Energieberatung für Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme

Für Unternehmen, die in Energieeinsparung und Energieeffizienzmaßnahmen investieren möchten, ist im Vorfeld eine Energieberatung empfehlenswert. Der Bund fördert diese mit einem Zuschuss in Höhe von 80 Prozent.
Gewerblich tätige Unternehmen, freiberuflich Tätige sowie Kommunen und gemeinnützige Organisationen können vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Beratungsleistungen zur Erstellung von energetischen Neubau- und Sanierungskonzepten, Energieaudits sowie Contracting-Orientierungsberatungen für Nichtwohngebäude gefördert bekommen.
Wir haben für Sie die wichtigsten Informationen der “Bundesförderung für Energieberatung für Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme” zusammengestellt.
Was wird gefördert?

  • Energieberatung in Form eines Energieaudits nach der DIN EN 16247
  • Energieberatung für Nichtwohngebäude nach der DIN V 18599
  • Contracting-Orientierungsberatung
Wer wird gefördert?
  • kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie freiberuflich Tätige
  • Nicht-KMU, deren Gesamtenergieverbrauch gemäß § 8 Abs. 4 EDL-G über alle Energieträger hinweg max. 500.000 kWh im Jahr beträgt
  • Kultureinrichtungen
  • kommunale Gebietskörperschaften und Zweckverbände
  • gemeinnützige Organisationen, Religionsgemeinschaften mit Körperschaftsstatus, soziale und gesundheitliche Einrichtungen
Wie wird gefördert?
  • Zuwendung als Projektförderung in Form einer Anteilsfinanzierung auf Ausgabenbasis
  • Zuschuss in Höhe von 80 Prozent der förderfähigen Netto-Beratungskosten
  • Höchstzuschuss Energieberatung nach DIN EN 16247:
    • 1.200 Euro bei weniger als 10.000 Euro (netto) Energiekosten/Jahr
    • 6.000 Euro bei mehr als 10.000 Euro (netto) Energiekosten/Jahr
  • Höchstzuschuss Energieberatung nach DIN V 18599: 8.000 Euro (Höhe abhängig von der Nettogrundfläche des Gebäudes)
  • Höchstzuschuss Contracting-Orientierungsberatung:
    • 7.000 Euro bei weniger als 300.000 Euro (netto) Energiekosten/Jahr
    • 10.000 Euro bei mehr als 300.000 Euro (netto) Energiekosten/Jahr
Was gilt es zu beachten?
  • Sitz, Geschäftsbetrieb sowie Beratungsobjekte in Deutschland
  • Beratung muss durch einen vom BAFA zugelassenen Energieberater erfolgen (einen Energieberater finden Sie in der Energieeffizienz-Experten-Datenbank des Bundes)
  • Bruttoberaterhonorar ist förderfähig, wenn Antragsteller nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt ist
  • bewilligte Beratung muss spätestens 12 Monate nach Zugang des Zuwendungsbescheides beendet sein (Bewilligungszeitraum)
  • Ergebnisse der Beratung sind in einem Abschlussbericht zu dokumentieren
Wie und wo ist der Antrag zu stellen?
Antragstellung erfolgt vor Maßnahmenbeginn beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) online über die Antragsplattform
Was sollte man  noch wissen?
  • bei der Zuwendung handelt es sich für Unternehmen um eine De-minimis-Beihilfe
  • Richtlinie ist bis 31.12.2024 befristet
Stand: September 2022