Ostwürttemberg begeistert Lehrkräfte

KI und MINT: Digitale Schule im Fokus

Wie funktioniert Künstliche Intelligenz im Schulalltag, und wie lassen sich MINT-Themen – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – leicht und spielerisch vermitteln? Diesen Fragen widmete sich der Wirtschafts-Dialog Digitale Schule Ostwürttemberg im digiZ | Digitalisierungszentrum Ostwürttemberg im Aalener Digital Innovation Space. Zahlreiche Lehrkräfte aus der Region folgten der Einladung, um sich über den Einsatz digitaler Werkzeuge im Unterricht auszutauschen und selbst aktiv zu werden. Im Fokus stand dabei das Zusammenspiel von KI und MINT-Themen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen zwei praxisnahe Workshops mit erfahrenen Medienkompetenzlehrern. Bereits im interaktiven Teil zeigte sich schnell: Künstliche Intelligenz wird in vielen Klassenzimmern zwar schon genutzt – allerdings meist eher verdeckt und ohne klare Struktur, auch dort, wo KI und MINT eigentlich zusammengedacht werden sollten.
„Der richtige Umgang mit KI muss auch beschult werden. Hier stehen wir noch in den Startlöchern",
brachte es Maximilian Jenal auf den Punkt. Der Medienkompetenzlehrer betonte:
„Wir müssen unseren Umgang mit KI festigen."
Wie leicht sich MINT-Themen mit KI-gestützten Werkzeugen auf dem iPad vermitteln lassen, demonstrierte Jonas Kolbenschlag in seinem Workshop eindrucksvoll: Innerhalb weniger Minuten entstanden Mindmaps zu naturwissenschaftlichen und technischen Inhalten, trockene Lerninhalte wurden anschaulich visualisiert, und die Teilnehmenden erlebten, wie leicht sich auch komplexe MINT-Themen mithilfe von KI spielerisch und anschaulich aufbereiten lassen. Besonders die intuitive Bedienung sorgte für Begeisterung.
„Die zwei Finger sind der Gamechanger",
brachte Kolbenschlag die Einfachheit der Tablet-Nutzung auf den Punkt – und zeigte, wie produktiv sich mit minimalem technischem Aufwand gerade im Bereich KI & MINT arbeiten lässt.
Neben den praktischen Workshops erhielten die anwesenden Schulvertreter auch Einblicke in nachhaltige Finanzierungsmöglichkeiten für digitale Bildung, unter anderem mit Blick auf den DigitalPakt Schule 2.0 – eine wichtige Grundlage, um KI und MINT künftig noch enger zu verzahnen. Stefan Zeman von der ACS Group, der zahlreiche Schulen in Ostwürttemberg und bundesweit bei der Einführung digitaler Lösungen begleitet, stand hierzu als Ansprechpartner zur Verfügung.
Der Wirtschafts-Dialog machte deutlich: Der digitale Wandel an Schulen ist längst im Gange – und besonders im Zusammenspiel von KI und MINT liegt großes Potenzial für den Unterricht der Zukunft. Doch für einen souveränen und strukturierten Umgang braucht es weiterhin Austausch, Fortbildung und praktisches Ausprobieren. Genau diesen Rahmen bot die Veranstaltung im digiZ Aalen.