02.11.2022

Deutschlandticket ist beschlossene Sache

Bund und Länder haben sich über die Finanzierung des 49-Euro-Tickets geeinigt. Der Bund stellt den Ländern 1,5 Mrd. Euro für die Finanzierung des Tickets zur Verfügung, die Länder steuern den gleichen Betrag bei. Außerdem erhöht der Bund die Regionalisierungsmittel um eine Milliarde Euro.
Die Verkehrsministerinnen und -minister von Bund und Ländern hatten sich bereits vor rund zwei Wochen auf die Flatrate für Bus und Bahn geeinigt – offen war noch die finanzielle Beteiligung des Bundes. Nach den seinerzeit vorgelegten Plänen soll das 49-Euro-Ticket ausschließlich digital und im monatlich kündbaren Abo erhältlich sein. Es berechtigt bundesweit zu unbegrenzten Fahrten in Bussen, Bahnen und Fähren des Nahverkehrs, jedoch nicht zur Nutzung von Fernzügen und -bussen. Damit lässt Deutschland zum Teil extreme Preisschwankungen im Angebot des Öffentlichen Nahverkehrs hinter sich. Auch kaputte Fahrscheinautomaten und regionale Fahrschein-Apps stellen keine Hindernisse mehr dar. Das Deutschlandticket gibt es im Monatsabo, das man flexibel von Monat zu Monat kündigen kann.
Wann das Ticket an den Start gehen kann, ist allerdings noch offen. Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann hält einen Start ab März für realistisch.