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Mercosur: Neue Chancen im Süden
Der Mercosur umfasst rund 278 Millionen Einwohner, gemeinsam bilden EU und Mercosur einen Markt mit 718 Millionen Verbrauchern und fast 25 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts. Für exportorientierte Unternehmen im Südwesten bedeutet das: bessere Marktchancen, weniger Bürokratie und schrittweise sinkende Zölle.
Vor allem Schlüsselbranchen wie Maschinenbau, Automobilwirtschaft, Chemie, Pharma, Medizintechnik sowie Umwelt- und Energietechnologien könnten profitieren. Der Mercosur will künftig rund 90 Prozent der Importe von Industrieprodukten aus der EU liberalisieren. Besonders relevant ist dies für Produkte, die bislang mit hohen Einfuhrzöllen belastet waren – etwa Fahrzeuge, Maschinen oder Chemieerzeugnisse.
Neue Märkte in unsicheren Zeiten
„Gerade in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten und sich verschiebender Handelsströme ist es wichtig, die internationalen Wirtschaftsbeziehungen breiter aufzustellen“, sagt BWIHK-Vizepräsident Claus Paal. „Die Mercosur-Staaten bieten unseren Unternehmen attraktive Chancen für Export, Investitionen und Kooperationen.“ Nach Angaben der EU könnten durch das Abkommen jährlich Zölle in Höhe von rund 4 Milliarden Euro für europäische Exporte entfallen. Der Maschinenbau gilt dabei als besonders chancenreich: Für viele Produkte sollen bis zu 95 Prozent der bisherigen Zölle schrittweise wegfallen. Auch die Chemie- und Pharmaindustrie sieht wachsende Absatzmärkte, da die Nachfrage in Südamerika steigt und lokale Anbieter den Bedarf oft nicht decken können. Dabei geht es nicht nur um Zollsenkungen. Das Abkommen soll technische Handelshemmnisse abbauen, Standards harmonisieren und Verfahren vereinfachen. Unternehmen erhalten dadurch mehr Planungssicherheit und einen besseren Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen.
Unterstützung für Mittelständler
Gerade für kleine und mittlere Betriebe kann das Abkommen den Einstieg in den südamerikanischen Markt erleichtern. „Ich rufe unsere Mitgliedsunternehmen ausdrücklich dazu auf, diese neuen Märkte gezielt zu prüfen und das Mercosur-Abkommen als strategische Chance zu nutzen“, so Paal. Unterstützung erhalten Unternehmen unter anderem durch die IHK-Organisation sowie durch die Wirtschaftsrepräsentanz Baden-Württemberg in Rio de Janeiro. Sie begleitet Firmen mit Marktanalysen, Partnervermittlung, Delegationsreisen und Kontakten zu lokalen Industrie- und Innovationsnetzwerken.
Trotz der Chancen bleibt Geduld gefragt: Viele Zollsenkungen werden erst über mehrere Jahre hinweg umgesetzt. Unternehmen, die sich frühzeitig mit den neuen Rahmenbedingungen beschäftigen, können sich dennoch Wettbewerbsvorteile sichern. Für die Wirtschaft im Südwesten eröffnet das Abkommen die Chance, internationale Beschaffungs- und Absatzstrukturen zu diversifizieren, neue Kunden zu gewinnen und die internationale Präsenz langfristig auszubauen.
Trotz der Chancen bleibt Geduld gefragt: Viele Zollsenkungen werden erst über mehrere Jahre hinweg umgesetzt. Unternehmen, die sich frühzeitig mit den neuen Rahmenbedingungen beschäftigen, können sich dennoch Wettbewerbsvorteile sichern. Für die Wirtschaft im Südwesten eröffnet das Abkommen die Chance, internationale Beschaffungs- und Absatzstrukturen zu diversifizieren, neue Kunden zu gewinnen und die internationale Präsenz langfristig auszubauen.
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E-Mail: info@ulm.ihk.de
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