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Seit den 1990er-Jahren verhandeln die EU und die Mercosur-Länder Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay über ein umfassendes Handelsabkommen. Zwar wurden die Verhandlungen im Juni 2019 abgeschlossen, jedoch ist die Ratifizierung bisher politisch in der EU blockiert. Dabei könnte das Abkommen gerade jetzt wichtige Wachstumsimpulse für die international eng vernetzte deutsche Wirtschaft bieten. Immerhin hängt ein Viertel der deutschen Arbeitsplätze am Außenhandel, in der Industrie sogar jeder zweite.
Weltweit macht zunehmender Protektionismus den grenzüberschreitend tätigen Unternehmen zu schaffen. Eine ambitionierte europäische Handelspolitik ist daher Grundvoraussetzung für den internationalen Erfolg deutscher Betriebe.
Abkommen birgt großes Potenzial
Das ehrgeizige EU-Mercosur-Abkommen setzt hierfür richtige Akzente: Es kann im Laufe der nächsten Jahre fast alle Zölle zwischen der EU und dem bisher wirtschaftlich protektionistischen Mercosur-Raum abschaffen, den Dienstleistungshandel erleichtern, öffentliche Beschaffungsmärkte öffnen, regulatorische Kooperation vereinfachen und 350 traditionelle europäische Spezialitäten wie schwäbische Spätzle oder bayerisches Bier auch im Mercosur schützen.
Und: Das EU-Abkommen hat ein gezieltes Mittelstandskapitel, damit die Vorteile auch kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) erreichen. 12.500 deutsche Betriebe exportieren in den Mercosur-Raum, 72 Prozent davon sind KMUs. Bisher unterliegen 85 Prozent der europäischen Ausfuhren in den Mercosur – einen Markt von über 260 Millionen Konsumenten – einem Zoll. Das verursacht in deutschen und europäischen Betrieben Kosten in Höhe von jährlich 4 Milliarden Euro. Entsprechend sieht ein Großteil der Unternehmen in einem – auch in der Wirtschaft intensiv diskutierten – Handelsabkommen Chancen für sich.
Traditionelle Partnerschaften stärken
Eine Ratifizierung würde Europa und seinen Unternehmen einen wichtigen zeitlichen Vorsprung verschaffen, da somit das erste Abkommen zwischen den Mercosur-Staaten und einem bedeutenden Handelspartner in Kraft wäre. Denn auch andere große Wettbewerbsnationen sind in der Region zunehmend aktiv. Daher sollten sich die EU und die Bundesregierung für eine rasche Umsetzung des Abkommens einsetzen.
Europa kann dabei bereits auf intensiven Handelsbeziehungen aufbauen. Allein nach Brasilien exportierten deutsche Unternehmen 2021 Waren und Dienstleistungen im Wert von mehr als 10 Milliarden Euro, der deutsche Investitionsbestand dort lag 2020 bei über 18 Milliarden Euro. Die brasilianische Metropole São Paulo beispielsweise ist einer der größten Standorte der deutschen Industrie weltweit. Das zeigt das Potenzial, welches bei einer Ratifizierung des Abkommens erschlossen werden kann. Marktchancen für deutsche Unternehmen liegen vor allem in den Bereichen Maschinenbau, Automobil und Ernährung, wo die Mercosur-Länder bisher mitunter sehr hohe Zölle erheben.
Alle Beteiligten haben sich im Abkommen auf klare Standards zum Umweltschutz verständigt. Außerdem verpflichten sie sich, das Pariser Klimaschutzabkommen umzusetzen. Daran müssen sich am Ende alle Partner halten. Für die deutsche Wirtschaft steht fest: Je stärker die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Lateinamerika sind, desto besser auch die Chancen, in Umweltfragen gemeinsam voranzukommen.
Hiesige Unternehmen sind – auch mit Unterstützung der deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) – bereits seit über 100 Jahren in den Mercosur-Ländern vertreten. Sie sichern zehntausende Arbeitsplätze und tragen etwa durch die duale Ausbildung nach deutschem Vorbild vor Ort zur nachhaltigen Entwicklung der Region bei. Das EU-Mercosur-Abkommen bietet nun neue Chancen, dieses Engagement gemeinsam weiter zu stärken.
Signalwirkung für offene Märkte
Angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen und protektionistischer Strömungen sollte die Bundesregierung gerade jetzt auch EU-Verträge mit Indonesien und Indien vorantreiben. Die EU sollte als Weltmeister der Handelsabkommen ihre Führungsrolle für weltweit offene Märkte und einen regelbasierten Handel stärker zum Tragen bringen. Denn moderne Abkommen können verlässliche Rahmenbedingungen zur Diversifizierung von Lieferketten schaffen und neue Absatzmärkte erschließen.
Implementierung ist für Unternehmen entscheidend
Entscheidend für den Erfolg von Handelsabkommen ist ihre Umsetzung. Die Bundesregierung sollte sich hier für Vereinfachungen starkmachen, insbesondere durch klare und harmonisierte Regeln für den Warenursprung, ein umfassendes EU-Online-Tool zu Ursprungsregeln und standardisierte Ursprungsnachweise über alle Abkommen hinweg. Die Digitalisierung der Zollprozesse sollte beschleunigt und der EU-Zolltarif vereinfacht werden. Das würde vor allem KMUs entlasten und den Handel erleichtern.
DIHK
Informationen zu internationalen Märkten bei Ihrer IHK Wir informieren regelmäßig zu den Entwicklungen internationaler Märkte und den Chancen, die sich dadurch für die Unternehmen der Region ergeben. Über zukünftige Veranstaltungen im Bereich International informieren wir hier.
Wettbewerb mit Temu und Shein kostet Deutschland 2,4 Milliarden Euro im Jahr
Die Online-Plattformen und -Händler Temu und Shein liefern täglich 460.000 Pakete nach Deutschland, EU-weit sind es zwölf Millionen Pakete pro Tag (2025). Das Problem dabei: Die beiden Unternehmen verstoßen gegen zahlreiche EU-Regeln. Am Ende steht damit ein unfairer Wettbewerb, gegen den Händler aus der EU keine Chance haben.
Die IHKs Ulm, Reutlingen, Hochrhein-Bodensee und Südlicher Oberrhein bieten gemeinsam die kostenfreie, vom Enterprise Europe Network geförderte Webinarreihe „USA Spezial“ an. In vier Online-Veranstaltungen geht es um wichtige Fragen des Außenhandels mit den USA.
Das vorläufige Inkrafttreten des EU-Mercosur-Abkommens mit Brasilien, Argentinien,
Uruguay und Paraguay eröffnet Betrieben aus Baden-Württemberg neue Perspektiven in Zeiten
geopolitischer Unsicherheiten und rückläufiger Handelsvolumina mit den USA und China.
2 minLesezeit
Trends
Unternehmen warten weiter auf spürbaren EU-Bürokratieabbau
Mit der „Budapester Erklärung” hatten die EU-Staats- und Regierungschefs Ende 2024 eine umfassende Vereinfachungsagenda angekündigt, um Unternehmen deutlich von Bürokratie zu entlasten. Davon kommt bisher wenig an.
1 minLesezeit
Trends
Freihandelsabkommen der Europäischen Union – positive Durchbrüche in Krisenzeiten
Die angespannte weltwirtschaftliche Lage und die Zunahme protektionistischer Maßnahmen erschweren den
Zugang deutscher Waren und Dienstleistungen zu den Märkten. Freihandelsabkommen wirken diesem Trend entgegen
und eröffnen zahlreiche Möglichkeiten für die internationalen Beziehungen und für die Unternehmen. Wir haben einen
Überblick über den aktuellen Stand und die wichtigsten Neuigkeiten zusammengestellt.
2 minLesezeit
Auftakt
Handelshemmnisse erreichen neue Dimension
Die Hürden im internationalen Geschäft nehmen weiter zu: 77 Prozent der baden-württembergischen Unternehmen berichten in der DIHK-Umfrage „Going International 2026“ von wachsenden Handelsbarrieren im Ausland – mehr denn je. Vor zehn Jahren waren es noch 32 Prozent.
Zollkurs aus Washington trifft deutschen Außenhandel hart
Der wichtigste Exportmarkt deutscher Unternehmen entwickelt sich vom Stabilitätsanker zum Risikofaktor für die deutsche Konjunktur. Eine Sonderauswertung der Deutschen Industrieund Handelskammer (DIHK) auf Basis einer bundesweiten Umfrage deutscher Unternehmen mit Auslandsgeschäften macht die Folgen für die deutsche Wirtschaft sichtbar.
Bis zum 7. Juni muss Deutschland die EU Entgelttransparenzrichtlinie (Richtlinie (EU) 2023/970) in nationales Recht umsetzen. Ziel ist es, geschlechtsspezifische Lohnunterschiede aufzudecken, zu verhindern und bestehende Unterschiede auszugleichen. Betreffen wird das Gesetz alle Unternehmen, unabhängig von Größe oder Branche. Ein konkreter Gesetzentwurf liegt noch nicht vor, dennoch sollten Arbeitgeber bereits jetzt aktiv werden, da die Richtlinie weitreichende Informations- und Berichtspflichten vorsieht.
2 minLesezeit
Auftakt
Kurztraining stärkt Sprachkompetenz von Azubis aus dem Ausland
Jetzt Interesse melden – Pilotprojekt für Sprachtraining läuft weiter
1 minLesezeit
Auftakt
Impuls für stabile Wirtschaftsbeziehungen mit der Schweiz
Die Europäische Union und die Schweiz haben ein neues Vertragspaket unterzeichnet. Für Unternehmen in Baden Württemberg ist das wichtig: Weniger technische Handelshemmnisse und mehr Planungssicherheit könnten die Zusammenarbeit erleichtern.
1 minLesezeit
Auftakt
Neue Impulse für das Japan-Geschäft
Baden-Württemberg stärkt seine Wirtschaftsrepräsentanz in Tokio. Der Fokus liegt dabei auf Mittelstand, Innovation und Diversifizierung.
1 minLesezeit
Auftakt
Baden-Württemberg und Lwiw vertiefen Zusammenarbeit
Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg und die ukrainische Region Lwiw wollen ihre Kooperation in Zukunftsfeldern deutlich ausbauen. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde am 12. Februar in Stuttgart unterzeichnet.
Afrika ist ein Kontinent mit unbegrenzten und größtenteils noch ungenutzten Geschäftsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen. Um diese zu entdecken, müssen sich Unternehmen jedoch mit völlig unterschiedlichen Märkten auseinandersetzen – Afrika besteht aus 54 Staaten mit einer enormen Sprachenvielfalt und unterschiedlichen Bedingungen, Chancen und Risiken für Exporteure und Investoren. Über ausgewählte Branchen und Länder lesen Sie hier.
5 minLesezeit
trends & hintergründe
Mit Präzisionstechnik in neue Märkte
Die wirtschaftliche Dynamik auf der Iberischen Halbinsel bietet aktuell hervorragende Anknüpfungspunkte für deutsche Technologieanbieter. Die baden-württembergischen IHKs veranstalten deshalb im Mai eine Geschäftsanbahnungsreise nach Portugal und Spanien – interessierte Unternehmen können sich so vor Ort von den Chancen überzeugen.
3 minLesezeit
trends
Mehr als Urlaub: Tourismus stärkt Deutschland
Wenn in der Adventszeit die Restaurants und Weihnachtsmärkte gut besucht sind, Familien sich in den Urlaub verabschieden oder die Reiseplanungen für das neue Jahr beginnen, gerät eines zwischen Glitzer und Glanz manchmal in den Hintergrund: Der Tourismus ist weit mehr als Erholung und Freizeitgestaltung. Er ist ein wichtiger Teil der Wirtschaft und eine Säule für Beschäftigung und regionale Entwicklung.
2 minLesezeit
auftakt
EU-Mercosur-Abkommen: Marktchancen in der Warteschleife
Mit dem EU-Mercosur-Abkommen rückt eines der weltweit größten Freihandelsprojekte zwar formal voran, zugleich droht durch die Befassung des Europäischen Gerichtshofs eine erhebliche Verzögerung. Für europäische und insbesondere baden-württembergische Unternehmen bleibt das Abkommen ein Hoffnungsträger – dessen zeitnahe Umsetzung nun jedoch auf der Kippe steht.
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trends
Grüner Wasserstoff im Fokus: Baden-württembergische Delegation erkundet Chancen in Oman und den VAE
Vom 20. bis 24. Oktober 2025 führte eine Markterkundungsreise Vertreter aus Baden-Württemberg nach Oman und in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Ziel war es, die Potenziale für Kooperationen im Bereich erneuerbare Energien und grüner Wasserstoff auszuloten.
Internationale Fachkräfte sichern mit dem Welcome Center
Unternehmensnahe Beratung: Die Welcome Center bleiben für eine weitere Förderperiode erste Ansprechpartner für die Rekrutierung internationaler Fachkräfte – auch in der Region zwischen Alb und Bodensee.
2 minLesezeit
IHK Ulm
Kurztraining stärkt Sprachkompetenz von Azubis aus dem Ausland
Jetzt Interesse melden – Pilotprojekt für Sprachtraining startet 2026
1 minLesezeit
auftakt
Raus von zuhause – Auslandspraktika für Azubi
Es ist wieder soweit: Auch 2026 unterstützt „Go for Europe“ die Internationalisierung der dualen Ausbildung und stärkt die Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Kompetenz des Fachkräftenachwuchses in Baden-Württemberg.
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trends & hintergründe
„ReArm Europe“ & Co. und was sie für die Wirtschaft bedeuten
In einer Welt, in der geopolitische Spannungen zunehmen und gestörte Lieferketten sowie Cyberangriffe zum unternehmerischen Alltag gehören, hat Brüssel Sicherheit zur Priorität gemacht. Ein besonderer Schwerpunkt dieser neuen Priorität liegt auf der Stärkung der „technologischen und industriellen Basis der europäischen Verteidigung“. Was können Unternehmen davon erwarten? Ein kurzer Überblick.
3 minLesezeit
trends & hintergründe
Globale Neuordnung: Wie die EU mit Handelsabkommen Märkte erschließt
Die EU treibt ihre Handelspolitik voran: Mit Indonesien wurde jüngst ein umfassendes Abkommen geschlossen, weitere Gespräche mit zahlreichen Staaten laufen. In einer Welt wachsender Unsicherheit und geopolitischer Spannungen sollen bilaterale Verträge neue Märkte erschließen, Lieferketten stabilisieren und der exportorientierten deutschen Wirtschaft Planungssicherheit bieten.
700 Unternehmerinnen und Unternehmer aus ganz Europa übernahmen beim „Europäischen Parlament der Unternehmen“ (EPdU) in Brüssel die Rolle von Europaabgeordneten – mit einer klaren Mission: die europäische Wirtschaft wieder wettbewerbsfähig zu machen.
2 minLesezeit
auftakt
Neues Tor für die Wirtschaft nach Kanada
Die neue Wirtschaftsrepräsentanz in Toronto stärkt transatlantische Kooperationen.
1 minLesezeit
auftakt
Weichenstellungen für den Tourismus
Mit neuen Strategien setzen die regionalen Tourismusorganisationen wichtige Impulse für die Zukunft der Branche in Oberschwaben-Allgäu und auf der Schwäbischen Alb.
2 minLesezeit
Auftakt
Stark und attraktiv für Fachkräfte und Gäste
Hotellerie, Gastronomie und Freizeitwirtschaft machen die Region zwischen Alb und Bodensee lebenswert und attraktiv für Gäste und Fachkräfte.
2 minLesezeit
Auftakt
Rekrutierung im Ausland – nur mit dem richtigen Partner
Der Mangel an qualifizierten Fachkräften führt dazu, dass immer mehr Unternehmen Personal im Ausland rekrutieren.
2 minLesezeit
Trends
Die Diskussion um die EU-Entwaldungsverordnung
Die Wälder der Erde sind von zentraler Bedeutung für den Arten- und Klimaschutz und müssen bewahrt werden – das ist auch in der Wirtschaft Konsens. Mit ihrer Entwaldungsverordnung verfolgt die Europäische Union allerdings einen Ansatz, der viele Unternehmen vor kaum lösbare Aufgaben stellt und Bürokratieabbaupläne kontaktiert.
2 minLesezeit
auftakt
Fit werden für die Weltmärkte im Wandel
Wie gelingt erfolgreiches Auslandsgeschäft in einer Welt voller Veränderungen? Welche Perspektiven eröffnen sich kleinen und mittleren Unternehmen sowie Startups auf internationalen Märkten? Antworten gibt es beim Internationalen Beratungstag am 10. November bei der IHK Region Stuttgart.
„Deutschland muss wieder ein attraktiver Wirtschaftsstandort werden. Und zwar schnell.“ Den Weg dorthin skizzierte Helena Melnikov, Hauptgeschäftsführerin der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), im Rahmen der diesjährigen AHK-Weltkonferenz.
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) begreifen Wasserstoff als Zukunftslösung, und auch der Oman hat ambitionierte Pläne, was dieses Thema angeht. Auch für deutsche Unternehmen können sich interessante Geschäftschancen bieten. Eine Möglichkeit, diese kennenzulernen, ist die Unternehmerreise, die die IHKs im Oktober organisieren.
2 minLesezeit
TRENDS & HINTERGRÜNDE
Wo Deutschland noch Exportweltmeister ist
Handelskonflikte, Kriege und eine stockende Globalisierung: Für exportorientierte Volkswirtschaften sind schwierige Zeiten angebrochen. Umso wichtiger ist es, seine Stärken als Land zu kennen. Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, bei welchen Waren Deutschland den weltweiten Export dominiert.
2 minLesezeit
regionen
Fünf Jahre Brexit – Wiederannäherung an die EU?
Im Juni organisiert die IHK Ulm ein Webinar für Unternehmen, die in Großbritannien tätig sind oder einen Markteintritt planen.
1 minLesezeit
auftakt
Raus von daheim – als Azubi zum Praktikum ins Ausland
Es ist wieder soweit: Auch im kommenden Herbst 2025 unterstützt „Go for europe“ die Internationalisierung der dualen Ausbildung und stärkt die Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Kompetenz des Fachkräftenachwuchses in Baden-Württemberg.
Gemeinsam ist man stärker – das zeigt sich immer wieder in den Arbeitskreisen und Ausschüssen, in denen Unternehmerinnen und Unternehmer ihre Expertise einbringen und von den Erfahrungen anderer hören und lernen können – auch zu internationalen Themen.
2 minLesezeit
trends & hintergründe
Made in Germany genießt hohes Ansehen
Immer mehr deutsche Unternehmen sichern sich einen Platz am Golf und profitieren von wachsenden Marktpotenzialen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE).
Der Welthandel befindet sich in einem grundlegenden Umbruch, der sich spürbar auf deutsche Unternehmen auswirkt. Für ihre aktuelle Erhebung „Going International 2025“ hat die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) knapp 2.600 auslandsaktive Betriebe mit Sitz in Deutschland zu ihren internationalen Geschäften befragt.
Trump 2.0 – Erste wirtschaftspolitische Konsequenzen für deutsche Unternehmen
Vier Monate nach der Vereidigung von Donald Trump als neuer „alter“ US-Präsident blicken wir am 20. Mai auf die ersten wirtschaftspolitischen Maßnahmen in den ersten 100 Tagen seiner zweiten Amtszeit.
Verbesserungen bei den Exportkreditgarantien stärken deutsche Exportwirtschaft
Der Bund hat zu Jahresbeginn ein Maßnahmenpaket verabschiedet, das die deutsche Exportwirtschaft stärken soll. Die wichtigsten Fragen dazu werden hier von der Euler Hermes Aktiengesellschaft beantwortet.
Anfang Januar 2025 übernahm Martin Henkelmann den Posten des Hauptgeschäftsführers bei der Deutsch-Emiratischen Industrie- und Handelskammer in Dubai. Die neue Aufgabe verspricht spannend zu werden, denn die Golfstaaten glänzen mit hohen Wachstumsraten und einer großen Aufbruchstimmung.
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TRENDS & HINTERGRÜNDE
IHK-Region Ulm: Zwischen Stagnation und Rezession
Die wirtschaftliche Erholung in der IHK-Region Ulm lässt auf sich warten. Zwar hat sich der Abwärtstrend nicht weiter verstärkt. Die Stimmung bleibt aber in vielen Unternehmen von Skepsis und Verunsicherung geprägt. Impulse durch inländische Investitionen oder steigende Exportzahlen bleiben aus. Die Wirtschaft verharrt somit weiterhin zwischen Stagnation und Rezession.
Deutsche Unternehmen, die in Mittel- und Osteuropa tätig sind, rechnen mit einer zunehmenden Bedeutung der Region als Markt und Investitionsstandort. Das zeigt eine Umfrage der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft e. V.
Last Minute: Für die Inhouse-Beratungen für das Auslandsgeschäft in den USA, Mexiko, Brasilien, Saudi-Arabien und Indien ist Anmeldeschluss am 7. März!
Im Rahmen einer Geschäftsanbahnungsreise im Bereich Metallverarbeitung erkundeten baden-württembergische Unternehmen die Chancen und Potenziale auf dem Westbalkan. Auf dieser Delegationsreise erhielten die Teilnehmenden aus Baden-Württemberg wertvolle Einblicke in die serbische und bosnische Industrie und konnten zahlreiche neue Kontakte knüpfen.
Regional Forum Wirtschaft diskutiert Trumps Rückkehr
Die US-Wahlen 2024 haben mit dem Wahlsieg von Donald Trump weitreichende politische und wirtschaftliche Konsequenzen, die im Mittelpunkt des Regional Forums Wirtschaft in Ulm standen. 120 Experten, Unternehmensvertreter sowie interessierte Schülerinnen und Schüler diskutierten, wie sich Trumps Rückkehr auf die europäische Wirtschaftspolitik, die internationale Sicherheit und die transatlantischen Beziehungen auswirken könnte.
2 minLesezeit
Trends & Hintergründe
IHK-Region Ulm: Stimmungseinbruch auf breiter Front
Der nun schon drei Jahre andauernde schleichende Abwärtstrend der Wirtschaft in der IHK-Region Ulm setzt sich im Herbst 2024 beschleunigt fort. Die anhaltend schwache Nachfrage aus dem In- und Ausland führt mittlerweile zu einem Mangel an Aufträgen und zu Umsatzverlusten in vielen Unternehmen. Zudem belasten schwierige Rahmenbedingungen. Es kommt zu einem Stimmungseinbruch auf breiter Front. Und spürbare Besserung ist derzeit nicht in Sicht.
3 minLesezeit
Trends & Hintergründe
Abwärtstrend der Wirtschaft hält an – Politik muss endlich handeln
Wenig Nachfrage aus dem In- und Ausland, hohe Kostenbelastung und keine richtungsweisende, verlässliche Wirtschaftspolitik: Die regionale Wirtschaft bleibt im Abschwung, und die Stimmung in den Unternehmen sinkt weiter. Die regionale Industrie rutscht gar in die Rezession.
Der Wirtschaftsstandort Deutschland hat weltweit an Anziehungskraft eingebüßt. Das ist das Ergebnis einer Befragung internationaler Unternehmen durch die deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Industrie- und Handelskammer.
2 minLesezeit
Auftakt
Rekordumsatz beim Tourismus in Baden-Württemberg 2023
Der Bruttoumsatz im landesweiten Tourismus hat 2023 einen neuen Rekordwert erreicht – das zeigt die aktuelle Tourismusstudie des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg.
2 minLesezeit
Trends & Hintergründe
Polen überholt China
Aktuell gewinnen einige osteuropäische Standorte für deutsche Unternehmen an Bedeutung. So hat unser Nachbarland Polen China auf der Liste der wichtigsten Exportländer überholt.
Im Gegensatz zum allgemeinen Negativtrend bei den Exporten konnte Baden-Württemberg seine Ausfuhren nach Südosteuropa im ersten Halbjahr 2024 ausbauen.
Indien rückt im Rahmen von China+1 und seinem starken Wachstum in den Fokus vieler deutscher Unternehmen. Welche Herausforderungen beim Vertriebsaufbau müssen Sie meistern, um in Indien erfolgreich zu sein?
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interview
"Netzwerke sind in Indien unerlässlich"
Viele Unternehmen prüfen derzeit eine Neuaufstellung ihrer Marktpräsenz in Indien. Das Unternehmen WEISS GmbH aus Buchen hat vor einigen Jahren mit einer umfangreichen Investitionsstrategie den indischen Standort neu ausgerichtet – mit großem Erfolg. Wir fragten Florian Kühne, CSO und CCO der WEISS GmbH, wie dies gelungen ist.
Westbalkan: Attraktiver Beschaffungsmarkt für Metallverarbeitung
Die beiden Länder Serbien sowie Bosnien und Herzegowina verfügen über eine starke Metallverarbeitung. Gerade kleine und mittlere Unternehmen sorgen für Dynamik und liefern vor allem nach Deutschland.
20 Jahre nach dem EU-Beitritt vieler osteuropäischer Staaten beleuchtet die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) in einer Sonderauswertung des AHK World Business Outlook vom Frühjahr 2024, wie deutsche Betriebe ihre Geschäfte in diesen EU-Staaten bewerten.
Billiganbieter mit Sitz in Drittstaaten machen deutschen Einzelhändlern das Leben schwer. Politisches Handeln aus Berlin und Brüssel ist gefragt – doch was ist zu tun? Jede neue Regelung, die von außereuropäischen Staaten nicht eingehalten wird, lässt die Wettbewerbsbedingungen weiter auseinanderklaffen.
Womit wir rechnen müssen: So lautet der Titel einer Studie von LBBW Research, nach der europäische und speziell deutsche Unternehmen zu den Leidtragenden einer Wiederwahl Donald Trumps zum US-Präsidenten gehören würden. Das gelte selbst für den Fall, dass sich der Republikaner nach Übernahme der Amtsgeschäfte moderat verhielte.
Anfang 2023 ist die zweite Fassung der Richtlinie zur Netzwerk- und Informationssicherheit (NIS 2) EU-weit in Kraft getreten. Die EU-Mitgliedsstaaten müssen NIS 2 bis zum 17. Oktober 2024 in nationales Recht umsetzen. In Deutschland liegt bereits ein Referentenentwurf zum NIS-2-Umsetzungsgesetz vor: mehr betroffene Unternehmen, deutlich höhere Anforderungen.
Auch wenn der Standort EU gerade für Industriebetriebe an Attraktivität verloren hat, setzen die deutschen Unternehmen einer aktuellen Umfrage zufolge weiter auf den Mehrwert der Europäischen Union. Sie fühlen sich aber auch durch Bürokratie und falschen Fokus blockiert.
Mit dem Landkreis Biberach besteht die Kooperation bereits, nun folgen Ulm und Laupheim: Die IHK Ulm arbeitet mit den Ausländerbehörden zusammen und vereinfacht so den Zugang zu internationalen Fachkräften für die Unternehmen.
Weniger Wettbewerb um öffentliche Aufträge in Europa
Immer weniger Unternehmen nehmen an Vergabeverfahren teil, um öffentlichen Stellen ihre Bauleistungen, Waren und Dienstleistungen anzubieten. Auch die Reform 2014 machte öffentliche Aufträge nicht attraktiver.
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trends & hintergründe
EU-Binnenmarkt bleibt Krisenanker
Eine Studie des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn untersuchte die Entwicklungstendenzen globaler Wertschöpfungsketten aus Sicht mittelständischer Industrieunternehmen.
Am 29. Oktober feierte die Türkei ihr 100-jähriges Bestehen und weltweit fanden zahlreiche Veranstaltungen statt. Auch in Deutschland ehrten Botschaften, Konsulate, Vereine und Verbände das Vermächtnis von Mustafa Kemal Atatürk.
Handelshemmnisse nehmen weltweit zu und lokale Zertizierungs- und Sicherheitsanforderungen rangieren dabei ganz vorn. Sie erhöhen Aufwand und Kosten im internationalen Geschäft. Wir haben in einzelnen Ländern und Regionen genauer hingeschaut, womit Importeure und Hersteller rechnen müssen.
Im Rahmen des Projekts der Baden-Württembergischen IHKs Incoming Delegationsreise war Anfang November eine Gruppe rumänischer Blechbearbeitungsunternehmen in Baden- Württemberg zu Gast. In vier Tagen fanden über 100 B2B-Gespräche mit baden-württembergischen Unternehmen statt.
Wirtschaft erhob in Brüssel eine starke Stimme für Europa
Die Bekämpfung des chronischen Fachkräftemangels, nachhaltige Lösungen für die Energiekrise und die vollständige Ausschöpfung der Vorteile von Handelsabkommen – das waren die Top-Themen beim Europäischen Parlament der Unternehmen (EPdU) 2023.
Unternehmen aus Deutschland werden im kommenden Jahr mit einem weitreichenderen Programm auf Messen im Ausland unterstützt. Gegenüber den ersten Planungen aus dem Sommer wurde das Programm jetzt um zwei Dutzend Beteiligungen erweitert. Damit sind nun über 220 Messeteilnahmen in über 40 Ländern geplant.
Unternehmen bauen ihr Engagement in vielen Märkten aus
Die deutschen Unternehmen spüren nach einer aktuellen Umfrage der Auslandshandelskammern (AHKs) auch an ihren internationalen Standorten eine insgesamt abgekühlte Konjunktur. Trotz der damit verbundenen Herausforderungen bauen sie ihr weltweites Engagement derzeit jedoch in vielen Märkten aus.
Dafür, dass junge Menschen idealerweise schon im Rahmen der beruflichen Erstausbildung Erfahrungen in den europäischen Nachbarländern sammeln können, machen sich Kammern aus Deutschland, Luxemburg, Österreich, der Schweiz, Italien und Belgien stark.
Die Volksrepublik China arbeitet seit langem mit Strategien wie Fünfjahresplänen, einer „Made in China 2025“Politik oder dem Modell der „Dualen Zirkulation“. Viele haben Auswirkungen auf das ChinaGeschäft. Mitte Juli hat die Bundesregierung ihrerseits erstmals eine ChinaStrategie vorgelegt. Wir schauen auf die für Unternehmen wesentlichen Inhalte.
Mehr Harmonisierung bei den nationalen Entsendevorschriften
Unternehmen können im Rahmen der EU-Dienstleistungsfreiheit Beschäftigte zeitlich begrenzt in andere EU-Mitgliedstaaten entsenden. Allerdings müssen die Entsendeunternehmen für jedes EU-Land unterschiedliche bürokratische Erfordernisse erfüllen. Eine Studie des IfM Bonn zeigt: Unternehmen wünschen sich mehr Harmonisierung.
2 minLesezeit
Wettbewerbsfähiges Europa - wie lässt sich ein starker Standort für den Mittelstand sichern?
Wettbewerbsfähiges Europa - wie lässt sich ein starker Standort für den Mittelstand sichern?
Der Wirtschaftsstandort Deutschland hat sich verändert, und darauf müssen Unternehmen ebenso reagieren wie die Politik. Business as usual reicht nicht mehr aus, Europa ist auf der Suche nach Möglichkeiten, Abhängigkeiten zu verringern und seine Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen – aber wie?
Ob Erdbeben oder Inflation - trotz schwierigen Zeiten für das Land am Bosporus ist das Stimmungsbild bei deutschen Unternehmen in der Türkei eher positiv, und es bieten sich ihnen weitere Potenziale. Wir sprechen darüber mit dem Chef der Auslandshandelskammer in der Türkei, Thilo Pahl.
EU-Schweiz im Fokus: Unsichere Handelsbeziehungen stärken
Die Schweiz und die Europäische Union sind durch komplexe Vereinbarungen verbunden. Die Verhandlungen eines neuen Rahmenvertrags hat die Schweiz 2021 abgebrochen – das führt zunehmend zu Problemen.
4 minLesezeit
Regionen
Neuer IHK-Arbeitskreis Internationale Märkte startet
Im Arbeitskreis Zoll der IHK Bodensee-Oberschwaben haben Unternehmen schon seit vielen Jahren Gelegenheit, sich mit anderen Betrieben auszutauschen. Mit dem Arbeitskreis Internationale Märkte geht im Juli eine zweite Plattform an den Start, auf der sich Praktiker rund ums Thema Außenwirtschaft treffen können.
Seit den 1990er-Jahren verhandeln die EU und die Mercosur-Länder Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay über ein umfassendes Handelsabkommen. Zwar wurden die Verhandlungen im Juni 2019 abgeschlossen, jedoch ist die Ratifizierung bisher politisch in der EU blockiert.
Was darf's sein: Off -, Near-, Re- oder Friendshoring?
Outsourcing: Mit diesem Begriff können wohl die meisten noch etwas anfangen. Doch im Laufe der Zeit haben sich zahlreiche weitere Formen von Sourcing entwickelt, und damit viele weitere Begrifflichkeiten. Es folgt der Versuch, das Begriffs-Wirrwarr zu schärfen.
2 minLesezeit
Politik
Mehr Mut bei der Fachkräfteeinwanderung!
Die im Kabinett verabschiedeten Entwürfe eines Gesetzes und einer Verordnung zur Weiterentwicklung der Fachkräfteeinwanderung eröffnen zwar neue Möglichkeiten, greifen aber aus Sicht der Wirtschaft zu kurz.
Angesichts der weltweiten Krisen und Lieferkettenprobleme wünschen sich Unternehmen vor allem eines: mehr Planbarkeit. Nearshoring, das Verlagern von Produktion und Zulieferern aus der Ferne näher zur Heimat, könnte für mehr Sicherheit sorgen. Doch wie lässt sich dies in der Praxis umsetzen? Vier Unternehmen aus der Region berichten.
Die Schnitzer Group mit Hauptsitz in Wangen hat sich primär im Automotive-Sektor auf die Industrialisierung komplexer technischer Entwicklungs- und Anlaufprojekte spezialisiert. Im Bereich Supply Chain Management unterstützt die Schnitzer Group ihre Kunden bei der innerbetrieblichen und externen strategischen Koordination aller Tätigkeiten, die in Verbindungen mit Liefertätigkeiten stehen. Wir sprachen mit Geschäftsführer Peter Schnitzer über das Lieferketten-Management im Automotive-Bereich.