliche Entwicklung hier vor Ort neu gestellt. Denn viele Standortfaktoren – von Gewerbeflächen über Infrastruktur bis hin zu Genehmigungsverfahren – werden in den Städten und Gemeinden gestaltet. Unsere IHK begleitet diese Wahl: mit eigenen kommunalpolitischen Positionen, mit Podiumsdiskussionen und mit zahlreichen politischen Gesprächen mit den Kandidatinnen und Kandidaten.
Trotz aller Herausforderungen gibt es auch Gründe für Zuversicht. Zahlreiche Unternehmen investieren trotz Krise, entwickeln neue ­Geschäftsmodelle und treiben Innovationen voran. Diese Hoffnungsträger möchten wir sichtbar machen und präsentieren sie deshalb auf einer „Mutmacher-Landkarte“: Diese beispielhaften Investitionsprojekte zeigen, dass unser Wirtschaftsstandort weiterhin Vertrauen besitzt.
Dieses Vertrauen verdient mehr Anerkennung, und ebenso mehr Sichtbarkeit. Mit der bundesweiten Kampagne „Wir unternehmen das!“ ­setzen sich die IHKs deshalb für ein realistischeres Bild von Unternehmerinnen und Unternehmern ein. Denn sie sind es, die Arbeitsplätze schaffen, Fachkräfte ausbilden, in neue Anlagen investieren und damit Wachstum und Wohlstand erzeugen.
Der vorliegende Geschäftsbericht gibt Ihnen einen Überblick über die laufenden Aktivitäten, Projekte und Initiativen unserer IHK. Wir werden weiterhin dafür arbeiten, die Zukunft unseres Standorts zu sichern.
Wir wünschen Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre
IHK-Präsident Uwe Goebel
IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf
Marco Graf
Hauptgeschäftsführer