20+2-jähriges Bestehen: Ein fränkisches Erfolgsprojekt

Mit über 100 Gästen feierte die Neue Materialien Bayreuth GmbH (NMB) ihr 22-jähriges Bestehen. Geschäftsführer Professor Holger Ruckdäschel bezeichnete in seiner Begrüßungsrede die außeruniversitäre Einrichtung in Wolfsbach als „einzigartiges, regional und überregional geschätztes Zentrum der Materialforschung mit spannendem Technologieportfolio, innovativen Projekten und hochmoderner Ausstattung.“

Aus Sicht des Freistaats Bayern, dem Hauptgesellschafter der NMB, hat sich die Neue Materialien Bayreuth in den vergangenen 22 Jahren zu einer wissenschaftlich und wirtschaftlich außerordentlich erfolgreichen Forschungseinrichtung entwickelt.
Durch ihre praxisorientierte und industrienahe Ausrichtung bietet die NMB gerade unseren mittelständischen Unternehmen Zugang zu einem fortschrittlichen, unmittelbar verwertbaren und im langfristigen Markttrend liegenden Know-how. Der Freistaat Bayern hat bisher über 65 Millionen Euro in das fränkische Erfolgsprojekt investiert. Unsere kontinuierliche Förderung und die Finanzierung der aktuellen Investitionen zeigen das klare Bekenntnis des Freistaates zur NMB.,

so Ministerialrat Dr. Eric Zwintz aus dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, in seiner Festrede.


Mit Blick in die Zukunft der NMB rief Geschäftsführer Ruckdäschel dazu auf, die notwendigen Anpassungen an die aktuellen globalen Herausforderungen als Chance zu verstehen: „Um genau diese Chance zu ergreifen, starte ich gerade ein Projekt zur Zukunftsstrategie „NMB 2030“. Es gilt, Stärken zu stärken und gleichzeitig Wachstumsfelder zu schaffen.“ Ansätze hierfür seien „Digitalisierung, Kreislaufwirtschaft und der Ausbau unserer Partnerlandschaft in den Zukunftsbranchen Medizintechnik, Bau, Elektrik und Elektronik.“

Oberbürgermeister Thomas Ebersberger betonte für die Stadt Bayreuth als regionale Gesellschafterin der NMB die Bedeutung dieser Forschungseinrichtung für den Wirtschaftsstandort Bayreuth. Der Präsident der Universität Bayreuth, Professor Stefan Leible, nannte die Kooperation zwischen beiden Einrichtungen „ein Paradebeispiel dafür, wie Grundlagenforschung und praxisorientierte Entwicklung optimal miteinander verknüpft werden.“ Gabriele Hohenner, Hauptgeschäftsführerin der IHK für Oberfranken Bayreuth, die ihr Grußwort auch im Namen der Handwerkskammer für Oberfranken und der IHK Coburg aussprach, berichtete, dass die NMB für die Mitgliedsunternehmen und -betriebe ein wichtiger Innovationsgeber vor Ort sei.

Mit Keynotes von langjährigen Wegbegleitern der NMB, Professor Hans-Werner Schmidt, Universität Bayreuth, und Frank Carsten Herzog, Geschäftsführer HZG Group, Coburg, klang der Festakt aus.

Ein wissenschaftliches Symposium am Nachmittag bot den geladenen Gästen Gelegenheit, sich mit den Projektpartnern und Experten der NMB über innovative Prozessentwicklungen in den Bereichen Additive Fertigung, Partikelschäume und Spritzgießen auszutauschen. Ein weiterer Schwerpunkt beschäftigte sich am Beispiel der großserientauglichen Faserverbund-Prozesskette im NMB-Technikum damit, wie sich Nachhaltigkeit mit Hilfe digitaler Tools bewerten lässt.

Auf dem „Marktplatz der Innovationen“ konnten sich die Gäste vor Ort über die Ergebnisse aktueller F&E-Projekte im gesamten Themenspektrum der NMB informieren. An insgesamt 15 Stationen im Technikum standen Mitarbeiter der NMB zusammen mit den Projektpartnern Rede und Antwort zu additiver Fertigung mit Kunststoffen und Metallen, Spritzgießen, Umformtechnik, Partikelschäumen, thermischem Spritzen sowie Faserverbundkunststoffen.

Die Neue Materialien Bayreuth GmbH schafft nachhaltige Materiallösungen und unterstützt damit den wirtschaftlichen Erfolg ihrer Partner in den Bereichen Kunststoffe, Metalle und Werkstoffkombinationen. Dazu nutzt sie modernste Ausstattung, digitale Technologien und berücksichtigt die Anforderungen der Nachhaltigkeit.

Die außeruniversitäre Forschungseinrichtung wurde im Jahr 2000 gegründet und wird vom Freistaat Bayern und mit Regionalmitteln der EU unterstützt. Die F+E-Arbeiten erfolgen im Rahmen von Industriekooperationen oder öffentlichen Förderprogrammen.

Kontakt

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