IHK & Region | 28.03.2022

2021: Mehr Beschäftigte in der Region

Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Maßnahmen haben seit Anfang 2020 den Arbeitsmarkt in der Region Heilbronn-Franken spürbar belastet.
Nach einem Rückgang der Beschäftigtenzahlen von rund 1.700 Mitarbeitern im Jahr 2020 konnte sich der Arbeitsmarkt im Jahr 2021 wieder erholen und legte insgesamt um rund 4.700 neue sozialversicherungspflichtig Beschäftigte auf 421.518 zu. Damit wurde die Delle aus dem ersten Pandemiejahr wieder wett gemacht. Das ergibt eine IHK-Auswertung der aktuellen Daten des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg.

Beschäftigung in allen Kreisen gestiegen

Gleichzeitig sind deutliche Unterschiede zwischen den Branchen und der Entwicklungen in den Kreisen des IHK-Bezirks zu erkennen. In allen Kreisen der Region hat die Beschäftigung 2021 gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Überdurchschnittlich hoch war der Anstieg in der Stadt Heilbronn mit 2,4 Prozent und im Landkreis Schwäbisch Hall mit 2,0 Prozent. Am geringsten war der Zuwachs der Beschäftigtenzahl im Landkreis Heilbronn mit 0,2 Prozent. In der Region Heilbronn-Franken insgesamt hat die Beschäftigtenzahl mit 1,1 Prozent annähernd gleich stark wie im Landesdurchschnitt mit 1,2 Prozent zugenommen.

Industrie mit rückläufigen Beschäftigtenzahlen

Bei Betrachtung der Beschäftigtenentwicklung in den Wirtschaftssektoren verzeichnete das Produzierende Gewerbe mit 0,7 Prozent oder 1.287 Personen einen Rückgang. Während dabei das Baugewerbe einen Beschäftigungszuwachs von 468 Personen oder 2,0 Prozent melden konnte, ist die Beschäftigtenzahl in der Industrie wegen der weit verbreiteten Lieferengpässe das zweite Jahr in Folge um 1.858 Personen oder 1,3 Prozent gesunken.

Dienstleistungssektor trägt Erholung am Arbeitsmarkt

In den Dienstleistungsbereichen einschließlich Handel erhöhte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im vergangenen Jahr insgesamt um 2,4 Prozent oder 5.792 Personen. Einen hohen Beschäftigtenzuwachs gab es im Bereich Information und Kommunikation mit 8,4 Prozent oder 809 Personen, bei den Verkehrsdienstleistern mit 6,6 Prozent oder 1.178 Personen sowie im Bereich „Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“ mit 7,4 Prozent oder 1.300 Personen, zu dem auch die Arbeitnehmerüberlassung zählt. Große Beschäftigungsgewinne gab es auch im Bereich Öffentliche Verwaltung, Erziehung und Gesundheit. Dagegen kam es im Gastgewerbe mit -4,8 Prozent (-426 Personen) erneut zu deutlichen Beschäftigungsverlusten.
Weitere wirtschaftliche Kennzahlen zur Region Heilbronn-Franken finden Sie auch im Statistischen Jahresüberblick der IHK unter www.heilbronn.ihk.de/statistischerjahresueberblick

Kontakt

Dorothee Kienzle
Dorothee Kienzle
Referentin Volkswirtschaft