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Unternehmen warten weiter auf spürbaren EU-Bürokratieabbau
Von der geplanten Vereinfachungsagenda, die die EU-Regierungen 2024 angekündigt haben, spürt die Wirtschaft nicht viel: „In der Realität unserer Unternehmen ist davon wenig angekommen”, stellte Peter Adrian, Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), bei einer Zwischenbilanz im Frühjahr 2026 fest. „Stattdessen sehen sich die Betriebe täglich mit neuen, teils sehr detaillierten Vorgaben konfrontiert, etwa zusätzlichen Produktionsauflagen oder erweiterten Ursprungskennzeichnungen.“
Seit 2025 hat die EU-Kommission verschiedene Vorschläge zum Bürokratieabbau vorgelegt, darunter mehrere Maßnahmenpakete, die den betrieblichen Umsetzungsaufwand verringern sollen. Ziel ist es, die administrativen Kosten und Berichtspflichten für größere Unternehmen um 25 Prozent und für kleine und mittlere Betriebe um 35 Prozent zu senken. In einzelnen Bereichen verfolgt die EU außerdem konkrete Vereinfachungsschritte – so soll etwa die EU-Entwaldungsverordnung so angepasst werden, dass der damit verbundene Verwaltungsaufwand für die Betriebe um rund 30 Prozent sinkt. Die DIHK sieht jedoch eine deutliche Lücke zwischen diesen politischen Zielsetzungen und der tatsächlichen Regulierungslage in den Betrieben. Die Wirtschaft fordert, dass die angekündigten Entlastungsmaßnahmen zügig beschlossen und wirksam umgesetzt werden, damit der Bürokratieabbau endlich dort ankommt, wo er wirken soll: in den Unternehmen.
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