„Wirtschaftshilfe KMU Niedersachsen“- Energiekostenzuschuss für niedersächsische KMUs

Das Land Niedersachsen unterstützt kleine und mittlere Unternehmen bei der zunehmend herausfordernden Finanzierung der steigenden Energiekosten. Mit der “Wirtschaftshilfe KMU Niedersachsen” stehen in einem ersten Schritt bis zu 100 Millionen Euro zur Entlastung für Energiepreissteigerungen im Jahr 2022 zur Verfügung. Für den Herbst 2023 ist eine Neuauflage des Programms mit angepassten Förderbedingungen und einem Fördervolumen von bis zu 200 Millionen Euro geplant. 
Wer kann Anträge stellen?
Antragsberechtigt sind rechtlich selbständige kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeiter*innen mit Sitz in Niedersachsen.
Welche Antragsvoraussetzungen gibt es?
  • Die Gesamtausgaben für Energie müssen im Zeitraum Juli bis Dezember 2022 um mehr als 3.000 Euro über dem doppelten Betrag im Zeitraum Juli bis Dezember 2021 liegen
  • Mit einem Antrag verpflichten sich die Unternehmen, betriebsbedingte Kündigungen in 2023 zu vermeiden.
  • Die liquiden Mittel müssen zum 30. November 2022 unter dem verfügbaren Zahlungsmittelbestand am 1. Juli 2022 gelegen haben
Wie hoch ist die Förderung?
  • Der Zuschuss umfasst bis zu 80 Prozent der Ausgaben, die über eine Verdoppelung hinaus gehen
  • 50 Prozent des Zuschusses werden direkt nach Antragstellung als Abschlagszahlung ausgezahlt. Die zweite Hälfte nach Auswertung aller im Antragszeitraum eingehenden Anträge. Sollte das Programm zu diesem Zeitpunkt überzeichnet sein, erfolgt eine anteilige Kürzung auf Basis der nach den Abschlagszahlungen verbleibenden Restfördersumme
  • Die maximale Förderung ist auf 500.000 Euro begrenzt.
Anhand zweier Beispiele sehen Sie, wann ein Unternehmen antragsberechtigt ist und wie hoch die Förderung ausfallen kann:
Fallbeispiel 1
Ein Unternehmen hatte im Zeitraum Juli bis Dezember 2021 Energiekosten von 20.000 Euro. Diese sind im Zeitraum Juli bis Dezember 2022 auf 50.000 Euro angestiegen. Der Zahlungsmittelbestand des Unternehmens ist im Zeitraum vom 1. Juli bis 30. Dezember um 10.000 Euro gesunken. Das Unternehmen ist antragsberechtigt, einen Förderbetrag in Höhe von 8.000 Euro zu erhalten, da...
  • Steigerung der Energiekosten im Vergleichszeitraum um mehr als das Doppelte  
  • negativer Verlauf des Zahlungsmittelbestandes
  • Der die Verdoppelung der Energiekosten übersteigende Betrag ist mit 10.000 Euro höher als der notwendige Mindestbetrag von 3.000 Euro. Bei einer 80-prozentigen Förderquote auf die 10.000 Euro ergibt sich eine Förderung von 8.000 Euro.
Fallbeispiel 2
Ein energieintensives mittelständisches Unternehmen hatte im Zeitraum Juli bis Dezember 2021 Energiekosten von 200.000 Euro. Die Kosten sind im Zeitraum Juli bis Dezember 2022 auf 1.100.000 Euro angestiegen. Der Zahlungsmittelbestand des Unternehmens ist im Zeitraum vom 1. Juli bis 30. Dezember um 800.000 Euro gesunken. Das Unternehmen ist dadurch antragsberechtigt auf einen Förderbetrag in Höhe von 500.000 Euro.
  • Steigerung der Energiekosten im Vergleichszeitraum um mehr als das Doppelte
  • negativer Verlauf des Zahlungsmittelbestandes
  • Der die Verdoppelung der Energiekosten übersteigende Betrag ist mit 700.000 Euro deutlich höher als der notwendige Mindestbetrag von 3.000 Euro. Bei einer 80-prozentigen Förderquote auf die 700.000 Euro ergibt sich eine Förderung von 560.000 Euro. Aufgrund der Zuschussdeckelung wird jedoch nur der Förderhöchstbetrag von 500.000 Euro ausgezahlt.
Ab wann können Anträge gestellt werden?
Eine Antragstellung ist in der Zeit vom 23. Februar 2023 bis Ende März möglich.
Informationen zum Programm und zur Antragstellung sind in Kürze auf dem Internetauftritt der NBank abrufbar.