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2021 - 75 Jahre IHK Aschaffenburg

Jubiläum der IHK Aschaffenburg – Anlass für uns, in einer Serie Persönlichkeiten mit Weitblick, Visionen, Mut und Engagement vorzustellen. Im Jubiläumsjahr lesen Sie Geschichten von Menschen, die Handel, Industrie und IHK in unserer Wirtschaftsregion Bayerischer Untermain maßgeblich geprägt haben.
Jubiläumsempfang
© Foto-Ziemlich-Sulzbach

Tropische Temperaturen, Musik, Gespräche und Geselligkeit – rund 250 Gäste haben den Jubiläumssommerempfang „75 Jahre IHK Aschaffenburg“ im Hofgut von Hünersdorff in Wörth genossen.

75 Jahre IHK Aschaffenburg
© Astart - stock.adobe.com

In dieser Folge aus der Podcastreihe „Aschaffenburger Geschichten“ steht die IHK Aschaffenburg im Fokus. Das Gespräch führten IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Andreas Freundt, IHK-Präsident Friedbert Eder und Dr. Vaios Kalogrias, Koordinator des Projekts „Geschichte Aschaffenburgs im 19. und 20. Jahrhundert.“

Walter Reis VON ALEXANDER KÖHL, BIOGRAF, MAINASCHAFF
Walter Reis © Walter Reis Stiftung

Ob Walter Reis beim Segelflug hoch über der roten Erde Namibias manchmal daran denkt, wie alles anfing? Der Aufstieg seiner Firma innerhalb von sechs Jahrzehnten zu einem Global Player der Roboterindustrie liest sich jedenfalls wie der Plot zu einem Existenzgründermärchen.

Dr. Hugo Güldner von Alexander Köhl, Biograf, Mainaschaff
© Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg

Güldner leistete Herausragendes im Ingenieurwesen. Von der Konstruktion und Entwicklung erster Motorentypen hin bis zur Gründung der Güldner Motorengesellschaft mbH mit dem Industriellen Carl von Linde. Von Güldners innovativer Schaffenskraft profitiert ein Großteil der Menschheit bis heute.

Alois (Aron Baruch) Dessauer VON ALEXANDER KÖHL, BIOGRAF, MAINASCHAFF
Portrait Aron Baruch Dessauer © Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg

Als Dessauer mit seiner Ehefrau Belusina und den beiden Söhnen Joseph und Nathan im Haus Lit. D, Nr. 103 – der heutigen Steingasse Nr. 4 – seine Wohnstatt bezog, ahnte noch niemand, wie nachhaltig dieser Mann das Leben in der Residenzstadt mitgestalten und prägen würde.

Papierindustrie / von Anja Lippert, Museen der Stadt Aschaffenburg
© Museen der Stadt Aschaffenburg

Die Papierindustrie in Aschaffenburg ist die älteste Säule der lokalen Wirtschaft und erlangte durch ihre Exporte bis nach Russland und Amerika internationale Bekanntheit.

Herbert Schwind VON ALEXANDER KÖHL, BIOGRAF, MAINASCHAFF
© Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg / Karl-Heinz Liebler

Der allererste Kunde, der in die Vorzüge der von ihm entwickelten weichen Kontaktlinse kam, war eine bekannte Persönlichkeit aus Herbert Schwinds Heimatstadt. Ihm sollten rund um den Globus noch Millionen andere folgen.

Mobiler Audioguide
© Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg

Warum die Fabrikstraße Fabrikstraße heißt, kann man sich denken. Doch was hat die Fabrik produziert, auf dessen Gelände seit den 1970er Jahren die City Galerie steht? Und wie sah das aus, so ein riesiges, industriell genutztes Areal inmitten der Stadt, nah am idyllischen Schöntal?

Reinhard Engelmann VON ALEXANDER KÖHL, BIOGRAF, MAINASCHAFF
© IHK Aschaffenburg

Als Reinhard Engelmann im Dezember 2012 als Geschäftsführer der IHK Aschaffenburg in Ruhestand ging, gelang ihm das, womit aus seinem beruflichem Umfeld wohl niemand gerechnet hat: Er schaffte es, loszulassen und sich in der knappen Lebenszeit, die ihm noch blieb, verstärkt seinem Hobby, dem Bau und Betrieb seiner elektrischen Modelleisenbahn, zu widmen und ausgedehnte Touren mit dem neu erworbenen E-Bike zu unternehmen.

Friedrich-Karl Rogge von Alexander Köhl, Biograf, Mainaschaff
Friedrich-Karl Rogge © Odenwald Faserplattenwerk GmbH

In geselligen Stunden erzählte Friedrich-Karl Rogge gern, dass er 1945, nach Kriegsende, kurzerhand in einem sogenannten Russenlager seine Uhr gegen ein Fahrrad tauschte, auf dem er dann in einer Tour den langen, beschwerlichen Weg von Augsburg nach Hamburg radelte. Der Grund: er wollte Teilhaber im Holzimport und Furnierhandel seines Chefs Josef Niemöhlmann werden.

Johann Desch von Alexander Köhl, Biograf, Mainaschaff
Portrait Johann Desch © Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg

Für gewöhnlich bietet ein Krieg nicht das ideale Umfeld für Fortschritt und Innovation. Doch im Deutschen Krieg 1866 bestätigte eine Ausnahme die Regel. In jenem Jahr machte der junge Schneidergeselle Johann Desch eine Beobachtung, die die Welt der Herrenoberbekleidung nachhaltig revolutionierte.

„Bekleidungsherstellung“ von Anja Lippert, Museen der Stadt Aschaffenburg
© Aufnahme: W. A. Nagel, Foto: Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg, Fotosammlung

Die Bekleidungsindustrie war bis Ende der 1980er Jahre in der Region Aschaffenburg ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Sie geht auf die Initiative von Johann Desch (1848-1920) zurück, der als erster in der Region Herrenbekleidung nach Standardmaßen und auf Vorrat herstellte, als ausschließlich noch Maßanfertigungen üblich waren.

Horst Michaels von Alexander Köhl, Biograf, Mainaschaff
© Foto-Ziemlich, Sulzbach

Spricht man über Horst Michaels, fällt die Wahl schwer, womit man beginnen soll. Mit seinem beispiellosen Einsatz für die Wirtschaftsregion Bayerischer Untermain, seinem beruflichen Werdegang vom Auszubildenden bis zum Vorstandsvorsitzenden einer Aktiengesellschaft, seinem sozialen und gesellschaftlichen Engagement oder seinen mannigfaltigen kulturellen Interessen?

Theo Kahl von Alexander Köhl, Biograf, Mainaschaff
© Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg

Heute lässt sich nicht mehr mit Gewissheit sagen, ob Theo Kahl bereits als Jugendlicher den Berufswunsch hegte, das nach seinem Vater benannte Modewarengeschäft Ernst Kahl zu übernehmen. Dass er es jedoch tat, erwies sich als Glücksfall für den Aschaffenburger Einzelhandel.

Johann („Hans“) Birkart von Alexander Köhl, Biograf, Mainaschaff
© Birkart

Sein Name war in der Speditionsbranche auf der ganzen Welt bekannt. Johann Birkart formte in sechs Jahrzehnten aus dem von seinem Großvater Gabriel gegründeten örtlichen Fuhrgeschäft ein international operierendes Logistikunternehmen. Mit Intuition und Weitblick erkannte er frühzeitig die Bedarfsfelder seiner Kunden. Eine Fähigkeit, die ihm ermöglichte, vor seinen Mitbewerbern neue Märkte zu erschließen.

„Ideen haben Kraft“ von Eva Moser, Bayerisches Wirtschaftsarchiv
© Bayerisches Wirtschaftsarchiv

In seiner Sommerresidenz zu Berchtesgaden erließ der bayerische König Ludwig I. am 19. September 1842 seine „Allerhöchste Verordnung, die Einrichtung von Handelskammern betreffend“. Nach Paragraph 12 sollten sie „die Regierung in der Förderung des Gewerbefleißes und in der Beseitigung der ihrem Aufblühen entgegenstehenden Hindernisse durch ihren Rath und ihre Mitwirkung unterstützen“.