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Zum 17. Mal hat die westmittelfränkischen Bezirksgruppe des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) den Förderpreis für die beste Masterarbeit an der Hochschule Ansbach vergeben. Der Preis ging in diesem Jahr an Luca Stephan aus Vellberg im Kreis Schwäbisch Hall.
Er hatte seine Masterarbeit bei Bausch + Ströbel in Ilshofen geschrieben. Der sperrige Titel: „Entwicklung und Implementierung eines Prozesses zur Konstruktion und Fertigung additiv gefertigter Bauteile aus Edelstahl bei Bausch + Ströbel unter Zuhilfenahme einer exemplarischen Baugruppe“. „Hochaktuell und zukunftsweisend“ nannte Uwe Wehnhardt, Aufsichtsrat von Bausch+Ströbel, diese Arbeit – auch wegen der „grenzüberschreitenden“ Zusammenarbeit mit der Ansbacher Hochschule.
Additive Fertigung bedeutet in diesem Fall: Das neue Produkt ersetzt “handwerkliche Kunstwerke aus bis zu 31 Einzelteilen”, sagt Luca Stephan. Per Laserschmelzen werden mehrere Schichten aus Edelstahlpulver in einem 3D-Drucker aufeinandergelegt, das neue Teil also quasi aus einem Guss gefertigt. „Der nachgewiesene Mehrwert bei diesem Bördelhalter: 21 Prozent weniger Gewicht, trotzdem erheblich steifer mit verbesserter Reinigbarkeit, das ist pharmazeutisch besser“, erläutert Luca Stephan. Nacharbeit sei kaum notwendig – außer etwas Feinschleifen und Gewindefräsen.
Kostengünstiger herzustellen sei es zudem, selbst wenn momentan die Produktion noch bei einem Dienstleister laufe, heißt es von Firmenseite. Doch weil bei fünf bis zehn Prozent der stählernen Maschinenteile die Umstellung möglich sei, werde man nach und nach auf Laserdrucker-Produktion im eigenen Hause setzen. Dafür sei momentan ein Expertengremium dabei, Konstruktionsrichtlinien zu erstellen – einer der beiden Experten ist Luca Stephan.
Luca Stephan aus Vellberg erhielt den Förderpreis des VDI, Bezirksgruppe Mittelfranken.
Kontakt
Claudia Lösler
Referentin Wirtschaftskommunikation