04.05.2022

Mittelfristprognose für den Güter- und Personenverkehr veröffentlicht

Nach der jüngsten Gleitenden Mittelfristprognose für den Güter- und Personenverkehr – Winter 2021 / 2022 – verzeichnete der Güterverkehr im Jahr 2021 nach den starken Rückgängen im Vorjahr Zuwächse.
Die Verkehrsleistung stieg im Jahr 2021 im Vergleich zum Jahr 2020 gesamtmodal (ohne Seeverkehr) um rund 4,4 %; die Beförderungsmenge legte um rund 1,2 % zu. Auf mittelfristige Sicht werden ebenfalls Zuwächse des Güterverkehrs in Deutschland erwartet. Im Vergleich zum Jahr 2019 soll die Güterverkehrsleistung bis zum Jahr 2025 gesamtmodal um rund 9,3 % ansteigen; für das Transportaufkommen wird eine Zunahme von insgesamt rund 3,8 % prognostiziert. Am Wachstum in den kommenden Jahren sollen mit Ausnahme der Rohrleitungen alle Landverkehrsträger partizipieren, allerdings in unterschiedlichem Ausmaße.
Nach teils massiven Einbrüchen bei den einzelnen Verkehrsträgern verzeichnete der Personenverkehr im Jahr 2021 gesamtmodal lediglich einen leichten Anstieg.  Im Vergleich zum Jahr 2020 stieg das Personenverkehrsaufkommen um rund 0,7 %, die Personenverkehrsleistung nahm um rund 1,6 % zu. Auf mittelfristige Sicht wird mit einem weiteren Wachstum des Personenverkehrs in Deutschland gerechnet. Im Vergleich zum Jahr 2019 wird ein Anstieg des gesamtmodalen Personenverkehrsaufkommens bis zum Jahr 2025 in Höhe von rund 3,1 % prognostiziert; für die Personenverkehrsleistung wird eine Zunahme von insgesamt rund 3,2 % erwartet. Am Wachstum in den kommenden Jahren sollen zwar alle Verkehrsträger partizipieren, allerdings werden nach der Prognose im Jahr 2025 noch nicht alle Verkehrsträger ihre Niveaus aus dem Jahr 2019 erreicht haben.
Die Inhalte der Winterprognose 2021 / 2022 basieren auf dem Stand von Mitte März 2022.  Zu diesem Zeitpunkt waren die Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland weder absehbar noch prognostizierbar und finden daher keine Berücksichtigung. Bezüglich der Folgen für den Rohölpreis, die Importe von Energierohstoffen und andere Einflussfaktoren auf die Verkehrsentwicklung wurden Annahmen gesetzt, die zwangsläufig hohen Unsicherheiten unterliegen.
Der im Auftrag des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) gemeinsam von der Intraplan Consult GmbH und dem Bundesamt für Güterverkehr (BAG) erstellte Prognosebericht steht auf der Website des Bundesamtes zum kostenfreien Download zur Verfügung.