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Regionale Wirtschaft verharrt 2025 in der Schwächephase
Auch im Jahr 2025 blieb die wirtschaftliche Lage in der Region angespannt. Zwar zeigten sich zu Jahresbeginn noch vorsichtige Erholungssignale, doch diese verloren im weiteren Jahresverlauf deutlich an Dynamik. Der IHK‑Konjunkturklimaindex stieg zunächst auf 89 Punkte, verharrte damit aber klar unter dem langjährigen Durchschnitt und rutschte im zweiten Halbjahr wieder auf rund 82 Punkte ab.
Die Unternehmen standen weiterhin unter erheblichem Druck. Neben einer schwachen Inlands- und Auslandsnachfrage belasteten insbesondere hohe Energie‑ und Arbeitskosten sowie unsichere wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen die Geschäftsentwicklung. Investitionen und Personalpläne blieben entsprechend zurückhaltend, vielerorts beschränkten sich Investitionen auf Ersatzbeschaffungen. Die angespannte wirtschaftliche Situation wirkte sich zunehmend auch auf die Unternehmenssubstanz aus: Die Zahl der Insolvenzen stieg spürbar an und machte deutlich, dass sich die Krise in vielen Branchen verfestigt und finanzielle Spielräume weiter schwinden.
Auch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung unterstreicht dieses Bild: Das Bruttoinlandsprodukt wuchs 2025 zwar leicht um 0,2 Prozent, nach zwei vorangegangenen Rezessionsjahren bleibt Deutschland damit jedoch in einer langanhaltenden Stagnationsphase und verharrt in der Tendenz weiterhin auf dem Niveau der Vor‑Corona‑Zeit – ein echter Aufschwung ist bislang nicht in Sicht.
Ausblick 2026: Erholung bleibt unsicher
Auch zum Jahresbeginn 2026 bleibt ein nachhaltiger Aufschwung bislang aus. Die Konjunkturerwartungen haben sich zuletzt erneut eingetrübt, während zentrale Risiken weiter bestehen. Dazu zählt zunehmend auch die Eskalation im Nahen Osten: Rund 80 Prozent der Unternehmen berichten in einer IHK-Blitzumfrage im April 2026 von spürbaren Auswirkungen – insbesondere durch steigende Energie‑, Transport‑ und Materialkosten sowie eine wachsende Unsicherheit im internationalen Geschäft.
Gleichzeitig warten viele Betriebe weiterhin auf konkrete wirtschaftspolitische Impulse. Gefordert werden vor allem spürbare Entlastungen bei Energie‑ und Arbeitskosten, ein konsequenter Abbau von Bürokratie sowie verlässlichere Rahmenbedingungen für Investitionen. Ob sich die wirtschaftliche Lage stabilisiert, hängt daher maßgeblich davon ab, ob angekündigte Reformen zügig umgesetzt werden und den Unternehmen wieder mehr Spielräume für Investitionen und Wachstum eröffnen.
Der IHK-Konjunkturklimaindikator wird berechnet als geometrisches Mittel der Lage– und Erwartungssalden und stellt den konjunkturellen Gesamtzustand der regionalen Wirtschaft
dar. Der Indikator kann zwischen den Werten 0 und 200 schwanken. Je höher der auf der linken Achse dargestellte Wert, desto besser ist das Konjunkturklima. Die Lage– und Erwar
tungsindikatoren werden als Saldo aus den gewichteten positiven und negativen Antworten ermittelt. Sie sind auf der rechten Achse dargestellt.
dar. Der Indikator kann zwischen den Werten 0 und 200 schwanken. Je höher der auf der linken Achse dargestellte Wert, desto besser ist das Konjunkturklima. Die Lage– und Erwar
tungsindikatoren werden als Saldo aus den gewichteten positiven und negativen Antworten ermittelt. Sie sind auf der rechten Achse dargestellt.
Kontakt
Frank Hesse
Öffentlichkeitsarbeit, Wirtschaftspolitik, International
Stv. Hauptgeschäftsführer, Geschäftsbereichsleiter