Sachsen-Anhalt ENERGIE

Die Landesregierung unterstützt Unternehmen, die in Maßnahmen zur Verringerung von Kohlendioxid-Emissionen und Steigerung der Energieeffizienz investieren, mit Zuschüssen in Höhe von bis zu 50 Prozent. Geförderte Projekte müssen bis 31. Januar 2023 umgesetzt und abgeschlossen sein.
Wir haben die wichtigsten Informationen zum Förderprogramm für Sie zusammengestellt:
Förderart
  • Zuschuss (Zuwendung in Form einer Anteilsfinanzierung)
Fördergegenstand
  • Investitionen zur Energieeinsparung sowie ergänzende Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien, beispielsweise:
    • Ersatz von ineffizienten Anlagen/Aggregaten,
    • energetische Optimierung von Teilen der Prozessketten, Druckluft- und Pumpsystemen, Heiz-, Kühl- und Vakuumsystemen, Systemen für Trocknung, Trennung und Konzentration
    • Strom- und Wärmespeicher; Wärmerückgewinnung
    • Mess- und Regeltechnik
    • nur in Verbindung mit Energiesparmaßnahmen: Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Wärme aus erneuerbaren Energien, auch unter Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung oder Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung
Antragsberechtigte
Unternehmen (Unternehmen der Energiewirtschaft ausschließlich im Rahmen von Contracting)
Fördervoraussetzungen
  • Umsetzung in Betriebsstätte in Sachsen-Anhalt
  • Maßnahmen dürfen nicht auf einer gesetzlichen Verpflichtung oder behördlichen Anordnung beruhen; dies gilt insbesondere für das gesetzlich verpflichtende Energieaudit
  • Expertenanalyse der vorhandenen Energieeinsparpotenziale im Unternehmen
  • Nachweis eines Energieaudits oder Energie- bzw. Umweltmanagementsystems
  • spezifische Endenergieeinsparung von mind. 20 Prozent (gemessen am Durchschnittsverbrauch der letzten 3 Jahre - bezogen auf die Maßnahme)
  • förderfähiges Mindestinvestitionsvolumen
    • für kleine und mittlere Unternehmen: 10.000 Euro (nach De-minimis) sowie 50.000 Euro (nach AGVO)
    • für große Unternehmen: 100.000 Euro
  • mehr als die Hälfte des Investitionsvolumens muss für die Energieeinsparung aufgewendet werden
  • Energieeffizienz- oder Energiesparmaßnahmen sind Voraussetzung für die Förderung, um auch in anderen Bereichen gefördert zu werden; insbesondere Investitionen in erneuerbare Energien, Stromspeicher sowie Umrüstung auf LED sind nicht als Einzelvorhaben förderfähig, sondern nur zusätzlich zu Energiesparmaßnahmen
  • geförderte Anlagen sind mind. 5 Jahre, bei KMU mind. 3 Jahre nach Abschlusszahlung der Fördermittel zweckentsprechend zu betreiben
Förderhöhe
  • Zuwendung als Projektförderung in Form einer Anteilsfinanzierung
  • Förderung nach De-minimis-Verordnung (vorrangig): Zuschuss in Höhe von
    • 45 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben für kleine Unternehmen,
    • 35 Prozent für mittlere Unternehmen, 
    • 25 Prozent für große Unternehmen
  • Bonus von weiteren 5 Prozent für KMU möglich, wenn sie ihre Erfahrungen aus den durchgeführten Maßnahmen mit anderen Unternehmen teilen (z. B. über die in den zuständigen gewerblichen Kammern zur Verfügung stehenden Kommunikationswege, durch Mitgliedschaft in einem Energieeffizienznetzwerk oder Präsentation des geförderten Projekts auf einer einschlägigen Veranstaltungen)
  • Förderhöhe nach AGVO ergibt sich aus den vorhabenspezifischen Regelungen gemäß der Richtlinie (max. 500.000 Euro pro Unternehmen)
Antragstellung Antragstellung erfolgt vor Maßnahmenbeginn bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt
Sonstiges
  • Gewährung der Beihilfen (Zuwendungen) erfolgt auf Grundlage der De-minimis-Verordnung oder der AGVO
  • geförderte Projekte müssen bis 31. Januar 2023 abgeschlossen sein
Stand: April 2022