Nr. 819272
Neue Märkte, Technologien und Chancen für die Märkische Region

Industrieoffensive Märkische Region

Die Märkische Region ist geprägt von einem starken industriellen Mittelstand und einer hohen Fertigungs- und Technologiekompetenz. Doch Märkte, Technologien und globale Rahmenbedingungen verändern sich – und mit ihnen die Anforderungen an Unternehmen. Um auch künftig wettbewerbsfähig zu bleiben, gilt es, neue Chancen frühzeitig zu erkennen, zusätzliche Märkte in den Blick zu nehmen und die industrielle Stärke der Region zukunftsfest weiterzuentwickeln.
Industriestandort mit Zukunft
Zwei Industrieingenieure nutzen einen Tablet-Computer und visualisieren eine Wand mit Big-Data-Statistiken. © Gorodenkoff / stock.adobe.com

Die Industrieoffensive Märkische Region unterstützt Unternehmen dabei, neue Märkte und Geschäftsfelder zu erschließen, vorhandene Kompetenzen weiterzuentwickeln und zusätzliche Marktpotenziale zu nutzen.

Neue Märkte im Blick
Ingenieur bei der Wartung einer Industriemaschine mit einem Augmented-Reality-Headset in einer Fabrik. © Jahangir Generiert mit KI / stock.adobe.com

Welche Märkte bieten neue Chancen für die Industrie der Region? Die Industrieoffensive nimmt Zukunftsfelder in den Blick, zeigt Entwicklungen und Anforderungen auf und macht Anknüpfungspunkte für Unternehmen sichtbar.

Von der Idee zur Anwendung
Gruppe von Technikern im Gespräch über HVAC-Anlagen. © Anastasiya Marchenko Generiert mit KI / stock.adobe.com

Veranstaltungen, Workshops, Unternehmensbesuche und weitere Formate bieten Orientierung, vermitteln Wissen und bringen Unternehmen mit relevanten Akteuren aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammen.

Stimme der Industrie
Ein Ingenieurteam mit Schutzhelmen und Schutzbrillen © Moopingz Generiert mit KI / stock.adobe.com

Der Industriebeirat bringt die Perspektive regionaler Unternehmen in das Projekt ein. Seine Impulse helfen dabei, relevante Themen und Bedarfe zu erkennen und die Industrieoffensive praxisnah auszurichten.

Der Startschuss
Kickoff Industrieoffensive

Beim Kick-off der Industrieoffensive kamen Unternehmen, Wissenschaft und Projektpartner zusammen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Herausforderungen, neue Marktchancen und erste Zukunftsfelder für die Industrie der Märkischen Region.

Metall trifft Defence
ACS_Messe © ACS

Aussteller gesucht: Präsentieren Sie Ihr Unternehmen beim Defence Supply Chain Summit 2026 in Attendorn und knüpfen Sie direkte Kontakte in die Defence-Branche.

RoHS-Richtlinie

Ausnahmen für Blei geändert

Gemäß den EU-Vorschriften gelten für die Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten Beschränkungen durch die RoHS-Richtlinie. Die EU-Kommission veröffentlichte nun Änderungen bzw. Verlängerungen für die Ausnahmen der Verwendung von Blei in Elektro- und Elektronikgeräten.
Auf Antrag der Unternehmen oder Organisationen können in bestimmten Fällen befristete Ausnahmen gewährt werden. Nun hat die Kommission neue Regelungen für die Ausnahmen von Blei in Elektro- und Elektronikgeräten veröffentlicht. Die Ausnahmen verlängern sich zum Teil bis Mitte oder Ende 2027, zum Teil bis 12 oder 18 Monate nach Inkrafttreten der neuen Regeln.
Am 21. November 2025 wurden die drei nachfolgend aufgeführten delegierten Richtlinien für die Ausnahmen von Blei im EU-Amtsblatt veröffentlicht (siehe “Deligierte Richtlinien der Kommission”):
  • 2025/1802: Delegierte Richtlinie (EU) 2025/1802 der Kommission vom 8. September 2025 zur Änderung der Richtlinie 2011/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates im Hinblick auf eine Ausnahme für Blei hochschmelzenden Loten
  • 2025/2363: Delegierte Richtlinie (EU) 2025/2363 der Kommission vom 8. September 2025 zur Änderung der Richtlinie 2011/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates im Hinblick auf eine Ausnahme für Blei in Bauteilen aus Glas oder Keramik
  • 2025/2364: Delegierte Richtlinie (EU) 2025/2364 der Kommission vom 8. September 2025 zur Änderung der Richtlinie 2011/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates im Hinblick auf eine Ausnahme für Blei als Legierungselement in Stahl, Aluminium und Kupfer
Die Regelungen betreffen:
  • Blei das als Legierungselement in Stahl, Aluminium und Kupfer bei der Herstellung von Elektro- und Elektronikgeräten verwendet wird (Link)
  • Blei, das in elektrischen oder elektronischen Bauteilen aus Glas oder Keramik enthalten ist, einschließlich dielektrischer Keramik in Kondensatoren (Link)
  • Blei in hochschmelzenden Loten, die in Elektro- und Elektronikgeräten verwendet werden (Link)
Die vorherigen Verlinkungen beziehen sich auf die offiziellen Konsultationsseiten der EU-Kommission. Sie finden jeweils am Ende der Seiten ("Annahme durch die Kommission") die delegierten Richtlinien und die dazugehörigen Anhänge, in denen die neuen Fristen der Ausnahmeregelungen genannt sind.
Quelle: DIHK
31.03.2026
Sicherheit braucht eine starke Wirtschaft

Sicherheits- und Verteidigungsindustrie

Cyberangriffe, Sabotage, fragile Lieferketten sowie Energie- und Rohstoffabhängigkeiten machen wirtschaftliche Resilienz zu einer unternehmerischen Aufgabe. Gleichzeitig entstehen im wachsenden Sicherheits- und Verteidigungsmarkt neue Geschäftschancen. Gerade Südwestfalen verfügt mit seiner hohen industriellen Fertigungstiefe, Präzisions- und Serienkompetenz sowie Stärken in Metall, Elektronik, Sensorik, Automatisierung und weiteren Technologiefeldern über erhebliche Dual-Use-Potenziale.
Die SIHK begleitet Unternehmen dabei als regionale Go-to-Defence-Anlaufstelle. Sie schafft Orientierung, macht Kompetenzen sichtbar, informiert über Anforderungen und bringt Unternehmen mit Auftraggebern, Systemhäusern, Forschung und weiteren Partnern zusammen. Zugleich unterstützt sie Betriebe dabei, Lieferketten, Infrastruktur und Krisenvorsorge widerstandsfähiger aufzustellen.
Wirtschaft und Gesamtverteidigung
Defence Week AdobeStock_2028653834 © Anastasiia Havelia / Generiert mit KI / adobe.stock.com

Fünf Tage, fünf Perspektiven auf Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit, Wirtschaftliche Resilienz und neue Marktchancen.

Metall trifft Defence
ACS_Messe © ACS

Aussteller gesucht: Präsentieren Sie Ihr Unternehmen beim Defence Supply Chain Summit 2026 in Attendorn und knüpfen Sie direkte Kontakte in die Defence-Branche.

FachForum
© DC Studio / stock.adobe.com

Das FachForum ist das zentrale Netzwerk der SIHK für Wirtschaft und Gesamtverteidigung. Quartalsweise bringt es Unternehmen mit Bundeswehr, Verwaltung, Wissenschaft und weiteren Partnern zusammen. Im Fokus stehen Marktzugang, zivil-militärische Zusammenarbeit, resiliente Lieferketten und betriebliche Vorsorge.

Industriestandort mit Zukunft
CNC-Laserschneiden von Metall, moderne industrielle Technologie. © Andrey Armyagov / Stock.adobe.com

Ziel ist es, die Unternehmen der Region bei der Erschließung neuer Märkte und der Entwicklung zukunftsfähiger Geschäftsmodelle zu unterstützen.

Chancen für die Zuliefererindustrie
Symbolbild Präzisions-CNC-Bearbeitung eines Raketentriebwerksteils © OkiDokiBot AI Art Generator - 2024 / stock.adobe.com

Der Einstieg in den Defence-Markt führt nicht nur über direkte Aufträge der Bundeswehr. Für mittelständische Unternehmen bieten insbesondere bestehende Lieferketten, Systemhäuser, Dual-Use-Anwendungen und internationale Kooperationen interessante Zugänge. Die SIHK unterstützt bei der Orientierung und vermittelt zu passenden Plattformen und Angeboten.

Zivil-militärische Zusammenarbeit
Symbolbild Bundeswehr Soldatinnen im Heer © Comofoto / stock.adobe.com

Verteidigungsfähigkeit ist keine rein militärische Aufgabe. Deutschland ist auf leistungsfähige Verkehrswege, funktionierende Energie- und Kommunikationsnetze, stabile Lieferketten, industrielle Kapazitäten und zahlreiche zivile Dienstleistungen angewiesen. Der Operationsplan Deutschland regelt das Zusammenspiel zwischen Wirtschaft und Staat.

Rüstungsexportkontrolle
Symbolbild verschiedene Transportmittel © enanuchit / stock.adobe.com

Unternehmen, welche Waren exportieren oder in die Rüstungsindustrie liefern, werden unweigerlich mit der Thematik der Ausfuhrkontrolle konfrontiert.

Für Notfälle wappnen
Symbolbild Cybersicherheit © Yuwadee generiert mit KI / stock.adobe.com

Wirtschaftsschutz und Krisenvorsorge helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen, sensible Werte zu schützen und die Handlungsfähigkeit des Unternehmens auch in außergewöhnlichen Situationen zu erhalten. Damit werden sie zu zentralen Bausteinen unternehmerischer Resilienz.

Positionen
Symbolbild Weltkarte Vernetzung © Generiert mit KI / Leopard / stock.adobe.com

Die veränderte Sicherheitslage stellt neue Anforderungen an Wirtschaft und Staat. Die IHK-Organisation setzt sich für schnellere Verfahren, resiliente Infrastruktur, bessere Bedingungen für die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie sowie eine stärkere technologische und wirtschaftliche Handlungsfähigkeit Europas ein.

Konsultationen

Überarbeitung der CO₂-Emissionsnormen für neue Pkw und leichte Nutzfahrzeuge

Die Europäische Kommission führt eine Konsultation zur Überprüfung der CO₂-Emissionsnormen für neue Pkw und neue leichte Nutzfahrzeuge, sowie zur Überprüfung der Richtlinie über die Kennzeichnung von Pkw (Car Labelling Directive) durch.

Überarbeitung der Verordnung zur Festsetzung von CO2-Emissionsnormen für neue Pkw und leichte Nutzfahrzeuge

Ziel der Überprüfung der CO₂-Emissionsstandards ist es, die aktuelle Verordnung im Hinblick auf neue technologische Entwicklungen und aktuelle Herausforderungen für die Automobilindustrie zu analysieren und bei Bedarf anzupassen. Dabei soll auch geprüft werden, ob die Vorschriften vereinfacht und der bürokratische Aufwand reduziert werden können.
Die Verordnung legt Grenzwerte für CO₂-Emissionen von in der EU neu zugelassenen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen fest. Sie soll zur Umsetzung der Klimaziele der EU bis 2030 beitragen und den Weg zur Klimaneutralität bis 2050 unterstützen. Zudem soll sie die Verbreitung emissionsfreier Fahrzeuge fördern sowie Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und hochwertige Arbeitsplätze im Automobilsektor stärken. Die Überprüfung ist Teil des EU-Aktionsplans für die europäische Automobilindustrie.

Überarbeitung der EU-Vorschriften über Verbraucherinformationen zu Pkw

Gleichzeitig wird auch die Car Labelling Directive überarbeitet, um VerbraucherInnen besser über den CO₂-Ausstoß und die Kraftstoffeffizienz neuer Fahrzeuge zu informieren, damit sie nachhaltigere Kaufentscheidungen treffen können. Auch dadurch soll der Umstieg auf emissionsfreie Fahrzeuge weiter beschleunigt werden. Die Grundlage für diese Überarbeitung bildet die Bewertung der Richtlinie (EN) vom 4. Juni 2025.

Flexibilität zur Erreichung der CO2-Flottenziele

Die EU-Kommission hatte im April beschlossen, der europäischen Automobilindustrie zusätzliche Zeit für die Einhaltung der CO2-Flottengrenzwerte zu gewähren. Die Änderung ermöglicht den Herstellern, die Einhaltung der CO2-Ziele für 2025, 2026 und 2027 über den gesamten Dreijahreszeitraum im Durchschnitt ihrer Leistung und nicht jährlich zu bewerten. So können Sie übermäßige Emissionen in einem Jahr ausgleichen, indem sie die Zielvorgabe in anderen Jahr übertreffen.
Mit der vorgeschlagenen Änderung werden die in der Verordnung festgelegten CO2-Reduktionsziele nicht geändert. Für die Jahre 2025 bis 2029 wird in der Verordnung (EU) 2019/631 ein Reduktionsziel von 15 % für die durchschnittlichen CO2-Emissionen der EU-Flottenhersteller von Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen im Vergleich zum Ausgangswert 2021 festgelegt.
Quelle: DIHK
22.07.2025
Energie und Klimaschutz

Wasserstoff

Industrielle Transformation
Gasleitungen mit Ventilen AdobeStock_249723859 © ©Maksym Yemelyanov - stock.adobe.com

Eine im Auftrag der DIHK erstellte Studie zeigt, wo die Knackpunkte beim Markthochlauf liegen und was jetzt getan werden muss.

Versorgungssicherheit
© Simon Wierzba / Bergische Gesellschaft

Die Veranstaltung informierte über aktuelle Wasserstoffprojekte und die Infrastrukturentwicklung im Rahmen des Wasserstoffhochlaufs.

Wasserstoffhochlauf
Wasserstoff AdobeStock_608602485 © Deemerwha studio / stock.adobe.com

Der Wasserstoffbedarf soll bis 2050 erheblich ansteigen. Die größte Nachfrage wird für die Industrie vorhergesagt.

Broschüre
Gasversorgung AdobeStock_121154953 © tbell01 - stock.adobe.com

Worauf es beim Import ankommt, welche Herausforderungen bewältigt werden müssen und welche Optionen es gibt.

Wasserstoffhochlauf
Rechtsgrundlagen für die öffentliche Bestellung (1) © Fineas - stock.adobe.com

Ziel des Gesetzes ist es, durch Vereinfachung und Digitalisierung von Genehmigungsverfahren sowie die Festlegung klarer Fristen die Wasserstoffinfrastruktur zügiger auszubauen.

Diskussionspapier
Construction engineer © ©alphaspirit - stock.adobe.com

Diese Studie zeigt, welche praxisnahen Annahmen zu deutlich höheren Gestehungskosten führen als bislang in vielen Studien angenommen.

Ergebnisse der Unternehmensumfrage
H2 hydrogen tank, solar panels and wind power turbines, 3d rendering © Din Nasahrudin / stock.adobe.com

Die Energiewende ist längst Teil wirtschaftlicher Realität – das bestätigen die Ergebnisse der Unternehmensumfrage „Fit für die Energiewende – Strategien, Kompetenzen und Zukunftsperspektiven“

EU-Kommission
European Union flag against European Parliament © artjazz / stock.adobe.com

Künftig gilt Wasserstoff als kohlenstoffarm, wenn seine Herstellung und Nutzung mindestens 70 % weniger Treibhausgase verursacht als die fossile Referenz.

Transformation der Energieversorgung
Symbolbild H₂-Wasserstoffblasen auf cyanfarbenem Hintergrund. 3D-Illustration. © Alexander Limbach / stock.adobe.com

Das Netzwerk bietet Fachinformationen und Kontakte, um den Einstieg in das Thema Wasserstoff zu unterstützen.

Kurz + knapp
© ©MK-Photo - stock.adobe.com

Am 18. Juni bringt das H2Raum-Matchmaking wieder Unternehmen mit Forschungsinstituten und Akteuren der Wasserstoffwirtschaft zusammen.

Europäische Industriekapazitäten schützen

EU-Kommission hat Aktionsplan für die Stahl- und Metallindustrie vorgestellt

Die EU-Kommission hat am 19. März 2025 den Aktionsplan für die Stahl- und Metallindustrie vorgestellt. Dieser zeigt geplante Gesetze und Initiativen auf, die in den nächsten Jahren die beiden energieintensiven Branchen voranbringen sollen. Entstanden ist das Dokument aus dem strategischen Dialog der EU-Kommission mit der Industrie.
Viele der angekündigten Maßnahmen finden sich auch im „Clean Industrial Deal“ und im „Action Plan for Affordable Energy“ wieder. Aber nicht alle Vorhaben werden eventuell so umgesetzt, denn die geplanten Gesetze müssen noch durch das reguläre Gesetzgebungsverfahren mit EU-Parlament und Mitgliedstaaten.
Folgende Prioritäten werden gesetzt:
  1. Sicherstellung des Zugangs zu sauberer und bezahlbarer Energie für die Metallindustrie
  2. Verhinderung von Carbon Leakage (Verlagerung von CO2-Emissionen)
  3. Förderung und Schutz der europäischen Industriekapazitäten
  4. Förderung der Kreislaufwirtschaft bei Metallen
  5. Sicherung von Industriearbeitsplätzen
  6. Risikominderung von Dekarbonisierungsprojekten durch Leitmärkte und öffentliche Unterstützung
  7. Gemeinsam an der Umsetzung für einen fairen Übergang arbeiten
DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier hat sich zum Aktionsplan Stahl- und Metalle geäußert:
„Der Aktionsplan für die Stahl- und Metallindustrie adressiert wichtige Probleme, die auch die Breite der deutschen Wirtschaft betreffen. Sehr hohe Energiepreise, zu langsame Genehmigungsverfahren und große Herausforderungen beim globalen Handel prägen den Alltag in der Wirtschaft. Die Politik sollte daher die Wirtschaftsbedingungen am Standort Europa für alle Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungsketten verbessern. Das heißt vor allem und zuvorderst Bürokratie abbauen, Energiepreise senken und Handelspartnerschaften vorantreiben.
Schlussendlich wird es auf die konkreten Gesetzesvorschläge und deren Umsetzung ankommen: Sollten Initiativen zu schnelleren Genehmigungsverfahren und spürbaren Vereinfachungen für die Breite an Unternehmen führen, käme dies einem Befreiungsschlag gleich. Kommt es zu zusätzlich komplexer Regulierung, bspw. durch nicht-preisliche Kriterien bei der Vergabe, würde das den Mittelstand de facto von solchen Verfahren ausschließen. Es ist also bei allen Initiativen darauf zu achten, diese so bürokratiearm und einfach wie möglich auszugestalten.
Bei der Anwendung handelspolitischer Schutzmaßnahmen sollte es immer eine Balance geben – zwischen möglichst fairen Wettbewerbsbedingungen und dem Schutz der heimischen Industrie auf der einen sowie möglichst offenen Märkten auf der anderen Seite. Grundsätzlich gilt, dass der Einsatz aller Handelsschutzinstrumente zielgerichtet und verhältnismäßig sein muss. Das offene, auf internationale Lieferungen angewiesene Europa hat viel zu verlieren. Gleichzeitig muss die Wirtschaft eng miteinbezogen werden, damit die Maßnahmen effektiv und letztlich auch umsetzbar sind. Darüber hinaus schaffen Handelsabkommen, z.B. mit Mercosur und Indien, neue Marktchancen.”
Quelle: DIHK
25.03.2025

Weltmarktführer in Südwestfalen

Südwestfalen bleibt weiterhin der führende Industriestandort in Nordrhein-Westfalen und zählt zu den Top-4 Industrieregionen in Deutschland. Einen wesentlichen Beitrag dazu leisten die 165 Weltmarktführer in Südwestfalen. Bereits seit 2013 zeichnen die drei südwestfälischen Industrie- und Handelskammern Arnsberg, Hagen und Siegen technologische Exzellenz und herausragende Leistungen auf dem Weltmarkt mit dem entsprechenden Siegel aus.
Dafür müssen die Unternehmen eine führende Marktposition für ein international relevantes Produkt dokumentieren. Entscheidens ist, dass das Unternehmen zu den TOP 3 ihres Marktes zählt und diese Position objektiv belegt oder nachweislich eine technologische Führungsposition einnimmt.
“Der Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Dieser steht für einen hohen Spezialisierungsgrad, erstklassige Leistungs- und Qualitätsstandards und überzeugt durch seine Innovationsfähigkeit und Anpassungsbereitschaft. Insbesondere die Weltmarktführer in Südwestfalen, die oft seit mehreren Generationen familiengeführt sind, leben dabei die Transformation aus Tradition.”
Ralf Stoffels, Präsident der SIHK zu Hagen
Durch das gemeinsame Auftreten setzen die Weltmarktführer ein starkes Signal als attraktiver Arbeitgeber und bekennen sich zum Standort Südwestfalen. Das Label Weltmarktführer steigert dabei direkt die Wahrnehmung bei Kunden, Zulieferern, Partnern und potenziellen Bewerbern. Dabei nehmen die Weltmarktführer eine Vorreiterrolle in Sachen regionaler Verantwortung und Verpflichtung gegenüber den eigenen Mitarbeitern ein. Als Technologie- und Innovationstreiber trotzen sie globalen Krisen und setzen auf Kontinuität im Management.
Die Südwestfälische Wirtschaft kann mit Stolz auf das hohe Niveau ihrer Produkte blicken. In nahezu jedem Auto und jedem Gebäude befinden sich Komponenten “Made in Südwestfalen”. Um die Top-Qualität ihrer Produkte dauerhaft zu garantieren, investieren die Unternehmen überdurchschnittlich in Innovationen und die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Das gilt nicht nur für die Weltmarktführer, sondern genauso für viele andere Unternehmen, die sich und ihre Produkte stetig verbessern. Auch sie tragen zur Erfolgsgeschichte Südwestfalens als stärkster Industrieregion in NRW bei.
Mehr über die Weltmarktführer in Südwestfalen erfahren Sie unter: weltmarktfuehrer-sw.de
Ihr Unternehmen fehlt in der Liste? Prüfen Sie jetzt im Kriterienkatalog, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen als Weltmarktführer erfüllt. Gerne zeichnen wir weitere Unternehmen aus. Melden Sie sich bei uns!
Industrie-Monitoring

Industrie-Monitoring für das Märkische Südwestfalen

Der Strukturwandel in der Industrie ist ein dauerhafter Prozess. Gerade die Industrie im Märkischen Südwestfalen hat diesen Wandel immer wieder erfolgreich bewältigt und bildet nach wie vor die Grundlage für Wachstum und Beschäftigung in der Region. Allerdings stehen die Unternehmen in den nächsten Jahren vor besonderen Herausforderungen. Wesentliche Industrie-Kennzahlen werden auf dieser Seite vorgestellt.
Die SIHK-Vollversammlung hat sich intensiv mit den Fragen für eine erfolgreiche Zukunft der Industrie auseinandergesetzt und im Jahr 2021 eine Industrieresolution verabschiedet. Zudem hat die gemeinsam mit dem Institut der Deutschen Wirtschaft (IW-Consult) erstellte Studie SIHK-Industriemonitor (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 1930 KB) deutlich belegt, dass die Industrieunternehmen der starke Motor für die Wirtschaft im Märkischen Südwestfalen sind.

SIHK-Geschäftsklimaindex in der Industrie

Mit der regelmäßigen Konjunkturbefragung ermittelt die SIHK das aktuelle Konjunkturklima im Märkischen Südwestfalen. Der Geschäftsklimaindex verknüpft das Geschäftslage-Saldo mit dem Geschäftserwartungs-Saldo.
Quelle: SIHK-Konjunkturumfrage

Bewertung der Geschäftslage in der Industrie

Bei der Bewertung der aktuellen Geschäftslage werden die Bewertungen “gut” und “schlecht” gegenübergestellt.
Quelle: SIHK-Konjunkturumfrage

Bewertung der erwarteten Geschäftsentwicklung in der Industrie

Bei der Bewertung der erwarteten Geschäftsentwicklung werden die Bewertung “gute Entwicklung” und “schlechte Entwicklung” miteinander verglichen.
Quelle: SIHK-Konjunkturumfrage

Größte Risiken für die Geschäftsentwicklung in der Industrie

In der SIHK-Konjunkturumfrage geben die Industrie-Unternehmen an, welche Risiken für sie in den jeweils kommenden 12 Monaten besonders herausfordernd sind.
Quelle: SIHK-Konjunkturumfrage

Bewertung der Beschäftigungsentwicklung in der Industrie

In der SIHK-Konjunkturumfrage geben die Industrieunternehmen an, mit welcher Entwicklung der Beschäftigtenzahlen sie planen.
Quelle: SIHK-Konjunkturumfrage

Entwicklung der Ursprungszeugnisse

Ursprungszeugnisse belegen als öffentliche Urkunden den handelspolitischen (nicht-präferenziellen) Ursprung einer Ware. Sie werden in Deutschland von den IHKs ausgestellt. Ein Ursprungszeugnis muss dann beantragt werden, wenn die Behörden des Importlandes dies vorschreiben.
Quelle: Eigene Berechnung

Entwicklung der Carnets

Das Carnet ist ein internationales Zollpassierscheinheft, das die vorübergehende Ausfuhr beziehungsweise Einfuhr von Berufsausrüstung, Messegut und Warenmuster erleichtert.
Quelle: Eigene Berechnung

Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe

Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Industrie in Hagen, im Märkischen Kreis und im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis im Vergleich zur Gesamtzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.
Quelle: IT NRW

Umsatzentwicklung im Verarbeitenden Gewerbe

Entwicklung der Umsätze im verarbeitenden Gewerbe mit mehr als 20 Mitarbeitern im Märkischen Südwestfalen.
Quelle: IT NRW

Industriedichte

Im Ennepe-Ruhr-Kreis und im Märkischen Kreis liegt die Industriedichte (Zeitpunkt 2018) gemessen am Anteil der Bruttowertschöpfung (in Prozent) und der Beschäftigten deutlich über dem deutschen und dem nordrhein-westfälischen Durchschnitt. Dies gilt auch für die Stadt Hagen.
Quelle: Industrie-Monitor Märkisches Südwestfalen, IW Consult

„Alles echt“ in Südwestfalen

Die Region Südwestfalen ist der Industriestandort Nr. 1 in Nordrhein-Westfalen und liegt deutschlandweit unter den Top 5. Das lässt sich anhand statistischer Daten leicht belegen. Aber weder innerhalb der Region noch überregional ist diese Stärke hinreichend bekannt. Das soll sich ändern.
Arbeitgeberschmiede
Die Arbeitgeberschmiede Südwestfalen verfolgt das Ziel, Südwestfalen als Top-Arbeitgeber-Region zu etablieren und Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Arbeitgeberattraktivität und ihr Employer Branding gezielt weiterzuentwickeln. Dazu bietet das Mitmachprojekt kostenfreie, praxisnahe Angebote wie Impuls-Labore, „Gute Beispiele“ aus der Region sowie Austausch- und Netzwerkformate.
Arbeiten und Leben im Einklang
Das Standortportal Südwestfalen Portal gibt Auskunft über interessante Arbeitsplätze und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten in der Region. Gleichzeitig informiert es auch über Angebote zur Freizeitgestaltung, Bildungseinrichtungen, Kultur- und Sport sowie über den Wohnungsmarkt. In Zusammenarbeit mit Akteuren wie dem Sauerland-Tourismus und dem Touristikverband Siegerland-Wittgenstein werden die Vorzüge der Region umfassend dargestellt.
Alles echt!
Ein zentraler Ankerpunkt für das Regionalmarketing ist der neue Claim „Alles echt!“ Die Botschaften sollen authentisch sein, wie die Menschen in der Region. Es geht nicht um Schönfärberei, sondern um zentrale, belegbare Stärken.
Wirtschaft für Südwestfalen e.V.
Leisten auch Sie einen Beitrag, um Südwestfalen und seine Teilregionen gegenüber Fachkräften und deren Partnern/Familien innerhalb und außerhalb der Region wirkungsvoll in Szene zu setzen. Werden Sie Mitglied im Verein Wirtschaft für Südwestfalen. Hier finden Sie alle notwendigen Informationen Wirtschaft für Südwestfalen.
Stand: 22.12.2025

Ehrenamt

Ausschuss für Industrie, Umwelt und Energie

Der IUE-Ausschuss versteht sich als Plattform für Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich über betriebliche Fragestellungen austauschen und die SIHK bei der politischen Positionierung in industrierelevanten Fragestellungen unterstützen. Vorsitzende ist Frau Britta Hölper von der MÖHLING GmbH & Co. KG in Altena.
Der Ausschuss setzt sich für einen wettbewerbsfähigen Industriestandort ein und verfolgt das Ziel, wirtschaftsverträgliche Rahmenbedingungen im Umwelt- und Energiebereich in Südwestfalen zu schaffen. Im Kern geht es um die Transformationsprozesse für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Wirtschaft in Südwestfalen. Die Ausschusssitzungen finden 2 – 3 mal jährlich in der SIHK, einem Unternehmen oder auch online statt. Bei Querschnittsthemen lädt der IUE-Ausschuss gemeinsam mit andere Fachausschüssen oder FachForen ein. Wenn der Ausschuss Themen diskutiert, die aktuell sehr viele Unternehmen beschäftigen, sind die Ausschusssitzungen öffentlich.
Die Mitglieder des Ausschusses werden von der Vollversammlung für sechs Jahre berufen. Bis zur Berufung erhalten interessierte Unternehmerinnen und Unternehmer einen Gaststatus.
Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie Interesse an der Mitgliedschaft im IUE-Ausschuss haben.
Internationale Wettbewerbsfähigkeit

Europa muss agiler, schneller und digitaler werden

Europa hat gewählt. Jetzt hoffen die deutschen Unternehmen darauf, dass die künftige Wirtschafts- und insbesondere die Industriepolitik der EU dazu beiträgt, die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu steigern.
Die Industrie- und Handelskammern haben ihre Forderungen in einem Impulspapier für eine wirksame EU-Industriepolitik veröffentlicht. DIHK-Präsident Peter Adrian hat seine Erwartungen klar formuliert:
„Das neu gewählte Europaparlament muss sich in den kommenden Jahren vor allem für einen attraktiveren Wirtschaftsstandort einsetzen. Die Unternehmen brauchen gute Bedingungen in Europa, um international wettbewerbsfähig zu sein.”
Europa müsse agiler, schneller und digitaler werden, so Adrians Diagnose. Das bedeute vor allem, Kosten zu senken, Verfahren zu beschleunigen und die Bürokratie zurückzufahren. "Wir brauchen mehr Raum für Innovationen und technische Entwicklungen", betont der DIHK-Präsident. "Nur dann können wir das große Potenzial des gemeinsamen europäischen Marktes ausschöpfen. Eine Politik, die auf gute Standortfaktoren für die Branchen in der Breite setzt, ist die beste Industriepolitik – ein weltweites Subventionswettrennen hingegen hat am Ende nur Verlierer."
Welche Maßnahmen einer erfolgreichen EU-Industriepolitik zugrunde liegen sollten, zeigt die DIHK in einem aktuellen Impulspapier auf.
17.06.2024