Ostwürttembergische Wirtschaft warnt
Mercosur-Abkommen
Die Entscheidung des Europäischen Parlaments, das EU Mercosur Abkommen an den Europäischen Gerichtshof zu verweisen, sorgt in der regionalen Wirtschaft für Enttäuschung und Sorge. Die Unternehmen hatten auf zügige Fortschritte gehofft, um angesichts globaler Unsicherheiten wieder mehr Planungssicherheit zu gewinnen.
Der Präsident der IHK Ostwürttemberg, Markus Maier, betont:
„Das erneute Stocken des Mercosur Prozesses ist ein Rückschlag – gerade für unsere exportstarke Industrie im ländlichen Raum. Unsere Unternehmen stehen unter hohem Wettbewerbsdruck und brauchen verlässliche Handelsbedingungen. Europa muss jetzt eine klare Linie finden und Entscheidungen treffen, die wirtschaftliche Stärke und Standortsicherung in den Mittelpunkt stellen.“
Baden Württemberg ist ein zentraler Akteur im Mercosur Handel: Rund 14 Prozent der deutschen Exporte in die Region entfallen auf das Land, doch das Wachstum lag zuletzt bei lediglich 0,38 Prozent pro Jahr – ein Hinweis auf ungenutztes Potenzial aufgrund hoher Zölle. Besonders der Maschinenbau, die Automobilzulieferindustrie und Präzisionstechnologien in Ostwürttemberg wären vom Abbau dieser Barrieren unmittelbar betroffen.
Die Wirtschaft der Region fordert daher eine zügige Klärung durch den EuGH und eine ernsthafte Prüfung eines vorläufigen Inkrafttretens des handelspolitischen Teils des Abkommens. Unternehmen wollen die Übergangszeit nutzen, um Chancen auf dem südamerikanischen Markt strategisch vorzubereiten.
Bedeutung für Ostwürttemberg: große Chancen – bislang ungenutztes Potenzial
Das EU Mercosur Abkommen gilt nach wie vor als ein zentrales Projekt, um Marktzugang zu verbessern, Zölle abzubauen und Unternehmen aus Baden Württemberg und damit auch aus Ostwürttemberg im globalen Wettbewerb zu stärken.
Laut Baden Württembergischem Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) entfallen 14 Prozent der deutschen Mercosur Exporte auf Baden-Württemberg, durchschnittlich knapp 15 Prozent im Zeitraum 2010–2024. Dennoch stiegen die Exporte in dieser Zeit nur moderat um 0,38 Prozent pro Jahr – ein Hinweis auf bislang ungenutztes Marktpotenzial, gebremst durch Zölle und Marktzugangsbarrieren.
Das EU Mercosur Abkommen gilt nach wie vor als ein zentrales Projekt, um Marktzugang zu verbessern, Zölle abzubauen und Unternehmen aus Baden Württemberg und damit auch aus Ostwürttemberg im globalen Wettbewerb zu stärken.
Laut Baden Württembergischem Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) entfallen 14 Prozent der deutschen Mercosur Exporte auf Baden-Württemberg, durchschnittlich knapp 15 Prozent im Zeitraum 2010–2024. Dennoch stiegen die Exporte in dieser Zeit nur moderat um 0,38 Prozent pro Jahr – ein Hinweis auf bislang ungenutztes Marktpotenzial, gebremst durch Zölle und Marktzugangsbarrieren.
Die exportorientierten Leitbranchen der Region –
• Maschinen- und Anlagenbau,
• Automotive Zulieferindustrie,
• Präzisionstechnologie und Werkzeugmaschinen,
• Chemie und High Tech Materialien – würden unmittelbar vom Wegfall dieser Hürden profitieren.
• Maschinen- und Anlagenbau,
• Automotive Zulieferindustrie,
• Präzisionstechnologie und Werkzeugmaschinen,
• Chemie und High Tech Materialien – würden unmittelbar vom Wegfall dieser Hürden profitieren.
Unternehmen wollen Übergangszeit aktiv nutzen
Bis zum möglichen Inkrafttreten 2027 sollten Unternehmen die Übergangszeit nutzen, um strategische Marktvorbereitung zu betreiben. Dazu gehören die Prüfung neuer Lieferketten, der Markteintritt in Südamerika sowie die Vorbereitung auf Zollsenkungen.
Bis zum möglichen Inkrafttreten 2027 sollten Unternehmen die Übergangszeit nutzen, um strategische Marktvorbereitung zu betreiben. Dazu gehören die Prüfung neuer Lieferketten, der Markteintritt in Südamerika sowie die Vorbereitung auf Zollsenkungen.
